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Zitat von wabe
Hier gilt es vielleicht anzumerken, dass keine Wissenschaft in so kurzer Zeit so viele widersprüchliche Erkenntnisse liefert wie die Gehirnforschung. Vorsicht ist hier sehr angebracht. Was heute richtig zu sein scheint kann morgen schon wieder falsch sein. Das geht schnell.
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Kannst du Beispiele nennen?
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Und die Größe eines Hirnareals ist noch lange kein Indiz für die Qualität. Im 19. Jahrhundert gab es mal ein sehr spannendes Werk in diesem Bereich. "Der physiologische Schwachsinn des Weibes". Dort wurde sehr schlüssig "bewiesen", dass Rauen im Schnitt deutlich weniger Gehirnmasse haben und daher schon deshalb einfach nicht so intelligent sein können wie Männer. Irgendwie erinnert mich die Analogie "Größere Gerhirnregion = Besser" immer an dieses Buch.
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Die Untersuchungen im 19. Jahrhundert hatten nichts mit Hirnforschung zu tun.
Echte Hirnforschung erfolgt erst seit ca. 10 Jahren, weil erst jetzt die technischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen.
Ich bitte, hier kein Einbildungswissen zu verbreiten. Es gibt Leute, die sich seit Jahren intensiv mit diesen Themen beschäftigen. Wer sich nicht intensiv damit beschäftigt, sollte sein Unwissen nicht als Realität verbreiten.
Die angegebenen Forscher zeigen auch auf, mit welchen Testverfahren die Erkenntnisse gewonnen wurden. Man kann also nachvollziehen, ob alle möglichen Aspekte beachtet wurden.
Manfred Spitzer zeigt z.B., wie sich die Hirnregion, die für die Finger von Violinisten zuständig ist, durch intensives Training vergrössert. Die Intensität, mit der eine Sache trainiert wird, sorgt dafür, dass sich die Region im Gehirn, die genau für diese Tätigkeit zuständig ist, durch intensive Übung erweitert. So wie das Fingerspitzengefühl der Musiker sich durch die Übung verbessert, verbessert sich auch das Ballgefühl bei Tischtennisspielern durch intensives Training. Ballgefühl ist daher eine Sache von Training, nicht ein gottgegebenes Talent.