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| Technik - Taktik - Training - Vorsätze und Zielerreichung Hier könnt Ihr Fragen und Tipps rund um die Themen Technik, Taktik und Training loswerden. Spieler und Trainer können hier Erfahrungen austauschen und Trainingswillige von ihren alltäglichen Problemen und Zielen berichten. |
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Themen-Optionen |
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#1
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Hi,
ich bin jemand der mit der VH und RH angreift, der offensiv stark ist. Ich kann hart Schmettern. Tospins sind auch gut. Nur bei Schnitt gegen Schnitt ... tue ich mich schwer. Spiele in der Bezirksklasse TTR 1425 Punkte bin also sicherlich kein Profi. Hab letzten Freitag gegen einen Gegner gespielt. Der immer versucht hat viel Schnitt in die Bälle zu legen. Er hat genau gewusst, dass er offensiv keine Chance gegen mich hat. Also hat er mir gezielt dieses Spiel aufgezwungen. Schneiden konnte er gut ... Ich hab dann probiert den Ball mit Topspin anzuziehen, wenn er lang genug war, um mich aus diesem Spiel zu befreien, weil aber viel Unterschnitt drinnen war in den Bällen meines Gegners sind meine Topspins öfters mal ins Netz gegangen. Ich war anschließend verunsichert und habe dann versucht den Ball auch mit Schnitt zurückzuspielen, aber mit möglichst wenig, dann hat er wieder geschnitten ich wieder Schnitt ... und irgendwann hab ich dann meist einen Fehler gemacht. Oder wenn ich wenig Schnitt reingelegt hatte, dann hat er selber mal angegriffen (war aber seltener). Wie geschrieben, ich muss mich aus diesem Schnitt vs Schnitt Spiel befreien nur wie? => Wie soll ich den Ball ablegen, wenn mein Gegner vorher einen starken Schnittball gespielt hat und ich auch mit Schnitt antworten muss, da ich schlecht stehe? Mein Idee: Kurz hinter das Netz legen (nach außen in die VH oder RH) meinen Schnittball, dann muss er von hinten nach vorne an den Tisch kommen und kann in der Regel nicht so viel Schnitt reinlegen, wodurch ich dann leichter den nächsten Ball anziehen kann? => Bei meinen Aufschlägen hat er sich meist etwas hinter dem Tisch platziert, damit er dann ausholen kann und viel Schnitt reinlegen kann in seinen Schlag. Meine Idee: Hier solltee ich öfters kurze Aufschläge mit Seidspin machen, da mein Gegner dann nach vorne muss und auch nicht diese starke Schnittbewegung von hinten machen kann. Natürlich zwischendurch mal lange Aufschläge einbauen. Hört sich gut an, was mein ihr dazu? Geändert von Red_Devil_ (01.12.2024 um 13:43 Uhr) |
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#2
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AW: Spiel gegen Gegener der viel Unterschnitt erzeugt
Kurz und leer aufschlagen, sodass der Ball 2 mal aufspringt (mindestens). Entweder er kann eine Rückhand Banane oder Vorhand Flip und du bist im Topspin/topspin Duell oder er muss irgendwie kurz und leer abtropfen lassen, dann kannst du flippen. Hinterm Netz wird er nur sehr schwer abhacken können, sodass viel Suppe drinne ist. Alternativ die Aufschläge so platzieren, dass sie auf der weißen Linie ein 2. mal aufkommen oder direkt dahinter runter fallen, sodass er garnicht abhacken kann, sondern den kurzen Ball spielen muss oder halt selbst eröffnen muss. Dann bist du wieder im topspin Duell, was du ja haben willst.
