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Technik - Taktik - Training Hier könnt Ihr Fragen und Tipps rund um die Themen Technik, Taktik und Training loswerden. Besonders Trainer können hier Erfahrungen austauschen und Trainingswillige ihre alltäglichen Probleme diskutieren.

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  #1  
Alt 22.02.2018, 16:08
Amosc Amosc ist offline
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Subjektiv besser - objektiv schlechter

Hallo zusammen,

ich weiß nicht mehr weiter.
Ich bewege mich irgendwo zwischen Allround und Angriffsspieler im TTR-Bereich von etwa 1650.
Seit gut einem Jahr betreibe ich mit einem festen Partner einmal die Woche Systemtraining, um mich sowohl technisch als auch konditionell zu verbessern. Zusätzlich ein bis zwei Trainingstage eher wettkampflastig.
Das Systemtraining verläuft nach kurzem Aufwärmen folgendermaßen:
- ein bis zwei Übungen zu Schnelligkeit (Falkenberg und co.)
- zwei bis drei Übungen für Technik und Kontrolle
- zwei bis drei Übungen Reaktion und Antizipation
- ein bis zwei Übungen Aufschlag/Rückschlag
- Abschluss mit spielnaher Übung (Spiel, Vorgabe, Tauziehen)

Ich bin mittlerweile wesentlich sicherer bei der Spieleröffnung und auch im Ballwechsel mache ich kaum "unforced errors", was ich prinzipiell als positiv erachten würde. Aussage von Mannschaftskollegen: "Das sieht alles sehr gut und flüssig aus."
Dennoch scheine ich einfach kaum noch Spiele gewinnen zu können.
Aussage von Gegnern: "Ich weiß gar nicht wie ich gewinnen konnte. Du spielst wesentlich besser als ich."
Nachteilig hat sich meiner Meinung nach herausgestellt, dass meine Gegner sich sehr gut auf meine nun "schönen" Topspins einstellen und mir diese auch entsprechend gerne mal reinknallen. Da ich im passiven Spiel eher schwächer bin, verliere ich auch entsprechend Ballwechsel, wenn ich nicht als erstes zum Angriff komme.

Resultat sind schlechtere Bilanz und folglich hoher Punktverlust.
Vor Beginn des Systemtrainings habe ich nach Aussage von Vereinskollegen und Gegnern wesentlich flexibler und ekliger gespielt. Fühlte mich selber dabei aber immer etwas unsicher.

Was also tun?
Weiter Systemtraining, um Qualität im Angriff weiter zu erhöhen?
Ggf. mit dickeren Belägen spielen (aktuell beide Seiten 1,8, nachdem ich früher 2,1 und 2,0 gespielt habe)?
Versuchen wieder ekliger zu spielen, dann aber wahrscheinlich kein Potential mehr nach oben haben (bin auch schon über dem sportlichen Zenit hinaus).
Passives Spiel verbessern? Da fehlt mir allerdings die Trainingsidee zur Umsetzung.
Noppen auf Rückhand und Abwehr, weil mal was anderes?

Ich hoffe jemand verschafft mir einen Lichtblick.
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  #2  
Alt 22.02.2018, 16:32
xake xake ist gerade online
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AW: Subjektiv besser - Objektiv schlechter

Gibt viele Sachen die man ändern kann.

- Du spielst (laut deinen Infos zu berechenbar)
- Dir fehlt die Durchschlagskraft
- Du bist nicht gut genug im Return bzw. wenn du passiv bist

zu 1.: Spielst du auch mal parallel oder (vor allem in den Übungen) nur diagonale Topspins? Das ist, so sehe ich das, ein großer Unterschied zwischen mittelmäßigen und guten Spielern. Der Diagonalball kommt einfach in 90% der Fälle, klar, dass dann viel geblockt wird.

zu 2.: Du könntest mehr auf Tempo spielen und Winkel, Spin ist mit dem Plastikball nicht mehr soooo wichtig wie zuvor. Eventuell hilft auch die höhere Schwammstärke dabei. Der Endschlag sollte dann eben nicht mehr zurückkommen.

zu 3.: Du musst offensichtlich die Initiative ergreifen. Im Rückschlag geht das heutzutage am besten mit der Banane, beherrscht du diese sicher und gut? Schneller Flip und direkt nachziehen.

