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Weltklasse 24.10.2005 16:47

AW: Biegfestigkeit bei Hölzern
 
Zitat:

Zitat von Timo
Wo liegt das Problem bei Kiri???

Andro baut ja auch ein Carbonholz mit einem Kern aus Kiri.

Gruß!
Timo

Schon mal ein Kiri Holz gespielt??? Wenn nein, einfach mal ausprobieren dann wiest du mehr.:)

Timo 24.10.2005 17:59

AW: Biegfestigkeit bei Hölzern
 
Zitat:

Zitat von Weltklasse
Schon mal ein Kiri Holz gespielt??? Wenn nein, einfach mal ausprobieren dann wiest du mehr.:)

Spiele nun schon seit geraumer Zeit das Andro Kinetic CF Off- das einen Kiri Kern besitzt. Bin mit dem Holz sehr zufrieden und kann daher deiner Ausführung nicht folgen.

Klaus123 24.10.2005 22:38

AW: Biegfestigkeit bei Hölzern
 
Also Weltklasse hat das ja schon klasse erklärt,
aber ich finde es ist mit den Hölzern auch wie mit den Belägen:
umso weicher umso fehlerverzeihender!

Klar, der Ma Lin hat kürzlich von seinem Yasaka Gatien Extra
auf ein Yasaka Carbon umgewechselt,
und damit blockt er noch besser, das ist der Wahnsinn,
aber verzieht er nicht auch ein paar mehr Topspins in letzter Zeit?
Ich finde schon! Mit meinem weichen Holz, werden so viele Fehler weggeschluckt, daß ich mich selbst noch manchmal wundere, warum der Ball auf die Platte kommt! Also für Anfänger, die lernen wollen selbst das Spiel zu machen ist ein weiches Holz + weiche Beläge schon keine schlechte Wahl!

Nur halt beim Block hab ich Probleme, hehe

Weltklasse 25.10.2005 10:22

AW: Biegfestigkeit bei Hölzern
 
Zitat:

Zitat von Timo
Spiele nun schon seit geraumer Zeit das Andro Kinetic CF Off- das einen Kiri Kern besitzt. Bin mit dem Holz sehr zufrieden und kann daher deiner Ausführung nicht folgen.

Das Andro Holz ist bestimmt gut, allerdings wird es auf keinen Fall über einen weichen Anschlag aufgrund des Carbon i.v.m Koto und dem Kiri Kern verfügen. Kiri ist numal ziehmlich hart und der letzte teil der Diskussion ging über weiche Hölzer die nach Möglichkeit eine hohe Biegefestigkeit aufweisen. Hier passt Kiri nunmal nicht rein.

00-Bauer 25.10.2005 14:13

AW: Biegfestigkeit bei Hölzern
 
Wenn Hinoki schon weich und schnell ist, kann man die Steifheit dann nicht dadurch erreichen, dass 7 oder noch mehr Furniere verwendet werden oder mehr geklebt wird. ( Ich meine die Furnier :) )

difu 26.10.2005 18:12

AW: Biegfestigkeit bei Hölzern
 
Zitat:

Zitat von Weltklasse
Leider nicht, wenn du mal ein WIN-TEC Offensiv 7001 gespielt hast (3,5mm Kiri-Kern) dann weist du das Kiri ungeeignet ist.:rolleyes:

kannst du mir das bitte auch noch mal erklären? ich habe das holz bereits gespielt. was hattest du für eindrücke?

Inka 27.10.2005 16:58

AW: Biegfestigkeit bei Hölzern
 
Sorry für meine Zwischenfrage...aber:
Weiß jemand, welche Hölzer im Bereich All- bis All+ am meisten schwingen?
Und wie verhalten sich GLN bei diesen Schwingungen?
Danke :) !

