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Eigenbau Testberichte Hier werden Testberichte von den gebauten Hölzern verfasst.

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  #351  
Alt 12.02.2018, 15:02
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Hallo,

nach einiger Entwickelei im Off++ Sektor möchte ich euch zunächst mal das neue Custom Blade Backspin Spezial Ultradef vorstellen. Im Gegensatz zum Def, welches eigentlich eher ein All- Holz ist, ist das Ultradef ein reinrassiges Defholz mit guter Dämpfung. Die Flexibilität geht um nur 0,2 Punkte im Gegensatz zum Def verloren, ist also noch immer recht unflexibel. Speziell für ein Defenzivholz. Das Holz ist speziell für Störspieler am Tisch geeignet, die möglichst viel Störeffekt und Schnittumkehr brauchen.
Ich bin nun vom Def auf das Ultradef umgestiegen, weil es durch das geringere Tempo mehr Fängerqualitäten bietet, ohne wirklich viel an Störeffekt zu verlieren. Das Holz in Verbindung mit dem Lion Claw ist eine sehr gute Waffe am Tisch. Sowohl aktive Schläge wie Nopspin, Abstechen am Tisch und Konterbälle können damit sicher gespielt werden. Passive Blocks gehen jedoch auch recht gut. Die Vorhand ist etwas weicher ausgelegt, um mehr Rotation in den Ball zu kriegen. Dieses Holz gibt es nur in der H-Version, also mit beidseitig hohem Ballabsprung. Grund dafür ist die geringe Blattstärke von ca. 5,05 mm.

Testhölzer sind wie immer kostenfrei zu haben.

Technische Daten:
DEf:
85 g
5,05 mm
1130 Hz
Hoher Ballabsprung
155x156 / 162x163 / 165x170
relativ harter Anschlag
Deckfurnier: Limba
Kernfurnier: Balsa
7+2 Softcarbon
Preis: 74,90 €


Viel Neuigkeiten auf dem Chinabelagsektor gibt es nicht. Der Superspin G3 Hard gefällt mir noch ein Stück besser als der Storm Soft. Inzwischen wurde noch ein Proto mit 4 Carbonschichten gebaut sowie ein Proto im 3+2 Aufbau mit 10 mm Blattstärke. Beide Hölzer haben neben der Ursprungsversion keine nennenswerten Vorteile.

Morgen wird noch ein Prototyp mit 12 mm Blattstärke getestet sowie ein anderer Prototyp mit 10,5 mm Blattstärke aber einer Tamca 5000 ähnlichen Faser. Der Test lässt mich etwas zuversichtlicher stimmen. Jedoch habe ich große Befürchtungen, dass sich der Schläger ziemlich luftig spielen wird. Abhilfe würde ein härteres und schwereres Deckfurnier schaffen. Es wird vermutlich im Laufe der kommenden Woche noch 2 Protos geben mit besagten härteren Deckfurnieren. Dann sollte sich das Holz nicht zu stark balsatypisch spielen lassen. Denn das ist ja ein Nebenziel der Aktion.

Gruß Marc

Geändert von Hansi Blocker (12.02.2018 um 15:23 Uhr).
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  #352  
Alt 16.02.2018, 15:01
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Ein kleiner Bericht vom Chinasholz Off++ mit 4 Carbonschichten

Zitat:
Guten Morgen Marc,

...

Schon aus dem Grund, dass es wirklich um einiges schneller ist. Daran habe ich mich allerdings recht schnell gewöhnen können und die nötig gewordenen Änderungen fielen mir nicht all zu schwer. Nun habe ich ab und an noch mal das eine oder andere Problemchen aus dem Halbfeld. Da passiert es mir schon mal, dass mir vermeintlich einfache Bälle zu lang geraten. Aber das werde ich auch noch in den Griff kriegen.