Das wären jetzt meine Vorschläge, ohne Dich je spielen gesehen zu haben.
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  #3  
Alt 22.02.2018, 16:51
Benutzerbild von crycorner
crycorner crycorner ist gerade online
Spitzenfreilos
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AW: Subjektiv besser - Objektiv schlechter

Würde auf keinen Fall das Material wechseln, schon gar nicht auf Noppen.
Vielleicht fehlen bei Dir unregelmäßige Übungen oder Übungen zu Endschlägen. Auch die TS- Variation scheint ein Problem zu sein, wenn die Gegner sich darauf einstellen können. Die Banane war ein guter Tipp, allgemein würde ich noch versuchen, Bälle recht früh über dem Tisch zu nehmen, um die Reaktionszeit des Gegners zu verkürzen. Da kann man auch bessere Winkel spielen. Alles einfach etwas effizienter auf den Punktgewinn ausrichten...
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  #4  
Alt 22.02.2018, 16:58
xake xake ist gerade online
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AW: Subjektiv besser - Objektiv schlechter

Yep, lass Dich auch nicht zu sehr verunsichern. Du bist sicher auf einem guten Weg, es sind oft Kleinigkeiten
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  #5  
Alt 22.02.2018, 17:04
Zigeuner Zigeuner ist offline
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AW: Subjektiv besser - Objektiv schlechter

Auf jeden Fall würde ich nicht das Systemtraining infrage stellen.

Den Aufbau finde ich auch ok, aber vlt könnte man schneller zu den unregelmäßigen Übungen und den Aufschlag/Rückschlag-Übungen kommen.
Schnelligkeit muss nicht jedes mal sein. Dann reichen 1-2 regelmäßige Sachen, danach 1-2 (halb)unregelmäßige Übungen, um dann relativ schnell und nicht zu erschöpft zum Aufschlag/Rückschlag zu kommen.
Und halt gezielt an den Defiziten arbeiten (Balleimer wäre da auch gut).

Zb weil du meintest deine Topspins sind zu berechenbar. Vlt ne Übung ersten Ball vorziehen und zweiten Ball auf Punktgewinn. Oder die Eröffnung bereits variieren, mal weich über den Wechselpunkt, mal fest über die Ecken weite VH/RH (oder umgekehrt).
Parallele Bälle trainieren wir auch schon gesagt wurde.
Am Balleimer kannst du auch neue Schläge trainieren, was in ner Übung schlechter geht. Zb aggressiver Schupf, mal kürzer, mal länger, mal weniger mehr Schnitt, mal mehr.
Oder sowas kreatives und "ekliges" wie Gauzys Rückschlag.

Denke man kann da Systemtraining gut so gestalten, dass man schneller und sicherer wird und trotzdem nicht zum 0815-Roboter den jeder Gegner wunderbar lesen kann.
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  #6  
Alt 22.02.2018, 17:29
Benutzerbild von Rückhandmonster
Rückhandmonster Rückhandmonster ist offline
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AW: Subjektiv besser - Objektiv schlechter

mehr Übungen spielen, wo Du Deinen Gegner beobachten und darauf reagieren muss.

Bsp: Aufschlag kurz -> Du: langer Schupf auf Wechselpunkt/Körper , geht auch, wenn Du aufschlägst und den 1. Ball spielen muss.

1. Gegner geht weg und du mußt in die andere Ecke spielen
2. Gegner sagt an z.b links, rechts, Mitte und du mußt da hinspielen...

.... da hätten wir die Beobachtung des Gegners -- übrigens wenn man auf den Wechselpunkt spielen lernt, dann ist das immer gut für's Passivspiel, da der Gegner selten darauf wirklich gut retournieren kann.

Sätze spielen, wo man mit dem 3. Ball den Punkt machen muss!

Oft ist auch das Problem, wenn man sicher spielt, dass die Länge der Bälle nicht stimmt (besonders Topspin) - hier könnte man einfach am Balleimer lange Bälle trainieren oder Bälle über die Seitenauslinie....

