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-   -   ungewöhnliches taktisches Mittel - gut oder schlecht? (https://forum.tt-news.de/showthread.php?t=43826)

fox_tt 14.04.2007 22:19

AW: ungewöhnliches taktisches Mittel - gut oder schlecht?
 
Zitat:

Zitat von jimih25 (Beitrag 873275)
Welche Spielweise hast du? Wie Variantenreich ist dein Spiel bisher?

Spielweise: überlegter, taktischer Angriff ... trifft es wohl am besten irgendwie^^'
Variantenreich: was meinst du damit? ..also ich kann US von weit hinten flach übers Netz spielen, genauso wie Angriff etc. - also ich hab nicht nur ein oder zwei Varianten (oder was immer du meinst^^')

Zitat:

Wenn du natürlich umgreifst hast du wiederum auch mehr schwächen. Selbst wenn du einen guten RH-Topspin schlagen könntest, woher willst du wissen wie der Gegner darauf reagiert und dagen spielt? Ich denke das du eher in diesen Ballwechseln mehr Fehler machen würdest als Punkte.
Es würde dir wahrscheinlich mehr bringen die Zeit die du im Training für solche "Aktionen" verschwendest, für richtiges Training zu nutzen.^^
Yep, das weiss man halt nicht wo der Return hinkommt - und das ist halt dann auch der einzige Nachteil den ich erstmal sehe - aber da ich bei so einem Ball volles Risiko gehen müsste, bleibt halt nicht viel Zeit für Geplänkel oder Schönspielereien^^'

Aber der Thread hab ich ja eben auch "taktisches Mittel" genannt, da man halt das Überraschungsmoment hätte .. wenn der Gegner jedoch erst nach dem Ballwechsel mitbekommt was man gespielt hat ist das natürlich auch wieder hinfällig aber mal angenommen du spielst 3 Sätze lang gegen einen Shakehandspieler und auf einmal siehst du wie er einen Penholderaufschlag macht machen wird... wohin würdest du returnieren? ..Ich denk mal viele würden in die Rückhand spielen, da diese halt schwächer ist, da man (sh. Ryu) nur mehr oder weniger blocken kann und wenn man dann einen TS beherrscht seh' ich das schon als kleinen Vorteil, da der Gegner da sicherlich überrascht sein wird... aber das ist alles nur einen Vermutung und sollte diese falsch sein dann ist dies halt kein takt. Mittel und man könnte es verwerfen.

fox_tt 14.04.2007 22:32

AW: ungewöhnliches taktisches Mittel - gut oder schlecht?
 
Zitat:

Zitat von Muesli Bob (Beitrag 873297)
Man kann nicht gleichzeitig gut Penholder spielen und Shakehand spielen. [..] Bedenke dabei aber das deine Technik drunter leiden könnte (wird)!
:jaja:

Es geht mir ja nicht darum die gesamten Penholderschläge zu erlernen, weil das ist sicherlich totaler quatsch. Zwei Schläge in der Technik, da man sowieso gezwungen ist sehr risikohaft zu agieren in so einem Ballwechsel.
Wenn die Technik drunter leiden sollte, dann ist das natürlich nichts, aber bisher hab ich mir auch nur theoretische Gedanken darüber gemacht^^'

Cheftrainer 15.04.2007 01:50

AW: ungewöhnliches taktisches Mittel - gut oder schlecht?
 
Naja, ich würde es für Zeitverschwendung halten.

henrypijames 15.04.2007 13:41

AW: ungewöhnliches taktisches Mittel - gut oder schlecht?
 
Verrueckt ist die Idee gar nicht, sie ist nur schwer zu realisieren, weil der Trainingsaufwand sehr gross ist - zumindest mit der Trainingsmethodik von heute - und ggf. mit dem Erfolgschancen nicht im Verhaeltnis steht.