Insgesamt bin ich wirklich begeistert. Das Holz spielt sich in der Kombination mit den Belägen (auch wenn du die Kombi für suboptimal hältst ;-))sehr berechenbar. Selbst wenn ich den Ball mal nicht wirklich optimal treffe, passiert da nichts Unvorhersehbares. Im Vergleich zu meinem anderen Holz spielt es sich gefühlt, trotz des Schnellerseins kontrollierter. Gefühlt erzeugt die Kombi mehr Spin. Mit etwas Handgelenk - nicht gerade meine Stärke - ergeben sich damit im Aufschlag-Rückschlag-Spiel einige Möglichkeiten, die mir mit dem Andro-Holz nie gelungen sind.

...Da es mir gleich von Anfang an sehr gut in der Hand lag - wesentlich besser als mein anderes Holz - war mein Wille damit zurechtzukommen eh gleich recht groß. Dazu, wie schon zuvor geschrieben, bin ich nach wie vor von deiner Fertigungsqualität begeistert. Hätte ich so nicht zu hoffen gewagt. Dass es zudem wirklich off + und völlig steif ist wie von dir beabsichtigt gebaut werden konnte, begeistert mich nicht minder. Gut Ding will Weile haben ;-)

...

Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg mit deinen Hölzern und wann immer ich davon mitkriege, dass jemand auf der Suche nach einem guten Holz ist, werde ich ihn an Marc Gaser aus Magdeburg verweisen - wenn dir das recht ist. Mich haste jedenfalls überzeugt und begeistert. Leider gibt es nicht all zu viele Leute, die wirklich was können. Erzählt wird viel. Ich erinnere mich da gerade an diesen Typen, der "esoterische" Holzveredelungen anbot ;-) Du hingegen kannst wirklich was!
...
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  #353  
Alt 24.02.2018, 20:17
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Testbericht zum Backspin Soft Def und Backspin Spezial Def

Zitat:
Hallo!
Vielen Dank für das Angebot. Ich habe die Hölzer getestet, die Beläge entfernt, alles gereinigt und auch wieder verpackt, das Paket geht morgen raus.
Hier mein Testbericht:
Beide Hölzer: Super verarbeitet, sehr schöner gerader Griff, etwas dicker, liegt gut in der Hand zum Drehen. Holz ist sehr ausgewogen, nicht kopflastig, da Kleinblatt für mich ungewohnt.
Zum „Backspin Soft Def“:
Getestet mit folgenden Belägen:
VH: TSP Ventus spin 1,9 (gutmütiger, aber spinniger, nicht zu katapultiger Belag, mit dem ich immer ganz gut zurechtkomme, Spiel: Block, von hinten gegendrücken, selten Topspin, Aufschläge, Rh-gedreht: Schuss)
RH: Tibhar Grass D.TecS 0,5 (Störspiel + lange Abwehr).
Ball: Andro Z-Ball

