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Lucius 27.11.2010 11:43

AW: Die Mathematik hinter der 50 Punkte Regel
 
Man kann das Spiel noch weiter treiben. Bei dem System gibt es ja keinen Nullpunkt. Auch wenn dies in der Praxis wohl nicht vorkommen wird, kann in der Theorie ein Spieler auch einen TTR-Wert von -50 haben. Davon 2% sind -1???

Eine Regel in einem mathematischem System muss aber grundsätzlich bei allen Eventualitäten funktionieren, sonst ist sie unlogisch.

ERGEBNIS: Eine %-Regel ist unlogisch.

Man muss hier auch in der Entstehung unterscheiden. Die TTR-Bewertung wurde lange ausgetüfftelt und in vielen Varianten durchgetestet und funktioniert daher hervorragend.

Dagegen wurde die 2%-Regel allein vom BTTV in sehr kurzer Zeit mal so festgelegt, ohne dass hierfür bereits irgendwelche Erkenntnisse vorlagen. Deshalb sehe ich die schnelle Korrektur absolut nicht kritisch, sondern genau im Gegenteil. Man hat bewiesen, dass man schnell und sinnvoll reagiert.

Lucius 27.11.2010 12:30

AW: Die Mathematik hinter der 50 Punkte Regel
 
Zitat:

Zitat von Benjy (Beitrag 1961172)
Das "letzte" Spiel ist bei euch immer viel entscheidender als die paar davor, ist euch das schon mal aufgefallen? Der TTR bildet sich aus den Vergangenen 5 Jahren (wobei zu 90% aus dem letzten Jahr).

Nicht nur bei uns. Das letzte Spiel ist das einzige wo man einen exakten TTR-Wert hat. Ist es das vorletzte Spiel ist dies in der Bewertung nur noch mit ca. 90% drin, das drittletzte dementsprechend weniger.

Die "zu 90% aus dem letzten Jahr" sind daher sehr pauschalisiert.

aleol 27.11.2010 12:53

AW: Die Mathematik hinter der 50 Punkte Regel
 
Mathematisch wurde ja alles schon schön erklärt. Als Nicht-Mathematiker erscheint mir die Erklärung von Variatio und Lucius auch plausibel.

Dazu kommt: Alle Spieler haben ja anfangs erstmal einen Ausgangswert auf Grundlage der Liga bekommen, der ja mehr oder weniger beliebig ist. Da hätte man auch sagen können: Der schwächste Spieler erhält den Wert 0.
Dann wäre die gesamte Skala nach unten gerutscht, und plötzlich wären die Prozent-Differenzen zwischen zwei Spielern ganz anders als bei den jetzigen Werten. Erscheint mir unlogisch.

Das Mannschaften aus oberen Ligen nun "strenger" behandelt werden, könnte einem natürlich auf den ersten Blick so vorkommen, weil es in den utneren Klassen sicherlich deutlich mehr Mannschaften gibt, die die Toleranz ausnutzen können. Das liegt aber dann wohl eher daran, dass durch die hohe Anzahl oder Dichte der Spieler natürlich auch die Spielstärken deutlich dichter beieinanderliegen als im Spitzenbereich.

Variatio 27.11.2010 13:03

AW: Die Mathematik hinter der 50 Punkte Regel
 
Zitat:

Zitat von aleol (Beitrag 1961633)
Das liegt aber dann wohl eher daran, dass durch die hohe Anzahl oder Dichte der Spieler natürlich auch die Spielstärken deutlich dichter beieinanderliegen als im Spitzenbereich.

Das stimmt - vor allem in der Spitze ist die Dichte sehr gering. Da hat es natuerlich vor allem Timo Boll schwer: Er bekommt durch seinen grossen Vorsprung fuer jeden seiner vielen Siege nur wenig Punkte, und Niederlagen hauen rein. Naja, da muss er durch, er wird es verschmerzen ... ;)

Krulemuck 27.11.2010 16:54

AW: Die Mathematik hinter der 50 Punkte Regel
 
Zitat:

Zitat von Variatio (Beitrag 1961527)
Du sagst: Ein konstanter Abweichungswert (z.B. 50) skaliert nicht mit dem Spielstaerkewert, also werden Spieler unterschiedlicher Spielstaerke unterschiedlich durch den Abweichungswert 'bewertet'.
Deine Prozent-Beobachtung ist korrekt, der Schluss aber falsch.

