Einzelnen Beitrag anzeigen
  #63  
Alt 28.06.2020, 11:22
JanMove JanMove ist gerade online
registrierter Besucher
Foren-Urgestein - Master of discussion **
 
Registriert seit: 10.01.2002
Ort: Aargau, Schweiz
Alter: 57
Beiträge: 9.600
JanMove genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)JanMove genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)JanMove genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)JanMove genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)JanMove genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)JanMove genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)JanMove genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)JanMove genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)JanMove genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)JanMove genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)
AW: Joola Dynaryz AGR und ACC

Zeitgleich und zusammen mit dem Vega X habe ich auch noch einen Dynaryz ACC (schwarz, max+) auf einem Korbel Off Nachbau getestet. Meinen Bericht zum Vega X findet man im entsprechenden Thread. Trotz des hohen UVP-Preises konnte ich die Finger nicht von dem Belag lassen aufgrund der überwiegend positiven Testberichte. Ich wollte einfach mal sehen, ob der deutlich höhere Preis auch einen entsprechenden Mehrwert liefert.
Hier ist nun mein erster Eindruck nach dem gestrigen Training. Der kann sich allerdings noch etwas in die eine oder andere Richtung verändern zumal ich den Belag erst am Abend zuvor mit Frischkleber aufgeklebt habe.

Allgemeines:
Meine Erwartungen an den Belag waren schon alleine aufgrund des sehr hohen UVP-Preises und dem, was ich bisher so über den Belag gelesen habe auch entsprechend hoch. Irgendwie rechnete ich damit, dass sich der Belag quasi von alleine spielt. Nun ich kann schon vorab sagen, dass der Belag dies nicht tut!
Gewicht:

Dynaryz ACC: 70 g ungeschnitten und ca. 50 g geschnitten (auf Korbel Off Nachbau)
Härte:
Entgegen dem was ich aus dem bisher gelesenen so vermutet habe, spielt sich der ACC für einen Belag mit 47.5° Schwamm für mich eher hart. Das gilt insbesondere im Vergleich mit dem Aurus Prime und noch vielmehr im Vergleich zum Vega X. Dem entsprechend empfinde ich die Ballkontaktzeit eher kurz, sodass es mir nicht ganz so leicht fällt dem Ball viel Spin mitzugeben. Dieser Effekt ist beim Quantum X Pro allerdings noch ausgeprägter. Wenn der ACC die weichere Variante sein soll, dann kann der AGR eigentlich nur bretthart sein?!
Ballflugkurve:

Der Ballflugkurve mit dem ACC ist etwas höher als beim Prime allerdings flacher als beim Vega X.
High-End Performance:
Manspürt sofort, dass der ACC ein enormes Potential besitzt, welches auch höchsten Ansprüchen genügen kann. Im geraden Spiel kann man das auch relativ einfach aktivieren. Allerdings war es für mich nicht so einfach, den Maximalspin bei Maximaltempo aus dem Belag herauszukitzeln. Beim regelmässigen Einspielen mit perfekter Stellung zum Ball klappt das natürlich noch relativ einfach, und man sieht direkt, was für ein Potential in dem Belag steckt. Wenn es aber nicht so ganz passt, dann hatte ich das Gefühl doch relativ weit weg von dieser optimalen Performance zu sein. So richtig unterstützend wie auch öfters zu lesen fand ich den Belag diesbzgl. bisher noch nicht. Mit schludriger Technik geht da aus meiner Sicht auch nicht viel.
Konter/Block:

Das ist der Belag richtig stark. Sowohl weiche als auch harte Blocks gehen sehr einfach von der Hand. Da ist der Belag besser als der Aurus Prime und viel besser als der Vega X. Nur der Quantum X Pro gefällt mir dabei noch besser, da dieser einen direkteren und satteren Anschlag besitzt. Deswegen habe ich mich mit dem ACC tendentiell auf der Rückhandseite wohler gefühlt.
Topspin:

Wie bereits geschrieben können Topspins extrem druckvoll gespielt werden. Der Spin ist dabei auch sehr hoch, wenn man den Ball optimal trifft. Ich glaube aber, dass mit dem Aurus Prime und Vega X mehr Spin möglich ist. Zumindest geht es mit diesen Belägen einfacher diesen zu aktivieren. Weiche auf Spin gezogen Topspins sind deswegen für mich mit dem ACC auch nicht so einfach zu spielen.
Aufschlag/Rückschlag/Schupf:
Da halte ich den Belag für gut und unauffällig allerdings auch nicht viel mehr.
Erstes Fazit:
Der Dynaryz ACC ist ein Belag mit sehr hohem Potential für höchste Ansprüche. Entgegen meiner Erwartung spielt sich der Belag für mich nicht weich für 47.5° und auch nicht so einfach wie ich es vermutet hätte. Er ist also sicherlich kein Leichtspielbelag. Entweder kann ich mich nach mehreren Trainings an den Belag anpassen und noch mehr aus diesem herausholen, oder aber mein Level (1850-1900 TTR) reicht für den Belag einfach nicht aus. Im Moment sehe ich auf jeden Fall nicht den Mehrwert für mich, der den deutlichen Mehrpreis rechtfertigen würde. Nicht dass man mich falsch versteht. Der Belag ist super, und ich konnte schon beim ersten Training auf gleichem Level spielen wie mit dem Aurus Prime oder ähnlichen Belägen. Bei meinen bisherigen Belägen hatte ich aber immer das Gefühl diese voll ausreizen zu können, beim ACC bin ich bisher noch davon entfernt.
Mit Zitat antworten