Erster Eindruck mit Vorhand (glatter Belag): Das ist aber schnell für ein Def-Holz! Differenzierter: Bei passiven Schlägen sehr langsam, viele Bälle kamen zu kurz, dann bei stärkerer eigener Aktivität wird die ganze Sache schneller, wobei der Übergang von langsam zu schnell mir zu abrupt einsetzt, fast wie bei einem zu katapultigen Belag. Was aber insgesamt für mich schwierig ist, dass das Holz irgendwie „schwingt“ oder vibriert. Mir ist es wichtig, dass ein Holz da absolut „steif“ ist, ich mag vom Spielgefühl diese eher „lebendigen“ Hölzer nicht.
Rückhand: Tolle Kontrolle mit dem D.TecS 0,5. Ich kann sehr sicher abstechen und wunderbar sicher lange Abwehr spielen. Das Holz ist schön langsam und hat - vermute ich - aufgrund des harten Außenfurniers eine gute Schnittweiterleitung. Schwierig war aber wieder diese Art „Katapult“, wenn ich aktiv mit Druckschupf spiele. Dann konnte ich es nicht kontrollieren. Bälle kamen zu hoch oder zu lang.
Vor allem wegen der genannten „Vibrationen“ kam es aber für mich gar nicht in Frage. Darum Fortsetzung des Testes mit
Backspin Special Def:
VH: gleicher Belag
RH: Dornenglanz OX, Hellfire OX, Schmerz OX.
Erster Eindruck: Deutlich steifer, obwohl nicht ganz „tot“, d.h. es schwingt schon ein wenig, aber damit könnte ich leben.
Rückhand Block und Schnittabwehr: wieder alles sehr sicher und mit Dornenglanz supergute Schnittweiterleitung. Der Ball bekommt beim Abstechen so viel Unterschnitt, dass kaum jemand nachzog. Dazu sehr gute Offensiveigenschaften mit Dornenglanz beim Noppentop. Hellfire und Schmerz waren eigentlich wie immer: Hellfire deutlich harmloser, der gleiche Gegner, der beim Dornenglanz kaum ablegen konnte, schoss mir die Bälle rein. Schmerz war irgendwie unausgewogen, ich begreif den Belag wohl nicht: unsicherer als mit D.TecS, dafür weniger gefährlich. Insgesamt also: mit Dornenglanz in der Abwehr.
Was aber gar nicht klappte war der Druckschupf mit der geraden Bewegung nach vorne: Raketen, die aber weit hinter dem Tisch landeten.
Das war dann auf der Vorhand noch schwieriger. Das Special ist schneller als das Soft und der dort schon festgestellte „Katapult“ war hier noch ausgeprägter: Aktive Blocks gingen oft drüber. Schuss war superschnell und schlug richtig ein - wenn ich den Ball gut traf. Das konnte ich aber kaum kontrollieren, genau wie Schupfbälle, in die ich zu heftig einstieg.
Fazit: Sehr schön verarbeitete Hölzer, sehr guter Service (Danke für diese unverbindliche und unkomplizierte Testmöglichkeit), wirklich tolle Schnittumkehr, aber für mich durch diesen „Katapulteffekt“ - mir fällt keine bessere Beschreibung ein - nicht einfach zu spielen
Anmerkung

Das Backspin Spezial wurde in der Ausführung Rückhand flach und Vorhand hoch ausgeliefert. Man beachte Ballabsprung Vorhand hoch. Das führt dazu, dass die Bälle eher steigen und hinten raus gehen.
Daher gibt es die Option, das Holz auch mit einem flachen oder normalen Ballabsprung zu bekommen.
Inzwischen gibt es auch das Superdef, welches nochmals deutlich langsamer geworden ist als das normale Def.

Geändert von Hansi Blocker (25.02.2018 um 09:34 Uhr).
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  #354  
Alt 27.02.2018, 10:27
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Ein nächster Test vom Backspin Spezial Def

Zitat:
Hallo, nach dem Thema: langsames steifes Holz mit viel Kontrolle für dTecs OX
habe ich drei Hölzer getestet:
Zwei, die mir vom User/gewerblicher Teilnehmer al_bundy zur Verfügung gestellt wurden und das Tibhar Stratus Power Defense, mit Bootslack versehen aber nicht verkleinert. gespielt wurde auf allen dreien die gleiche Belagkombi: d'Tecs OX auf RH rot, Tenergy 64 in 2.1 aufVH schwarz.
Verglichen habe ich es mit meinem Standard: Die Beläge auf einem verkleinerten JSH, dazu noch meine kurzer Eindruck vom Hattori Hanzo Twinblade extempore, den ich kurz in der Hand hatte und der mich dazu brachte, ein neues Holz in Erwägung zu ziehen.
von al_bundy bekam ich:
Backspin Spezial Def - Vorhand hoch und Rückhand hoch - Gerade Profil B --> nenn ich im Test Holz 2
Backspin Spezial Def - Vorhand hoch und Rückhand flach - Gerade Profil A --> nenn ich Holz 1

