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Stammtisch Hier könnt Ihr über "Gott und die Welt", Politik, Fernsehen, Bücher, Musik und alles was Euch sonst interessiert diskutieren. Plaudern in lockerer Atmosphäre ;-)

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  #8081  
Alt Heute, 09:11
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AW: Sunny side up - Klimaerwärmung oder doch nicht?

Zitat:
Zitat von Fozzi Beitrag anzeigen
Völliger Schwachsinn
Wie wäre es mit einem Gegenbeweis?
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  #8082  
Alt Heute, 09:13
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AW: Sunny side up - Klimaerwärmung oder doch nicht?

Zitat:
Zitat von Peter Igel Beitrag anzeigen
Aber da wohnen ja nicht so viele.
Weil die doch alle zu uns wollen, um hier „gegrillt“ zu werden!
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  #8083  
Alt Heute, 10:29
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AW: Sunny side up - Klimaerwärmung oder doch nicht?

Zitat:
Zitat von Peter Igel Beitrag anzeigen
richtig.

Es sind 95%

Im Ernst:
Selbst in Deutschland ist das doch mindestens der Hälfte scheißegal.
Nun projizier' das mal auf die Weltbevölkerung.
Als ob man in Afrika, Indien, Südamerika... keine anderen Sorgen hätte.
Aber da wohnen ja nicht so viele.
Es gibt genügend Leute, die nicht verstehen wollen oder können, dass es Mitbürger auf diesem Planeten gibt, die nicht wissen, ob und wie sie täglich ihre Familie ernähren können.

Hier gibt es nur noch eine Gesellschaft der "Feststeller", die Dinge hunderttausend Male feststellen (ob richtig oder falsch ist belanglos), aber zum einen deswegen weder kaum bis gar nicht ihr Verhalten ändern, noch irgendetwas an der Gesamtsituation ändern. Im Endeffekt geht es nur um Gewissensberuhigung und darum, gezielt gegen andere zu hetzen, die anderer Meinung sind.

Ja, stattdessen kassieren viele "Wissenschaftler" noch gutes Geld für ihre stets gleichlautenden Feststellungen. Würden sie zu anderen Ergebnissen kommen, wären sie ohnehin sofort arbeitslos.
Es verkommt alles zu einem Geschäftsmodell, dem Geschäft mit der Angst, welches immer funktioniert. Dies schafft jede Menge gutdotierter Stellen, damit lässt es sich trefflich abkassieren, zahlen sollen aber immer bitteschön die Steuerzahler. Wie man sieht, gibt es jede Menge Anhänger, die darauf reinfallen, an erster Stelle sei unser Oberheuchler Harry zu nennen.
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  #8084  
Alt Heute, 11:59
Petar Petar ist gerade online
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AW: Sunny side up - Klimaerwärmung oder doch nicht?

Zitat:
Zitat von Against All Odds Beitrag anzeigen
Ach, jetzt also wieder ein Klassiker: Man kippt ein Dutzend historischer Irrtümer auf den Tisch und hofft, dass darunter auch gleich der Klimawandel begraben liegt...
Ehrlich gesagt war es nicht meine Intention.

Ich denke, man sollte etwas differenzierter an die Sache gehen.
Wie bei viele anderen Beispielen:
FAKT ist: es gäbe einen Krieg zwischen Russland und Ukraine
FAKT ist auch: viele Länder mischen sich in diesen Konflikt ein
FRAGE ist: Warum?
die ANTWORT könnte moralisch ausfallen: "weil wir für die Freiheit und Demokratie sind. Für eine freie und unabhängige Ukraine".
die ANTWORT könnte auch ehrlich sein: "weil wir dort unsere Interessen haben und weil wir bereit sind, sie zu verteidigen."
Die FRAGE: wem schadet der Krieg und wer verdient am Krieg ist fast überflüssig.

Vielleicht gibt es auch Menschen hier, die glauben, dass ein Donald Trump nicht ruhig schlafen kann, wegen der schlechten Situation der Oposition in Iran. Da sind wir wieder bei der Freiheit und der Demokratie.
Andere glauben, er führt einen Krieg gegen Iran und verfolgt seine eigene bzw. Interessen der USA.

Ich zweifle überhaupt nicht daran, dass sich Klima auf unseren Planeten ständig verändert. Ich glaube sogar, kaum jemand zweifelt daran.
Menschengemachte Klimawandel existiert. In der Zeit der industriellen Revolution lebten gerade 900 Mio. Menschen auf der Erde. Heute sind es zehn Mal mehr. Menschen haben viel von der Natur zerstört in ihrer ständigen Gier nach Geld und Macht.

