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Alt 16.01.2009, 14:37
kleiner_fisch kleiner_fisch ist offline
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AW: DTTL|1.Bundesliga: Spielerkarussell 2009/2010 - Wechsel, Gerüchte, Spekulationen

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Hier der Artikel vom August:

Ovtcharov: „Das ist meine letzte Saison in Deutschland“

Tischtennis-Silbermedaillengewinner wechselt 2009 wahrscheinlich nach Belgien / Interview mit dem Ex-Tünderaner
Tischtennis. Dimitrij Ovt-charov hat in Peking vor allem durch seine mitreißenden Kämpfe gegen den Weltranglistenersten Wang Hao (China) und Japans Spitzenspieler Kana Yo für Furore gesorgt und sensationell mit seinen Düsseldorfer Teamkameraden Timo Boll und Christian Süß olympisches Silber für Deutschland geholt. Jetzt stand der knapp 20-Jährige in seinem Elternhaus in Tündern Dewezet-Mitarbeiter Rolf Henning Schnell Rede und Antwort zu seinem größten sportlichen Erfolg und zu seinen Zukunftsplänen.

Dimitrij Ovtcharov, mit welchen Erwartungen sind Sie eigentlich nach China gereist?

Wir wussten, dass die Japaner und Südkoreaner, vor allem aber die Chinesen, sehr stark sind. Deshalb hätten wir uns auch schon über eine Bronzemedaille gefreut. Umso größer war natürlich die Freude, dass es sogar bis ins Finale reichte.

War Olympiasieger China wirklich unbezwingbar?

Die Spieler aus dem Reich der Mitte mit ihrem Topspieler Wang Hao hatten nicht nur den Heimvorteil auf ihrer Seite, sondern auch ein phantastisches Publikum im Rücken. Dagegen war kein Kraut gewachsen. Aber sie sind für mich altersmäßig schon ein Auslaufmodell. Mal sehen, was die nächste Generation an die Platte bringt. Und man kann davon ausgehen, dass bei 20 Millionen Spielern die Lücke ganz schnell wieder geschlossen wird.

Das Spiel gegen Japans Nr. 1, Kana Yo, haben Sie als bestes Spiel ihrer bisherigen steilen Karriere bezeichnet. Nur weil Sie 3:2 gewonnen haben?

Es war wirklich ein Klassespiel, mit tollen Ballwechseln und bis zum Schluss ein Krimi. Die Zuschauer haben vor Begeisterung getobt.

Nach dem neuen Reglement werden Sie bei Borussia Düsseldorf an Nr. 1 spielen, um dem eingespielten Team Boll/Süß den Weg für das Doppel freizumachen. Wie gefällt Ihnen diese Position?

Ich komme auch mit der Rolle des Spitzenspielers sehr gut klar, obwohl der Druck größer wird. Aber als Weltranglisten-Vierzehnter brauche ich in Deutschland eigentlich keinen Gegner zu fürchten.“

Wie lange schlagen Sie noch für den Deutschen Meister auf?

Es wird meine letzte Saison bei der Borussia sein. Mit 80-prozentiger Sicherheit wechsele ich zum Saisonende zum 29-fachen belgischen Landesmeister und fünffachen Europapokalsieger Royal Vilette Charleroi, um dort an der Seite von Vladimir Samsonov und Jean-Michel Saive zu spielen. Trainieren werde ich aber weiter in Düsseldorf.

© Dewezet 26. August 2008


... und er wechsel doch... DTTL News.

Ovtcharov wechselt nach Charleroi
TT-Shootingstar unterschreibt für drei Jahre bei Europas Top-Club

Der deutsche Jungnationalspieler und zweifache Mannschaftseuropameister Dimitrij Ovtcharov wechselt nach der laufenden DTTL-Saison 2008/09 von Borussia Düsseldorf zum fünffachen Champions-League-Sieger La Villette Charleroi.

Ovtcharov unterschrieb beim belgischen Serienmeister einen Vertrag bis 2012. Als Gründe für den Wechsel gab der in der Ukraine geborene deutsche Nationalspieler vor allem die geringere Anzahl an Einsätzen an. Der Silbermedaillengewinner von Peking wird in Belgien deutlich weniger Partien für seinen Verein bestreiten, wie derzeit für den Deutschen Rekordmeister Borussia Düsseldorf. „Ich muss in Charleroi nur rund halb so viele Spiele absolvieren wie bisher in Düsseldorf. Das verschafft mir mehr Freiraum, mich auf meine internationalen Aufgaben vorzubereiten. Letztendlich hat das neben den guten finanziellen Konditionen den Ausschlag für meinen Wechsel gegeben“.

Ovtcharov erhofft sich dadurch mehr Zeit für Regenerationspausen, die er als junger Spieler zur optimalen Trainingssteuerung über das gesamte Jahr hinweg benötigt. Durch die Vielzahl an Einsätzen im Turnierkalender 2008, wirkte der 20-jährige gegen Ende des Jahres etwas überspielt. Derzeit beinhaltet der Tischtennisjahreskalender rund 300 Termine im Jahr.

Andreas Preuss, Manager von Borussia Düsseldorf bedauert den Wechsel des Shootingstars der Tischtennisszene sehr: „Wir sind finanziell bis an unsere Schmerzgrenze gegangen, aber irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem es einfach nicht mehr geht. Das Angebot aus Belgien war nicht zu schlagen.“ Ein Nachfolger für Dimitrij Ovtchjarov bei Borussia Düsseldorf steht noch nicht fest. Derzeit stehen beim Deutschen Rekordmeister neben Dimitrij Ovtcharov Deutschlands Topstar Timo Boll sowie Christian Süß und der junge Portugiese Marcos Freitas unter Vertrag.
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