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Alt 23.05.2025, 10:46
plunder plunder ist gerade online
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plunder hat es sich auf deutsch gesagt restlos verschissen... (Renommeepunkte mindestens -750)plunder hat es sich auf deutsch gesagt restlos verschissen... (Renommeepunkte mindestens -750)plunder hat es sich auf deutsch gesagt restlos verschissen... (Renommeepunkte mindestens -750)plunder hat es sich auf deutsch gesagt restlos verschissen... (Renommeepunkte mindestens -750)plunder hat es sich auf deutsch gesagt restlos verschissen... (Renommeepunkte mindestens -750)plunder hat es sich auf deutsch gesagt restlos verschissen... (Renommeepunkte mindestens -750)
AW: Spiel gegen Gegner, der viel Unterschnitt erzeugt

Zitat:
Zitat von Old__Schmetterhand Beitrag anzeigen
Ok, #6 passt in dem Fall dann vielleicht zur Erdbeere.
johh, dieser Junge Erdbeere Level 3 (besonders wenn gerade geschlagen, d.h. ohne Sidespin) kommt dem "geschlagenen Revalt" (#6 doofer Name, hatte ich in dem Post ad hoc erfunden lol) recht nahe, zumindest in gewisser Hinsicht (Unterschied wäre u.a.: bei der Erdbeere wird das Handgelenk tordiert/verdreht AND abgeklappt, wohingegen beim Revalt das Handgelenk nur abgeklappt wird; außerdem ist Erdbeere auf tischnah begrenzt und eignet sich nicht bei starkem Unterschnitt):


Wenn wir eine gerade Erdbeere aus 1m Entfernung zur Tischkante auszuführen versuchen, so kristalliert sich von alleine die alternative Rückhand, also der Revalt. Diese unorthodoxe Rückhand zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass der Schlägerkopf nach unten zeigt (beim Start des Schlags) und eigentlich auch während des Schlags weiter nach unten zeigt. Fürs Schlagen klappt man einfach das Handgelenk ab, exakt wie bei einem Punch (mit dem Unterschied, dass bei einem Punch der Schlägerkopf nach oben zeigt). Da der Schlägerkopf nach unten zeigt, kann man diesen Schlag auch reverse punch nennen, also 'gerade Erdbeere' = 'reverse punch'. Natürlich gehört dazu auch angepasste Unterarm-Oberarmbewegung, nicht nur das gerade Abklappen des Handgelenks!

Der Clou:
Mit einem Punch (Adriana Diaz) kann man nicht einen (niedrigen oder mittelhohen) Unterschnitt-Ball schlagen, denn der Ball würde immer im Netz landen.
Mit einem reverse punch (= geschlagenen Revalt) kann man sehr wohl einen mittelhohen (oder niedrigen) Unterschnitt-Ball schlagen, sowohl übertische als auch tischferne Unterschnittbälle, besonders wenn die Bälle eine gewisse Mindesthöhe haben, denn durch das Abklappen des Schlägers ("Hochklappen") bekommt der Ball ja eine Richtungskomponente verpasst, die über die Netzkante hinweg zeigt (clearing the net).

Die Sache ist nun, dass entweder 1) bei ganz starkem Unterschnitt oder 2) bei kritischer Mindesthöhe es riskanter wird, den geschlagenen Revalt zu landen: der Ball landet dann entweder im Netz OR im weiten Aus. Man würde hier vernünftigerweise zu #2 übergehen, also einen klassischen Rückhandtopspin ansetzen. Wer dennoch seinen Revalt ansetzen will, müsste mehr Sicherheit reinbringen und mit seiner Technik mehr nach oben Ziehen (für mehr Spin für mehr Bogen), während er das Handgelenk zeitgleich nach oben hin abklappt (EDIT: selbst dieses Hochziehen ist in dem obigen Video thematisiert, etwa bei t=01:26). Da sind wir dann bei #5 angelangt. Diese Schlagtechnik ist sehr kontrolliert und auch einfacher zu landen, aber je nach stümperhafter Ausführung (= das Resultat wäre wie das eines slow spinny loops) auch ziemlich harmlos/ungefährlich für den Gegner.

Sieht ein Beobachter die Ausführung von #6 (tischnahe oder tischferne), könnte er Ähnlichkeiten zu einer Erdbeere sehen.
Sieht er die Ausführung von #5 (tischnahe oder tischferne), käme er nicht auf solche Gedanken.
Dennoch sind #5 und #6 nahverwandte Schlagtechniken (Zwillinge, nicht Cousins), wo der Übergang fließend/subtil ist und von einem Beobachter nur schwer zu sehen.
Nur dem Ausführenden ist klar: 'ich möchte einen Revalt ansetzen .. bei diesem US-Ball aber mehr ziehend ... ahh und bei diesem Ball mehr schlagend!'. #6 führt oft zum direkten Punktgewinn, beendet den Ballwechsel. #5 nicht.

Und wer immer noch nicht verstanden/visualisiert hat, was #6 (also der geschlagene Revalt) sein soll, der soll sich selber die Frage stellen:

WIE SONST würde man (als Nicht-Profi!!) einen recht niedrigen, kurzen oder langen, US-Ball per Rückhand schlagen (also spinfrei: schmettern/schießen/punchen)??


Antwort Profis: harter bh-Topspin! (ist zwar nicht spinfrei, aber ein geschlagener Revalt ist auch nie völlig spinfrei)
Antwort Nicht-Profi: harter bh-Topspin noch nicht im Repertoire; Punch funktioniert nicht; versucht willkürliche Rückhandschlagbewegungen, landet nix davon; folgt plunder's Tipp mit der "entfernten geraden Erdbeere" als ersten Einstieg und ...
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Geändert von plunder (23.05.2025 um 12:18 Uhr)
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