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| Schiedsrichter- und Regelbereich & Rechtliches Alles rund um Schiedsrichter, Regeln, rechtliches (Vereinsrecht, Gesetze). Regelfragen, strittige Situationen, zu viele Regeländerungen oder neue Ideen für TT, Erfahrungen als/mit Schiedsrichter(n), Ausbildung, usw. |
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#131
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AW: Ist unser Sport aufgrund des Regelwerkes bald tot?
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass genau das die Stärke von Tischtennis ist und nicht die Schwäche. Ich bin mir sicher, dass Tischtennis nicht das Potential hat, ein breites Fernsehpublikum zu begeistern. Aber es hat sehr wohl das Potential, eine breite Gesellschaftsschicht zu erreichen und zum Mitmachen zu animieren - jeder so viel und so gut er kann. Zum Beispiel die Schuloffensiven tragen diesem Ansatz ja auch Rechnung. Aus einer Erweiterung zum "Volkssport" würde dann auch wieder ein höheres Medieninteresse erwachsen. Ein verändertes Regelwerk wird hingegen nichts ändern.
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Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel. Bertrand Russell |
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#132
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AW: Ist unser Sport aufgrund des Regelwerkes bald tot?
Zitat:
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#133
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AW: Ist unser Sport aufgrund des Regelwerkes bald tot?
Also ich habe jetzt mal fast alle beiträge gelesen und ein Punkt, den ich für sehr wichtig halte, ist mir zu kurz gekommen. Für die meisten Menschen ist TT ein Sport, der mit Garage, Picknick im Park oder dem Rundlauf auf der Steinplatte in der Schule zu tun hat. Mehr auch nicht. Das wurde ja hier auch schon ausgiebig analysiert, aber die Wahrnehmung der Dportarten, die beliebt sind unterscheidet sich meiner Meinung nach in einem sehr entscheidenden Punkt:
Fussball, Eishockey, Handball, das alles sind a) Kontaktsportarten und b) sehr athletische Sportarten. Ich habe den Eindruck, dass sich die breite masse eher mit den Akteuren dieser Sportarten identifizieren WILL, als mit den Leuten, die auch im Sommer in der Halle einem kleinen Ball hinterherjagen. Zudem hat Fussball im Speziellen bei uns ja auch noch die Tradition, die seit der WM 54 ungebrochen ist. Die Eishockey WM hat auch nur eher wenig Beachtung in den Medien gefunden, dennoch kamen die Spiele wenigstens im TV und am Ende wollten alle wissen, wie sich die deutsche Mannschaft so sensationell schlägt. Namen wie Uwe Krupp sind doch wenigstens den meisten irgendwo geläufig. Timo Boll zwar auch mittlerweile, aber dennoch wird das alles eher belächelt als alles andere. Dann ein Punkt, der mir auch auffällt, wenn ich mir die Zusammensetzung der Vereine ansehe. Die Altersspreizung hat beides, Vor- und Nachteile. Als Jugendspieler bleibt man zunächst doch in einer gewissen Altersklasse, beim Übergang in den Herren/Damenbereich erschliesst sich da plötzlich ein ganz anderes Spektrum. Gerade wenn man dann in jungen Jahren in der KK spielt, trifft man sehr oft auch auf eher ältere Mannschaften. Von der mannschaftsaufstellung im eigenen Verein mal ganz zu schweigen. In meinem letzten Verein in der alten Heimat haben wir seit ich dort war (1991) immer mit 6 Herrenmannschaften spielen können, trotz der Fluktuation der Jugendmannschaften. Aber mittlerweile können die sich vor Jugendlichen und Kindern kaum retten. Neuer Trainer und neue Trainingsmethoden haben da wohl ihren Anteil daran. Der Einzugsbereich ist aber auch sehr viel größer geworden, sprich die Zuwächse gehen auf Kosten der anderen Vereine. Es spricht sich dann eben rum, dass dort ein guter Trainer ist und wenn dann auch noch das gesellige Leben passt, bleiben die Leute eher da. Wir haben damals seit dem Wechsel von U18 zu den Herren immer mit einer eher jungen Truppe zusammengespielt und auch danach die neuen Herrenspieler aus der Jugend "eingeführt". Dadurch blieb unsere Mannschaft immer jung und man hatte viel Spass. Auch der Kontakt zu den anderen Mannschaften war immer sehr eng. Vielleicht ist das auch ein wichtiger Punkt an dem gearbeitet werden muss. Hier in Stuttgart gibt es wenigstens die Leistungsstützpunkte, die einige Trainer für den Verband in den Schulen austragen um auch junge Spieler primär an den Sport und nicht an das Vereinsleben zu binden. Das halte ich auch für ein gutes Konzept. Aber mit Regeln hat das alles meiner Meinung nach nur sehr begrenzt zu tun. ich kann mich in den aktiven Jahren als Spieler nicht ein einziges Mal daran erinnern, dass ich mich mit anderen Leuten ausserhalb des Vereins über Regeln unterhalten musste, um deren Interesse zu