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| allgemeines Tischtennis-Forum Dies ist unser Hauptforum. Hier geht es um Tischtennis allgemein und hier gehört alles rein, was nicht in die Fachforen oder sonstigen Foren passt. |
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#121
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AW: Tischtennis-Reform: Offener Spielbetrieb für Frauen und Männer beschlossen
Während meiner Zeit als Geschäftsführer des HTTV kam es im Frühjahr 1992 zu einer denkwürdigen Jahreshauptversammlung. Hier wurde durch eine Minderheit der Vereine, die aber die Majorität der Stimmen besaßen, der Spielbetrieb der Damen erstmals grundlegend geändert: Man beschloß eine Reduktion der Mannschaftsstärke von 6er auf 4er Teams.
Es gab viele Gegenargumente. Ich prognostizierte, daß der Verband mind. 1/3 seiner Spielerinnen verlieren wird, weil alle die Spielerinnen, die sich nicht mehr so wertgeschätzt fühlten, weil sie schlichtweg zum Antreten nicht benötigt wurden, aufhören würden. Und genauso kam es dann auch. Hinzu kamen die immer schlechter werdenden Möglichkeiten für Mädchen beim Aufrücken in den Damenbereich, wenn sie noch nicht so gut, so erfahren oder so etabliert waren. Die Mannschaftspositionen 5 und 6 gab es ja nicht mehr. Und Mannschaften zögerten immer mehr eher unerfahrene Mädchen in ihre Teams mit einzubauen. In der Saison 1991/92 gab es mit über 150 Damen-6er-Teams ca. 1300 aktive Damen. Jetzt gibt es mit 43 Mannschaften in nur noch 5 Staffeln 247 aktive Damen (überregionale Teams sind nicht berücksichtigt, weder damals noch heute). Eine Bestätigung meiner Aussage: "Tischtennis schafft sich selbst ab!" Im noch viel schlimmeren Rahmen entwickelte sich der Mädchen-Spielbetrieb, wenngleich sich hier noch sehr viel mehr andere Einflüsse auswirkten. Und natürlich gab es auch weitere Einflüsse, die diesen Rückgang begründet haben. Aber mangelnder Wettbewerb hat noch nie zu mehr Prosperität geführt. Im Gegenteil: Mit einem leeren Schaufenster kannste nix verkaufen. Wenn also endlich Regelwerke auch mal mit Weitblick und Perspektive die Bedürfnisse aller (hier jetzt speziell die Damen) berücksichtigen würden, könnte sich der ebenfalls extrem niedergehende DTTB (1992 mit über 10 Mio Aktiven der zweitgrößte Sportfachverband im DOSB) ein Stück weit sanieren und restaurieren. Quo vadis DTTB? |
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#122
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AW: Tischtennis-Reform: Offener Spielbetrieb für Frauen und Männer beschlossen
Zitat:
Wenn die Damen nur noch unregelmäßig spielen, dann dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis es immer weniger aktive Damen im Mannschaftssport gibt. Was sehr schade wäre. Dann müsste man allerdings eingestehen, dass der offene Spielbetrieb nicht gebracht hat, was man sich von ihm versprochen hatte. In Bayern gibt es seit ein paar Saisons in der Jugend nur noch gemischte Mannschaften. Da müsste es auch bald möglich sein, festzustellen, ob wieder mehr Mädchen in den Erwachsenensport kommen oder nicht. Und ob (gerade während der Zeit der Pubertät) mehr Mädchen mit TT aufhören als früher oder eben nicht. @Rudi Matousek: Kannst du da vielleicht deine Eindrücke teilen? |
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#123
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AW: Tischtennis-Reform: Offener Spielbetrieb für Frauen und Männer beschlossen
Letztes Jahr hatten wir noch eine Damenmannschaft, 11 Spielerinnen laut Rangliste, trotzdem mussten sie häufig wegen Spielermangel Spiele verlegen lassen oder zu dritt antreten. In der vergangenen Saison dann keine Damenmannschaft mehr gemeldet, nachdem von den 11 Damen aus den verschiedensten Gründen 5 weggefallen sind. Nur eine von den 11 hat jetzt im Herrenteam mitgespielt - sie hat vor zwei Jahren mit 40 erst mit dem TT begonnen, entsprechend auch in der untersten Liga kaum etwas gewonnen. Toll, dass sie trotzdem mit Begeisterung am Ball bleibt.
