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  #2921  
Alt 12.03.2026, 02:06
topspinkrieger topspinkrieger ist offline
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AW: Rund ums Kleben (Themensammlung): Nützliches, Wissenswertes usw.

Ich habe folgendes Problem bei einem Holz:
Ich habe nach dem entfernen der Beläge auf beiden Seiten eine Klebeschicht auf dem Holz. auf der einen Seite mit Resten des Schwammes (den Belag hat zerlegt) und auf der anderen Seite nur Klebeschicht. Es lässt sich nicht abziehen. Kleber war glaube ein Joola Kleber (Kein VOC).
Geht das auch mit Aceton oder gibts da ne andere gute Methode?
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Es gibt immer einen noch größeren Fisch ...
- Qui-Gon Jinn
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  #2922  
Alt 12.03.2026, 06:12
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Gandalf Graurock Gandalf Graurock ist offline
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AW: Rund ums Kleben (Themensammlung): Nützliches, Wissenswertes usw.

Natürlich kann man mit Lösungsmitteln arbeiten wenn Sie mit bedacht und bitte im freien eingesetzt werden. Am Ende des Tages ist es eine Fleißarbeit. Ich reibe diese Rückstände ab. Hab in meinem TT Werkstattraum hierfür alte Geschirrhandtücher und dergleichen gesammelt. Mit dem trockenen Tuch musst Du mit Druck diese Rückstände abreiben. Darunter sollte dann blankes Holzfurnier zum Vorschein kommen. SQUARE hat da mal ein sehr schönes Video gepostet. Sowohl vom entfernen alter Schwämme bis zum entfernen aller Rückstände.

Den alten Schwamm kannst Du vorher mit einer Art Spachtel o.ä. abkratzen. Dabei aber Vorsicht walten lassen. Wenn du diese zu steil anstellst kann es passieren, dass Du dir durch den Schwamm stößt und dadurch dein Oberfurnier beschädigst. Wenn alles entfernt ist sowohl Schwamm wie auch Klebereste, empfehle ich Dir dein Schlägerblatt dünn mit Hartwachsöl zu versiegeln. Zum einen besteht nicht mehr die Gefahr, dass du Dir beim abziehen alter Beläge dein Oberfurnier beschädigst und zum anderen lassen sich deine Beläge auch im gesamten leichter abziehen. Nach meinem Dafürhalten hat dies keinen Einfluss auf die Klebeverbindung. Nach dem versiegeln nur vernünftig einziehen und trockenen lassen. Bei mir stehen versiegelte Hölzer auch gern mal mehrere Tage wenn ich keinen Zeitdruck hab.
__________________
Nichts ist so einfach, als dass man es nicht doch falsch machen könnte!
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  #2923  
Alt 19.04.2026, 13:52
BerndausB BerndausB ist offline
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AW: Rund ums Kleben (Themensammlung): Nützliches, Wissenswertes usw.