Weltklasse 27.10.2005 17:04

AW: Biegfestigkeit bei Hölzern
 
stark schwingen z.B Das BTY Grubba Pro, Grubba Variant und das A. Grubba All+ ebenso das Yasaka Sweeper. Die GLN dürfte sich gefühlvoller spielen, die Schnittumkehr wird allerdings schlechter sein.

ttoldimi 28.10.2005 15:16

AW: Biegfestigkeit bei Hölzern
 
@Bow:
Mich interessiert wirklich mal ob es wirklich einen merkbaren Unterschied macht ob man ein "Topspinholz" oder etwas steiferes spielt. Ich bin mir auch gar nicht sicher ob es mehr an den meist weicheren Außenfurnieren oder der höheren Elastizität der in der Regel langsameren Hölzer liegen soll.
Vielleicht läßt sich das Mehr an Spin auch dadurch erklären, dass mit einem elastischen Holz (ich nehme an, dass es langsamer ist als ein steiferes Vergleichsholz) beim Topspin mehr Energie in Rotationsenergie als in Bewegungsenergie übertragen wird. So fällt es leichter Rotationstops zu ziehen und man folgert daher fälschlicherweise dass man mit elastischen Hölzern mehr Spin rein bekommt.
Wegen der Holzelastizität und des weicheren dämpfenden Materials muss man den Ball nicht so tangential treffen wie bei einem harten Holz um mit Spin zu spielen, da der Ball beim harten Holz untangential getroffen viel schneller weg wäre und somit weniger Reibung übertragen werden könnte. Die Elastizität wirkt beim Holz ja auch im Gegensatz zum Belag eher dämpfend.
Ich habe eigentlich keine Ahnung, ob man mit elastischeren Hölzern mehr Spin reinbekommt. Subjektiv habe ich zwar mit nem Off-Classic das Gefühl gehabt ein wenig
mehr Spin spielen zu können als mit meinem steifen Powerfeeling, aber die Bälle waren auch langsamer (->obiges Argument).
Für mich überwiegt der Vorteil eines etwas steiferen Holzes aufgrund der Präzision.

Letztendlich glaube ich, dass das Holz doch eher wenig Wirkung auf die Spinentwicklung hat, so hat Samsonov mit seinem Allround-Holz ja nicht unbedingt einen Spin-Vorteil gegenüber Boll mit seiner steifen Kelle (was natürlich nichts aussagt). Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

Gruß an alle

Bow 29.10.2005 13:51

AW: Biegfestigkeit bei Hölzern
 
Zitat:

Zitat von ttoldimi
@Bow:
...Ich bin mir auch gar nicht sicher ob es mehr an den meist weicheren Außenfurnieren oder der höheren Elastizität der in der Regel langsameren Hölzer liegen soll.

IMHO an beidem.
Zitat:

Zitat von ttoldimi
Vielleicht läßt sich das Mehr an Spin auch dadurch erklären, dass mit einem elastischen Holz (ich nehme an, dass es langsamer ist als ein steiferes Vergleichsholz) beim Topspin mehr Energie in Rotationsenergie als in Bewegungsenergie übertragen wird.

Ja, guter Gedanke. Nur warum? Das ist doch die Frage, oder?
Zitat:

Zitat von ttoldimi
So fällt es leichter Rotationstops zu ziehen und man folgert daher fälschlicherweise dass man mit elastischen Hölzern mehr Spin rein bekommt.

Daher sollte man vielleicht gleich schnelle Hölzer vergleichen: Das eine elastisch, das andere steif(er). Da ist es dann keine Frage, was man leichter machen kann, denn die Bälle fliegen, frontal getroffen, gleich weit. Aber der Top vom einen Holz kommt stark gebogen und der Top vom anderen Holz wenig gebogen. Für die Biegung verantwortl. bei gleicher Geschwindigkeit ist aber der Spin...
Zitat:

Zitat von ttoldimi
Wegen der Holzelastizität und des weicheren dämpfenden Materials muss man den Ball nicht so tangential treffen wie bei einem harten Holz um mit Spin zu spielen, ...

Und das ist doch der Punkt: Wenn ich mit einem harten Holz tangentialer treffen muss, um mit dem gleichen Spin spielen zu können, hat das elastischere Holz doch eindeutig einen Spinvorteil, oder?
Zitat:

Zitat von ttoldimi
...da der Ball beim harten Holz untangential getroffen viel schneller weg wäre und somit weniger Reibung übertragen werden könnte. Die Elastizität wirkt beim Holz ja auch im Gegensatz zum Belag eher dämpfend.

