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Umfrageergebnis anzeigen: Wie würdet Ihr Euer politisches Interesse einschätzen?
ich bin politisch interessiert 161 55,52%
ich bin teilweise politisch interessiert 88 30,34%
ich interessiere mich nicht für Politik 17 5,86%
ich verweigere die Aussage 24 8,28%
Teilnehmer: 290. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #37911  
Alt 12.07.2018, 14:01
Snape Snape ist offline
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

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Zitat von crycorner Beitrag anzeigen
Ein privates Schulsystem. Juhuu!

Und wer ist der private Träger? VW? Siemens? SAP? Da wäre ich ja mal auf die Lerninhalte gespannt. Und auf den Umgang mit Low Performern. Aber egal, jimih wäre dann sicher ein ganz toll vorbildlicher Schüler gewesen.

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  #37912  
Alt 12.07.2018, 14:01
Gandalf446 Gandalf446 ist offline
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Zitat von jimih1981 Beitrag anzeigen
Das von mir abgelehnte Schulsystem wäre auch nicht so grottig und ineffizient wenn es nur privat wäre. Es ist ein Kreuz wenn man zu intelligent ist um den ganzen Füllstoff auswendig zu lernen, weil der Nutzen für das weitere Leben kaum gegeben ist außer das man nen Schulabschluss wo man Dinge gelernt hat die man zu 90% nicht mehr braucht. Die wichtigen Dinge die man lernen sollte lernt man nur wenig oder garnicht. Insofern muss man schon sehn dass der Staat ansich ein Problem ist und vielen das Leben schwer macht, aber natürlich ist man immer noch selbst für die eigene Situation verantwortlich. Ich hätte mich halt mehr anstrengen müssen den Fülstoff auswenig zu lernen. Klug war es nicht wie ich mich verhalten habe aber ich war da schon immer etwas rebellisch, gerade in der Schule. Im Endeffekt verlief mein Leben nie so glatt, nur ich hab gekämpft da hinzukommen wo ich jetzt bin, manch anderer tut das nicht.
In dem Punkt, dass es im deutschen Schulsystem einiges zu verbessern gibt, gebe ich dir absolut recht - es zu privatisieren würde aber sicher nicht helfen, da es eher dazu führen würde, dass intelligente Kinder aus ärmeren Verhältnissen (oder sollte ich eher sagen, aus nicht reichen Verhältnissen) kaum Zugang zu adäquater Bildung und Förderung ihrer Talente hätten!
Ein Punkt der auf jeden Fall zu ändern wäre, ist die Zuständigkeit der Länder, die zu 16 sinnloserweise unterschiedlichen Lehrplänen führt in eine Zuständigkeit des Bundes zu überführen. Außerdem sollten mMn die Lehrpläne entschlackt werden und mehr auf Methodenkompetenz als auf stures auswendiglernen gesetzt werden. Ohne natürlich die Allgemeinbildung zu vernachlässigen. Nur gehört für mich weder die Analyse sämtlicher Werke von Göthe und Schiller, noch die Tiefen der Stochastik und der Einstieg in die Quantenphysik dazu. In den übrigen Fächern gibt es sicherlich auch genügend Beispiele dazu.
Ich fände es wichtiger, zu lehren, wie man Quellen bearbeitet, Lernstoff entsprechend der persönlichen Präferenzen zum lernen aufbereitet, etc. Man sollte lernen, zu lernen, sozusagen.
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  #37913  
Alt 12.07.2018, 14:18
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Zitat:
Zitat von Gandalf446 Beitrag anzeigen
Außerdem sollten mMn die Lehrpläne entschlackt werden und mehr auf Methodenkompetenz als auf stures auswendiglernen gesetzt werden. Ohne natürlich die Allgemeinbildung zu vernachlässigen. Nur gehört für mich weder die Analyse sämtlicher Werke von Göthe und Schiller, noch die Tiefen der Stochastik und der Einstieg in die Quantenphysik dazu. In den übrigen Fächern gibt es sicherlich auch genügend Beispiele dazu.
Ich fände es wichtiger, zu lehren, wie man Quellen bearbeitet, Lernstoff entsprechend der persönlichen Präferenzen zum lernen aufbereitet, etc. Man sollte lernen, zu lernen, sozusagen.
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Nur darf man da nicht vergessen, dass die Kompetenzorientierung ein seit 15 Jahren gepredigtes Ideal ist. Bis es dann auch wirklich bei den Lehrern an der Schule ankommt (gibt leider genug ältere Semester im Lehrberuf, die keine Notwendigkeit sehen, irgendwas an sich oder ihrem Unterricht zu ändern), dauert es halt immer ein bisschen. Stichwort Generationenwechsel.