erkennen. Das Medieninteresse kommt von ganz allein, wenn sich genug Menschen in ihrer Zeit in dem Sport engagieren, nicht andersherum. Und das ist einfach ein Problem der heutigen Zeit, zunehmend gefördert durch den Interessenwandel bei den jungen Menschen. Hatte man früher zum Zeitvertreib eher mal eine Platte im Garten oder Keller stehen, muss es heute die elektronische Medienwelle sein, die die Jugend noch fasziniert. So ist das eben. Ich denke fast alle hier können das bestätigen, dass es auch immer schwieriger wird, Jugendliche für aussersportliches Engagement zu gewinnen, sprich den Verein als soziales Gefüge zu erkennen. Für zu viele ist das heute einfach eine Dienstleistung, die sie gerne in Anspruch nehmen. Aber mehr auch nicht. Und als letzter Punkt, bei dem ich mich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen möchte, aber der meine Erfahrung aus den letzten fast 20 Jahren wiederspiegelt: Jeder kennt den Begriff des Fussballprolls oder die Beliebtheit sehr körperbetonter Sportarten in gewissen sozialen Schichten. Wenn ich mir diese "Schablone" (und deswegen ist diese Betrachtung auch eher mit Vorsicht zu geniessen) mal auf unseren Sport anwende, sehe ich einfach auch das Zielpublikum beim TT in anderen Gruppen als beim Fussball, der Formel 1 oder beim Boxen. Ich kenne jedenfalls keinen TT-Proll. Wie gesagt, das ist eine Gratwanderung, das so zu betrachten, aber ich gehe davon aus, dass ihr die Tendenz, in die das geht auch erkennt.
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ACHTUNG Linkshänder ! ![]() Neue Testphase:Genius Opt. 2,0 (VH) bleibt - Waldner Senso Carbon - Aurus Sound 2,1 (RH) |
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#134
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AW: Ist unser Sport aufgrund des Regelwerkes bald tot?
Ailton ist auch nicht der Dünnste und war eine Zeit lang erfolgreich ... also ist Fußball auch kein Sport?
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#135
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AW: Ist unser Sport aufgrund des Regelwerkes bald tot?
Moin!
Ich muss jetzt mal was zugeben: Mir ging es weniger darum, dass TT attraktiver für die Öffentlichkeit wird (imho ein hoffnungsloses Unterfangen). Auch nicht darum, Leute, die keine Lust oder Zeit mehr haben, bei unserem Sport zu halten. Mir ging es um die Leute, die tatsächlich spielen, aber aufgrund der Material-Regelungen bald keine Lust mehr haben. Es betrifft tatsächlich wohl eher die Material-Spieler, da es nur für diese unmittelbare Auswirkungen hat. In JEDEM Spiel. Die, die gegen Noppen spielen müssen, haben nicht in jedem Spiel damit zu tun. Ab und an mal, aber längst nicht in jedem Spiel. Spielstarke Akteure interessiert die Noppen-Regelung kaum bis überhaupt nicht. Weil sie dagegen erfolgreich agieren. Eben nicht nur reagieren, vielmehr agieren. DAS ist ja der Unterschied. Auf unterer Ebene wird das Thema interessanter. Da Leute mit ggf. weniger Talent eher auf Noppen zurückgreifen. Und mit weniger Talent ist es natürlich auch antrengender GEGEN Noppen spielen zu müssen. Da eben eher reagiert wird. Das macht das Ganze problematischer. Auf höherer Ebene ist das Thema "Tuning" interessanter. Und wohl auch noch das Thema "Frischkleben". Bewegt man sich also MIT Noppen auf höherer Ebene, wird's richtig übel. Die Gegner tunen und kleben und man selbst darf nichts Noppen-Außen-Glattes mehr einsetzen. Das ist doof! ![]() Die Anderen kompensieren also die Verbote (mit erlaubten Belägen) bzw. umgehen sie mittels Tuning oder auch noch Kleben und der am-Tisch-Defensive ist angeschissen. Der hat nicht wirklich die Möglichkeit auf erlaubte Beläge zurückzugreifen. Diese 3 Verbote in Kombi mit deren Umsetzung sind es also, die mir Kopfschmerzen bereiten. Es gibt nur wenige Spieler, die unter allen dreien leiden. Und das sind eben die ehem. GLN-Spieler, die auf der Vorhand auch noch was zu bieten hatten. Um die erlaubten Noppen OX beherrschen zu können, sollte das Holz langsamer werden. Das ist übel für die Vorhand, die durch die beiden anderen Verbote ebenfalls leidet. Die Angriffsspieler können ggf. auch durch ein anderes, schnelleres Holz die Angelegenheit kompensieren. Das können die am-Tisch-Abwehrer aus dem genannten Grund kaum machen. Sonst wird eben die Rückhand unkontrollierbar. Schlussfolgerung: hält man sich als am-Tisch-defensiv-Spieler an alle 3 Verbote, die Gegner teilweise bzw. überwiegend aber nicht, ist's echt übel. Zu kleben bzw. zu tunen ist eher ein Kavaliersdelikt. Mit nachgeglätteten Noppen zu spielen (zurecht) nicht. Sich an alle Verbote zu halten, dann aber auf Noppen- oder/und Tuning- oder Klebebetrüger zu stoßen, ich nicht besonders witzig. Man könnte eben auch sagen (und das tu' ich), dass es immer weniger Spaß bringt. Just my 92 cents...
