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| allgemeines Tischtennis-Forum Dies ist unser Hauptforum. Hier geht es um Tischtennis allgemein und hier gehört alles rein, was nicht in die Fachforen oder sonstigen Foren passt. |
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#2371
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AW: Verärgerung allgemein über mytischtennis, Premiumaccounts, Abläufe, Kommunikation usw.
Zitat:
Ich habe auch mal einen Experten gefragt (ChatGPT). Sein Fazit: 3. Gesamtfazit Der Artikel wirkt in weiten Teilen glaubwürdig, aber auch klar PR-geprägt und vermeidet technische Präzision. Die Aussagen sind generisch korrekt, aber stellen die Verantwortung relativ weich dar (*Bots sind schuld*, *System ist komplex*, *keine schnelle Lösung*). Positiv: * Transparente Grundinformation über die Probleme. * Plausible Erklärung der Belastung. * Sinnvolle Maßnahmen wie Captchas. Negativ bzw. kritisch: * Es fehlen essenzielle technische Details. * Die Schuld wird sehr stark auf *Bots aus dem Ausland* geschoben, ohne konkrete Belege. * Die Aussage *Skalierung hilft nicht* ist zu pauschal und technisch unvollständig. * Der Text ist klar darauf ausgerichtet, Verständnis zu erzeugen, ohne intern Fehler einzugestehen. Wahrscheinliches Gesamtbild: Ein System, das schon vor den Angriffen an strukturellen Grenzen arbeitete, reagiert jetzt * aber nach aktuellem Stand eher reaktiv als professionell vorbereitet. Geändert von Frank Schmidt (19.11.2025 um 00:02 Uhr) |
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#2372
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AW: Verärgerung allgemein über mytischtennis, Premiumaccounts, Abläufe, Kommunikation usw.
Als jemand der an Systemen beruflich arbeitet welche mehrere Millionen Anfragen pro Minute bewerkstelligen können komme ich nicht umher hier doch einmal zu kommentieren.
An sich ist MyTischtennis architekturell halt nicht auf dem Stand der Zeit, was an vielen Faktoren liegen kann. Viele der Rahmenfaktoren wird man nur beantworten können mit den Zielgrößen aus dem Lastenheft an MyTischtennis, und mit wie viel Budget hier MyTischtennis wirklich agiert. Eine normale moderne Herangehensweise wäre so viele Bausteine wie möglich vom (Cloud-) Provider einkaufen. I.e. Datenbank im Hintergrund, Burst-Instanzen um Belastungsspitzen bewerkstelligen zu können. Das gesamte Backend in Microservices runterbrechen. Warum könnte das hier eventuell nicht zutreffen? Was wenn das Budget von MyTischtennis eine solche Lösung nicht zulässt und/oder die Expertise dafür nicht im Budget war? Oder wenn MyTischtennis als "Monolith" geschrieben wurde welcher sich nicht sauber runterbrechen lässt? Bots aus dem Ausland sind eine faule Ausrede welche man eigentlich nicht zulassen kann. Genau für so was gibt es Service wie CloudFlare welche eine Webseite speziell vor solchen Sachen schützen. Skalierung hilft nicht? Eine weitere faule Ausrede die eher darauf zurückschließen lässt, dass die Architektur von MyTischtennis verhunzt wurde und deswegen nicht von Skalierung profitieren kann. Was halt passiert wenn man nicht wirklich richtig Ahnung davon hat was man macht.. |
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#2373
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AW: Verärgerung allgemein über mytischtennis, Premiumaccounts, Abläufe, Kommunikation usw.
MMn. sollte man es aus einer anderen Perspektive sehen.
Hat ein Monopolist überhaupt ein echtes Interesse an einem qualitativ bestmöglichen Produkt oder liegt der Fokus eher darin mit Minimalkosten größtmöglichen Profit zu machen? Egal welche Branche man betrachtet, diese PPP (Private Public Partnership) Modelle, in denen ein Anbieter den "großen Vertrag abstaubt, bringen seltenst einen Mehrwert, die Qualität der Dienstleiatung/des Produktes ist meistens unterirdisch, für die öffentlich-rechtliche Seite lohnt es sich seltenst wirklich und der einzige Gewinner ist der Quasimonopolist. |
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#2374
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AW: Verärgerung allgemein über mytischtennis, Premiumaccounts, Abläufe, Kommunikation usw.
myTischtennis hat keine eigenen Entwickler oder Webdesigner - von daher kann man sich auch vorab die Frage stellen, welche Qualifikationen diese Firma überhaupt hat, diese Aufgabe, die ihr als Monopolist zugeschustert wurde, zu erfüllen - offensichtlich gar keine.
