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Fitness - Ernährung - Psyche - Gesundheit - Verletzungen Keine Ausdauer? Unbeweglich? Übergewicht? Verletzt? Der Körper muss nun mal mitspielen (auch mental), daher geht es hier um Training (abseits des Tisches), Krafttraining, Workouts, Mindset, Rezepte, Tipps für Body & Seele, usw.

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  #31  
Alt 21.06.2025, 12:16
UKausD UKausD ist offline
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AW: Material und Spiel wird immer schneller - schlecht für Senioren

Zitat:
Zitat von Viking_0909 Beitrag anzeigen
Hallo,
ich habe das Gefühl dass ich fortgeschrittenen Alter dem Wahnsinn mit dem immer schnelleren Material und Spiel nicht mehr mithalten kann. Dies ist sehr frustrierend für mich. irgendwie fühle ich mich fast genötigt auch auf schnelles Material umzustellen.
Die IMHO mit Abstand größte Entwicklung in den letzten 30 Jahren im TT ist die Steigerung der Geschwinigkeit in Folge der Materialentwicklung. Diese muss ein Spieler durch gesteigerte Athletik und angepasste Technik begleiten können, ansonsten kann er sie nicht nutzen. Gleichzeitig aber verringert sich die Athletik im Alterungsprozess. Also zwei gegensätzliche und damit auf negative Art addierende Effekte, soweit stimme ich zu.

IMHO das größere Problem mit dieser Entwicklung umzugehen ist, dass 99% aller TT-Spieler nicht richtig trainieren und somit ihre Technik nicht weiterentwickeln. Bis letztes Jahr habe auch ich das Thema "Immer schneller" kritisch gesehen und selber langsame Beläge "alter Art" gespielt. Seitdem ich aber strukturierter trainiere und auch regelmäßig Trainerstunden nehme, konnte ich meine old-school-Technik aus dem letzten Jahrtausend deutlich aktualisieren und verbessern. In dieser Zeit habe ich gemerkt, dass ich durch die bessere Technik mit schnellerem Material nicht nur gut klar komme, sondern mir dieses bei den Schlagausführungen sogar hilft.

Schnelles, modernes Material ist kein Teufelswerk, sondern kann helfen. Diese Hilfe fällt aber nicht vom Himmel. Natürlich gibt es für jeden ein Ende der Fahnenstange. Aber bevor dieses erreicht wird, kann (muss) man aktiv werden.

Gruß
Uli
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  #32  
Alt 22.06.2025, 12:42
pepekepski pepekepski ist offline
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AW: Material und Spiel wird immer schneller - schlecht für Senioren

Super Beitrag - Trifft den Nagel auf den Kopf.

War bei mir beim cybershape carbon so. Haette ich spielen/beherrschen koennen aber mit mindestens 4 mal Training die Woche!!! Komme ursprünglich vom vollholz. Nicht nur das training ist wichtig. Auch, dass man mit besseren spielt, die einem Sachen erklären koennen. Dann kann man sich sehr viel abgucken. Haben aber nicht alle Bock zu!!!!

Bei den Senioren 50 in Erfurt ist mir aber aufgefallen, dass die Leute gar nicht so schnelle hoelzer spielen. Der bei uns die Gruppe gewonnen hat, hatte noch primo off minus. Aber belaege dann Max schwammstaerke

Geändert von pepekepski (22.06.2025 um 12:48 Uhr)
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  #33  
Alt 22.06.2025, 14:00
Benutzerbild von Fels von der Brandung
Fels von der Brandung Fels von der Brandung ist offline
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AW: Material und Spiel wird immer schneller - schlecht für Senioren

Je schneller das Material und je älter man ist, desto weiter kann man nach hinten gehen und umso mehr Zeit gewinnt man damit wieder….. alles gut.
Man passt sich eben an
__________________
Ursprünglich „Fels in der Brandung“, jetzt aber zurückgezogen & im Ruhestand
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  #34  
Alt 13.01.2026, 06:41
Viking_0909 Viking_0909 ist offline
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AW: Material und Spiel wird immer schneller - schlecht für Senioren

Darf ich fragen wie alt Du bist ?