Tatsaechlich prophezeien aber schon seit laengere Zeit manche Experte - darunter der Chefredakteur von "tischtennis", Rahul Nelson, dass eine routinemaessiges Umgreifen in der Zukunft zur Standardtechnik gehoeren wuerde.

flatulenzio 15.04.2007 14:41

AW: ungewöhnliches taktisches Mittel - gut oder schlecht?
 
Hallo, zusammen!

Ich habe (ursprünglich zum Spaß) auch ein (chinesisches) Penholderholz in der Tasche. Wenn ich damit spiele bin ich eigentlich immer positiv überrascht, wie gut es klappt. Allerdings brauche ich zum Umstellen der Technik immer ein paar Minuten, in einem wichtigen Spiel würde ich da nix hin und her probieren...

Allerdings wird es mit etwas Training nicht komplizierter sein, als mit Noppen zu spielen und während dem Spiel zu drehen! Da muss man auch jeweils mit VH und RH mehrere Schlagtechniken beherrschen und flink umschalten können.

Und mal ganz ehrlich: Warum nicht?

Mach halt einfach, wenn Du damit Erfolg hast, mach's weiter - wenn nicht, lass es!

Der Erfolg wird Dir recht geben (oder nicht ;)), egal, was alle anderen meinen...

Gruß
Benny

Swany 16.04.2007 11:24

AW: ungewöhnliches taktisches Mittel - gut oder schlecht?
 
Zitat:

Zitat von Youkai (Beitrag 873242)
Ich weis ja nicht was das mit innovation zu tuhen hat sich 10 verschiedene möglichkeiten den schläger zu halten auszudenken und dan alle 10 in dem 11 punkte match benutzen damit der gegner verwirrt is ... da is nur dumm.

Deswegen soll er diese Technik (sofern er sie gut beherrscht) ja auch nur punktuell einsetzen - wie ich bereits schrieb und nicht den ganzen Satz mit Penholder durchspielen!

Zitat:

Ich mein ok wen man zumbeispiel sieht wie weit unten am griff einige leute den schläger halten ... da hat man klar nen viel weiteren radius den man allein mit dem gelenk beim topspin hat oder halt auch bei anderen schlägen aber man hat halt einfach zu wenig kontrolle ..... also warum nicht auf eins specialisieren ... allround ist in jedem sport immer falsch ... man muss einfach ein gebiet haben auf dem man top is und keine 2 oder mehr die man so halbwegs kann
Ich denke nicht, dass ein Allroundspiel, in der Sportart die man intensiv betreibt (nicht in 50zig Nebensportarten gleichzeitig), falsch ist, im Gegenteil. Wenn man alles kann hat man einfach mehr Lösungsmöglichkeiten. Ich denke ein A. Grubba ist dafür ein ganz gutes Beispiel. Er hat sicherlich selten einen Ball mit der linken Hand im Ballwechsel gespielt aber gekonnt hat er es vom Feinsten (Stichwort "Koordination").


Gruß, Swany

Todesnoppe 16.04.2007 11:52

AW: ungewöhnliches taktisches Mittel - gut oder schlecht?
 
Zitat:

Zitat von Muesli Bob (Beitrag 872775)
Ich würd sagen das kannste maximal machen wenn du 10:4 führst!

also wenn man es beim, 10:1 oder 10:2 macht, halte ich es für sehr unsportlich!

fox_tt 16.04.2007 14:51

AW: ungewöhnliches taktisches Mittel - gut oder schlecht?
 
Zitat:

Zitat von Todesnoppe (Beitrag 874423)
also wenn man es beim, 10:1 oder 10:2 macht, halte ich es für sehr unsportlich!