Als erstes getestet habe ich Holz 1, da es meinen Anforderungen scheints am nächsten kam:
gleich zum Punktspiel mitgenommen, beim Einspielen benutzt und damit so wohl gefühlt, dass ich Doppel und Einzel damit gespielt habe.
Von der Haptik sehr gut, der Griff passte perfekt in meine Hand und bedingt durch den dicken schweren Tenergy war der Schläger etwas kopflastig, und auch insgesamt vom Gewicht her nicht zu leicht (gibt mir das Gefühl, zu "stochern") und nicht zu schwer (Schmerzen im Ellenbogen).
Das Spielgefühl Holz 1:
An der Platte:
VH wie RH sehr kontolliert und leicht zu beherrschen, VH schnell genug, um auch mal den Endschlag anzusetzen, im Topspin sehr sicher und spinnig.
RH: sicher im Schupf/Druckschupf, will aber immer aktiv gespielt sein, Hinhalten wird mit Ballrunterfallen bestraft. Man hat immer das Gefühl, der Ball würde sich in die Noppen "eingraben" und er würde wieder "herausgeschleudert", wenn man aktiv genug in den Ball geht. Man kann aber immer hervorragend Länge und Richtung bestimmen. Auch das sichere Annehmen der sonst gefürchteten Rollaufschläge ist leicht, man kann sie kurz und flach ablegen. Die Annahme von Topspins an der Platte geht sicher, solange es nicht zum Notschlag (wo man nur hinhalten kann) gerät. Hinhalten geht in keiner Lage, es ist aber möglich nahezu jeden Ball durch "Nachvornedrücken" mit leicht geöffneten Schlägerblatt anzunehmen und kann dabei immer noch Länge und Richtung steuern.
Die Offensivmöglichkeiten sind allerdings eher begrenzt, Liften ist auf US möglich, ist auch schön flach, aber die Kontrolle ist nicht sehr hoch, ich war recht fehleranfällig. Auf etwas höhere Unterschnittbälle kann man einen "Klappschlag" ansetzen, dieser gelang mir interessanterweise immer nur cross, nie parallel.
Seitwischer sind sehr effektiv, man ersetzt einfach das "Nachvornedrücken" durch "Zurseiteziehen", schon hat man es. Wird aber von mir nicht häufig eingesetzt.
Hinter der Platte:
Hier hört bei der RH für mich die Herrlichkeit auf: Aufgrund der Langsamkeit des Holzes gelang es mir selten, wirklich zu verteidigen, meist verhungerten die Bälle im Netz. Hier ist aber natürlich der Unterschied zu meinem gewohnten Setup sehr groß, vielleicht würde länger trainieren helfen.
Die VH leistete auch von weiter hinten hervorragende Dienste.

Fazit: Für das Störspiel am Tisch nahezu optimal

Danach im nächsten Training wurde Holz 2 getestet. Laut Beschreibung ein flacherer Ballabsprung auf der RH, kam mir aber genau anders vor: Mit derselben Technik wie Holz 1 gespielt, gerieten mir die Bälle eher zu hoch und waren Futter für die Gegner. Die VH war dann allerdings gleich, wie es zu erwarten war, zu Holz 1. Allerdings lag mir auch die Grifform (gerade, etwas abgeflacht) nicht, vielleicht passte da der Winkel nicht immer.

Fazit, schon nicht übel, aber das andere lag mir besser.

Ncoh zu guter Letzt:
Tibhar Stratus Power Defense
Dies ist deutlich schneller als die beiden anderen, die Sicherheit bei allen Schlägen aber recht hoch. Besonders die Offensivmöglichkeiten mit der Noppen - RH sind sehr gut, es lässt sich fast auf jeden Ball offensiv spielen. Leider passt mir die Vorhand nicht - Blockes gingen größtenteils ins Netz, ein End-Schlag war schwer zu platzieren, ich musste fast immer Topspin spielen. Allerdings war das Spiel hinter der Platte besser mit der Noppe, wohl aufgrund des höheren Tempos. Ballabsprung schön flach, aber ich gleub nicht, dass das Holz und ich Freunde werden.

