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Alt 02.03.2007, 23:32
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CarstenSchmidt CarstenSchmidt ist offline
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AW: Was ist bei betreuen zu beachten?

Das Wichtigste ist zu allererst das Vertrauen des Schützlings in den Trainer und auch umgekehrt! Ohne dem bringt das Coaching 0.0 gar nichts. Der Spieler muss vorher eine Vertrauensbasis zum Trainer geschaffen haben und dann kann er dem Trainer auch gut zuhören.
Wenn das gegeben ist sollte man ein paar wenige Punkte beachten, damit das ganze erfolgreich ist.
1. beruhigend auf den Spieler einwirken. Langsam, leise und ohne viel Hektik sprechen.
2. Erst den Spieler fragen, wie er den Satz sieht und dahingehend seine eigene Meinung anpassen und modifizieren
3. Wenige, dafür präzise Tips und Verbessungen geben
4. positiv auf das Spiel eingehen und so den Spieler motivieren!
5. MIt einem lächeln den Spieler zum Tisch verabschieden.

Es gibt auch sicher Ausnahmen. Es gibt Spieler, die es wollen, dass man die zusammenscheisst, damit die richtig motiviert und sauer an den Tisch gehen.

Also ich persönlich pflege ein sehr enges Verhältnis zu meinen Spielern und die wissen, was ich von denen möchte und verstehen meine Anweisungen auch und sind so erfolgreich (in deren leistungsklasse)

Zum Thema Arroganz von Spielern. Arroganz hat was mit Selbstüberschätzung zu tun. Und wenn der Trainer von Anfang an der Spielerausbildung dem entgegenwirkt, dann wird ein Spieler nicht arrogant. Meine Kiddies wissen genau, dass sie bei mir einen Brechreiz verursachen würden, wenn sie nur ansatzweise arrogant sind und das sollte man ihnen immer vermitteln. Stattdessen wollen sie sich immer weiter verbessern und das ist der Sinn eines guten Trainings und eines guten Spielers und eines guten Trainer/Spieler Verhältnisses.

Zum Thema Eigenverantwortung eines Spielers. Man muss abwägen in welchem Alter der Spieler ist. Im Alter bis 14 Jahre sag ich mal können viele Spieler sich selber noch nicht einschätzen meiner Meinung nach und da muss der Trainer gezielter nachhelfen. Ab 14 sag ich mal über den Daumen gepeilt sollten die Kinder selber Ideen mit einbringen und der Trainer sollte vielleicht nur diese korrigieren. Also ich zwinge keinem meiner Schützlinge irgendeinen Spielzug auf oder sowas, das sollen die Kinder schon selber entscheiden. Ich gebe nur Tips in Sachen Aufschläge/Rückschläge und Platzierungen, die aufgrund von Schwächen in der Beinarbeit und Schlägerhaltung der Gegner resultiert. In dieser Kombination mit motivierenden Worten ist das Coaching sicherlich eine erfolgsversprechende Maßnahme.
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