Genau. Sowas find ich auch höchst unsportlich.
Man würde sowas ja nur machen wenn man es beherrschen würde, sonst macht es keinen Sinn im Wettkampf und wenn man theoretisch davon ausgeht, dass der Gegner etwas überrascht sein wird, ist es wohl besser sowas in knappen Situationen anzuwenden. Wenn man es bringen würde, dann ist das etwas überraschendes mit dem der Gegner wohl am wenigsten rechnet und vllt auch erstmal verunsichert ist. Aber wie gesagt...alles Theorie da ich keine praktische Erfahrung hab und auch sonst niemanden kenne der sowas als takt. Mittel anwendet.
Man sagt ja nicht umsonst, dass man in knappen Situationen auch mal einen ganz anderen Aufschlag machen soll, den man vorher noch nicht gemacht hat. ;)

heisser Riese 16.04.2007 15:20

AW: ungewöhnliches taktisches Mittel - gut oder schlecht?
 
Ich würde die Sache auch unter dem "betriebswirtschaftlichen" Gesichtspunkt:
Aufwand - Nutzen sehen.
Um auch nur ein paar Bälle sicher mit einer anderen Schlägerhaltung zu beherrschen, muß man erhebliche Trainingszeit investieren. Um das dann erfolgreich im Spiel einsetzen zu können, muß man dann noch ein recht großes Schlagrepertoir zur Verfügung haben, da man nie sicher sein kann ob der Gegner US oder Topspin und VH oder Rh und kurz oder lang spielt. Das hieße, man müßte über längere Zeit parallel zu seinem normalen Training mindestens die gleiche Zeit investieren, um sicher von der durchaus erstrebenswerten Variabilität zu profitieren. Diese Zeit würde aber in zusätzliches Training zur Verbesserung der eigentlichen Fähigkeiten sicher besser investiert sein.

Bei uns hat ein zugegebenermaßen nicht allzu starker Spieler (allerdings KL unten hoch positiv) nach der Umstellung auf Penholder schlechter gespielt und auch nach "Rückumstellung" auf Shake-hand noch nicht sein altes Niveau erreicht.

Gruß von einem erfahrenen Trainer

Michael

henrypijames 16.04.2007 18:29

AW: ungewöhnliches taktisches Mittel - gut oder schlecht?
 
Zitat:

Zitat von heisser Riese (Beitrag 874559)
Um auch nur ein paar Bälle sicher mit einer anderen Schlägerhaltung zu beherrschen, [...]

Ein Punkt ist oft genug, um ein Spiel zu entscheiden, geschweige denn "ein paar Baelle". Ausserdem muss man unbedingt bedenken, dass das Drohpotenzial, in einer bestimmter Situation mit einer bestimmter Technik den Punkt zu einer grossen Wahrscheinlichkeit verbuchen zu koennen, noch viel, viel mehr Wert ist als dieser einer Punkt. Ist der Gegner so weit eingeschuechtert, dass er diese Spielsituation bewusst vermeidet, hat sich das Erlernen der Technik schon bezahlt gemacht, selbst wenn sie nie wirklich zum Einsatz kommt.

Beispiele dafuer gibt es zuhauf. Liu Guoliangs Penholder-Rueckseite revolutionierte das Penholder-Spiel. Tatsaechlich setzte er diese Technik nur durchschnittlich etwa einmal pro Satz ein. Noch seltener werden unter Profis lange Aufschlaege serviert, ueben tut es aber jeder einzelner.

Aehnlich ist es in anderen Sportarten. Rueckhand-Ueberkopfball gilt als die schwerte Technik im Tennis, und ein Spieler kommt im Schnitt seltener als einmal pro Match dazu. Doch zumindest bei den Herren gibt es kaum einen Topspieler, der ihn nicht beherrscht.

Gaebe es eine neue, realistisch beherrschbare Technik, mit der ein TT-Spieler pro Satz durchschnittlich einen halben Punkt mehr machen koennte, dann versichere ich, dass sich alle Profis darauf stuerzen wuerden. Ein jeder chinesischer Spieler wuerde ohne weiteres 100 Trainingsstunden fuer so eine Technik "bezahlen".


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