Einige wichtige Werte in einer Tabelle, Zahlen von 1 :Wenig bis 10: sehr viel:

Holz 1 Holz 2 Tibhar
Tempo 2 2 4
Dämpfung/Katapult 8/4 8/4 5/6
Ballabsprung (hoch, mittel, flach) flach mittel mittel
Balance 9 9 6
Touch 9 9 7
Eignung 9 8 7
Kontrolle 9 9 7

Geändert von nevada (27.02.2018 um 11:14 Uhr). Grund: Forennennung entfernt
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  #355  
Alt 04.03.2018, 11:42
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Guten Tag,

ich hab's ja - mangels Zeit - lange vor mir hergeschoben: Die Launch des Custom Blade Backspin Supreme. Wer das Backspin Spezial kennt, der weiß, was ihn hier erwartet. Das Backspin Supreme ist ein im Vergleich zum Backspin Spezial relativ weiches Holz für Störspieler am Tisch. Es schließt die Lücke zwischen den sehr weichen Backspin Soft und den sehr harten Backspin Spezial.

Das Backspin Supreme ist auf der Vorhandseite/Nichtnoppenseite mit einem extrem weichen Furnier noch einmal deutlich spinniger ausgelegt. Die Rückhandseite wurde vom Backspin Spezial komplett übernommen. Also ein perfekter Mix aus Balsa, Ebony und Carbon. Auch dieses Holz besteht zum größten Teil aus Balsa, was dem Holz eine hervorragende Dämpfung verpasst. Allerdings spielt sich dieses Holz wie auch das Backspin Spezial nicht balsatypisch!

Wem das Backspin Spezial zu hart und klassische Defensivhölzer zu weich sind, der sollte sich mal dieses Holz kostenfrei zum Test zulegen. Dieses Holz gibt es aktuell wieder in 3 Ausführungen. Def, All und Off. Ferner auch noch in einer Version mit Ballabsprung Rückhand hoch anstatt flach.

Ach ja, wer es besonders schwer (+3 g) oder besonders leicht (- 3 g) mag, der kann auch bedient werden. Das Gewicht kann mittels Klebermenge auch geändert werden. Wer es dramatisch schwerer (+6 g) haben möchte, der kann das Holz auch mit einem schwereren Griff ordern. Das gilt übrigens auch für alle anderen Hölzer.

Def:
82 g
5,2 mm
1100 Hz
hoher Ballabsprung Vorhand
flacher Ballabsprung Rückhand
151x156 mm, 156x156 mm, 162x163 mm, 165x170 mm
sehr weicher Anschlag
Deckfurnier: Abachi/Ebony
Kernfurnier: Balsa
5+2
Preis: 74,90 €

All:
86 g
6,2 mm
1350 Hz
hoher Ballabsprung Vorhand
flacher Ballabsprung Rückhand
151x156 mm, 156x156 mm, 162x163 mm, 165x170 mm
weicher/mittlerer Anschlag
Deckfurnier: Abachi/Ebony
Kernfurnier: Balsa
5+2
Preis: 74,90 €

Off:
88 g
7,1 mm
1500 Hz
hoher Ballabsprung Vorhand
flacher Ballabsprung Rückhand
151x156 mm, 156x156 mm, 162x163 mm, 165x170 mm
mittlerer Anschlag
Deckfurnier: Abachi/Ebony
Kernfurnier: Balsa
5+2
Preis: 74,90 €


Geändert von Hansi Blocker (04.03.2018 um 18:19 Uhr).
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  #356  
Alt 26.03.2018, 11:07
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Hallo,

das Chinaholzprojekt ist abgeschlossen. Dieses Holz hört auf den Name Custom Blade China Supreme Off+++. Die wichtigste Eigenschaft ist das hohe Tempo. Damit kann man mit konventionellen Chinabelägen wie Giant Dragon Superspin G3 Soft und Giant Dragon Storm Soft ohne Umgewöhnung zu herkömmlichen deutschen/japanischen Tensorbelägen auf normalschnellen Hölzern sein Topspinspiel bestreiten.
Unterm Strich heißt das nur eins. China Supreme + Chinabelag = Normales Holz mit Tensorbelag ohne Umgewöhnung.