Jetzt kommen Wissenschaftler und Experten und erklären (mehr oder weniger) was passiert ist, warum es passiert ist und was man unternehmen müsste, die Welt zu retten. Nicht vergessen, dass auch das Wort "Angst" eine Rolle bei den Entscheidungen spielen sollte. (Corona-Zeit muss ich an der Stelle wohl nicht erwähnen.)

Wir brauchen Wissenschaft! Und Wissenschaftler brauchen Geld für ihre Forschungen. (auch für sich)!
Eine Frage könnte sein: wer finanziert es? Wer bestimmt es?
Eine bessere Frage wäre vielleicht: wer hat was davon? wer unterstützt es?

https://www.welt.de/wirtschaft/artic...h-gemacht.html

https://www.tagesspiegel.de/gesellsc...-10307488.html

https://www.focus.de/finanzen/boerse..._11628127.html

https://www.handelsblatt.com/technik.../26911802.html

Der skeptische Diskurs in den Medien thematisierte auch die skandalträchtige Frage, ob Klimaforscher sich mit spekulativen Katastrophenszenarien Zugang zu Fördergeldern verschaffen wollten.
Er gab den Medien die Schuld an Dramatisierungen. Tatsächlich hatten Soziologen "Überbietungsdiskurse" in den Medien identifiziert - die Katastrophen würden in immer schwärzeren Farben gemalt. "Viele Journalisten wollen von Unsicherheiten der Forschungsergebnisse nichts wissen", klagt noch heute MPI-Forscher Martin Claußen. Soziologe Weingart kritisiert dagegen die Wissenschaftler: "Ihre eigenen überzogenen Behauptungen lassen Klimatologen gerne unerwähnt."
Die Kommunikationsstrategie führender Forscher lasse sich über lange Zeit als Erfolg deuten: "Das propagierte Klimaproblem wurde von den Medien ernst genommen", sagt Peters. Er sieht sogar eine "starke Co-Orientierung von Wissenschaft und Journalismus bei der Berichterstattung über den Klimawandel".
"Gebt den Skeptikern nichts, an dem sie sich hochziehen können", schrieb der renommierte Klimatologe Phil Jones von der britischen University of East Anglia am 4. Oktober 2000 in einer E-Mail; Jones steht im Zentrum des Mail-Skandals. Doch stets gab es genügend Studien, auf die sich Kritiker berufen konnten - denn die Forschungsergebnisse weisen weiterhin erhebliche Unsicherheiten auf.
Eine fatale Dynamik kam in Gang: Klimaforscher, die Zweifel an Ergebnissen äußerten, liefen Gefahr, der Industrielobby zugerechnet zu werden. Die illegal veröffentlichten E-Mails zeigen, wie führende Wissenschaftler auf das PR-Trommelfeuer der sogenannten Skeptikerlobby reagiert haben: Aus Angst, die Gegenseite könne Unsicherheiten der Forschungsergebnisse ausnutzen, haben viele Forscher versucht, die Schwächen ihrer Resultate vor der Öffentlichkeit zu verbergen.
Beide Seiten - die führenden Klimaforscher und ihre Kontrahenten aus Industrie und kleineren Kritikerzirkeln - kämpften von Anfang an mit harten Bandagen. Es begann 1986, als deutsche Physiker einen ersten dramatischen Appell an die Öffentlichkeit richteten: Sie warnten vor einer "Klimakatastrophe". Ihr erklärtes Ziel war es jedoch, der Atomkraft gegenüber Kohlendioxid ausgasenden Kohlekraftwerken Vorschub zu leisten.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/...-a-688175.html

Vielzitierte E-Mail stammt vom Klimaforscher und IPCC-Hauptautor Kevin Trenberth. Das umstrittene Zitat lautet:
"Tatsache ist, dass wir derzeit den Mangel an Erwärmung nicht erklären können – und es ist eine Schande (engl. Original: "travesty"), dass wir es nicht können."

https://www.berliner-zeitung.de/poli...agt-li.2293267

Und die Angst?

https://www.berliner-zeitung.de/poli...agt-li.2293267

Ich versuche für mich nur die Situation zu erfassen und zu verstehen.
Ich bin kein Experte und kein Klimaforscher. Ich lasse mich aber auch nicht erschrecken.
Ich versuche manche Ursachen zu sortieren, um zu verstehen wer davon profitiert?
Und ich mache mir auch Gedanken darüber, ob man hier in Deutschland mit der Selbs-Kastration schaffen wird, die ganze Welt zu retten? Die zweite Frage wäre natürlich: wovon retten?
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  #8085  
Alt Heute, 13:07
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AW: Sunny side up - Klimaerwärmung oder doch nicht?