Bei seinen Aufschlägen auch selbst direkt eröffnen oder wenn du ablegst, dann heb den Ball, sodass er leer bzw. Leerer wird. Wichtig ist dabei eine Position, wo er schlecht steht und nicht sofort den Ball abschießt. Z.B. wenn er auf der Vorhand die Sense gespielt hat, dann leer in die Rückhand abtropfen lassen, damit er selbst nur heben kann. Ich glaube jetzt nicht, dass in der Klasse die Beinarbeit passt, dass da umgesprungen wird und der Rückhand Topspin aus der Hölle einschlägt. Ellbogen anspielen ist auch immer gut, da er sich dann entscheiden muss und die Qualität gerne mal darunter leidet. Das wären so meine Idee. Auf gar keinen Fall darfst du dich halt auf dieses Schupfduell einlassen. Ist halt die Frage, wie gut deine Eröffnung ist. Wenn du generell gut gegen lange Noppe spielst, dann kannst du eig genau den Spielstil auf diesen Gegner übertragen, wenn ich es richtig verstanden habe, wie er spielt. Ist halt essentiell, dass du starken unterschnitt auch mal eröffnen kannst, sonst ist das Spiel fast zum scheitern verurteilt. Weil selbst, wenn du ihm das offene Spiel aufdrückst, wird es immer wieder passieren, dass halt doch mal dieses US gehacke zustande kommt und da brauchst du ein Mittel um raus zu kommen. |
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#3
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AW: Spiel gegen Gegener der viel Unterschnitt erzeugt
Mein Vorschlag:
- Wenn du Aufschlag hast, probiere beim spätestens dritten Ball einen TS: entweder hart und schnell oder weich mit Bogen, oder gleich Schuss - Optimal, wenn du gleich mit deinem Aufschlag punktest - Wenn länger geschupft wird, finde heraus, wo seine Schwächen liegen: VH oder RH Schupf, hinterm Netz, oder vielleicht hat der Problem mit extremen Seiten li oder re - Wenn du seine Schwäche kennst, spiele ihm einen leeren Ball dorthin, stelle dich schon in Position, wenn der Ball deinen Schläger verlassen hat und greife an |
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#4
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AW: Spiel gegen Gegener der viel Unterschnitt erzeugt
Wenn er einen starken Unterschnittball mit seiner VH lang in meine RH spielt, und ich werde den Ball dort (dann) nicht anziehen, da ich sehe, dass er viel "Suppe" reingelegt hat, wie soll ich dann, wenn ich selbst mit Schnitt antworte" den Ball zurückspielen?
Ball leicht heben und kurz hinter dem Netz abtropfen lassen? D. h. ich schneide nur leicht zurück, damit ich den Schnitt etwas rausnehme. Wo soll ich dabei den Ball platzieren? Ich denke mir kurz auf der VH oder RH-Seite nach außen. Nun muss er nach vorne kommen und kann nicht mehr so reinhacken. Wenn er angreift (flippt) kommts halt zum Topspin vs Topspin bzw. offenem Duell und genau das will ich ja. Geändert von Red_Devil_ (01.12.2024 um 15:59 Uhr) |
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#5
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AW: Spiel gegen Gegener der viel Unterschnitt erzeugt
Hallo, ich säge auch gerne richtig rein. Beim letzten Punktspiel hat der Gegner um nachmessen der Netzhöhe gebeten, da er gar nicht verstehen konnte, dass er immer an die Netzkante gezogen hat.
Ich spiele allerdings auf der RH einen Belag, mit dem ich gut schupfen kann und lege auf der VH kurz ab oder greife an. Schupft dein Gegner auf beiden Seiten? Ist auf beiden Seiten gleich viel drin? Greift er gar nicht an? Dann würde ich ihm die Bälle leer rüberheben. Du musst herausfinden, was ihm nicht liegt. Was du nicht magst, weiß er ja schon. Bei mir wären es leere und langsame und /oder lange Bälle, die ich nicht mag und langsame mittellange Überschnittaufschläge, gerne auch mit Seitschnitt. Du solltest dann aber auch gucken, dass du selbst nach deinem Aufschlag schnell eröffnest, bevor dein Gegner dir wieder das Schupfen aufzwingt. Grundsätzlich solltest du dir im Training mal jemanden schnappen, der viel US erzeugt und dann Eröffnung üben. Ich habe heute Trainingspartner für einen 300 Punkte stärkeren Spieler gemacht und wenn der Topspin gegen viel US kommt, ist er auch schwer zu blocken.
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the lower you play, the harder you look.... |
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#6
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AW: Spiel gegen Gegener der viel Unterschnitt erzeugt
Zitat:
Bei derartigen Spielern gehen auf ihn leer gespielte Bälle dann auch gerne mal hinten raus. |
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#7
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AW: Spiel gegen Gegener der viel Unterschnitt erzeugt
Zitat:
Wenn nicht, sind ja ein paar Ideen im Angebot. Genau. |
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#8
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AW: Spiel gegen Gegner, der viel Unterschnitt erzeugt
Im Normalfall erzeugen diese Spieler mehr US mit einer Seite, die dann Automatisch auch die Mitte abdeckt.