Das bedeutet guter Katapult und Tempoverhalten, gute Spinwerte, keine ultraflachen Ballabsprünge bei Chinabeläge + China Supreme mit einem entscheidenden Vorteil. Kostenersparnis bei den Belägen. Wem alternativ andere Hölzer zu langsam sind, kann auch hier zugreifen. Er wird sicher nicht enttäuscht.

In dieses Holz sind alle Erfahrungen aus 180 Prototypen eingeflossen. Das Resultat ist ein extrem schnelles Off+++ Holz. Die größte Herausforderung war, dem Holz Lebendigkeit und Handling einzuverleiben. Das Handling wurde durch verkleinerte Flügel realisiert. Das ist in sofern vorteilhaft, da die Blattstärke von 11,5 mm bei normalen Flügeln störend wirkt. Ein weiterer Vorteil darin besteht, dass sich das Holz dadurch etwas weicher anfühlt. Wie erwähnt wollte ich kein totes schnelles Holz entwickeln, sondern ein Holz, das auch noch Vibrationen und Ballgefühl vermittelt. Das wurde insbesondere durch Partikel im Griff realisiert, welches man bei Andro als Kinetiksystem kennt. Diese Partikel rasseln im Griff und simulieren Vibrationen, die für mehr Gefühl sorgen.

Im Verhältnis ist dieses Holz etwas teurer ausgelegt, da die speziellen Limbafurniere (1,5 mm Dicke aus spezieller Sägetechnik) mit ihren hervorragenden Spineigenschaften im Einkauf sehr teuer sind. Ergänzend sei erwähnt, dass artgleiche ähnlich teure Hölzer keine teuren Carbonfasern besitzen, was auch der Grund ist, warum dieses Holz deutlich schneller als gleich dicke Hölzer ist. Das Holz gibt es auch 5 g leichter mit leichteren Griffschalen. Oder nochmals 5 g leichter, wenn keine Partikel im Griff eingebaut sind. Das Holz im Originalzustand ist nicht kopflastig!

Das Holz steht für jeden zum kostenlosen Test bereit.

Off+++:
95 g
11,5 mm
2000 Hz+
hoher Ballabsprung
151x156 mm, 156x156 mm
Extrem biegesteif
Deckfurnier: Limba
Kernfurnier: Balsa
Griffschale: schwer
3+2
Preis: 99,90 €


Geändert von Hansi Blocker (27.03.2018 um 10:43 Uhr).
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  #357  
Alt 11.04.2018, 08:49
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Hallo,
ein Erfahrungsbericht vom Custom Blade Backspin Spezial All:

Zitat:
Hi Marc,

Kurzes Feedback zum Holz: wirklich sehr gut. Spiele den Dr Neubauer Killer auf dem Holz und habe selten so ein gutes Holz zum blocken in der Hand gehabt.

Grüße
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  #358  
Alt 24.04.2018, 18:21
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Hallo Marc,

Entschuldige bitte die verspätete Rückmeldung, ich bin auf 6 wöchiger Schulung und habe im ganzen hin und her vergessen den Testbericht abzuschicken.
Getestet wurde eine Spezialanfertigung mit konkavem Griff und das Backspin Spezial mit Balsa Kernfurnier und geradem Griff mit VH hohem und RH flachem Ballabsprung. Auf das erste Holz möchte ich nicht näher eingehen und lediglich erwähnen, dass für mich persönlich der konkave griff in weich mit abgeflachtem Ende komplett unpassend ist. Normal dient ein konkaver Griff dazu, dass man dem Schläger locker in der Hand halten kann und nicht das Gefühl hat, dass er raus fällt. Ich denke dein Ansatz geht dahin besser drehen zu können, aber ich habe das Gefühl gehabt der Griff rutscht, der Winkel passt nicht und allgemein finde ich das Griff material zu rutschig. Soweit dazu.