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#136
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AW: Ist unser Sport aufgrund des Regelwerkes bald tot?
Ja, und?
Wo ist der Bezug zum Threadtitel? Seh' ich nich'.... ![]() Oder ist das nur ne Verlagerung verschiedener (längst ausgelutschter) GLN-Diskussionen? |
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#137
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AW: Ist unser Sport aufgrund des Regelwerkes bald tot?
Sogar Medizinier haben da Vorurteile.
Ein Schüler aus meinem alten Verein (Spielstärke Bundesrangliste Schüler) hatte eine Operation. Der Vater hakte dann beim behandelnden Arzt nach wie es nach der OP mit dem Lehrgang sei zu dem er eingeladen war. Der Arzt darufhin nur: "Also eigentlich hat er ja Sportverbot aber eine Woche PingPong wird da sicher nicht stören" ^^ Der Vater hat den Arzt daraufhin mal zu erklären versucht was man an so einem Lehrgangstag alles macht... |
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#138
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AW: Ist unser Sport aufgrund des Regelwerkes bald tot?
Zitat:
![]() Gehören die 3 Verbote zum Regelwerk? Wenn ja, ist das der Bezug! Der Bezug zum Eingangsbeitrag dieses Threads ist ohnehin gegeben. Ausgelutschte Dinge erholen sich meist auch... ![]()
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#139
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AW: Ist unser Sport aufgrund des Regelwerkes bald tot?
leute die betrügen schaden allgemein dem sport, aber solang die profis die selben mist durchziehn und es ihnen spieler in höheren amateurklassen nachmachen hats wohl kein ende mit der tunerei.
ehrlich gesagt in meiner klasse also 2. KL in Bayern(LK Fürth) macht es net wirklich viel Unterschied wer mit welchen Noppen spielt also jedenfalls für mich net, weil ich meist dagegen gewinne da die meisten zu passiv damit spielen, sind sie eh gegen Spieler die wissen wie man dagegen spielt Opfer. Es mag zutreffend, dass man ab einem gewissen Niveau durchaus Nachteile hat ohne die GLN da die Schnittumkehr bei diesen erheblich höher ist. Aber mal ehrlich man kann wenn man ehrlich natürlich nichts machen aber wenn man genauso unehrlich wäre dann gibts ja auch bei LN mittel und Wege die glatt und noch dazu unberechenbar zu bekommen, also beim Betrügen hat man net wirklich nen Nachteil. Das Verbot ist sicherlich ein Nachteil für Störspieler am Tisch, da ja eben die Schnittumkehr, die geringer dem Gegner eher die Möglichkeit gibt anzugreifen und man selbst so in Nachteil gerät. Wie ich als Jugentrainer weiß kann man net aus jedem nen beidseitigen Topspinspieler machen, daran wird man scheitern, da es eben nicht jedem gegeben ist so zu spielen. Wegen mir hätten sie die GLN auch net verbieten müssen nur damit die dummen Spieler etwas erfolgreicher sind aber diese kapieren es selbst gegen LN die nicht glatt sind nicht wirklich bloß, dass Sie öffter net Ball dagegen treffen. Allgemein ist es meiner Meinung nach ein unsinniges Verbot, dass man wieder rückgängig machen sollte, weil das Problem das man net gegen GLN spielen kann daran liegt, dass man es nicht gelernt hat und es aber auch nachher net lernen will wie man dagegen spielt. Warum soll man die Faulheit von nicht lernwilligen Spielern unterstützen. Fazit: Also lasst doch die GLN wie gesagt schon wieder zu, wen störts
Geändert von jimih1981 (23.06.2010 um 15:22 Uhr) |
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#140
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AW: Ist unser Sport aufgrund des Regelwerkes bald tot?
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Ruhig Wolf, ist nur Hobbysport... |
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