Zitat:
Zitat von Schwabenblocker Beitrag anzeigen
Es verkommt alles zu einem Geschäftsmodell, dem Geschäft mit der Angst, welches immer funktioniert
Funktionierte bei Corona.
Funktionierte bei Klima, ist aber inzwischen in meinem Umfeld deutlich am Abklingen.
Funktioniert gerade mit Krieg, "wir müssen kriegstüchtig werden bis 2029" - nicht verteidigungsfähig, nur um dies auch so zu betonen.

Mich packt mit so einem .... kein Mensch mehr.
Während Corona konnte man eben sehr viel lernen. Dies habe ich gemacht.

Und zum aktuellen Wetter, damit Schorsch auch zufrieden ist:
DWD warnt gerade vor Sturmböen ;-) und Schneefällen in den nächsten Tagen bis in Flachlagen :-) - bitte nicht ohne Winterreifen mit den Autos auf die Straßen
__________________
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  #8086  
Alt Heute, 14:25
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AW: Sunny side up - Klimaerwärmung oder doch nicht?

Zitat:
Zitat von Schwabenblocker Beitrag anzeigen
Es gibt genügend Leute, die nicht verstehen wollen oder können, dass es Mitbürger auf diesem Planeten gibt, die nicht wissen, ob und wie sie täglich ihre Familie ernähren können.
....
Genau. Und diese Leute interessieren sich nicht für Dürren, Hitzewellen, Waldbrände, Strumfluten, Extremwetterereignisse usw.

Himmel, lass Hirn regnen.
__________________
Reicher Mann und armer Mann,
standen da und sah’n sich an.
Und der Arme sagte bleich:
Wär’ ich nicht arm, wärst du nicht reich.
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  #8087  
Alt Heute, 14:35
Against All Odds Against All Odds ist offline
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Against All Odds kommt allgemein ganz gut an (Renommeepunkte mindestens +60)
AW: Sunny side up - Klimaerwärmung oder doch nicht?

Zitat:
Zitat von Petar Beitrag anzeigen
Ich zweifle überhaupt nicht daran, dass sich Klima auf unseren Planeten ständig verändert. Ich glaube sogar, kaum jemand zweifelt daran.
Menschengemachte Klimawandel existiert. In der Zeit der industriellen Revolution lebten gerade 900 Mio. Menschen auf der Erde. Heute sind es zehn Mal mehr. Menschen haben viel von der Natur zerstört in ihrer ständigen Gier nach Geld und Macht.

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https://www.handelsblatt.com/technik.../26911802.html

Der skeptische Diskurs in den Medien thematisierte auch die skandalträchtige Frage, ob Klimaforscher sich mit spekulativen Katastrophenszenarien Zugang zu Fördergeldern verschaffen wollten.
Er gab den Medien die Schuld an Dramatisierungen. Tatsächlich hatten Soziologen "Überbietungsdiskurse" in den Medien identifiziert - die Katastrophen würden in immer schwärzeren Farben gemalt. "Viele Journalisten wollen von Unsicherheiten der Forschungsergebnisse nichts wissen", klagt noch heute MPI-Forscher Martin Claußen. Soziologe Weingart kritisiert dagegen die Wissenschaftler: "Ihre eigenen überzogenen Behauptungen lassen Klimatologen gerne unerwähnt."
Die Kommunikationsstrategie führender Forscher lasse sich über lange Zeit als Erfolg deuten: "Das propagierte Klimaproblem wurde von den Medien ernst genommen", sagt Peters. Er sieht sogar eine "starke Co-Orientierung von Wissenschaft und Journalismus bei der Berichterstattung über den Klimawandel".
"Gebt den Skeptikern nichts, an dem sie sich hochziehen können", schrieb der renommierte Klimatologe Phil Jones von der britischen University of East Anglia am 4. Oktober 2000 in einer E-Mail; Jones steht im Zentrum des Mail-Skandals. Doch stets gab es genügend Studien, auf die sich Kritiker berufen konnten - denn die Forschungsergebnisse weisen weiterhin erhebliche Unsicherheiten auf.
Eine fatale Dynamik kam in Gang: Klimaforscher, die Zweifel an Ergebnissen äußerten, liefen Gefahr, der Industrielobby zugerechnet zu werden. Die illegal veröffentlichten E-Mails zeigen, wie führende Wissenschaftler auf das PR-Trommelfeuer der sogenannten Skeptikerlobby reagiert haben: Aus Angst, die Gegenseite könne Unsicherheiten der Forschungsergebnisse ausnutzen, haben viele Forscher versucht, die Schwächen ihrer Resultate vor der Öffentlichkeit zu verbergen.
Beide Seiten - die führenden Klimaforscher und ihre Kontrahenten aus Industrie und kleineren Kritikerzirkeln - kämpften von Anfang an mit harten Bandagen. Es begann 1986, als deutsche Physiker einen ersten dramatischen Appell an die Öffentlichkeit richteten: Sie warnten vor einer "Klimakatastrophe". Ihr erklärtes Ziel war es jedoch, der Atomkraft gegenüber Kohlendioxid ausgasenden Kohlekraftwerken Vorschub zu leisten.

