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Alt 09.01.2019, 15:00
BlinderBarmer BlinderBarmer ist offline
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AW: Apocalypse now? Oder wie der Kapitalismus und wir alle den Bach runtergehen

Zitat:
Zitat von Fozzi Beitrag anzeigen
Eigentlich mögen Derivate und Leerverkäufe einen Sinn haben. Dieser wurde inzwischen allerdings überwiegend zweckentfremdet.
Außerdem kann man den Sinn, nämlich eine Versicherung, eben auch genau so abbilden und braucht dazu die Börse nicht.
Die Frage war ja nach dem Sinn von Leerverkäufen und Derivate. Dass die unter Umständen sachfremd eingesetzt werden, ist ja was anderes.
Im Endeffekt ist selbst ein Bankkredit ein Leerverkauf des Einkommens des Kreditnehmers an die Bank.
Geld, das man noch nicht hat, aber 'voraussichtlich' bekommt, und für das man schon was kaufen kann.

Zitat:
Genau wie Unternehemnsbeteiligungen auch nicht zwingend einen Börsenhandel benötigen.

Kurz gesagt aus meiner Sicht: Die Börse braucht man aus gesellschaftlicher Sicht nicht. An den seltenen Stellen, wo Börse positive Dienste tut, gibt es gute Alternativen. Die wenigen guten Aspekte der Börse werden längst und um ein vielfaches von Geschwüren überwuchert.

Letztendlich kann ich mir vorstellen, dass man zumindest eine Reglung finden kann, die langfristiges Engagement fördert und kurzfristiges zügelt. Eben eine Rückkehr zum eigentlichen Zweck.
Ich verstehe nicht, wo die Börse einen Unterschied zu einem Markt hat, außer dass man nicht rumlaufen muss, um Preise zu vergleichen.
Natürlich braucht man für den Aktienverkauf keine Börse, aber das war doch früher nicht besser und billiger, als man seinen Bankberater angerufen hat und der andere Bankberater angerufen hat, ob die eventuell jemanden kennen, der genau diese Aktien haben möchte.
Das war doch damals nicht billiger, oder einfacher.

Zitat:
Ich weiß die genau Zahl und die genaue Aufteilung nicht mehr, aber ich habe einen Vortrag der Deutschen Bank gesehen, wo "sinnvolle Börsentätigkeit" wie Versicherungen (Rohstoffe, Preise, Währungsschwankungen) und Unternehmensbeteiligungen (nicht zum Zweck des Zockens sondern mittel- und langfristig) und Zocken in einem Verhältnis von 1:20 (!!!) angenommen wurde !!!
Hab ich auch schon gehört, aber dann muss man darüber reden, wie man die Regeln ändert, und nicht das Kind mit dem Bade ausschütten.
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