Ich glaub, das kann man so nicht sagen. Wenn das Schwingungstempo (also die Frequenz) des Holzes in seinem Geschwindigkeitsbereich stimmt, dann hat man sogar eine Katapultwirkug des schwingenden Blattes: Man trifft den Ball - Blatt lenkt nach hinten aus - Ball verformt sich auch - Ball entformt sich wieder und beschleunigt nach vorne - Blatt lenkt wieder nach vorne aus - und katapultiert den Ball stärker heraus, als wenn es nicht schwingen würde.
Wie man merkt, müsste auch die Dauer des Ballkontaktes geringfügig höher liegen. Dadurch wird die Kontaktzeit des Belages am Ball erhöht. Wenn also so Katapult von Belag und Holz korrelieren, dann kann auch mehr Spin erzeugt werden.

Zitat:

Zitat von ttoldimi
Ich habe eigentlich keine Ahnung, ob man mit elastischeren Hölzern mehr Spin reinbekommt. Subjektiv habe ich zwar mit nem Off-Classic das Gefühl gehabt ein wenig mehr Spin spielen zu können als mit meinem steifen Powerfeeling, aber die Bälle waren auch langsamer (->obiges Argument).

Das sind aber auch Bälle mit ein- und dem selben Holz gespielt: Rotationstops langsamer - rotationsärmere Tops schneller.
Zitat:

Zitat von ttoldimi
Für mich überwiegt der Vorteil eines etwas steiferen Holzes aufgrund der Präzision.

Für mich auch. :)
Zitat:

Zitat von ttoldimi
Letztendlich glaube ich, dass das Holz doch eher wenig Wirkung auf die Spinentwicklung hat, so hat Samsonov mit seinem Allround-Holz ja nicht unbedingt einen Spin-Vorteil gegenüber Boll mit seiner steifen Kelle (was natürlich nichts aussagt). Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
Gruß an alle

Naja, das ist wohl recht eindeutig eine Technikfrage. Ich denke auch, dass die Holzeigenschaften sich im Gegensatz zur Technik eher untergeordnet auswirken.

Dennoch darf man nicht vergessen, dass man mit maximal beschleunigten Schlägen (harten Topspins) auch den meisten Spin reinbekommt. Wenn ich weich ziehe, dann geht vielleicht viel von dieser Energie in die Rotation, aber wenn ich voll durchrohre, bekomme ich eben noch mehr Energie in die Rotationsbewegung des Balles.
Warum? Ich glaube, weil auch besonders steife Hölzer irgendwann etwas auslenken. Und das eben bei maximal harten Ballkontakten. Genau dann habe ich also auf höchstem Geschwindigkeitsniveau den Katapulteffekt und somit den spinunterstützenden Effekt auch beim Carbonholz.
Vielleicht relativiert das die Rolle eines elastischen Holzes ein wenig. Ich sehe das analog zu Belägen: Softe Beläge toll für Rotation, aber bei harten Schlägen nicht mehr viel davon zu spüren. Harte Beläge: schwer mit viel Rotation bei langsamem Tempo zu spielen, aber bei harten Schlägen sehr spinnig.
Ergo: Elastisches Holz bei ganz harten Schlägen nicht besonders spinreich. Nämlich dann, wenn der Ball schon wieder weg ist, bevor das Blatt wieder zurück-auslenken kann (dann habe ich einen dämpfenden Effekt).

Ich habe eben nur festgestellt, dass man das teilweise sehr stark merken kann. Nicht daran, was besonders gut gelingt (weicher Top mit elastischem Holz), sondern man spielt seinen sicheren 08/15-Top mit einem elastischen Holz und dann mit einem sehr steifen. Beide Tops kommen gut und ähnlich schnell, aber einer wird drübergeblockt und der andere nicht, oder gar ins Netz. So ging es mir beim Vergleich zwischen Off Classic und dem Samsonov Carbon.

Im Endeffekt kommt es darauf an, mit wieviel Kraftaufwand man den Großteil seiner Topspins spielt. Ich habe nicht so große Kraft in den Armen, mir liegen die ganz harten Hölzer nicht, dafür bin ich sozusagen "zu schwach" :D. Mit dem Tube off habe ich einen guten Mittelweg gefunden, der mit meiner Kraft im Arm gut harmoniert und ich somit guten Spin, aber auch ausreichendes Tempo spielen kann.
Deshalb finde ich auch ein Explorer Off+ in den Händen eines "normal" entwickelten Schülers von vielleicht 14 Jahren völlig fehl am Platze, weil er die nötige Kraft für so ein Holz nicht aufbringen kann, wenn er denn ein Topspinspiel spielen möchte.

Ei der Daus, wasn Roman :o


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