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| Technik - Taktik - Training - Vorsätze und Zielerreichung Hier könnt Ihr Fragen und Tipps rund um die Themen Technik, Taktik und Training loswerden. Spieler und Trainer können hier Erfahrungen austauschen und Trainingswillige von ihren alltäglichen Problemen und Zielen berichten. |
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#31
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AW: Das moderne Tischtennis und was es für uns bedeutet
Hab jetzt länger überlegt, ob und was ich dazu schreiben soll.
Endlich mal wieder ein interessanter Thread. ![]() Aber, mit Verlaub, nichts Neues. All diese Trainingsschwerpunkte wurden genauso schon vor 20 Jahren gepredigt. Schon damals "Beidseitigkeit wird immer wichtiger", schon damals "Athletik wird immer bedeutsamer und muss schon früh ausgebildet werden". Schon in meiner B-Trainerausbildung (2001 oder so, ich fühle mich alt) hat Helmut Hampl uns vom früheren Balltreffpunkt gepredigt. Rückhandmonster fragt völlig zurecht: Was ist daraus geworden, warum wurde es nicht angewandt? - Gegenfrage: Wer sagt denn, dass es das nicht wurde? Vergleiche doch mal den Spielaufbau von Spielern heute mit dem von vor 20 Jahren... du wirst, da bin ich sicher, jede Menge Unterschiede sehen. "Der Fuß ist der Start der Kraftkette" - ja, wo soll es denn sonst los gehen? Ganz ehrlich, ich verstehe nicht, was daran neu sein soll. Wie soll denn Kraft in einer Welt, in der wir uns stetig gegen die Schwerkraft ausrichten müssen, sonst entstehen? Von wo drücken wir uns sonst ab? Wir sind schließlich keine Vögel. Das ist doch nun wirklich banal. Was wir noch immer nicht verstehen: Gewichtsverlagerung! Was ist das? Wie funktioniert das? Ist dieser Begriff überhaupt wichtig? Geht es darum unseren Körperschwerpunkt zu verlagern? Oder geht es darum Kraft zu generieren (vulgo: sich abzudrücken), die Schlagtechnik zu initiieren und dann Kraft zu stoppen (vulgo: sich abzufangen), um bereit für den nächsten Schlag zu sein? Und da will ich noch nicht einmal weitermachen mit der Hüftdrehung, die wir doch auch nicht verstehen. Oder wisst ihr wie unsere Hüfte in einer geschlossenen Kette (!) beim Vorhand-Topspin arbeitet? ![]() Ist aber auch relativ egal, weil wir im Wettkampf sowieso extremst selten die Technik so spielen, wie wir sie schulen! Ich muss mich da inzwischen kaputt lachen: Wir beurteilen die Technik von Spielern, indem wir Videos von ihnen aufnehmen, wie sie am Balleimer oder gegen sauberen Block ihre Topspins spielen. Leute, das ist völlig absurd und verrät nichts über ihre Fähigkeiten in einem Wettkampf! Hier wird gesprungen, verwrungen, überrascht, usw. usf. Wir müssen endlich aufhören Technik in diesen Schubladen von festen Bewegungen zu sehen. Ok, an der Basis mag das zunächst eine gute Orientierung darstellen, aber eben auch nicht mehr. Beispiel: "Das eine ist Technik, das andere Taktik." - Nein! Technik und Taktik stehen miteinander in unmittelbarem Zusammenhang. Technik ist nichts weiter als ein Mittel zum Zweck. Je besser meine Technik ist, desto mehr Möglichkeiten gibt sie mir taktisch: Ich kann den Ball so steuern (Platzierung, Tempo, Rotation, Flugkurve, Timing, Täuschung) wie ich will! Ich kann auf die Herausforderungen meines Gegners passende Antworten finden. Wer Technik ohne Taktik denkt und andersherum, ist auf dem Holzweg. Das gilt allerdings auch für Athletik, Psyche, Material etc. Gerade das macht unseren Sport so komplex und, das merkt man in jedem Beitrag zum Thema Training, so schwer zu beschreiben. Technik ist nicht einfach eine Bewegung, sondern eine Lösung für eine konkrete Wahrnehmungs- und Handlungsaufgabe. So, nun will ich irgendwie konstruktiv enden. Was genau können wir verbessern? Ein paar Gedanken von mir dazu: ![]()
All das bedeutet aber auch, dass wir unsere Trainingskultur überdenken müssen. Wer heute solche Methoden anwendet, hat es schnell schwer. Spätestens in der Zusammenarbeit mit anderen Trainern. Vielleicht sollten wir uns zuallererst wieder mehr über Tischtennis unterhalten, uns mehr streiten! Kritisch hinterfragen... auch selbstverständliche Sachen. |
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#32
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AW: Das moderne Tischtennis und was es für uns bedeutet
Zitat:
und der Landesverband sollte das nutzen und solche motivierten Trainer öfters ranholen und Möglichkeiten anbieten (öfters beim Landeskadertraining, freiwillige Fortbildungen), so daß das "Programm" auch weiter unten ankommt das setzt natürlich voraus, daß im Landesverband Trainer mit solchem Knowhow rumlaufen Zitat:
gute, erfahrene (erfahren alleine reicht nicht, ist wie beim Auto fahren) Trainer müßten öfters mit Trainern, die gut werden wollen, im Kontakt sein und das sollte Programm im Landesverband sein wenn die Trainer besser sind, sind's auch die Spieler
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Ich würde dir ja glauben - wenn du nur Recht hättest. |
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#33
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AW: Das moderne Tischtennis und was es für uns bedeutet
Zitat:
Zitat:
man sieht dort nicht nur Gewichtsverlagerung (natürlich ist es eine Verlagerung des Schwerpunkts), sondern daß sie aufgrund des Schwunges auch automatisch geschieht der Spieler hat gar keine andere Wahl hier sieht man halt, wie dieses Prinzip (Schwung) dem deutschen Modell, die Bewegung minutiös bottom-up aufzubauen, wo man jedes Körperteil einzeln in die richtige Position bringt, überlegen ist. Wenn der Schwung stimmt und flüssig ist, muß man den Ellenbogen, die Knie usw nicht mehr großartig korrigieren, zumindest nicht mit dem Aufwand klassischer Technikschulung, weil sich die Bewegung von selbst regelt, man korrigiert den Schwung
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Ich würde dir ja glauben - wenn du nur Recht hättest. |
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#34
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AW: Das moderne Tischtennis und was es für uns bedeutet
Wenn ich Trainer ausbilde ist immer ein Truls dabei.