Hi,

vor einigen Wochen gab es ja hier ein wenig Diskussion um das Thema Nasskleben und Belagpresse.
Zufälligerweise habe ich gerade von einem guten Bekannten eine Belagpresse von Ceracraft gekauft und dachte, kurz mal meine Erfahrungen zu teilen und evtl. Fragen zu schreiben.
Ich habe bislang immer "traditionell" geklebt, kam damit eigentlich ganz gut klar. Aber ich dachte, das Nasskleben auszuprobieren, ist evtl. eine gute Idee, gerade um ein sehr konstantes Ergebnis beim Kleben hinzubekommen.
Die Presse ist super verarbeitet und gut durchdacht, da sie rundherum mit 6 Schrauben den Druck aufbaut. Gleichzeitig ist sie so konzipiert, dass der Druck nicht nur durch die 6 Schrauben rundherum, sondern auch durch ein durchdachtes Design möglichst gleichmäßig auf die Beläge bringt und nicht nur über die Mitte.
Nittaku Finezip ist etwas dickflüssiger und hat gut damit geklappt. Je eine relativ dicke Schicht auf Belag und Holz, für 1 bis 2 Stunden einspannen, dann nach dem Schneiden das gleiche auf der anderen Seite und für mind. 12 h in der Presse lassen.
Ich habe so bisher 2x geklebt und bin sehr davon angetan. Das Kleben ging einfach, beide Schläger spielen sich gut und bei gleichem Material für mich identisch. Es scheint erstmal eine wirklich gute Idee zu sein, so zu kleben - zumal man ja noch den Belag beim Drauflegen ein wenig ausrichten und schieben kann.
An 3 Punkten habe ich aber kleine Fragezeichen:
- den Druck über die Schrauben wirklich immer gleich hinzubekommen - und vor allem nicht zu viel und nicht zu wenig (Bei anderen Pressen wie z.B. von Soulspin ist das aber wahrscheinlich auch nicht anders?)
- Wie ich immer eine angemessene und gleiche Menge Kleber auftragen könnte? Der Schwamm zum Kleben saugt sich ja schon immer mehr voll, so dass ich von Seite zu Seite immer weniger Kleber brauche, da der Schwamm gesättigt ist. (Aber das ist beim normalen Kleben ja auch nicht viel anders...)
- Ob wirklich viel Feuchtigkeit vom Kleber dann ins Holz geht, evtl. auch verbleibt und sich langfristig auf die Eigenschaften auswirkt?
Über den letzten Punkt wurde ja hier auch schon kurz diskutiert. Man könnte es ja auch mal langfristig ausprobieren, in dem man das Holz immer wieder wiegt (ich habe aber leider keine Waage, die dafür geeignet wäre...). Außerdem kamen wir im Gespräch auch darauf, dass man ja über den Schweiß der Hand auch Feuchtigkeit ins Holz bringt? Wenn man pro Woche 6 h spielt, dürfte doch dann die paar Gramm Feuchtigkeit, die man alle 2 bis 3 Monate durchs Kleben aufbringt, zu vernachlässigen sein, oder? Zur Not könnte man ja auch vor jedem Kleben das Holz einfach mal ein paar Tage zum Trocknen liegenlassen...
Hat jemand dazu schon Erfahrungen gemacht oder Ideen?

Insgesamt finde ich das Kleben aber so sehr praktisch und mit hoffentlich gleichmäßigerem Ergebnis. Beim "normalen" Kleben habe zusätzlich immer noch das Problem mit der Frage, wie stark ich die Rolle aufdrücken soll. Öfter kam es dann vor, dass ich beim Abziehen gemerkt habe, dass der Belag kürzer geworden ist, weil ich ihn beim Kleben zu doll wie einen Hefeteig gerollt hatte. Das sollte mit der Presse und dem Nasskleben eigentlich kein Thema mehr sein - ich achte aber mal darauf.
Für Beläge mit Noppen außen sollte eine Presse aber wohl eher nicht geeignet sein - denke ich zumindest.

Ich werde erstmal grundsätzlich bei dieser Art des Klebens bleiben.

Gruß
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  #2924  
Alt 19.04.2026, 15:52
Haureinis Tango Haureinis Tango ist offline
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Hast du deine nasshaftenden Beläge auch schonmal wieder abgezogen?
Es geht bei Hölzern und Belägen leicht um Schäden über 100 Euro, wenn da unsachgemäß gearbeitet wird.
Empfehlenswert bis dahin:
Kontaktklebstoffe
Daraus zitiert:
"Kontaktklebstoffe

Bei Kontaktklebstoffen handelt es sich um in Lösemitteln gelöste Polymere (insbesondere Polychloropren und Polyurethane) oder als umweltfreundlichere Alternative um Dispersionen in Wasser. Sie unterscheiden sich jedoch in ihrer Verarbeitung dahingehend, dass Kontaktklebstoffe auf beide Fügeteile aufgetragen werden. Erst nachdem ein Großteil des Lösemittels bzw. Wassers verdunstet ist, d. h. der Klebstofffilm quasi trocken ist, werden die Bauteile gefügt. Hierbei ist der Anpressdruck, er sollte mindestens 0,5 MPa betragen, ausschlaggebend, die Anpressdauer hingegen von untergeordneter Bedeutung. Durch das Zusammenpressen fließen die beiden im amorphen Zustand vorliegenden Klebstoffschichten ineinander, um sich anschließend weiter, unter Ausbildung kristalliner Strukturen zu verfestigen. Die Klebung ist nach dem Fügen sofort belastbar, die Einhaltung einer geschlossenen Wartezeit ist also für typische Kontaktklebstoffe nicht erforderlich.