Dass man dann für alles externe Programmierer anheuern muss, die keinerlei Ahnung oder Verständnis von Tischtennis haben, spiegelt sich auch im Ergebnis wider. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein Pflichtenheft zwischen dem DTTB und myTischtennis gibt. Beide Seiten haben keine Mitarbeiter, die Ahnung von Softwareentwicklung haben. Ich hatte wesentliche Teile des TT-NEWS Livetickers entwickelt und damals viele Jahre betreut, der bis heute noch in allen Bundesligen außer der TTBL eingesetzt wird. Da gab es auch kein Pflichtenheft, da gab es nur ein "klingt gut, macht doch mal". Demnächst wird ja der Liveticker durch myTischtennis abgelöst, die die Ausschreibung gegen 6 Anbieter mit elektronischen Zählgeräten gewonnen haben - als einziger Anbieter, der kein elektronisches Zählgerät hatte. Macht Sinn, die haben ja seit 15 Jahren schon bewiesen, wie überragend gut sie IT Projekte beherrschen. Ab der Rückrunde kann man davon ausgehen, dass es also die Hälfte der Zeit keinen Liveticker mehr gibt. Wenn die elektronischen Zählgeräte so zeitnah entwickelt werden wie die Turnierwelt, kommen sie aber eh kurz nach Stuttgart 21, funktionieren sie hingegen so gut wie alles andere von myTischtennis, würde ich den Schiedsrichtern, die sie bedienen müssen, empfehlen, nur noch mit Helm und explosionssicherem Schutzanzug zu zählen. Ich sehe schon kommen, dass jedes Spiel 17 mal unterbrochen werden muss weil der Spielstand nicht stimmt und Jochen Lang ein Video veröffentlicht, dass die Hacker aus der Mongolei schuld sind.Was da abgeht, ist aus meiner Sicht mit Monopol viel zu freundlich umschrieben, die Camorra wäre stolz auf den DTTB und die Landesverbände. Ich habe es schon vor 15 Jahren gesagt und das stimmt immer noch: das komplette Konstrukt click-TT und myTischtennis könnte man zu weniger als 10% der aktuellen Kosten bei vielfach höherer Stabilität und deutlich besserer Funktionalität an die Rampe stellen. Mit ChatGPT baue ich das mittlerweile alleine in 2 Monaten komplett besser nach. Dafür bräuchte es allerdings irgendjemanden beim DTTB und den Landesverbänden, dem es um Tischtennis ginge und nicht darum, Vereine und Spieler monetär bestmöglich abzumelken. Das war vor 15 Jahren nicht der Fall und ist es heute noch weniger. Als die elektronischen Zählgeräte ausgeschrieben wurden, hatte ich eine längere E-Mail an Wolfgang Dörner verfasst, ihm meine Erfahrung mit dem Liveticker und Ergebnisdienst in der Vergangenheit erläutert und ihn eindringlich gebeten, von der jahrzehntelangen Praxis, zum Leid von Tischtennis, den Anbieter auszuwählen, der am wenigsten kann, abzurücken und als jemand, der Ahnung von IT hat, endlich die Schritte einzuleiten, die Tischtennis in Deutschland nach vorne bringen statt sie weiter über 15 Jahre mit Jochen Lang auszubremsen. Wie erwartet waren diese Bemühungen vergebens. Schade, mit einem neuen CEO hätte man die Chance gehabt, den Sumpf auszutrocknen und endlich im Sinne unserer Sportart zu reagieren. Leider durchblicken nicht genug Leute, was da überhaupt abgeht, so dass alle Tischtennisspieler auch die nächsten Jahre fleißig weiter verarscht und abgezockt werden. Allein schon das Modell, dass die Vereine Geld dafür zahlen, dass in click-TT die TTR Werte berechnet werden und es dann Leute gibt, die für diese bereits bezahlte Leistung noch ein zweites mal zahlen, indem sie einen Premium Account bestellen, ist schon der Gipfel der Verarschung und Ausbeute - aber scheint ja nur wenige bis niemanden zu interessieren. |
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#2375
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AW: Verärgerung allgemein über mytischtennis, Premiumaccounts, Abläufe, Kommunikation usw.