Mein Credo: wenn der Spieler jeden Ball optimal auch unter Stress trifft und so platziert wie er will, lasst ihn spielen. Da muss ich dann nicht mehr mit Technik ran. So und jetzt zum Kern: Ich kenne so jemand nicht, auch Truls könnte mehr Tempo und Qualität erzeugen. Wer spielt denn in der Weltspitze ganz vorne? Menschen mit sauberer Technik oder ein Truls ? Mein Fokus ist relativ einfach: optimaler Schlag. Das schließt alles mit ein, aber vor allem ein Toolset für die Spieler, dass sie auf jeden Ball die richtige Antwort finden. Und da bin ich ganz bei Dragonspin: - Mindset, Game based klar. Alles andere ist nicht wirklich in der C-Trainerausbildung vorhanden. C-Trainer ist Breitensport. Was aber anscheinend noch nicht angekommen ist, dass wir in den Grundlagen so schlampen schon in der Ausbildung, weil wir zu viele Themen in zu wenig Zeit packen, dass es nur über die Eigeninitiative geht. Damit wird es immer nur punktuell funktionieren. Außerdem messen die meisten zu oft an ihrem eigenen Spielvermögen und nicht an der Spitze. Wir nutzen gern technische Hilfsmittel wie Spinsight. Dafür muss aber das Geld und der Wille da sein. Im Grunde vermitteln die meisten Wissen wie sie es selbst gelernt haben. Wenn wir das nicht durchbrechen, wird sich nichts ändern. |
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#35
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AW: Das moderne Tischtennis und was es für uns bedeutet
Zitat:
Punktuell kommt nach Lehrgängen immer mal neuer Input und neue Motivation rein, aber ohne intrinsische Motivation verflacht das auch wieder. |
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#36
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AW: Das moderne Tischtennis und was es für uns bedeutet
Für den Breitensport immer weitermachen. Lieber so, als gar nichts.
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#37
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AW: Das moderne Tischtennis und was es für uns bedeutet
also wenn du Timo Boll als 6-jährigen trainiert hättest, hättest du ihn gar nicht trainiert sondern nur spielen lassen? Und daß Hampl Boll trainiert hat, war eigentlich völlig überflüssig, weil er auch von alleine so gut geworden wäre?
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Ich würde dir ja glauben - wenn du nur Recht hättest. |
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#38
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AW: Das moderne Tischtennis und was es für uns bedeutet
Man kann auch jede Aussage mit Absicht falsch auffassen.
Aber gern für dich: Ich habe noch keinen Spieler/in gehabt, die mein Tempo am Balleimer halten konnten ( ging bisher bis 2. BL Männer). Ich bin mir also ziemlich sicher, dass der 6 jährige Timo Boll das nicht geschafft hätte. |
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#39
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AW: Das moderne Tischtennis und was es fÜr uns bedeutet
is mir zu hoch
den Satz davor Zitat:
hab ich auch schon nicht verstanden
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Ich würde dir ja glauben - wenn du nur Recht hättest. |
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#40
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AW: Das moderne Tischtennis und was es für uns bedeutet
Truls Moregard ist gemeint. Schon mal seine *Technik* angeschaut?
Nochmal Erklärungsversuch: Wenn der Spieler jeden Ball erreicht und gezielt nach Anforderung optimal spielen kann, dann kann man erst einmal an anderen Stellschrauben drehen, als an der Technik. In dem Fall wäre es mir egal, wie es aussieht und ob ich das gut finde. Ich schaue immer auf den Ball- hat er die notwendige Qualität. Wenn nein, dann suche ich die Ursache - das kann Technik sein oder auch fehlende Physis, fehlende Anzizipation, Spielverständnis* usw. Das war mit dem Verweis auf Truls gemeint. Und egal wie gut 6jährige sind, da sind wir am Anfang, da findet man immer was, was man verbessern kann. |
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