Zitat:
Zitat von vossi39 Beitrag anzeigen
Im Moment DHS W968 mit Donic Bluestar A1 2.0mm (VH) und XIOM J&H Z52.5 2.1mm (RH)
Davor Stiga Dynasty Carbon mit Tronix ZGR 2.0mm beidseitig.

Alterantive zum W968 wäre ein XIOM AJH TMXi Pro. Wenn mein XIOM nicht 95g wiegen würde (und damit deutlich schneller als das W968 wäre), dann wäre das sogar mein präferiertes Holz, da es einen dickeren Griff hat.
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  #35  
Alt 13.01.2026, 14:22
Benutzerbild von vossi39
vossi39 vossi39 ist offline
RH jetzt gefunden...
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AW: Material und Spiel wird immer schneller - schlecht für Senioren

Zitat:
Zitat von Viking_0909 Beitrag anzeigen
Darf ich fragen wie alt Du bist ?
Bin 58

Update zum Material. Geblieben ist das W968 aber inzwischen (wieder) H3 Neo BS 41° und H3 Neo OS 38°
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  #36  
Alt 13.01.2026, 20:39
Darkgrey Darkgrey ist offline
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AW: Material und Spiel wird immer schneller - schlecht für Senioren

Ok mag sein das Teile des Materials schneller geworden sind , aber es zu fehlerlos zu beherrschen schaffen nur wenige Spieler. Die meisten sind fehleranfälliger geworden und haben Probleme gegen Material.
Wenn ältere Spieler es beherrschen Bälle kurz hinters Netz oder plaziert in die Ecken zu legen haben die jungen Topspinheroes alle ihre Probleme. Die meisten jungen Spieler spielen doch eh nur Schema F und sind ausrechenbar. Variables Spiel beherrschen die wenigsten.
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  #37  
Alt 10.02.2026, 09:39
Benutzerbild von Mephisto
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:-) AW: Material und Spiel wird immer schneller - schlecht für Senioren

Ich bin der Meinung, ein ordentliches Maß an Selbsteinschätzung ist entscheidend.

Wir betreiben den geilsten Sport der Welt, um bis ins Alter aktiv zu sein und nicht ab 35 Jahren nur noch an der Theke und am Spielfeldrand zu stehen. Alleinstellungsmerkmal im Tischtennis! Und dann noch gute Strukturen im Senior*innensport auf Turnierebene und altersübergreifende Integration in den normalen Spielbetrieb.

Problem ist, wenn ich bei der eigenen Leistungsfähigkeit mein Alter nicht anerkenne und mich an ehemaligen Spielstärken messe, werde ich mir selbst nicht gerecht.

Eine frühere Studie hat herausgefunden, dass der durchschnittliche Leistungspeak von Spieler*innen im mitteleuropäischen ambitionierten Bereich bei 27 bis 37 Jahre liegt. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, aber dann sollte es bei gleichem Engagement langsam bergab gehen. Das sollte man anerkennen.

Dazu kommen natürlich auch noch Lebensumstände wie Job, Familiengründung etc., durch die der Aufwand neben körperlichen Voraussetzungen angepasst werden muss.

Ich habe mal statistisch in meinem TT-Umfeld die Leistungsentwicklungen untersucht und da kann man schon ablesen, wie in welchem Alter die durchschnittlichen Leistungsentwicklungen sind, aber auch wie durch größeres Engagement oder wenig Training Entwicklungen verstärkt werden. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, aber die Gesamttendenz kann man gut ablesen. Das hilft beim Einordnen. Teile doch spaßeshalber mal die Spieler*innen in Deinem Verein oder Kreis in 10-Jahres-Dekaden ein und lese altersgetrennte Ranglisten aus - und mit viel Aufwand nochmal z.B. bei heute 50-60- oder 60-70jährigen deren TTR vor 10 Jahren. Das hilft beim Einordnen.