Nun zum Backspin spezial mit kleinem Schlägerblatt. Erstmal großes Lob an dich, du bist der erste, der Balsa so verarbeitet, dass man nicht Angst haben muss im Griff plötzlich einen Hohlraum zu haben weil man das Balsa eingedrückt hat, ganz im Gegenteil. Der gerade griff in hart war viel besser als der konkave, aber auch viel zu dick und ebenfalls iwie rutschig. Die VH hatte einen hohen Ballabsprung und die RH einen sehr flachen, also perfekt die Vorgaben erfüllt. Die Schnittentwicklung auf der Vorhand mit einem yasaka mark V beschreibe ich aber im Gegensatz zu einem xiom Aigis oder MSP Invictus als Dürftig. Stärke auf der Vorhand war hingegen der Block und der Schuss, welcher stets sicher und mit einer enormen Kontrolle spielbar war. Schuss auf Unterschnitt war mir persönlich etwas zu sehr gestreut. Möglicherweise passt der flache Ballabsprung des Mark v nicht zu diesem Holz. Topspin war aus allen lagen sicher spielbar mit sehr hoher Kontrolle und Rückmeldung, jedoch nie wirklich gefährlich oder besonders. Ich denke das Holz braucht definitiv einen mittelharten Tensor Belag in mittlerer Schwammstärke. Aufschläge waren sehr gut platzierbar, Spinspitzen fehlten mit jedoch auch hier. Nun zur Rückhand. Hier habe ich ein geteiltes Bild. Am Tisch extrem gut und gefährlich mit einer sehr guten Schnittumkehr sowohl kurz als auch lang. Der Druckschupf produzierte teils recht ekelhafte kurven, war aber deutlich schlechter in der Schnittumkehr als der Seitwischer, welcher bei diesem Holz den für mich größten Störeffekt provozierte! Leere Bälle können einfach gegen gekontert werden. Leider fiel das Bild in der halbdistanz und kamen Abwehr gravierend anders aus. Dort konnte ich die Bälle nur leer zurück spielen bzw mit mäßiger Schnittentwicklung und schwer zu kontrollieren in Länge und Höhe! Das Holz vibrierte hier nicht selten störend und mal setzte ein Katapult ein und mal nicht und die Bälle verhungern. Also meine Empfehlung ganz klar am Tisch! Leider ist das Holz für mich nichts, da ich variabel spiele und eher gleich bleibende Spieleigenschaften brauche, dennoch für Störspieler am Tisch eine ganz klare Empfehlung zum testen.

LG Markus
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  #359  
Alt 25.04.2018, 09:54
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Hallo,
die Griffe sind bei Testhölzern leider nicht so frei wählbar, also ob Griffprofil A oder B oder ob ein dünnerer Griff oder dickerer Griff geliefert wird. Rutschige Griffe sind natürlich nie toll, dem kann man bei seinem Exemplar aber mit 120er Schleifpapier nachhelfen.

Die Streuung aus der Halbdistanz ist mir auch bekannt, aber das liegt nicht am Holz.
Das Holz ist grundsätzlich recht langsam, daher verhungern auch einige Bälle. Um das auszugleichen, muss man mehr Power in den Schlag legen. Das erfordert allerdings eine genaue Dosierung. Um mal ehrlich zu sein, ich kann's auch nicht dosieren. Daher ist für mich beim Ultradef für die Halbdistanz alle Messen gesungen. Beim normalen Def, das ja eigentlich eher ein All- ist, läuft es aus der Halbdistanz bei mir deutlich besser. Dafür ist es mir aber am Tisch noch etwas zu schnell. Da ich Tischspieler bin, bevorzuge ich das Ultradef.

Wenn dir das Holz zu unspinig auf der Vorhand ist, gäbe es noch das Supreme. Das hat für die Vorhand ein ausgesuchtes sehr teures Spinfurnier.
Dass Limba keine Spinspitzen erzeugt, wissen ja zum Glück die meisten.

Ergänzen möchte ich noch, dass ich einen neuen Wurf versuche. Die Weiterentwicklung des Backspin Supreme. -> Mehr Spin für die Vorhand bei gleichem Störeffekt der Backspin Lightserie.