Äh NEIN!
Ich weiß nicht wo du das lesen willst?

Ich sage, die 2% Regel ist Bullshit.
Warum? Weil 2% für jeden Spieler in Abhängigkeit von seinem aktuellen TTR ein anderer absoulter Wert sind!

Tom Bauer mit einem TTR von 1.000, würde mit der 2% Regel 20 Punkte Toleranz kriegen.
Timo Boll mit einem TTR von 2.700 würde eben 54 Punkte bekommen.

Also ist die 50 Punkte Regel erstmal viel fairer, weil für alle gleich, und sie ist für fast alle weniger streng. Timo hat eben Pech gehabt, er wird um 4 Punkte beschissen. Zum Glück wird in seiner Klasse nach Gehalt aufgestellt, und nicht nach TTR.

So und nun aber gut, wir meinen eh alle das gleiche so wie es aussieht... :D

Krulemuck 27.11.2010 16:57

AW: Die Mathematik hinter der 50 Punkte Regel
 
Zitat:

Zitat von Lucius (Beitrag 1961549)
FAZIT: Es ist NICHT SO, dass durch die 50-Punkte-Regel Spieler in hohen Klassen benachteiligt werden, sondern KORREKT IST, dass mit einer %-Regel die niedrigeren Klassen benachteiligt werden würden.

Siehe oben. Düsseldorf darf bei der Aufstellung weniger "Tricksen" als Deppendorf. Egentlich war das ja als Scherz gedacht, aber... Internetforen eben...

Lucius 27.11.2010 17:39

AW: Die Mathematik hinter der 50 Punkte Regel
 
Zitat:

Zitat von Krulemuck (Beitrag 1961785)
Timo hat eben Pech gehabt, er wird um 4 Punkte beschissen.

Dies ist nicht korrekt. Nach der 2%-Regelung gilt der TTR des nachfolgenden Spielers. Timo würde also nur um 4 Punkte schlechter kommen wenn einer vor ihm mit über 2750 TTR wäre. Is aber grad keiner da.

Also müsste man von C. Süß ausgehen und da ist es Wurst ob 50 oder 52 Punkte ;) :D

ERGO: ALLE sind mit 50 Punkten besser gestellt. ;)

PS: Düsseldorf liegt momentan gar nicht in Bayern ...

kesseldorz 27.11.2010 17:50

AW: Die Mathematik hinter der 50 Punkte Regel
 
Zitat:

Zitat von Fastest115 (Beitrag 1960396)

Den perfekten Wert gibt es aber nicht. Es sind immer Fehlerquellen drin. Diese sind dann mit einer Toleranz abzugleichen. Nur je weniger fehlerquellen es gibt desto geringer muss die Toleranz werden.

ohne mich mit dem System genau auseinandergesetzt zu haben; mNn geht es nicht um Fehlertoleranzen, sondern um normale Varianz im Sport (Zufall und Tagesform) und daneben auch um tatsächliche Spielstärkenveränderungen;

Variatio 27.11.2010 18:29

AW: Die Mathematik hinter der 50 Punkte Regel
 
Zitat:

Zitat von Krulemuck (Beitrag 1961785)
So und nun aber gut, wir meinen eh alle das gleiche so wie es aussieht... :D

Scheint so! ;)

kesseldorz 27.11.2010 19:41

AW: Die Mathematik hinter der 50 Punkte Regel
 
na ich weiss nicht; ich denke Krulemuck wird weiterhin etwas in prozentuale Abweichung hineininterpretieren wollen wo es nichts zu interpretieren gibt ("strengere Behandlung")


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