Der TTR hat das ehrlicher gemacht und hat Spielstärken besser eingeordnet, die gefühlt in Gedenken an alte Zeiten subjektiv höher waren.

Geschwindigkeit, schnelleres Material und vor allem der frühere Balltreffpunkt haben das Spiel athletischer gemacht, wodurch nicht nur altersbedingt sich fittere Spieler*innen durchsetzen. Das Goldhändchen hat an Relevanz verloren, körperliche Fitness hat größeren Einfluss als früher. Finde ich übrigens auch gut für die Außendarstellung der Sportart, auch wenn es mir persönlich nicht in die Karten spielt.

Mit gutem Spielverständnis, Aufschlagspiel, Taktik und unangenehmen Ballwegen lässt sich trotzdem noch etwas nicht zu unterschätzendes der Dynamik der jungen Wilden entgegensetzen.

D.h. aber gleichzeitig auch, dass gerade beim Älterwerden allgemeine Fitness und Beweglichkeit an immer größerer Bedeutung gewinnen. Spieler*innen mit guter Kondition, wenig Übergewicht und Beweglichkeit halten viel länger ihr Niveau bzw. verlangsamen die Minderung der Leistungsstärke.

Gerade Beweglichkeit im Rumpfbereich ist entscheidend für das Nachspiel und konditionelle Voraussetzungen für große Wege und Umlaufen, entscheidend für die Anpassung des Spielstils beim Älterwerden.

Bei Spieler*innen, die an ihrem Leistungspeak waren, ist auch Belastungssteuerung und Ausgleichssport entscheidend. Auch Boll und Samsonov haben ihr Trainingspensum am Tisch und die Intervalle deutlich reduziert, um möglichst lange ihr Niveau annähernd zu halten. Samsonov hat mal erzählt, dass er ab einem gewissen Alter mindestens die Hälfte seiner Trainingszeit in Ausgleichssport, insbesondere Yoga für die Beweglichkeit und das Mindset, investiert hat.

Je älter ich werde, desto mehr ist die Rumpfbeweglichkeit das Kernthema. Davon ist abhängig, ob ich aus dem Mittelbereich gut stehe und mehrmals spinorientiert nachspielen kann oder ehemalige Topspins durch Block- und Notbälle ersetze und damit einhergehend mein Spielsystem anpasse. Genauso athletisch die langen Wege in weite Vorhand oder das umlaufen. Wenn ehemalige Stärken wegfallen, kann auch im Zuge der Veränderung des Spielsystems Material eine Antwort bieten.

Gegenläufige Entwicklungen sehe ich vor allem bei Spieler*innen, die trotz viel Leben drumherum trotzdem weiter viel Zeit in TT investieren, bewusst und mit Unterstützung (z.B. Einzeltraining oder systematische Übungen passend zum Spielstil, auch Verbesserung von Einzelschlägen oder Aufschlagspiel) und körperlich in der Lage dazu sind. Für viele ist irgendwann zwei Tage Tischtennis in Folge am zweiten Tag nur noch mit Einschränkungen möglich. Hier stellt sich dann die Frage, durch wieviel Umfang werde ich tatsächlich besser und wie lange sind die Trainingsintervalle im Sinne von Trainingssteuerung.

Aber TT ist auch ein geselliger Sport und regelmäßige Hallenaufenthalte mit geselligen Austausch mit oder ohne Bier danach mit Vereinskolleg*innen hilft auch sehr der mentalen Fitness und zum Stressausgleich in anderen Lebensbereichen.

Insofern bin ich wieder beim Anfang meines Beitrags, TT ist als Alltime-Sport einfach genial. Leistungsabfall sollte man anerkennen und sich nicht zu viel Kopf machen, darf sich aber gerne dagegen wehren und gegensteuern, wenn man das nicht zu verkrampft macht und damit zu sehr hadert, wenn es nicht klappt. Aufgeben gilt nicht. Meine Meinung.
__________________
Nichts bleibt wie es wird!
Mephisto
TSG Oberrad

Geändert von Mephisto (10.02.2026 um 09:42 Uhr)
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