€dit:
Backspin Light All:

Zitat:
Hallo Herr Gaser,

erst einmal vielen Dank für die Möglichkeit Ihre Hölzer zu testen. Die Qualität und Verarbeitung ist bei allen Hölzern genauso exzellent wie
bei meinem aktuellen Holz (Backspin Spezial Def) und braucht sich hinter kommerziellen Herstellern nicht zu verstecken. Im Gegenteil.
Getestet habe ich alle Hölzer auf der RH mit SL DG (OX) und auf der VH mit Tenergy 05 (1,8). Mein QTTR liegt bei ca. 1550 (+- 30).
Das Backspin Light war die Überraschung in der Testreihe: Sehr guter Störeffekt auf der RH mit der bisher für mich unbekannten Möglichkeiten zu
offensiven Schlägen. Die VH war für mich nicht pappig sondern vermittelte ein sehr sicheres Spielgefühl mit höherem Ballabsprung als die anderen 3 Hölzer.
Dazu liegt das Holz mit dem etwas kantigen Griff sehr ausgewogen in der Hand.

Geändert von Hansi Blocker (26.04.2018 um 18:52 Uhr).
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  #360  
Alt 25.04.2018, 10:42
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Mal etwas völlig anderes. Arbeitssicherheit. Ich habe ja im letzten Jahr meine Luftfilteranlage zur Raumluftreinigung vorgestellt. Denn beim Herstellen von Tischtennishölzern entstehen krebserregende Stäube. Diese müssen natürlich sachgemäß abgesaugt und entsorgt werden.
Die Raumluftfilteranlage ist schon nicht schlecht. Die Filterleistung reicht, jedoch fehlt es noch etwas an Pressung.
Ich werde im Herbst auf einen neuen Lüfter umrüsten, der so 1500 Pa Pressung besitzt. Aktuell nutze ich 3 Lüfter mit je 330 Pa Pressung, die in Summe gerade mal auf 500 Pa kommen. Das ist okay, da sich die Absauganlage direkt neben der CNC-Maschine befindet, aber noch lange nicht herausragend.

Zusätzlich wird auch lokal am Werkzeug über Absaugschuh abgesasugt. Das übernimmt ein Nilfisk Attix 30-01 mit einem Staubklasse H-Filter. Damit habe ich jetzt etwa 9 Monate gearbeitet. Und was musste ich feststellen? Der Rückhalt der Feinstaubpartikel ist trotz Staubklasse H-Filter mangelhaft.

Siehe Bild. Ich habe dann Nilfisk kontaktiert, wie das sein kann.
Diese Antwort blieben die mir schuldig, allerdings haben die mir einen tauglichen Sauger empfohlen. Sicherheitssauger der Staubklasse H-Exschutz.
Exschutz macht den Sauger gut 1000 € teurer. In Summe zahlt man für einen Staubklasse H Exschutzsauger rund 2000 €. Für Selbstbauer ist das nicht zu finanzieren.

Wobei auch nur lokal abgesaugt würde. Alle Partikel fängt auch die lokale Absaugung nicht ein. Daher bedarf es auf jeden Fall noch einer potenten Raumluftfilteranlage. Solche Geräte in Fertigausführung kosten 2000 € plus.

Warum ist der ganze Aufwand eigentlich nötig? Weil diese Stäube Krebs erzeugen. Die Partikelgrößen sind nicht nur lungengängig und können Lungenkrebs auslösen, sondern die Partikel sind so klein, dass die durch die Lunge direkt ins Blut gelangen können. Dort können sie sich ungehindert ausbreiten und jegliche Art von Krebs hervorrufen.

Seid mal so nett und verlinkt den Post an die anderen Selbstbauer. Ich habe da so meine Zweifel, dass alle mit dem Umgang dieser Schadstoffe sachkundig sind. Auch der Härter von Epoxydharz selbst enthält das krebserregende Phthalat Bpa1. Übrigens wirken alle anderen Phthatalate genauso. Nur wird es noch nicht so propagiert!

Gruß Marc
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Geändert von Hansi Blocker (26.04.2018 um 19:01 Uhr).
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