Zitat:
Zitat von klugscheisser
zumal sehr viel in dem Entwurf eigentlich selbstverständlich sein sollte.
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sehr viel vielleicht.
Aber mit Sicherheit nicht 100 %.
Zu Punkt 1: Interessenskonflikte vermeiden
Die Verhaltensregeln sollen für alle Mitarbeiter (gemäß Definition: „alle gewählten,
berufenen und ehrenamtlich tätigen Fachwarte des BTTV“) und
damit für alle Fachwarte im BTTV – auch auf Kreisebene- ratifiziert werden.
Alle Fachwarte führen ihre Tätigkeit als Ehrenamt, ohne Entgelt, zum Wohle des Sportes aus.
In der heutigen Gesellschaft ist es immer schwieriger Personen für ehrenamtliche Tätigkeiten, sei es innerhalb von Vereinen oder Verbänden zu finden.
Derartige Verhaltensregeln verstärken meiner Meinung nach diesen Trend.
Sehr oft sind die Fachwarte auf Kreisebene, auch diejenigen die auf Vereinsebene Ämter inne haben.
Hier sehe ich sehr wohl die Gefahr, dass außenstehende Dritte einen „Interessenskonflikt“ wittern und entsprechende Maßnahmen einleiten könnten.
Und das soll ich mir in einem Ehrenamt antuen ?
Aus meiner Erfahrung-( > 15Jahre Vereinsfunktionär ; > 10 Jahre Fachwart) – gab es auf Kreisebene keinerlei „Vorteilsnahmen“, die derartigen
Verhaltensregeln erforderlich machen würde. Alle erforderlichen Entscheidungen mit Gefahr von Interessenskonflikten wurden in Mehrheitsentscheidungen durch den Fachbereich entschieden.
Materielle und finanzielle Vorteile aus einem Ehrenamt auf Kreisebene sehe ich für nicht gegeben.
Zu Punkt 2: Loyalität gegenüber Verband
Zitat Verhaltenskodex: „Die Mitarbeiter unterlassen alle Maßnahmen…. die den Interessen des BTTV entgegenstehen…“
Was ist die Intention derartiger Forderungen/Formulierungen ?
Wo fängt man an, wo hört man auf ?
Als mündiger Bürger, möchte und werde ich mich – auch als Amtsträger (Fachwart) – kritisch mit Verordnungen, Entwürfen, Entscheidungen jeglicher Art des Verbandes auseinander setzen.
Das ist meiner Meinung auch Sinn und Zweck derartiger Ämter, schließlich vertreten die Fachwarte die Interessen der Vereine und nicht die des BTTV.
Aus gegebenen Anlass (siehe aktuelle Beiträge/Fälle aus dem Forum):
1.Bayerischer Tischtennisverband verklagt Kreisjugendwart vor Sportgericht wegen fehlender E-Mailadresse
2.Der BTTV als Reaktion auf eine Entscheidung des Verbandsgerichtes keine Anträge gemäß I.1-WO bis Saisonende mehr bearbeitet
3.Sportgerichtsverfahren gegen Herren, Jugend- und Bambinimannschaften eingeleitet, aufgrund Ausrichtung von Pokal-/Punktspielen am Buß- und Bettag
sehe ich die Erfordernis die Interessen der Vereine zu vertreten – und damit zwangsläufig ab und an den „Interessen des BTTV entgegenstehen“-
als essentiell an !
Mir drängt sich leider auch immer mehr der Eindruck auf, dass konstruktives und damit zwangsläufig auch kritisches Hinterfragen seitens der Basis nicht mehr erwünscht ist.
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Meinung anderer Fachwarte gewünscht
Mich würde an dieser Stelle die Reaktion der anderen Fachwarte zu o.g. Verhaltenskodex interessieren.
Der Kreis in dem auch ich als Fachwart tätig bin, hat den seinerzeit vorgelegten Verhaltenskodex/Ethikregeln
einstimmig abgelehnt.
Unabhängig davon wurde am Verbandsausschuss des BTTV endgültig die Einführung des Verhaltenskodex jetzt beschlossen.
Sehen das alle anderen Kreise anders und gehen konform mit dem Verbandsausschuss BTTV und dem Verhaltenskodex ?
Quo vadis BTTV ?
Seit ihr Euch der Tragweite derartiger Entscheidungen bewusst ?