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  #11  
Alt 13.01.2009, 17:07
Benutzerbild von Carstens_Brüderchen
Carstens_Brüderchen Carstens_Brüderchen ist offline
Isch hol glei mein Bruda!
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Carstens_Brüderchen ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Frauen und große Hunde?

Also, ich habe eigentlich keine Angst vor Hunden, und Hunde haben selten Angst vor mir. Gut, bis vor etwa 3 Monaten hatte ich auch noch selbst einen relativ großen Hund (Mischling Bernhardiner/Border-Collie, der es knapp 13 Jahre mit mir ausgehalten hat), was aber nicht ursächlich für meine Angstlosigkeit ist.

Bin immer gut mit Hunden klar gekommen, selbst mit Pit Bulls und Staffordshires, die ich "besser nicht streicheln" sollte, falls ich nicht auf einen Arm verzichten könnte...hat trotzdem geklappt. Beispielsweise der Pit Bull eines mir Unbekannten, neben dem ich in einer Kneipe am Tresen stand; das Vieh lag nach zwei Minuten auf dem Rücken, wälzte sich wohlig über meine Schuhe und hat sich von mir nach allen Regeln der Kunst durchwalken lassen. "Sauer" wurde der Bursche erst als ich nach 'ner knappen Viertelstunde aufhören wollte. Er hat sich dann nach Pit Bull-Manier eher rüde an mich "gekuschelt" - war aber nicht böse von ihm gemeint, sondern nur seine etwas stürmische Art. Der Besitzer konnte es jedenfalls nicht fassen, dass sein Hundchen mich einfach an sich ran ließ. Und das war kein Einzelfall.

Okay - Respekt habe ich trotzdem vor allen Hunden. Selbst die ganz kleinen Biester können einen unangenehm zwicken. Und gerade bei diesen Trethupen sind viele unberechenbare Schnapper dabei. Wichtig ist im Vorfeld daher immer eine gute Einschätzung der Gesamtsituation unter Zuhilfenahme eines geübten Augenkontakts. Das kann auch bedeuten, den besagten Augenkontakt explizit zu unterlassen, sprich den Hund geradezu zu ignorieren. Hunde mögen es nämlich überhaupt nicht, mit den Augen fixiert zu werden - sie fühlen sich beobachtet, was für viele Hunde eine Konfrontations- und somit eine Stresssituation darstellt. Unterhält man sich in ruhigem Ton mit dem Besitzer und schaut mal beiläufig in Richtung des Vierbeiners, nimmt er die Situation auch gleich viel gelassener. "Herrchen bleibt locker, der Typ ist auch locker und geht mir nicht mit komischen Blicken auf den Sack - da kann man auch mal neugierig schnuppern. Beißen kann ich ja immer noch, wenn er damit anfängt..."

Wenn man jedoch schon in Erwartung einer Problemsituation auf Hunde zugeht, spüren die Tiere das fast ausnahmslos. Ein argwöhnischer Blick reicht da schon vielfach aus, um genau die Situation zu schaffen, die man eigentlich tunlichst vermeiden wollte. Hinzu kommt, dass Hunde Gefahrensituationen förmlich riechen. Das ist nichts weiter als der Ausstoß von Stresshormonen durch Menschen, die Angst vor Hunden haben. Diese Hormone riechen die Hunde und nehmen instinktiv wahr, dass es sich um "Gefahr" handeln muss. Die Situation als solche gibt das zwar nicht her, aber die Symptome sind da. Und das reicht dann schon, damit bei dem Hund die Alarmglocken angehen - die Folge ist dann oft eine präventive Aggression. Knurren, Bellen, Zähnefletschen und eben auch Beißen sind dann probate Mittel, Herrchen oder Frauchen oder sich selbst zu "verteidigen".

Hat man seinen Angstschweiß unter Kontrolle, riecht der Hund nichts, nimmt keine Gefahr wahr und bleibt in den überwiegenden Fällen völlig entspannt.

Ich will das Thema nicht verharmlosen, jedoch ist gerade die eigene Angst oft der Auslöser für Hundeaggressionen. Von scharf gemachten Rottweilern, deren Besitzer mir nicht wohlgesonnen sind, würde ich allerdings auch grundsätzlich die Finger lassen.

