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Zitat von Der Analytiker
Das stimmt auch nur, wenn man beim 6er davon ausgeht, dass durchgespielt wird oder es zum Schlussdoppel kommt. Viele Spiele kommen nicht bis zum Schlussdoppel, also müsste der Vergleich eher in Richtung 'Garantiert 20% der Spiele bei 4er im Vergleich zu garantiert 18,75% mit Chance auf 25% der Spiele bei 6er', gehen.
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Deine Berechnungen kann ich nicht nachvollziehen. Wie sprechen doch von dem 6er Spielsystem das in den 90ern eingeführt wurde (Also 3 Eingangsdoppel, danach 2 Runden Paarkreuz und ein Abschlussdoppel mit Abbruch beim erreichen von 9 Punkten)?
Falls bei diesem System das Spiel deutlich mit 9:0 entschieden wird sind 3 von 9 Spielen Doppel. Also 33,3%. Dieser Prozentsatz fällt dann kontinuierlich ab mit Tiefstwert 20% bei einem 9:6 (3 Doppel von 15 Spielen) und falls mit zum Schlussdoppel gespielt wird haben wir die angesprochenen 25% ( 4 Doppel von 16 Spielen).
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Zitat von Der Analytiker
Als Familienvater hat man auch andere Sachen zu tun als nur Kinder bespaßen oder Tischtennis. Die 2 Stunden können für alles was so ansteht genutzt werden. Am Ende kommt es auf 2 Stunden mehr oder weniger raus und das sollte man nicht unterschätzen.
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2 Stunden Unterschied zwischen den beiden Spielsystemen sind weit entfernt von der Realität. Eine Stunde im Durchschnitt ist da schon realistischer. Falls man nach Peter Beckers Vorschlag die Doppel hintereinander spielt, schrumpft der dieser Zeit Vorteil noch weiter.
Wir sprechen da von 18 Spielen pro Saison, also etwa 18 Stunden in einem ganzen Jahr. Oftmals gehen die Familienväter nach Spiel und auch nach dem Training mit in die nächste Kneipe. Viele Mannschaften und Vereine sehen das als Bestandteil des Vereinslebens. Da gehen dann in einem Jahr sehr viel mehr Stunden drauf.
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Zitat von Der Analytiker
Da kann man unendlich lange drüber diskutieren, aber am Ende muss jeder selbst entscheiden ob man die 2 Stunden lieber in der Halle verbringt oder etwas anderes macht.
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Wer sich darüber große Gedanken macht, der wird wohl den TT Sport irgendwann ganz einstellen und sich auch die Stunden für das 4er System sparen.
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Zitat von Der Analytiker
Würde das nicht eher dafür sprechen, in den höheren Liegen mit 6er zu spielen und die unteren mit 4er? Dort wo sich externe Zuschauer einfinden soll es doch lange spannend bleiben und nicht in den Kreisklassen.
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Je höher du spielst desto länger werden die Fahrzeiten. Was man durchaus beobachtet ist, dass frische Familenväter gerne die Bundesklassen (mit den kurzen 4er Systemen) verlassen und lieber die langen 6er Systeme mit kurzen Anreisezeiten spielen.
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Zitat von Der Analytiker
Meine Freundin oder den Sohn des Mitspielers interessiert es weniger wie lange das Spiel eng bleibt. Wahrscheinlich interessiert es die beiden garnicht ob das Spiel überhaupt knapp ist.
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Wenn du sie fragst, dann wäre es denen vermutlich am liebsten, wenn Vater bzw. Freund den Freitag oder Samstag Abend nicht fürs Tischtennis opfert.
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Zitat von Der Analytiker
Persönlich bevorzuge ich durchspielen. Selbst wenn die Mannschaft schon verloren oder gewonnen hat, geht es ja immernoch um die eigene Bilanz/ die des Mannschaftskollegen. Ich habe noch nie jemanden gesehen, der seine Einzel abgeschenkt hat, weil der Mannschaftskampf entschieden war, sehr wohl aber Spieler die frustriert waren nur ein Einzel gespielt zu haben (da schließe ich mich ein).
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Das mit dem Abschenken sah man sogar schon manchmal bei Playoffs in der Bundesliga, also bei den Spielern die zum Teil durch die Eintrittsgelder ihren Lebensunterhalt verdienen.
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Zitat von Der Analytiker
Mal ganz abgesehen was man jetzt bevorzugt, könnten wir als Verein garkeine 6er Mannschaft machen, da unsere Hallenzeiten um 22:30 endet. Das Zeitschloss sorgt dafür dass man nach dieser Zeit die Halle nicht mehr abschließen kann und dementsprechend würde sie das ganze Wochenende offen bleiben.
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Auch da gibt es die umgekehrte Situation bei Vereinen die nicht genügend Kapazitäten für mehr Mannschaften haben. Bei begrenzter Zeit und entsprechendem Platz kann man in den 6er Mannschaften auch parallel an drei Platten spielen - und dadurch natürlich auch wiederum den Mannschaftsgedanken hinten anstellen.
Ich nehme an, dass es bei euch vor einigen Jahren auch noch das 6er System zum Einsatz kam. Wie habt ihr das denn damals dann gelöst?