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Simon 01.10.2007 13:29

AW: Spielsystem 1. Bundesliga
 
Einen Tod muß man sterben. Entweder ist es für die Zuschauer in der Halle gut oder für Liveübertragungen.

Wenn die Verkürzung kommen sollte, dann wird mich kein Bundesligist mehr als Zuschauer in der Halle sehen.

Bundesliga ohne Doppel bedeutet aus meiner Sicht den Tod für die Liga. Man muss sich doch nur mal die Zuschauerzahlen der Championsleague anschauen. Da hat man zwar viel hochkarätigere Gegner, aber 3-er Mannschaft mit wenig Spielen tut sich kaum ein Zuschauer an.

Bin mir aber sicher dass so eine Regeländerung in der Bundesliga kommen wird, weil die Verantwortlichen doch sowieso nicht auf die Basis hören sondern nur machen was sie für richtig halten. Zuschauerzahlen werden in den Keller gehen, werdet es schon sehen.

Fastest115 01.10.2007 13:34

AW: Spielsystem 1. Bundesliga
 
Zitat:

Zitat von Dragonspin (Beitrag 969652)
Wo man den Schnitt ansetzt, da müsste man eben drüber nachdenken. Von mir aus könnte man überall auf 4er Teams umstellen, aber das ist wohl nicht durchsetzbar.
Ein 6:4 ist definitiv zu lange. Diese Partien dauern 4 Stunden, das tun sich wirklich nur absolute TT-Enthusiasten an. Ganz zu schweigen von einem 8:8 in der zweiten Liga.

Das Olympiasystem kann natürlich auch 3:0 ausgehen, das wäre schon arg kurz, aber damit müsste man leben. Ich halte das System für ganz gut, weil es eine hohe taktische Komponente hat und ein Spieler die Partie nicht zu stark dominieren kann.

Also nochmal die Frage: wieso sollte ein Spiel das an einem Tisch gespielt 3-2 ausgeht wesentlich kürzer sein als ein Spiel wo an 2 Tischen auch jeweils 5 Spiele stattfinden??? Das die Spiele jetzt solange dauern liegt daran, daß nach den Doppeln und nach den ersten 4 Einzeln erstmal ne lange Pause gemacht wird. Wenn diese Pausen wegfallen würden wäre das Spiel auch nicht länger....

stefan.s 01.10.2007 15:29

AW: Spielsystem 1. Bundesliga
 
Zitat:

Zitat von Dragonspin (Beitrag 969652)
Wo man den Schnitt ansetzt, da müsste man eben drüber nachdenken. Von mir aus könnte man überall auf 4er Teams umstellen, aber das ist wohl nicht durchsetzbar.
Ein 6:4 ist definitiv zu lange. Diese Partien dauern 4 Stunden, das tun sich wirklich nur absolute TT-Enthusiasten an. Ganz zu schweigen von einem 8:8 in der zweiten Liga.

Das Olympiasystem kann natürlich auch 3:0 ausgehen, das wäre schon arg kurz, aber damit müsste man leben. Ich halte das System für ganz gut, weil es eine hohe taktische Komponente hat und ein Spieler die Partie nicht zu stark dominieren kann.


Tischtennisspiele tun sich eh nur TT-Enthusiasten an. Zumal in der zweiten Liga oder tiefer.

Also für mich ist, wenn ich denn mal hingehe, ein 6:4 NIE zu lang, ein 8:8 auch NIE.
Ich könnte ja gehen, wenn ich keinen Bock drauf hätte.

Beim Tennis bspw. sind genau die Marathonmatches interessant, beim Fußball die Verlängerung etc.

Versteht es doch einfach mal: Es wird sich (in Deutschland) niemals eine nennenswerte Zuschauergemeinde für diesen Sport finden, die ihn nicht selbst betreibt.

Alle Regeländerungen bringen diesbezüglich nichts, machen den Sport für Eingeweihte aber immer uninteressanter, wie ich finde.