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Ich bin kein Experte und kein Klimaforscher. Ich lasse mich aber auch nicht erschrecken.
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Und ich mache mir auch Gedanken darüber, ob man hier in Deutschland mit der Selbs-Kastration schaffen wird, die ganze Welt zu retten? Die zweite Frage wäre natürlich: wovon retten?
Das Klima. Dieses widerspenstige Ding, das sich einfach nicht beruhigen will, obwohl doch so viele sehr vernünftige Menschen beschlossen haben, sich von ihm nicht erschrecken zu lassen. Es ist ja auch unerquicklich, wenn einem ständig jemand mit Messreihen, Modellen und schmelzenden Polkappen die gute Laune verdirbt. Da ist es doch erheblich eleganter, sich auf die große Kunst des Zweifelns zu verlegen: Man stellt Fragen. Viele Fragen. Möglichst solche, auf die niemand in drei Sätzen antworten kann – und schon hat man das wohlige Gefühl, dem großen Ganzen irgendwie auf die Schliche gekommen zu sein.
Zweifel am Klimawandel ist ja auch bequemer als die Konsequenzen.

„Wer profitiert?“ ist dabei die Königsfrage. Sie passt immer. Wenn Wissenschaftler forschen: Wer profitiert? Wenn Ergebnisse veröffentlicht werden: Wer profitiert? Wenn gewarnt wird: Wer profitiert? Dass man diese Frage selbst nicht beantwortet, sondern wie eine Nebelkerze in den Raum stellt, gehört zum Spiel. Es geht nicht um Erkenntnis, es geht um den Verdacht.

Besonders hübsch wird es, wenn man die Unvollkommenheit der Wissenschaft entdeckt. Da haben doch tatsächlich Forscher eingeräumt, dass nicht alles bis ins letzte Detail erklärbar ist. Welch Skandal! Als hätte Wissenschaft jemals anders funktioniert als durch Annäherung, Korrektur, Zweifel und Verbesserung. Aber nein: Wenn irgendwo Unsicherheit auftaucht, dann wird sie nicht als Motor von Erkenntnis verstanden, sondern als Beweis dafür, dass das ganze Gebäude wackelt.

Und dann diese unerhörte Unterstellung, Angst spiele eine Rolle. Ja, natürlich tut sie das. Die Vorstellung, man könne globale Veränderungen ganz ohne emotionale Beteiligung zur Kenntnis nehmen, ist ungefähr so realistisch wie der Glaube, man könne sich durch demonstrative Gelassenheit vor der Schwerkraft schützen.

Und wer schließlich noch meint, die COVID-19-Forschung tauge als Blaupause für Zweifel an der Klimaforschung, verwechselt Äpfel mit Atmosphären: Hier ein kurzfristig erforschtes, sich schnell veränderndes Infektionsgeschehen unter Zeitdruck – dort ein über Jahrzehnte gewachsenes, interdisziplinär abgesichertes Verständnis eines physikalischen Systems, das sich weder von Meinungen noch von politischen Stimmungen beeindrucken lässt.

Am rührendsten aber ist dabei die Pose des unerschrockenen Beobachters, der „nur verstehen will“, sich aber „nicht erschrecken lässt“. Das klingt tapfer, ist aber oft nur eine elegante Form der Verweigerung. Denn Verstehen hätte Konsequenzen. Verstehen hieße, Wahrscheinlichkeiten zu akzeptieren, Risiken abzuwägen und vielleicht sogar das eigene Verhalten zu hinterfragen. Stattdessen bleibt man lieber im Vorfeld stehen, sortiert ein paar mögliche Motive, misstraut allen Beteiligten gleichermaßen und erklärt sich die Welt zur großen Interessensbühne.