Hier ist es wichtig sich den Ball den man anzieht herauszusuchen/erzwingen. Ist z.B. die RH die stärkere Seite hilft Schupf in Rh, mitte, RH, VH: Dieser aus der VH zurückgespielte Ball hat im Normalfall deutlich weniger Qualität und ist der Ball, den man sich zum Anziehen herauspicken sollte. Auch hier natürlich, trainiere diese Anspielreihenfolge öfters mal im Training. P.S. zu deiner Frage mit der Positionierung #4, Tischmitte lang oder Rh nach außen.
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Gummi/Holz/Gummi Geändert von M3rlin (01.12.2024 um 21:50 Uhr) |
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#9
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AW: Spiel gegen Gegner, der viel Unterschnitt erzeugt
Eröffnung auf US üben. Fertig !
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Peace and serenity reign here |
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#10
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Zitat:
![]() Leichter gesagt als getan, aber einfach mal weiter gegenseitig zuschnibbeln , evtl mal eine Strecke lang nur anheben (d.h. der Gegner bekommt spinleere Bälle zurück) versuchen und schauen ob das die Gesamtsituation entschärft. Vermutlich wird er dann anfangen, in deine spinleeren Bälle reinzuhacken: du hebst ständig an, er hackt ständig zurück, du bist weiter in der "Defensive". Wenn das nicht allzuviel bringt, dann stattdessen weiterschnibbeln und geduldig auf einen starken (kurz, mittel, lang) US-Ball warten (stark, z.B. mit -50rev/s), auf den du dann einen überraschenden No-spin Loop anwendest. In diesem Fall "heisst" der Name nur, dass du dem Ball von dir aus keinen zusätzlichen Spin hinzugibst, also ihn nicht ziehst (dein Spin-Beitrag = +0rev/s). Der Schlag bewirkt —wenn gekonnt ausgeführt—, dass der Gegner nicht einen spinleeren Ball (~0rev/s) zurück bekommt von dir sondern einen Ball mit Topspin (41rev/s, "Spinumkehr" mit gewissem Verlust an Spinmenge z.B. 9rev/s weniger Menge). Das ist sehr vergleichbar, als hättest du mit einem Glanti geschlagen.Das Schöne/Interessante bei dem Schlag ist, dass man je nach händischer Ausführung die auf den Gegner zukommende Topspin-Menge mühelos variieren kann (zwischen 5-41rev/s). Ziel solle ruhig sein, ihm "seine" 41rev/s zurück zu servieren (Suppe zurück an Absender), aber das gelingt nur dann, wenn sein starker US-Ball eher kurz und hoch ist. Einen sauberen Topspin (z.B. Slow Spinny Loop) kriegt "man" nur hin, wenn der US-Ball 1) in angenehmer Flugkurve kommt, 2) lang genug ist, und 3) nicht extrem viel US hat. Dann holt man mit Arm und vollem Körpereinsatz aus, und der Gegner sieht und ist vorbereitet, was als nächstes kommt: ein Topspin von dir! Hier gibt es keinen Überraschungseffekt. Wer mit offenen Augen und Gehirn Matches beobachtet, wird gerade bei den erfolgreicheren Spielern immer wieder erkennen, wie ihnen starke US-Bälle gar nichts ausmachen und sie wirklich ständig einem den eigenen Schnitt zurückgeben (|-50rev/s| > |41rev/s|), was für einen sehr entnervend/frustrierend sein kann .. wenn man den Schlag noch nicht selber beherrscht. Ugh, ich habe mittlerweile so viele IRL Gegner in Gedächtnis/Erinnerung, die derart spielen, sehr erfolgreich, und selber gar keine Anstalten machen einen sauberen Topspin zu spielen ... so als ob man im modernen Tischtennis gar keinen richtigen Topspin bräuchte! Wer ein sicheres schnelles tischnahes Stafetten-Konterspiel beherrscht, kommt auch nicht in Verlegenheit einen richtigen Topspin ziehen zu müssen. Ich bewundere solch ein Spielkönnen und erfahrene Handfertigkeit: Spieler, die das US-Spiel per No-spin Loop sofort beeenden und danach ins Umsichherumschlagen übergehen (Treibschläge mit begrenzter Topspinmenge).Natürlich heisst das, dass mit den 41rev/s die Openrally eröffnet ist! Irgendwann kann man sich als Spieler darauf einstellen, dass der Gegner ständig so eröffnet (statt per einer klasssichen Topspin Loop Eröffnung) und auf eine Konter-Stafette abzielt ... aber ICH bin jedes Mal überrascht, wenn ich glaube einen qualitativen US-Ball produziert zu haben (re: Länge & rev/s & Netzhöhe), und der Gegner meinen Ball mit genau meinem Spin (abzüglich der 9rev/s) eröffnet, oder gar schlägt (tötet). Das ist eine Kunst des Gegners. Spieler ab 1300ttr können das eher als 1100ttr; letztere sind sich nicht dieser Sache bewusst. Apropos man kann den Schlag sehr gut an einer Ballmaschine üben/trainieren, die sowohl kurze, mittlere, als auch lange starke US-Bälle produzieren kann. (Nicht jede Ballmaschine kann das, z.B. der Pongbot kann das nicht) An der Ballmaschine stelle ich also einen US-Ball ein (je nach Länge tauft ihn die Pongbot-App entweder "Push(b)" oder "Loop(b)"), und dann ist meine selbstgestellte Aufgabe, jeweils 1min darauf mit Qualität zu antworten per (also 1min lang #1, dann 1min lang #2, dann 1min lang #3, usw):
Meinen Schülern stelle ich beim Match-Coaching auch immer mal die Frage "wie viele/welche Arten auf einen US-Ball zu reagieren kennst du denn?". Auf die Schnelle fällt ihnen nur #1 #2 ein. Dann erinnere ich sie an #3. Nach dem verlorenen Match weise ich sie auf die Existenz und ungeahnt weite Verbreitung von #4 hin. #5 und #6 behalte ich für mich, jeder Revalt-Spieler entwickelt da so seine eigene Sicherheit bei der Ausgestaltung des Schlags. Die Liste bezog sich auf die Rückhand. Denn auf der Vorhandseite entfällt der Revalt per definitionem. Auf der Vorhandseite wird ein No-spin Loop auf einen kurzen US-Ball zu einem Pancake-Flip. Hier gilt auch, je nach händischer Ausführung des Pancake-Flicks sieht der Gegner einen Topspinball auf sich zukommen zwischen 5-41rev/s, und diese Bandbreite kann auch hilfreich zur Verwirrung sein: bekommt er weniger Topspin als erwartet, wird es wahrscheinlicher, dass sein Konterschlag ins Netz landet.
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< User mit höchstem "Besucher ÷ Beiträge"-Verhältnis
pon Erklärung siehe Profil >Geändert von plunder (17.04.2025 um 15:39 Uhr) |
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| topspin, unterschnitt |
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, evtl mal eine Strecke lang nur anheben (d.h. der Gegner bekommt spinleere Bälle zurück) versuchen und schauen ob das die Gesamtsituation entschärft. Vermutlich wird er dann anfangen, in deine spinleeren Bälle reinzuhacken: du hebst ständig an, er hackt ständig zurück, du bist weiter in der "Defensive". Wenn das nicht allzuviel bringt, dann stattdessen weiterschnibbeln und geduldig auf einen starken (kurz, mittel, lang) US-Ball warten (stark, z.B. mit -50rev/s), auf den du dann einen überraschenden No-spin Loop anwendest. In diesem Fall "heisst" der Name nur, dass du dem Ball von dir aus keinen zusätzlichen Spin hinzugibst, also ihn nicht ziehst (dein Spin-Beitrag = +0rev/s). Der Schlag bewirkt —wenn gekonnt ausgeführt—, dass der Gegner nicht einen spinleeren Ball (~0rev/s) zurück bekommt von dir sondern einen Ball mit Topspin (41rev/s, "Spinumkehr" mit gewissem Verlust an Spinmenge z.B. 9rev/s weniger Menge). Das ist sehr vergleichbar, als hättest du mit einem Glanti geschlagen.
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