Also, ich bin für 6er Teams in der BULI, da sieht man dann mal ein paar neue Gesichter.

Daß die Bundesliga übrigens selbst ein Auslaufmodell ist, ist 'ne andere Sache.

Wenn die Topleute in der ProTour genug Kohle verdienen können, sieht's bald aus wie im Tennis.
Auch das ist o.k. und wertet den Sport eher auf.

Fastest115 01.10.2007 15:35

AW: Spielsystem 1. Bundesliga
 
Ach ja noch nen paar Nachteile des Olympiasytems für die Bundesliga

1. Da an einem Tisch gespielt wird hat man nix zu gucken wenn da gerade Pause ist zb Einspielen, Auszeit, Seitenwechsel usw. Jetzt kann man am Nachbartisch gucken

2. Das gleiche gilt wenn mal ein nicht so spannendes spiel ist dann kann man nicht einfach am anderen gucken. Manche gucken ja immer da wo es spa´nnender ist. ZB lieber am Tisch 2 bei 2-2 gucken als am Tisch 1 den ersten Satz da kann man ja hinwechseln wenn der 5. am Tisch 2 vorbei ist

3. Wenn der beste Mann an 1 gestellt wird macht er 2 Einzel. Brett 2+3 machen dann ein doppel und je ein Einzel gegen den 1er des Gegners. Brett 1 spielt nie gegen Brett 1

4. Eine Mannschaft hat am Ende nen Vorteil weil Brett 1 erst gegen 2 oder 3 spielt und das zuerst Zählt. also gewinnt man evtl 3-1 wo man umgekehrt gespielt nur 3-2 gewonnen hätte

5. Es gibt kein Unentschieden....Wenn 2 Mannschaften wirklich mal gleichwertig sind wäre es gut wenn das möglich ist, oder?

Frank Schmidt 01.10.2007 15:49

AW: Spielsystem 1. Bundesliga
 
Zitat:

Zitat von Simon (Beitrag 969920)
Einen Tod muß man sterben. Entweder ist es für die Zuschauer in der Halle gut oder für Liveübertragungen.

Ich freu mich schon auf die 10 Stunden Live-Übertragung der Damen-Bundesliga pro Woche.

Aber im Ernst: wird drauf hinauslaufen, dass noch weniger Leute in die Halle kommen und es im Fernsehen keine 2 Minuten zu sehen geben wird. Aber wie man hört, sind Spiele die 3,5 Stunden dauern den Zuschauern angeblich zu langweilig - wobei ich bei unseren 300 Zuschauern beim Saisonauftakt gegen Böblingen eigentlich keinen gesehen habe, der während des Spiels eingeschlafen ist.
Spiele die nach 40 Minuten 0:3 stehen und bei denen dann noch zwei weitere Einzel gespielt werden, sind da natürlich viel interessanter als wenn es 4:4 steht und an Spannung kaum noch zu überbieten.

Ich hoffe inständig, dass der Antrag auf 3er Mannschaften generell abgelehnt wird. Keine andere Sportart prostituiert sich fürs Fernsehen so wie Tischtennis es zurzeit plant.

stefan.s 01.10.2007 16:16

AW: Spielsystem 1. Bundesliga
 
Zitat:

Zitat von Frank Schmidt (Beitrag 969996)
Ich hoffe inständig, dass der Antrag auf 3er Mannschaften generell abgelehnt wird. Keine andere Sportart prostituiert sich fürs Fernsehen so wie Tischtennis es zurzeit plant.

So ist's, wobei ja fast schon wieder lustig ist, daß das Ganze ohne jede Ausicht auf Erfolg ist.

Vielleicht bezahlt man ja bald wieder...

Fastest115 01.10.2007 16:41

AW: Spielsystem 1. Bundesliga
 
Ja soll man doch nur noch Einermannschaft machen. An einem Spieltag stellt jeder verein der Buli einen Spieler: jeder spielt gegen jeden und man ermittelt an einem Tag den Mannschaftsmeister. Das kann man dann komplett übertragen.

