Mal mein Senf zum Thema:
Ich hab mit 38 mm Zelluloid, Frischkleber, klebrigen, harten Belägen auf der VH und was normalem auf der RH aufgehört. Zum Wiedereinstieg gab's fast direkt 40 mm Plastik, aber am Material hat sich eigentlich nichts geändert. RH ist was Moderneres, VH wieder was klebriges aus China und das Holz ist auch noch/wieder 5-lagig 1).
Positive Regeländerungen:
- Unterscheidbare Belagfarben: Sehr sinnvoll (ich sag nur zwei gleichfarbige Beläge + richtig verdeckte Aufschläge und/oder drehen unterm Tisch). Allerdings gefielen mir die Farben (blauer Mark V...) damals besser.
- Frischklebeverbot: Was da alles für Zeug/Lösemittel verwendet wurden, ging gar nicht.
- Aufschlagwechsel alle zwei Punkte (2/11 ~ 18% vs 5/21 ~ 24%)
- Verdeckter Aufschlag: Ebenfalls sehr sinnvoll. WENN es denn auch überall vernünftig durchgesetzt werden würde...
Negative Änderungen:
- Satz bis 11: Da geht mir ein wenig zu sehr die Möglichkeit sich in einen Satz zurückkämpfen zu können verloren. Vielleicht wäre ein Mittelweg bspw. bis 15 besser gewesen.
Neutrale Änderungen:
- 40 mm Ball: Interessanterweise sogar eher positiv (mit Abstrichen). Ja, es ging Spin verloren, was aber durch besseres Material und/oder Technik (zumindest zum Teil) ausgeglichen werden kann. Dafür sind die Ballwechsel länger geworden 2) und es kam etwas mehr Athletik und Taktik hinzu. Alles in allem wurde es meiner Meinung nach aber dadurch auch interessanter.
Was aber gar nicht geht, dass ist dieser teilweise immer noch als "Ball" verkaufte Plastikmüll (ob ABS vs. biologisch abbaubares Zelluloid die bessere Wahl ist, ist auch sehr fraglich) und das dieser Plastikmüll, am besten noch in abgespielt, eingesetzt werden darf. Das wurde zwar in den letzten Jahren besser, müsste aber wesentlich strenger als bisher von der ITTF geregelt werden (Rauheit, Rundheit, Reibung Ball-Tisch, Absprunghöhe, auch die Unterschiede im Verhalten des Balls beim Treffen auf der Naht vs. Nicht-Naht).
Was auch nicht geht, sind die zum Teil grottigen Spielbedingungen. Stolperfallen im Boden, ultraglatte Böden, gern auch mit stellenweiser Griffigkeit gepaart, im Winter ungeheizte Hallen, flackernde Beleuchtung oder der Klassiker: viel zu dunkle Beleuchtung. Z.T. geht das aufs Konto der klammen Gemeinden, z.T. aber auch auf die Regeln, die sowas in "Ausnahmefällen" zulassen. Zum Training kann sowas gerne zugelassen bleiben, aber nicht in Spielen. Da muss entweder das Heimrecht automatisch wechseln/aufgehoben werden oder es gibt Blockspieltage unter vernünftigen Bedingungen. Ich würde sogar soweit gehen, dass die Heimmannschaften verpflichtet werden zumindest die Spielboxen vor dem Spiel zu reinigen.
Booster/Nachbehandlungen aller Art:
Solange vorhersehbar bleibt was zurückkommt (auch ne glatte Noppe ist vorhersehbar, wenn sie es überall ist), dann ist mir das relativ egal. Muss ich halt anpassungsfähig sein.
Die Profis werden, selbst wenn es tatsächlich mal zum Einsatz von "schwerem Gerät" 3) kommt, schlicht und ergreifend von den Hersteller vorbehandelte und damit regelkonforme Beläge bekommen. Verhindern könnte man das nur, wenn die Turnierleitungen jeweils ne Palette Beläge nach Vorgaben der SpielerInnen im Handel kauft und dann unter Aufsicht die Beläge aussuchen und aufkleben lässt, die Schläger danach einkassiert und nur zum Spiel rausgibt.
Zitat:
Zitat von RasMarc
Tischtennis kan man attraktiv im Fernsehn darstellen.
SuperSlowMotion in 3D, mit fliegender Kamera, um die Flugkurve zu zeigen; Rotationswerte und Km\h In Zahlen ...
Sry, ich träum grad ein bisschen 
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Siehe China Open letztes (?) Jahr oder was bei den WTT-Turnieren möglich ist (zumindest an Tisch 1, bessere Perspektive gibt's aber auch momentan beim WTT Feeder in Doha).
1) Mal die zwei dünnen Papierschichten der Persson Powerplays in der 38 mm-Zeit nicht mitgezählt.
2)
https://www.researchgate.net/publica...-elite_players
3)
https://www.sciencedirect.com/scienc...03267021000532