Natürlich gibt es Interessen. Natürlich gibt es Geld, Einfluss, politische Strategien. Keine Frage. Aber das heißt nicht, dass die physikalischen Grundlagen des Klimas gleich mit verhandelbar sind.

Und wer immer noch glaubt, ausgerechnet Deutschland stemme den Kampf gegen den Klimawandel im Alleingang, hat sich so weit von der Realität entfernt, dass er für eine ernsthafte Debatte kaum noch erreichbar ist.
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  #8088  
Alt Heute, 14:44
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AW: Sunny side up - Klimaerwärmung oder doch nicht?

Zitat:
Zitat von Mulder Beitrag anzeigen
du vertrittst also die Kuhn'sche Wissenschaftstheorie

Popper richtet sich gegen den Konventionalismus, die Strömung, welche Erkenntnisse nicht als Übereinstimmung von Beobachtung und Theorie definiert, sondern als Übereinkommen zwischen Wissenschaftlern. Zum einen können diese Konventionen nicht falsifiziert werden, da bereits die Methode selbst auf Konventionen beruht. Zum anderen erlaube die Umdeutung der Methoden eine Anpassung von Beobachtung und Theorie, von Popper als «Immunisierungsstrategie» abgelehnt.

Kuhn hingegen sieht in der Überzeugung der wissenschaftlichen Gemeinschaft von einem Paradigma das wesentliche Moment dessen Gültigkeit («Konventionalismus»), ungeachtet von dessen Wahrheitsgehalt.


s. letzten Link
Kommt da jetzt noch was zum Thema oder hältst du die Debatte für erledigt, sobald jemand "Kuhn", "Popper", "Paradigma" oder "Konvention" dazwischenbrüllt?!




Zitat:
Zitat:
hat er nicht, es ist nur deine Interpretation
Wie wäre denn deine?


Zitat:
aber selbst, wenn es so wäre, dein Echauffieren, weil jemand eine andere Ansicht vertritt, ist völlig lächerlich
Das gute alte ‚Echauffieren‘ – immer dann zur Hand, wenn jemand den Fehler begeht, eine Meinung nicht nur zu hören, sondern sie auch noch ernst zu nehmen. Wer widerspricht, echauffiert sich. Wer widerspricht und dabei deutlich wird, ist gleich lächerlich. Das ist praktisch, weil man sich so jede inhaltliche Auseinandersetzung sparen kann.

Die Vorstellung, alle Ansichten seien gleich friedlich nebeneinander zu stellen wie Topfpflanzen im Wartezimmer, hat sie mit Wirklichkeit wenig zu tun. Es gibt Ansichten, die sind begründet, überprüfbar, anschlussfähig an das, was man weiß – und es gibt Ansichten, die bestehen vor allem aus Misstrauen, Andeutungen und dem großen Gefühl, irgendwie dahintergestiegen zu sein.

Wenn man dann darauf hinweist, dass da ein Unterschied besteht, ist das kein "Echauffieren", sondern schlicht die Weigerung, jeden Einwurf automatisch zur gleichwertigen Perspektive zu adeln. Dass das manchen lächerlich vorkommt, liegt weniger an der Lautstärke des Widerspruchs als an der Empfindlichkeit gegenüber ihm.

Kurz gesagt: Nicht der Widerspruch ist das Problem – sondern die Erwartung, er möge bitteschön ausbleiben.

Zitat:
Spackenrethorik
Spätestens ab heute wirst du nie wieder vergessen können, dass beim Wort "Rhetorik" hat h hinter das R kommt.
__________________
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  #8089  
Alt Heute, 14:56
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Zitat:
Zitat von Fozzi Beitrag anzeigen
Genau. Und diese Leute interessieren sich nicht für Dürren, Hitzewellen, Waldbrände, Strumfluten, Extremwetterereignisse usw.

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Zumindest habe ich erkannt, dass diese sich nicht weniger werden, wenn man ständig nur darüber spricht.....dafür fehlt Dir offenbar der Grips dafür.
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  #8090  
Alt Heute, 15:04
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Zum Gegenbeweis hat es wohl wieder nicht gereicht?
Na wenigsten klappt noch das Beleidigen bei dir!
Was ist nur aus dir geworden?
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