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Stopp dem Windelmüll! |
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#124
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AW: Tischtennis-Reform: Offener Spielbetrieb für Frauen und Männer beschlossen
Zitat:
Man kann genauso behaupten man hat den Spielbetrieb angepasst um dem Trend - immer weniger Damen die sich für TT begeistern - entgegen zu wirken. Die getroffenen Massnahmen waren erfolglos, haben das Ergebnis aber nicht verschlechtert. |
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#125
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AW: Tischtennis-Reform: Offener Spielbetrieb für Frauen und Männer beschlossen
Zitat:
Außerdem ist es oft nicht wirklich hilfreich, per Email oder in Whats App alle zu fragen, da fühlt sich niemand persönlich angesprochen. Es ist zwar deutlich mehr Aufwand, aber im direkten Gespräch (im Training oder am Telefon) habe ich üblicherweise nach 2 oder 3 Versuchen eine Zusage. Eine Spielverlegung ist aber noch viel mehr Aufwand. |
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#126
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AW: Tischtennis-Reform: Offener Spielbetrieb für Frauen und Männer beschlossen
Zitat:
Und wir haben aktuell die gleiche Diskussion im Herrenbereich. In einer 4er-Mannschaft spielen 2 ihre Einzel, einer zählt und der vierte ist schon mit dem Coaching überfordert. Von einem sozialen Austausch kann sowieso nicht mehr die Rede sein. Und das Auto-Argument lasse ich nicht gelten, weil ohnehin vermehrt individuell angereist wird. So habe ich es auch in zahlreichen Vereinen und Mannschaften in Niedersachsen und Schleswig-Holstein erlebt und beobachtet. Also mein klarer Appell: Laßt die Kirche im Dorf und macht Tischtennis wieder zu einem in erster LInie geselligen Sport! |
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#127
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Wer denkt, man könnte einfach alle Damen problemlos in einem gemeinsamen Spielbetrieb integrieren, hat leider keine Ahnung von Damen-TT. Für eine kleine Minderheit ist das ok, für die Mehrheit sind eigene Damen-Strukturen entscheidend. Diese müssten eigentlich gestärkt und gefördert statt immer weiter reduziert werden. Wer daran sägt, treibt weiter Damen aus unserem Sport raus. Das wäre schade. Leider werden genau diese Diskussionen meistens in Stellvertretung von vermeintlichen männlichen Frauenverstehern geführt, die lieber über statt mit Frauen reden, und die wenig tatsächliche Ahnung von der sozialen Situation im Damen-TT haben.
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#128
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AW: Tischtennis-Reform: Offener Spielbetrieb für Frauen und Männer beschlossen
Zitat:
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#129
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AW: Tischtennis-Reform: Offener Spielbetrieb für Frauen und Männer beschlossen
Die Sache ist komplex. Ich hatte die Entwicklung im eigenen Verband miterlebt und als Funktionär mitgestaltet.
Die meisten Damen wollten reine Damenligen. Doch reichte die Anzahl der Spielerinnen in vielen Vereinen nicht mehr aus. Vor allem im ländlichen Raum waren Wechsel oftmals aus fahrtechnischen Gründen keine Lösung. Mal abgesehen davon, dass Vereinswechsel aus sozialen Gründen nicht so leicht waren. Es gab daher Anträge den Männersport für die Damen zu öffnen. Sogar eine Dameninitiative plädierte dafür. Zuerst durfte eine Dame mitspielen, dann zwei dann drei. Was folgte ist bekannt. |
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#130
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AW: Tischtennis-Reform: Offener Spielbetrieb für Frauen und Männer beschlossen
Zitat:
Das gehört hier nicht her, das ist ein eigenes Thema, aber die Frage beschäftigt mich schon länger. |
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