Die Lehrpläne sind aber eben auch ein Produkt eines Ministeriums, wo Leute mit ganz bestimmten Interessen drinsitzen. Warum hält sich denn Latein noch so an den bayerischen Schulen? Jedenfalls nicht, weil so viele Schüler an einer Karriere im Klerus interessiert sind .

Da ist es aber dann andererseits gut, dass vieles vage gehalten wird. Im FSU hat man dann doch einige Freiheiten. Wahrscheinlich ist das in anderen Fächern schwieriger.

Lernen lernen ist gut. Funktioniert aber erst bei Jugendlichen so wirklich. Davor werden die meisten Lernstrategien nicht effizient angewandt, was auch an einer fehlenden Möglichkeit zur Reflektion des Lernens im Grundschulalter liegt.

Zu guter Letzt darf man auch nicht vergessen, dass Kompetenzen ja bloß über Inhalte geübt werden können. Und die sind oft Geschmackssache. Dabei ist es für Schüler*innen auch oft eine gute Erfahrung, dass Themen spannend werden, wenn man sich mehr auf sie einlässt.

Ich bin eigentlich auch ein Fan von früherer Spezialisierung, aber ich befürchte, dass dann irgendwo auch die Bereitschaft verloren geht, sich auf Themen einzulassen, wo man selbst kein Experte ist. Es ist ja schon heute schwierig - jeder will bei allem mitreden, ist aber nicht bereit, sich genauer zu informieren, bevor er rausplappert.
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Geändert von Armendariz (12.07.2018 um 14:27 Uhr).
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  #37914  
Alt 12.07.2018, 14:39
Gandalf446 Gandalf446 ist offline
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Zitat:
Zitat von Armendariz Beitrag anzeigen
[...]

Die Lehrpläne sind aber eben auch ein Produkt eines Ministeriums, wo Leute mit ganz bestimmten Interessen drinsitzen. Warum hält sich denn Latein noch so an den bayerischen Schulen? Jedenfalls nicht, weil so viele Schüler an einer Karriere im Klerus interessiert sind .

[...]

Zu guter Letzt darf man auch nicht vergessen, dass Kompetenzen ja bloß über Inhalte geübt werden können. Und die sind oft Geschmackssache. Dabei ist es für Schüler*innen auch oft eine gute Erfahrung, dass Themen spannend werden, wenn man sich mehr auf sie einlässt.

