Zitat:
Zitat von Funzel
ich denke, dass ein Sport ohne breite Basis nicht wirklich "echt" ist. (So ganz passt aber selbst das nicht, denn z.B. mit dem Super Bowl in den USA - den ich sehr gerne verfolgen darum geht es nicht - haben wir eines der weltweit größten Sportvents, ohne dass an einer entsprechenden großen Basis der Sport ausgeübt wird - oder irre ich mich da?)
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Ja ich denke da besteht ein sehr großer Irrtum. Auch wenn ich persönlich dem Football wenig abgewinnen kann, muss man doch sehen, dass er eine der vier großen Sportarten der USA ist. Daraus ergeben sich Mannschaften an fast jeder Highschool und College. Ein ausgebautes System von Sportstipendien sorgt dafür den Nachwuchs. Sportstipendien sind sehr viel reichhaltiger als akademische. So langsam regt sich auch in den USA der Verdacht, dass man auch mehr akademische Anreize setzen muss.
Das klassisch deutsche Vereinswesen gibt es in den USA nicht, aber sind die Kreis- / Bezirksklassen in Deutschland wirklich die Basis des Leistungsports. Sportlich sicher nicht und wenn man ehrlich ist interessiert sich der Großteil dieser "Basis" doch überhaupt nicht für den Leistungssport. Die wissen nicht wie lange die ein durchschnittlicher Ballwechsel geht. Wenn man jetzt also versucht den Sport auf diese Art und Weise attraktiver machen will, dann bekommen die das nicht mal mit.
Schauen wir beim TT mal über die Landesgrenzen z.B. nach China, dann findet man da die entsprechende "Basis" auch nicht.
Zitat:
Zitat von Funzel
Umgekehrt ist ein "erfolgreicher" Leistungssport immer auch Motor für neue Anfänger - sofern das auch medial transportiert wird.
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Genau da liegt doch das Problem beim TT. In den USA kennt fast jeder Schüler bekannte Football Spieler. Wie sieht das beim TT unter den deutschen Schülern aus?
Zitat:
Zitat von Funzel
Wenn man sich mal dies hier ansieht dann wird man auch schon mal ratlos:
https://www.youtube.com/watch?v=_vSdCSrYHbU
J-O Waldner, O. Nemes und G. Rebmann (ATSV Saarbrücken) 1986 fast 8 Minuten im Sportstudio. Zu einer Zeit, als wir national bei weitem nicht so in der Weltspitze vertreten waren wie heute, das Spiel (wie ich finde) nicht so attraktiv für den Zuschauer war wie heute und die Präsentation insgesamt unserer Sportart sicher nicht besser war als heute, so dass es auch hier keine einfache Erklärung und keine entsprechend klare Marschrichtung für die Zukunft geben dürfte.
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Oh doch es gibt da eine sehr einfache Erklärung. Beim ZDF (ebenso wie beim ARD) hat eine Fokussierung auf wenige Sportarten stattgefunden. Da spielt es dann keine Rolle mehr, ob Tischtennis zeitlich begrenzt ist oder die Bedeutung des Spins dem Laien nicht ganz trivial zugänglich ist.