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Zitat von Ballbefeuchter
Einfach nur volle Sympathie für die drei in dem Video. Annett Kaufmann, Shan Xiaona und Yuan Wan, sehr authentisch und menschlich. Nach einem verlorenen Spiel um die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen, ist das nur verständlich.
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Genau! So sehe ich das auch.
Wenn man dann auch noch Siegchancen im Doppel hatte, wodurch alles hätte anders laufen können, dann kann man das nur verstehen.
Zitat:
Zitat von Quizard
Vom reinen Ergebnis mag das so aussehen. Aber wenn das Doppel gewonnen wird, ist das im Einzel von Annett eine ganz andere Ausgangssituation. Dann hat nämlich die Koreanerin viel mehr Druck und Annett kann etwas befreiter spielen. Wer weiß, wie dann das Einzel ausgeht. Und bei 2:0 ist dann alles möglich.
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Tolle Leistung, die niemand für möglich gehalten hätte. Da muss nun auch keiner mit „ich wusste es vorher“ kommen. Niemand hätte es ihnen zugetraut, niemand! Wenn wir vor Olympia eine Umfrage gemacht hätten, ob die deutschen Damen mit Nina Mittelham, Shan Xiaona und Annett Kaufmann ins Halbfinale kommen, die wenigsten hätten daran geglaubt.
Aber wenn dann jemand nach dem Ausfall von Nina Mittelham gesagt hätte, dass Annett Kaufmann, Shan Xiaona und Yuan Wan ins Halbfinale kommen, der wäre als vollkommen ahnungslos betrachtet worden. Selbst wenn man die Auslosung vorher gewusst hätte, Achtelfinale USA und Viertelfinale Indien, hätte trotzdem fast niemand gedacht, dass die Damen bis zum Finaltag dabei sein werden und nach einem Halbfinale gegen Japan im Spiel um Platz 3 gegen Südkorea sogar um die Bronzemedaille kämpfen.
Und wenn man dann nach Spielende einfach nur enttäuscht ist, weil man sich auch im Bronzespiel vorgenommen hat, an einen möglichen Sieg zu glauben und zu kämpfen, dann sage ich nur: Hochachtung vor diesen Mädels! Solche will ich sehen und nicht die glattgebügelten Medienprofis oder den selbst nach Niederlagen gut gelaunten Timo Boll, der wie immer sagt „Ja, gut, die waren heute einfach ein bisschen besser. Das muss man akzeptieren und da kann man dann selbst mit einer Niederlage gut leben, auch wenn wir natürlich gerne gewonnen hätten, aber die anderen können eben ebenfalls spielen.“