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#71
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AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen
Früher hatten wir eine Hausfrauenabteilung. Diese Frauen wollten keine Punktspiele machen.
Nie wieder war der Verein so stabil. Sie waren im Vorstand aktiv und führten viele Veranstaltungen durch. Bis sie dann durch die Krakeler der 1. Mannschaft, die sich gestört fühlten, nach und nach "vertrieben" wurden. In 90% der Vereine zählen leider ausschließlich die Mannschaftsspieler. Um die erwachsenen Quereinsteiger kümmert sich niemand, bis man sie wieder los ist. Aber gerade hier liegt m.E. das größte Potenzial. Man darf solche Leute, die nur trainieren wollen, nicht als fünftes Rad am Wagen ansehen. Bei gutem Willen kann man die Tische schon mal etwas enger stellen. Geeignete Spielformen gibt es viele. Und diese Hobbyspieler sind dankbar für jeden Tipp. Man darf sie nicht unter Druck setzen, die Mannschaften aufzufüllen. Denn dann sind sie schnell wieder weg. Der ein oder andere wird von sich aus irgendwann an Turnieren oder Punktspielen teilnehmen wollen. Und TTR 1300 - 1500 können auch "Spätberufene" erreichen. Ich betreue seit vielen Jahren die Freizeitsparte eines Vereins. Und es funktioniert. |
#72
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AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen
Wenn ausreichend Platz und Hallenkapazität vorhanden ist, hab ich persönlich überhaupt kein Problem mit jemand der in keiner Mannschaft spielen möchte. Allerdings bin ich dann auch nicht jemand der da dann groß seine Zeit investiert, weil die ist bei mir relativ knapp.
Ich denke auch dass man in unserem Sport das Potential dass man hat zu wenig nutzt. Denn im Tischtennis kann man auch wenn man der Jugend entwachsen ist noch ein gutes Niveau erreichen, wenn man denn den Willen dazu hat. Ich kenn da auch ein Beispiel der wird schätze ich mal weil er dadurch dass er konditionell wohl der Fitteste im Verein ist wohl bald an der 1300er Marke kratzen, nach oben offen weil er top körperliche Voraussetzungen hat und sehr beweglich ist. Er spielt erst ca. 2 Jahre. Das Umdenken dass es nicht nur Wert ist Jugendarbeit zu machen sondern auch ältere Zielgruppen anzusprechen wird aber wohl schon bei vielen Vereinen scheitern. Aber ich halte es für den richtigen Weg. Man verschenkt hier ein Potential und das ist sehr schade. Geändert von jimih1981 (31.10.2019 um 13:04 Uhr) |
#73
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AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen
Wir haben es geschafft, durch unsere immer aktuelle Internetseite, durch Social Media und Mundpropaganda, Stand heute, 50 Kinder und Jugendliche, darunter 8 Mädchen an den Tischtennistisch zu bekommen. Vor 7-8 Jahren hatten wir keine Jugend.
Mir war aber wohl bewusst, wenn sich 3-4 Kinder finden, die auch noch Fußball spielen, wird sich das Potenzieren und wir davon profitieren. Durch die zusätzlichen Aktivitäten auf Facebook und im Internet, hat sich dass nochmal gesteigert. Wir haben 5 Jugendmannschaften. Nächstes Jahr kommen nochmal 2 dazu. Wir haben 5 Jugendtrainer und eine "bekloppte" Führungsriege, die sich dem Tischtennis widmet, neben der täglichen Arbeit, versteht sich. Auch die Eltern konnten wir begeistern und haben es geschafft, dass diese sowohl bei den Spielen zuschauen als auch Auswärtsfahrten übernehmen. Ich denke, dass man nur so eine Randsportart wie Tischtennis am Leben halten kann. Viele Enthusiasten und viel Werben um die Gunst der Kinder. Von Selbst passiert gar nichts. P.S.: 4 ältere Jugendliche spielen schon seit längerem bei den Herren mit und wenn sie diese Jahr die Jugend verlassen, spielen alle 4 bei den Herren weiter. |
#74
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AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen
Glückwusch für die tolle Arbeit.
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#75
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AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen
Wie gesagt , ich habe wenig Verständnis für die Kategorisierung -ligaspieler =wertvoll, Mitglied ohne wettkampfambition =bestenfalls geduldet.
Diese Vorgabe und Einstellung schadet praktisch jedem Verein , es wäre ja quasi so dass dein Wert als Vereinsmitglied sich direkt vom TTR wert ablesen lasse. Dabei ist es viel wichtiger anständige Technik zu vermitteln damit die Spieler nicht Jahre brauchen um einigermassen spielen zu können, dadurch entsteht dann auch lust sich dem Wettbewerb zu stellen. Ich denke die meisten elitären 1.Mannschafts Lokalhelden sind eher Last als Segen eines Vereins. |
#76
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AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen
Es ist nun mal so, dass sich die meisten Vereine über ihre 1. Mannschaft definieren. Das wird sich nicht ändern, weil das im Fußball auch so ist. Und der ist in Deutschland der Maßstab an dem die Öffentlichkeit den Wert bemisst.
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AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen
Zitat:
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#78
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AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen
Im Prinzip ja, aber wenn man seine Argumente zum 20. Mal liest, nervt es irgendwann. Das Zitierte ging mal über den Standardfastest hinaus...
Allerdings kann man selbst heutzutage als Verein auf die Füße kommen. In meinem Verein war ich vor 10 Jahren noch das einzige Bindeglied zwischen den unter 20-Jährigen und den Senioren. Mittlerweile haben wir 3 Erwachsenenmannschaften, in denen nur noch 5 Ü40er, davon ein Ü50er mitspielt. Daneben haben wir derzeit 40 aktive Jugendspieler. Zur Zeit haben wir trotzdem noch meistens eine gute Betreuungsquote im Training. Kürzlich waren wir mal sogar mal 6 Betreuer gleichzeitig im "Anfänger"-Training. Leider sind unsere Hallen recht klein. 7 Tische gehen bequem rein, mittlerweile haben wir regelmäßig 10 Tische aufgebaut. Bei den Punktspielen ist diese Quote leider noch nicht ganz so gut, die 8 Jugendmannschaften (Jungen:3x U18, 2x U12; Mädchen: 2x U18, 1x U12) werden hauptsächlich von 3 Personen betreut, die allesamt keine Autofahrer sind, d.h. wir sind darauf angewiesen, dass die Eltern zu Auswärtsspielen mitkommen. Lediglich die zweite Jungenmannschaft steht auswärts öfter mal ohne Betreuer da. |
#79
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AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen
Und was hat der Verein davon?
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#80
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AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen
Wenn überhaupt, dann wird nur die 1. Mannschaft in der öffentlichkeit wahrgenommen. Sponsoren findet man auch eher, wenn die 1. Mannschaft oben spielt. Vor allem ist es viel leichter, ehrgeizige Spieler für eine gute 1. Mannschaft anzulocken. Frag mal einen, ob er wechseln will, um in der 3. Mannschaft zu spielen.
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Breitensport, Leistungssport, Vereinssterben |
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