Ich bin eigentlich auch ein Fan von früherer Spezialisierung, aber ich befürchte, dass dann irgendwo auch die Bereitschaft verloren geht, sich auf Themen einzulassen, wo man selbst kein Experte ist. Es ist ja schon heute schwierig - jeder will bei allem mitreden, ist aber nicht bereit, sich genauer zu informieren, bevor er rausplappert.
Naja, Latein hat bei einigen (älteren) immernoch das Image "Sprache der Wissenschaft / Bildung". Das wird wohl leider noch eine Weile so bleiben. Gibt ja durchaus noch einige, die lateinische Zitate zum, Besten geben und glauben, damit etwas intelligentes beigetragen zu haben. Auch in Rheinland-Pfalz (zumindest in der Region in der ich das Abi gemacht habe) wird noch an sogut wie jedem Gymnasium Latein unterrichtet, aber längst nicht an allen z.B. Spanisch, was ich persönlich für sinnvoller halten würde. Neben Englisch und zumeist französisch (grenznähe!) war Latein in der Regel die 3. unterrichtete Fremdsprache. Auch wenn zumindest in französisch der Unterricht eher schwach war und ich bei englisch das Glück hatte, in der Oberstufe einen Lehrer zu haben, der mehr Wert auf die Sprachpraxis legte, als mit uns Shakespeare zu lesen, was der Parallelkurs zum Teil gemacht hat.

Frühe Spezialisierung halte ich gerade in der Schule für schwierig. Ich wusste zum Beispiel in der 11. Klasse noch nicht so ganz, was ich mal studieren wollte. Die grobe Richtung war soweit da, aber das alleine reicht denke ich nicht, um sich da schon in eine Ecke zu bewegen. Ettliche Mitschüler waren da noch wesentlich weiter von einer Berufsvorstellung weg, als ich es war. Von daher passt denke ich der allgemeinbildende Ansatz der Schulen schon. Es gibt ja durchaus auch naturwissenschaftlich geprägte Gymnasien bzw. Wirtschaftsgymnasien oder eben Technische Gymnasien, die sich auf einen Fachbereich spezialisieren für Leute, die schon früher wissen, in welche Richtung ihre berufliche Zukunft gehen soll. Das passt denke ich soweit.
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  #37915  
Alt 12.07.2018, 14:54
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  #37916  
Alt 12.07.2018, 15:01
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Inzwischen wirst du sicher auch gemerkt haben, dass nur ein sehr kleiner Teil der Menschheit so leben will, wie du es immer wieder propagierst.
Aber bestimmt nur, weil sie durch unser Zwangsschulsystem entsprechend indoktriniert wurden.
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  #37917  
Alt 12.07.2018, 15:04
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  #37918  
Alt 12.07.2018, 15:28
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Genau. Wobei ich meine Aktivität hier auch immer als persönliche Bereicherung sehe. Kommen immer wieder Themen auf, die einen dazu motivieren, zu googlen oder einfach mal andere Sichtweisen zu recherchieren.

Die Bild-Links meine ich dabei nicht. Ist mir zu manipulativ. Und sie sind Adblock-unfreundlich
Mein Vater hatte vor langer Zeit mal einen Chef, der scheinbar regelmäßig die Bild gelesen hat. Einfach um zu verstehen, wie die einfachen Arbeiter ticken, und wodurch ihre Meinungen geprägt sind.
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  #37919  
Alt 12.07.2018, 15:42
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Latein ist hier in Bayern z.T. erste Fremdsprache
Latein ist eben für Medizin und Jura unabdingbar.
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  #37920  
Alt 12.07.2018, 15:46
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Latein ist eben für Medizin und Jura unabdingbar.
Wieso soll es für Medizin unabdingbar sein?

Die Uni Heidelberg schreibt folgendes auf ihrer Homepage:

"Studienvoraussetzung und Zulassung
Voraussetzungen für ein erfolgreiches Medizinstudium sind vor allem gute naturwissenschaftliche Kenntnisse in Biologie, Chemie und Physik sowie ein medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis, Organisationsfähigkeit, Fähigkeit zu konzentriertem, sorgfältigen Arbeiten, zur Lösung quantitativer und formaler Probleme, Beobachtungsgabe und Wiedererkennungsfähigkeit sowie kommunikative Kompetenzen. Eine gute Beherrschung der englischen Sprache ist unabdingbar, Lateinkenntnisse werden nicht vorausgesetzt, sind aber hilfreich."

Vor allem wäre dann altgriechisch genauso wichtig, was es ja definitiv nicht ist
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