Meine Herren....Eine Mannschaft sit eine Mannschaft und wenn die nur aus 2-3 Spielern am Ende besteht sollte man sich wirklich überlegen ob man das ganze dann noch als Mannschaft bezeichnen soll....

Dragonspin 01.10.2007 19:05

AW: Spielsystem 1. Bundesliga
 
Zitat:

Zitat von Fastest115 (Beitrag 969986)
1. Da an einem Tisch gespielt wird hat man nix zu gucken wenn da gerade Pause ist zb Einspielen, Auszeit, Seitenwechsel usw. Jetzt kann man am Nachbartisch gucken

Wo guckst Du denn bei anderen Sportarten hin, wenn gerade mal der Ball nicht im Spiel ist? Wenn die Tennisspieler die Seiten wechseln? Wenn die Schwimmer noch nicht im Wasser sind?

Zitat:

4. Eine Mannschaft hat am Ende nen Vorteil weil Brett 1 erst gegen 2 oder 3 spielt und das zuerst Zählt. also gewinnt man evtl 3-1 wo man umgekehrt gespielt nur 3-2 gewonnen hätte.
Das gleicht sich wieder aus, da jede Mannschaft einmal Heimrecht hat.

Zitat:

5. Es gibt kein Unentschieden....Wenn 2 Mannschaften wirklich mal gleichwertig sind wäre es gut wenn das möglich ist, oder?
Wieso? Gibt es doch im Einzel auch nicht.

Dragonspin 01.10.2007 19:11

AW: Spielsystem 1. Bundesliga
 
Zitat:

Zitat von stefan.s (Beitrag 969981)
Tischtennisspiele tun sich eh nur TT-Enthusiasten an. Zumal in der zweiten Liga oder tiefer.

Fragt sich nur wieso? Vielleicht weil es einfach zu lange ist... die Erfahrung habe ich schon im privaten Bereich gemacht, weil so ne 8:8 Partie trotz aller Spannung nicht zu ertragen ist. Die Leute sitzen sich ja Dekubiti.

Zitat:

Also für mich ist, wenn ich denn mal hingehe, ein 6:4 NIE zu lang, ein 8:8 auch NIE. Ich könnte ja gehen, wenn ich keinen Bock drauf hätte.
Es ist definitiv zu lange, wenn Du versuchst Nachwuchsspieler für unseren Sport auch als Zuschauer zu gewinnen. Und darin sehe ich durchaus auch einen Sinn der Nachwuchsarbeit.

Zitat:

Beim Tennis bspw. sind genau die Marathonmatches interessant, beim Fußball die Verlängerung etc.
Fußball ist trotz Verlängerung in einem ertragbaren zeitlichen Rahmen.

Zitat:

Versteht es doch einfach mal: Es wird sich (in Deutschland) niemals eine nennenswerte Zuschauergemeinde für diesen Sport finden, die ihn nicht selbst betreibt.
Ich wäre froh wenn wir schon eine Zuschauergemeinde für unseren Sport hätten, für die sich die Mehrzahl derjenigen begeistert, die selbst spielt.

Rudi Endres 01.10.2007 20:28

AW: Spielsystem 1. Bundesliga
 
Zitat:

Zitat von stefan.s (Beitrag 969981)

Versteht es doch einfach mal: Es wird sich (in Deutschland) niemals eine nennenswerte Zuschauergemeinde für diesen Sport finden, die ihn nicht selbst betreibt.
Wenn die Topleute in der ProTour genug Kohle verdienen können, sieht's bald aus wie im Tennis.
Auch das ist o.k. und wertet den Sport eher auf.

Wenn man davon überzeugt ist, kann man die Internetübertragungen der DTTL und die Zusammenfassungen im DSF einstellen. Die bisherigen Zuschauerzahlen rechnen sich nicht.
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Die Entwicklung wird vermutlich, wie im Tennis verlaufen.
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Mir persönlich dauern die Spiele zu lange. Der Tag ist gelaufen.


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