Die Mindesttrockenzeit bezeichnet hier den Zeitraum, den der Klebfilm benötigt, bis er beim Berühren mit der Fingerkuppe zwar noch eine gewisse Restklebrigkeit aufweist, aber keine Fäden mehr zieht und somit das Fügen erfolgen kann. Um Hautkontakt mit den Restlösemitteln zu vermeiden, sollten bei diesem sogenannten Fingertest geeignete Handschuhe getragen werden. In den technischen Datenblättern der Kontaktklebstoffe wird in der Regel die Kontaktklebzeit, d. h. der Zeitraum nach Ende der Mindesttrockenzeit, innerhalb derer gefügt werden muss, angegeben. Wird erst nach Überschreiten der Kontaktklebzeit gefügt, ist mit Einbußen bei der Festigkeit der Klebung zu rechnen. Bei vielen Kontaktklebstoffen ist, sollte die Kontaktklebzeit überschritten sein, eine Reaktivierung des Klebfilms durch Wärme möglich. Angaben hierzu finden sich ebenfalls in den technischen Datenblättern der jeweiligen Klebstoffe.

Zur Verwendung der lösemittelfreien, wasserbasierten Kontaktklebstoffe muss jedoch angemerkt werden, dass insbesondere die langen Mindesttrockenzeiten und die häufig nur begrenzte Feuchtigkeitsbeständigkeit ihrer Verwendung entgegenstehen. Die Trocknung kann durch einen entsprechenden Wärmeeintrag in Trockenkanälen beschleunigt und die mangelnde Feuchtigkeitsbeständigkeit durch ein zwei-komponentiges Arbeiten, d. h. der Zugabe eines Vernetzers vor der Verwendung (siehe Klebstoffe mit kombinierten Verfestigungsmechanismen) kompensiert werden.

Anwendungsgebiete Kontaktklebstoffe werden z. B. zum Kleben von Bodenbelägen, bei der Herstellung von Matratzen und Schuhen und zum Anbringen von Zier- und Scheuerleisten eingesetzt. Da das Lösemittel bereits vor dem Fügen nahezu vollständig aus dem Klebfilm entwichen ist, eignen sich Kontaktklebstoffe auch für das Kleben zweier lösemittelundurchlässiger Fügeteile.

Beim Einsatz von Kontaktklebstoffen ist zu beachten, dass

die produktspezifischen Prozesszeiten, Mindesttrockenzeit und Kontaktklebzeit eingehalten werden
beim Fügen der erforderliche Anpressdruck gewährleistet ist

Kommen lösemittelhaltige Kontaktklebstoffe zum Einsatz ist neben deren Entzündlichkeit und/oder gesundheitsschädlichen Wirkung zu berücksichtigen,

dass die enthaltenen Lösemittel bei Kunststoffen Spannungsrisskorrosion auslösen können."
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  #2925  
Alt 20.04.2026, 08:41
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Gandalf Graurock Gandalf Graurock ist offline
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Ich habe mir selbst Belagpressen nachgebaut, da ich für meine Betriebssportgruppe sowie mehrere im Verein die Schläger beklebe. Ich hatte mit allen unterschiedlichen Klebern, sowohl VOC freri egal ob Dünn oder Dickflüssig und auch mit alten Lösungsmittelhaltigen Klebern immer sehr gute Ergebnisse
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Belagpressen.jpg (378,2 KB, 41x aufgerufen)
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  #2926  
Alt 20.04.2026, 09:04
BerndausB BerndausB ist offline
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@Haureinis Tango: Wenn ich die Beläge abziehe, werde ich auf jeden Fall darauf achten und mich melden.
Danke für dein Posting
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belag, copydex, free chack pro, frischkleber, holz, juic, kantenschläge, schläger, sriver l, voc, voc-kleber

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