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Alt 29.08.2025, 00:13
Allsquared Allsquared ist offline
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AW: Politik - der Thread für politisch Interessierte (ab Dezember 2021)

Zitat:
Zitat von Danielson Beitrag anzeigen
Zurück zum Thema Erbschaftsteuer: Hier gibt es hohe Freibeträge, und auch Betriebsvermögen bleibt weitgehend unangetastet. Der steuerpflichtige Teil beginnt erst ab 400.000 bis 500.000 Euro. Kinder, die ohnehin schon privilegiert aufgewachsen sind, erhalten so zusätzliches Kapital - ganz ohne eigene Leistung. Warum sollte dieses Geld nicht stärker besteuert werden? Das große Skandalgeschrei einiger kann ich nicht nachvollziehen. Auch Schenkungen unterliegen nach Überschreiten bestimmter Freibeträge der Besteuerung.
Die Frage ist schon völlig falsch gestellt. Nicht derjenige, der etwas nicht besteuern will, muss das begründen, sondern derjenige, der etwas besteuern will.

Es gab in Deutschland mal ein Sprichwort: "Nur ererbtes Vermögen ist ehrliches Vermögen". Der Gedanke dahinter ist klar: Über viele Generationen kann man ehrlich etwas aufbauen. Wer schnell zu Reichtum kommt, muss dafür über Leichen gegangen sein.

Ich verstehe auch nicht, warum es schlecht sein soll, wenn man von seinen Eltern Starthilfe bekommen hat. Dass Eltern ihren Kindern einen Vorteil verschaffen wollen, ist das normalste der Welt, und ist auch überall im Tierreich so. Die Aussage "er hat nichts dafür getan" ist Blödsinn, denn seine Eltern haben was dafür getan. Unser gesamter Mittelstand basiert darauf dass nicht nur an sich selbst sondern auch an die nächste Generation gedacht wird.

Erbschaftssteuer ist eine komplett ungerechte Steuer, die einen Wettbewerbsnachteil von Familienunternehmen gegenüber Aktiengesellschaften darstellt, in willkürlichen Abständen erhoben wird: Eine Familie die immer mit 20 Kinder bekommt, bezahlt doppelt so oft Erbschaftssteuer wie eine Familie, die mit 40 Kinder bekommt.

Der Ruf nach immer höherer Erbschaftssteuer ist ein Nebenprodukt des um sich greifenden Turbokapitalismus. Ich erinnere mich an eine Talkshow, in der die Familienunternehmerin sich gegen Erbschaftssteuer aussprach, während ein anderer Millionär 100% Erbschaftssteuer forderte. Dieser war ein Hedgefonds-Manager.
Die Kampagne für mehr Erbschaftssteuer und gegen die Schonung von Betriebsvermögen wird nicht unerheblich von amerikanischen Private-Equity-Gesellschaften betrieben, die es auf den deutschen Mittelstand abgesehen haben. Wobei man bereits heute eigentlich dumm ist, wenn man nicht verkauft und das Geld weltweit gestreut anlegt - kein Stress mehr, keine Angst vor der Pleite mehr, und man kann vom Ertrag leben, ohne einen Finger zu krümmen.
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