Zitat:
Zitat von Schupfkönig
Hab da nicht wirklich Mitleid, wer seinen Körper jahrelang schädigt und am Ende an einer Überdoses stirbt hat es für mich drauf angelegt und nicht anders gewollt.
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Damit verkennst Du, dass Sucht in sehr vielen Fällen eine wahrhaftige Krankheit ist. Ich stimme durchaus zu, dass der erstmalige – und bei den allermeisten Rauschmitteln vermutlich auch zweit- und drittmalige Konsum – einfach nur herausragend dämlich und in keiner Weise entschuldbar ist. Der Süchtige hingegen ist in den allermeisten Fällen ein krankes menschliches Wesen, für das ich sehr wohl Mitgefühl empfinde.
Es ist noch eine eher jüngere Entwicklung, dass Krankheiten wie z.B. Depression auch als solche gesellschaftlich anerkannt werden. Der Suchtkranke hat diese Hürde irgendwie noch nicht genommen und wird von Unkundigen gern als charakterschwach gebrandmarkt .. genau wie es an Depression erkrankten über Jahrzehnte ergangen ist.
Andere Suchtmittel werden uns gern als Perlen der Natur verkauft, über Jahrzehnte hat sich uns das Bild das freiheitsliebenden, urmännlichen Marlboro-Mannes eingebrannt. Solange wir so lax mit Suchtmitteln umgehen, sollten wir uns aus meiner Sicht hüten, vom erhöhten Podest des rechtschaffenden auf Suchtkranke herabzupöbeln.