Zitat:
Zitat von Noppenzar
Das ist nur zum Teil korrekt. Klassischer deutscher Export funktionierte nie über den Preis, er richtete sich in Ländern wie China/Indien, aber auch in den USA meist über "Made in Germany" und Höchstqualität preisunabhängig an die dort lebende Oberschicht.
Von "" über "Miele" bishin zu Mercedes und Porsche war es nie entscheidend ob die Produkte 20% billiger oder teurer angeboten wurden.
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Glaubt jemand, dass es irgendeinen Scheich juckt, wie der Wechselkurs ist, wenn er sich ein Bad von Dornbracht machen lässt oder die neueste Novitec/Brabus/Mansory Edition zulegt? Oder die Jacht hier bauen lässt.
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Dann wäre unsere Sorge über die 25% Zölle die Trump einführen will komplett unbegründet. Leider ist das nicht der Fall.
Zum einen sind nicht nur komplette Automobile, sondern auch Komponenten betroffen. Viele dieser Komponenten sind dem Käufer des Autos kaum bekannt. Für den Einkauf der dortigen Automobilindustrie ist der Preis sehr relevant.
Zum anderen ist der größte Exporteur in die USA nicht Mercedes, Porsche oder BMW, sondern Volkswagen.
Ritter Sport ist im Moment aufgrund des hohen Kakaopreises unter starkem Kostendruck, denn sie können diesen eben nicht komplett an den Kunden weitergeben.
Ja, einen Ölmilliardär wird ein Preisaufschlag kaum jucken. Die hatte auch kein Problem Nettolöhne an Fußballstars in Frankreich zu zahlen, als dort die Steuer stark erhört wurde. Aber wieviel Prozent unserer Exports landen wohl bei Milliardären. Ich fürchte das ist nicht gerade die typische Kundschaft.
Bei Mercedes gab es früher den 200D der durchaus auch von Normalverdienern gekauft wurde. Als die Fahrzeuge immer teurer wurden, kam man auf die Idee der A-Klasse. Jetzt will man nur noch ins höhere Preissegment und wird damit die Belegschaft deutlich verkleinern.