Vielen Dank für die Eindrücke hinter die Kulissen, die für viele interessant sein dürften!
Ich fasse das, zusammen mit anderen Infos hier im Forum und darüber hinaus mal für mich so zusammen: Die Hauptprofiteure bei MyTT haben da ein Konstrukt von gegenseitigen Abhängigkeiten geschaffen, bei denen alle wesentlichen Beteiligten Kunden und Dienstleister zugleich sind und wenig Interesse haben, daran etwas grundsätzlich zu ändern. Auf diese Weise kann man dilettantisch weiter machen, ohne dass einem jemand auf die Finger klopft. Der Sport spielt dabei keine Rolle mehr, es geht um Geld, Macht und Ansehen (oder dessen Verlust, wenn man sich selbst in Frage stellen würde). Und anstatt dieses unselige Konstrukt zurück zu schrauben, begibt man sich immer mehr in die Abhängigkeiten und sucht nach immer neuen Wegen, das dysfunktionale Konstrukt weiter zu stärken und auf Kosten des Sports davon zu profitieren. Dabei sieht man seit Jahren, dass dieses Konstrukt - dysfunktional ist und nicht annähernd das liefert, was man von so einer Firma erwarten kann und sollte. - Entscheidungen zum Schaden des Sports getroffen werden, um neue Einnahmequellen zu generieren oder eigene Fehlleistungen zu finanzieren (z.B. Turnierlizenz, digitale Zählgeräte, Liveticker,...). Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie groß der Schaden sein könnte, wenn hier mal Behörden genauer hinschauen und z.B. die Gemeinnützigkeit hinterfragen. Mir fehlt hier jegliche juristische Expertise, aber mein Bauchgefühl ist kein gutes. Meiner Meinung nach lässt sich das ganze Elend nur lösen, wenn die Abhängigkeiten gelöst werden. Die Verbände müssen raus aus dieser Firma, Interessenskonflikte dürfen nicht weiter bestehen. Das aber ist ein ganz dickes Brett, denn das haben die schon sehr clever eingefädelt und die Kosten sind zunächst einmal höher, als so weiterzumachen! Da müssen sich erst einmal die Leute finden, die das stemmen können und wollen und die einen langen Atem haben! Allerdings ist die Ausgangslage aktuell dafür auch vorhanden. Die Unzufriedenheit ist riesig und der bisher angerichtete Schaden unübersehbar! |
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#2376
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AW: Verärgerung allgemein über mytischtennis, Premiumaccounts, Abläufe, Kommunikation usw.
Da gibt es schon Leute, aber es ist nicht so einfach was zu ändern. Wenn beispielsweise Leute sich die Mühe machen die Probleme der neuen Seite per Mail an myTT zu schicken und weder eine persönliche Antwort bekommen, noch die beschriebenen Probleme gelöst werden, ist die Motivation schnell weg.
Und ja, da kann man dann natürlich gut erkennen, dass myTT überfordert ist und vielleicht noch versuchen Funktionäre des DTTB oder der Landesverbände mit ins Boot zu holen bei der Problembeschreibung- und bewältigung, doch wenn auch von da kaum was kommt, wird es schon schwierig. myTT kann/will nicht, Funktionäre ebenso und dann? Da wird es dann schon schwierig, wie man sich noch einfach einbringen kann. Zu Sitzungen und ähnlichem fahren und immer wieder kritisch nachfragen? Selbst als Funktionär versuchen etwas zu bewegen? Spieler aufklären und mobilisieren? Da sind dann fast alle raus, weil das Problem dafür nicht groß genug ist. |
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#2377
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AW: Verärgerung allgemein über mytischtennis, Premiumaccounts, Abläufe, Kommunikation usw.
Zitat:
Damit ist auch meine letzte verbleibende Frage beantwortet, nämlich wie sich Dörner wohl zu diesem Konstrukt positionieren wird. Sowohl dürfte ihm verständnismäßig klar sein, welch großer Schaden Tischtennis-Deutschland durch dieses Konstrukt entsteht, als auch ist er einer der wenigen, der nicht finanziell von den Honigtöpfen abhängig ist. Von daher war für mich seine Positionierung offen, aber damit dürfte klar sein, dass er sich mit den "Powers that be" arrangiert hat.
