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Alt 06.02.2011, 22:30
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AW: Warum spielt Wang Xi noch nicht für Deutschland?

Wer ist "man"?

Ich würde mal drauf tippen, dass eine Umfrage bei allen aktiven TT-Spielern ergäbe, dass Wang Xi höchstens eine handvoll kennen. Selbst die aktuellen Nationalspieler kriegen lange nicht alle zusammen. Nach Boll und mit Einschränkungen Süß/Ovtcharov wird es dann oft schon sehr dünne.

Unabhängig davon, dass ein Wang Xi in sportlicher Hinsicht ein Bereicherung wäre, egal ob er nun die Nummer zwei oder sechs wäre, wird die Akzeptanz eines Nationenwechsels in der aktuellen Debatte gering ausfallen. Sportlich kann der DTTB aber auch schon von der Anwesenheit als Sparringspartner profitieren (vorausgesetzt Wangs Verband legt kein Veto ein).

In Deutschland, sowie in der Sportpolitik, herrscht eine angespannte, sicherlich auch künstlich gesteigerte Spannung, was das THema Integration etc. betrifft. Auch der DTTB äußerte sich in den letzten Jahren wiederholt kritisch in Bezug auf Nationenwechsel und Pseudostaatsbürgerschaften. Dass wir mit Lulu und Dudu dabei auch vorne mitschwimmen ist aber was gaaaaanz anderes. Der Wille sich in eine Gesellschaft zu integrieren, dabei muss noch nicht einmal der eigene kulturelle Geist aufgegeben werden, muss jedoch vorhanden sein und nachprüfbar. Hirunter zählt unter anderem das Erlernen der Landessprache.

Hier hat Wang Xi offenbar noch deutliche Defizite, was spätestens bei Raab aufgefallen ist. Dies ist aber für seine Arbeit auch kein Problem, denn er spielt in einem internationalen VErein (Schweden und Chinesen (Meng und Wang)). Es sei an dieser Stelle an Ma Wenge, ehemaliger chinesischer SPitzenspieler (inkl. WM- und Olympiamedaillen (für die jüngeren hier )) erinnert. Er spielt rund zehn Jahre pder gar noch länger in verschiedenen deutschen Vereinen. Dies tat er auch immer mit ansehnlichem Erfolg. Trotzdem schien er sich nie "zu Hause" zu fühlen, hatte wohl bis zu Letzt seine Mühen mit der deutschen Sprache (Quelle: tischtennis), etc. Nach dem Auslaufen seiner aktiven Karrieren zog es ihn schnellstmöglich zurück nach China.

Überdies stellt sich bei Wang Xi noch die Frage nach der Zukunft im chinesischen Tischtennis selbst. Sicher steht er spielerisch nicht in der ersten, ja vielleicht nicht einmal in der zweiten GArde, aber aufgrund seines Spielsystems ist er bestimmt ein wichtiger Trainingspartner (wenn ich mich nicht täusche war er doch sogar der Joo Se Hyuk-Klon?)

Um meinen Post zusammenzufassen: Wang kann gerne eingebürgert werden, aber bitte nach dem Maßstab einer normalen Einbürgerung (siehe: http://www.bundesregierung.de/Webs/B...uergerung.html ). Gut fände ich es trotzdem, wenn Spieler eines Formats Wang Xi in irgendeiner Form dem deutschen Tischtennis erhalten blieben. Ob und wie dies schon gemacht wird, weiß ich nicht. HIer böten sich insbesondere Trainertätigkeiten an. Denn schließlich heißt von den Chinesen lernen, von den besten lernen.
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