Am Ende mußt Du DIch aber immer auf Deinen Gegner einstellen und das geht nur über viel Spielen .
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  #7  
Alt 22.02.2018, 19:26
Amosc Amosc ist offline
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AW: Subjektiv besser - Objektiv schlechter

Erstmal danke für die Rückmeldungen.Ein bißchen habe ich micht mit der Materie schon beschäftigt. Parallel, mitte, auf Wechselpunkt, da ist alles dabei. Auch mit Markierungen für die langen Topspins und an die Außenkanten wird beiderseitig traininert.
Wieviel ich da im Spiel umsetze ist natürlich immer die Frage. Eine Kamera aufzustellen stößt bei sehr vielen auch negativ auf, sodass ich das höchstens mal auf Turnieren von meiner Begleitung "heimlich" von der Tribüne aus machen lasse.
Die Bewegungsmuster für VH- und RH-Flips sind noch nicht im ganz Unterbewußstein angekommen, sodass ich hier noch zu unsicher für stetige Einsätze bin. Steht aber definitiv auf meinem Programmzettel. HIer ist auch das Problem, dass kaum einer mal schnittige Kurze Aufschläge spielt. Entweder kurz und leer oder lang. Da vergeht dann der Überraschungsmoment, da doch relativ viel Zeit vergeht.

Simon Gauzy kannte ich bisher gar nicht. Der Rückschag erinnert mich aber an meinen früheren Rückschlag. Natürlich ohne das krasse Umlaufen und wesentlich unsicherer, weswegen ich davon auch abgekommen bin mit der Zeit.

Zum Passiv-Training hilft wahrscheinlich nur blocken, blocken, blocken?
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  #8  
Alt 22.02.2018, 22:41
Matthias1234 Matthias1234 ist gerade online
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AW: Subjektiv besser - Objektiv schlechter

Zitat:
Zitat von Amosc Beitrag anzeigen
Eine Kamera aufzustellen stößt bei sehr vielen auch negativ auf, sodass ich das höchstens mal auf Turnieren von meiner Begleitung "heimlich" von der Tribüne aus machen lasse.
Dass das negativ aufstößt, habe ich eher selten erlebt. Was aber beim Tischtennis öfters passieren kann, ist, dass, wenn du einfach eine Kamera aufstellst, vom Gegner darüber geflucht wird, wenn er verliert. Das ist das typische Ausredengesuche.
Deshalb, auch wenn du es nicht müsstest, einfach vorher fragen, ob es ok ist, wenn man filmt. Die wenigsten sagen dazu nein und wenn man vorher gefragt hat, wird auch nicht geflucht.
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  #9  
Alt 22.02.2018, 23:05
xake xake ist gerade online
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AW: Subjektiv besser - Objektiv schlechter

Ist es nicht so, dass die Gegner es zulassen müssen?
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  #10  
Alt 22.02.2018, 23:07
Benutzerbild von BlindesHuhn
BlindesHuhn BlindesHuhn ist offline
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AW: Subjektiv besser - Objektiv schlechter

Zitat:
Zitat von Matthias1234 Beitrag anzeigen
Dass das negativ aufstößt, habe ich eher selten erlebt. Was aber beim Tischtennis öfters passieren kann, ist, dass, wenn du einfach eine Kamera aufstellst, vom Gegner darüber geflucht wird, wenn er verliert. Das ist das typische Ausredengesuche.
Deshalb, auch wenn du es nicht müsstest, einfach vorher fragen, ob es ok ist, wenn man filmt. Die wenigsten sagen dazu nein und wenn man vorher gefragt hat, wird auch nicht geflucht.
Ist zwar offtopic, trotzdem aber der Hinweis, dass das so pauschal falsch ist. Es muss i.d.R. nicht gefragt werden, wenn die Aufnahmen nicht veröffentlicht werden. Eine Veröffentlichung liegt jedoch bereits vor, wenn Du es Deinem Trainer (sprich, auch nur einer einzelnen dritten Person) zeigst .
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