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#2378
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AW: Verärgerung allgemein über mytischtennis, Premiumaccounts, Abläufe, Kommunikation usw.
Zitat:
![]() Alles sehr schade....
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myttr - Die beste TT App für Android |
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#2379
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AW: Verärgerung allgemein über mytischtennis, Premiumaccounts, Abläufe, Kommunikation usw.
Zitat:
Ich hab nachdem ich mich wegen dieser mafiösen Zustände vor etwa 10 Jahren aus dem Tischtennis zurückgezogen hab, viel mit Volleyball und Fußball zu tun, aktuell bin ich Teammanager in der zweiten Bundesliga im Basketball. War früher über 10 Jahre Manager in der ersten und zweiten Tischtennisbundesliga. Diese Vergleiche mit anderen Sportarten zeigen, dass nirgends solch lächerlichen Mondpreise wie im Tischtennis gezahlt werden. Mit den zahlreichen Millionen, die hier über die Jahre verbrannt wurden, hätte Tischtennis heute Sportart Nummer zwei in Deutschland hinter Fußball sein können. Auch der Umgang mit Daten und deren Hoheitsrechte ist im Basketball komplett anders. Während Jochen Lang in der Vergangenheit damit geglänzt hat, Jugendliche, die zu viel für Tischtennis tun wollten, abzumahnen, gibt es im Basketball einen komplett offenen Markt für Ergebnisdienste und Liveticker. Die Daten werden in Bezahl-Apps angeboten, teilweise gratis und können von den Vereinen beliebig weiterverarbeitet werden - alles was der Sportart weiterhilft, ist erlaubt und herzlich willkommen. Also alles komplett anders als im Pingpong. Ein weiterer Pluspunkt für DTTB und Landesverbände: Fast niemand hat Einblicke in andere Sportarten. Besorgt man sich mal wie ich welchen oder engagiert sich da, stellt man schnell fest, dass Zustände wie im DTTB nicht normal sind. Jede Minute, die man ehrenamtlich in dem Bereich in Tischtennis investiert, ist verlorene Lebenszeit - wie meine Mail an Dörner. Ich muss allerdings sagen, dass er geantwortet und ein Telefonat angeboten hat. Das hat zeitlich aber nicht geklappt, da ich sehr stark im Basketball eingespannt bin. Im Nachhinein bin ich froh: die Zeit hab ich mir schenken können wenn ich die Pressemeldung über den Zählerstand Bullshit lese. Wer sich im Tischtennis ehrenamtlich engagieren will, sollte das in der Jugendarbeit tun - ansonsten kann ich jedem nur empfehlen, sich wie ch anderen Sportarten zuzuwenden. Das ist eine sehr erhellende und befriedigende Erfahrung insbesondere wenn man sie mit den Erfahrungen im Tischtennis vergleicht. Geändert von Frank Schmidt (21.11.2025 um 00:29 Uhr) |
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#2380
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AW: Verärgerung allgemein über mytischtennis, Premiumaccounts, Abläufe, Kommunikation usw.
@Frank Schmidt: Zumindest Handball und Tennis arbeiten auch mit nu-Datenautomaten. Kennst Du Zahlen, sprich wird Tischtennis hier übervorteilt? Ich schaue auch gelegentlich nach Basketball-Ergebnissen. Die Seite, die ich kenne, ist aus meiner Sicht alles andere als benutzerfreundlich. Sieht aus wie aus den 80-ern.
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Macht Sinn, die haben ja seit 15 Jahren schon bewiesen, wie überragend gut sie IT Projekte beherrschen. Ab der Rückrunde kann man davon ausgehen, dass es also die Hälfte der Zeit keinen Liveticker mehr gibt. Wenn die elektronischen Zählgeräte so zeitnah entwickelt werden wie die Turnierwelt, kommen sie aber eh kurz nach Stuttgart 21, funktionieren sie hingegen so gut wie alles andere von myTischtennis, würde ich den Schiedsrichtern, die sie bedienen müssen, empfehlen, nur noch mit Helm und explosionssicherem Schutzanzug zu zählen. Ich sehe schon kommen, dass jedes Spiel 17 mal unterbrochen werden muss weil der Spielstand nicht stimmt und Jochen Lang ein Video veröffentlicht, dass die Hacker aus der Mongolei schuld sind.