Und was die "zierlichen Besitzerinnen von 100-Kilo-Kampfbestien" anbelangt - freue Dich einfach, dass sie zwangsläufig mit auf Dich zurennen. Denn wenn Du Dich freust, bleibt der Hund ja auch mit größerer Wahrscheinlichkeit geschmeidig.

Nicht umsonst gelten Hunde als "beziehungsfördernd". Man lernt sich auf jeden Fall kennen. Entweder im Gespräch über den "süßen Wauwau" oder beim Anstandsbesuch im Krankenhaus...

Gruß

Olaf
__________________
"Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen." George Orwell (1903-50), eigtl. Eric Arthur Blair, engl. Schriftsteller.

Geändert von Carstens_Brüderchen (13.01.2009 um 17:11 Uhr)
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  #12  
Alt 13.01.2009, 18:32
Tony_Iommi Tony_Iommi ist offline
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Tony_Iommi ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Frauen und große Hunde?

Mir geht’s da so aehnlich wie Olaf. Ich bin allerdings auch massiv vorbelastet. Noch bevor ich ueberhaupt geboren wurde, hatte die damalige Huendin meiner Grosseltern sich dazu entschieden, mir gegenueber eine Elternrolle einzunehmen. Und so war’s dann auch, Mingo hat sich ruehrend um mich gekuemmert und mich NIE aus den Augen gelassen. Das ging sogar so weit, dass niemand ausser meiner Eltern und Grosseltern naeher als drei Meter an mich ran durften. Ich haette da noch so die ein oder andere Lassie – like Story auf Lager, aber das gehoert ja hier nicht unbedingt her.

Aber durch diese Praedisposition bin ich natuerlich nachhaltig gepraegt worden. So habe vor Hunden grundsaetzlich keine Angst und das spueren die. Die beisswuetige Toelle unserer Freunde names „P.J.“ z. B., greift so ziemlich alles an was in ihre Reichweite kommt. Auch bei mir wurde da zunaechst keine Ausnahme gemacht. Bei unserem ersten Aufeinandertreffen rasste P.J. schnurstracks und mit wildem Tamtam auf mich zu.
„Peeeejayyy“ bruellte ich laut und ging ihm ein paar Schritte entgegen. P.J. war sichtlich ueberrascht und startete – wie in Zeichentrickfilm Manier – mit allen Vieren ein tollkuehnes Bremsmanoever. Und waehrend er so auf mich zu schlitterte, beugte ich mich nach unten, mit gefletschten Zaehnen und Knurren (ich, nicht der Hund). P.J. hatte ein bissl zu viel Schwung drauf und knallte in meine Beine – und ehe er sich versah, biss ich ihm in den Nacken. Natuerlich nicht mit voller Kraft, aber scharf genug. Nun ja, und seit dem sind wir die besten Freunde und ich bin der einizige in Nancy’s und Paul’s Bekanntenkreis, den der gute P.J. so freundlich behandelt.

Richtig Angst allerdings habe ich vor anderen Tieren – naemlich so ziemlich allen Reptilien, insbesondere aber Schlangen. Und Haie natuerlich. Warum das so ist, weiss ich auch nicht. Naja, bisher sind alle meine Begnungen (Schlange im Koffer, Schlange unter der Luftmatratze, etc.) mit dieser Gattung relativ glimpflich verlaufen.

Und zur Ausgangsfrage: fuer ganz so abwegig halte ich den Gedanken nicht. Eine Art „Hundefuehrerschein“ waere sicher etwas, worueber man sich mal Gedanken machen sollte. Aber generell natuerlich eher kleinwuechsigen Damen verbieten, mit groesseren WauWaus Gassi zu gehen, wird wohl so nicht umzusetzten sein.
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  #13  
Alt 08.09.2020, 11:20
EliasLeon EliasLeon ist offline
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EliasLeon ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Frauen und große Hunde?

Ich sehe kein Problem mit Frauen mit großen Hunden. Meine Schwester ist zierlich und besaß einen Japanischen Akita Hund.
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