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Alt 16.01.2009, 11:51
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Zitat:
Zitat von Breaker3 Beitrag anzeigen
Der Mensch ist nicht von Grundauf gut, wie es die Humanistische Psychologie behauptet. Das ist eigentlich die Größte Lüge, auf die ein Mensch reinfallen kann. Der Mensch ist nun mal von Grund auf schlecht und lernt, sich gut zu benehmen (wenn er es lernen würde).
Eine heute geradezu atemberaubende These - nicht neu (Hobbes, 'Leviathan': 'der Mensch ist des Menschen Wolf') aber heute nicht mehr so gerne gesehen. Die Rousseausche Variante: (Emil oder über sie Erziehung: 'der Mensch ist von Grund auf gut') führt in wesentlich weniger Aporien:

Wie kann denn der Mensch, der von 'Grund auf' schlecht ('böse' wäre besser) ist, sich 'gut' benehmen?
Wie gewinnt er den Begriff von 'gut'? Wie also kann er 'gut' und 'schlecht ('böse') unterscheiden?

Die Kategorie des 'Guten' ist überhaupt nicht legitimierbar, auch und gerade nicht durch z.B. den Selbsterhaltungstrieb.

Außerdem ist natürlich schon die 'Vorstellung' eines qua Geburt 'schlechten' Wesens, welches in ein 'gutes' Korsett gezwungen werden muss, eine zutiefst religiöse Vorstellung und mithin Begründung und 'Erfolgsgarant' der großen Religionen überhaupt.

Deshalb wird die Kategorie des 'Guten' eben oktroyiert.

Und ganau das machen die hier besprochenen Parteien, und zwar rigoros und ohne Rücksicht auf Verluste.

Geändert von stefan.s (16.01.2009 um 12:02 Uhr)
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