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Technik - Taktik - Training - Vorsätze und Zielerreichung Hier könnt Ihr Fragen und Tipps rund um die Themen Technik, Taktik und Training loswerden. Spieler und Trainer können hier Erfahrungen austauschen und Trainingswillige von ihren alltäglichen Problemen und Zielen berichten.

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  #21  
Alt 21.03.2006, 10:03
Juliane Juliane ist offline
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Juliane ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Differentielles Training

Hallo User!

Hat denn schon jemand praktische Erfahrungen mit dieser Trainingsmethode sammeln können?

Julchen
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  #22  
Alt 03.01.2007, 13:17
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Uli-Noppe Uli-Noppe ist offline
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Uli-Noppe ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Differentielles Training

Gibt es denn immer noch keine praktischen Erfahrungen zu diesem interessanten Thema?

Gruß

Uli
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  #23  
Alt 03.01.2007, 20:04
TT-Gievenbecker TT-Gievenbecker ist offline
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TT-Gievenbecker ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Differentielles Training

Hallo!

Also, ich versuche jetzt einmal das differentielle Training ein bisschen zusammenzufassen, auch wenn dabei sicher einige Aspekte fehlen werden...
Ich spiele in einem Verein, in dem es seit 2 Jahren eine Jugendabteilung gibt, die "differentiell" trainiert wird. Die Erfolge sind ziemlich durchschlagend, wir haben vor 2 Jahren mit nichts angefangen und haben jetzt 5 Juniorenmannschaften, wovon eine Schülermannschaft auf Bezirksebene spielt.
Ich selbst bin ein Spieler, der von Anfang an auf diese Art und Weise trainiert wurde, das klassische Training kenne ich nur aus Erfahrungen und Berichten von anderen Leuten.
Hier einmal die wichtigsten Aspekte von differentiellem Training. Kann gut sein, dass mir jetzt einiges nicht einfällt!

-Der schon oben beschriebene Technikkanal:
Ich versuche es mal an einem VHT zu erklären.
Der Technikkanal ist generell am Anfang eher groß, wird dann zum Balltreffpunkt hin sehr eng und wird dann im Ausschwung wieder groß.
Das heißt:
Wo der Schläger am Beginn der Schlages ist, ist nicht sehr genau festgelegt. Irgendwo auf Tischhöhe seitlich zum Körper, der Arm ist gestreckt.
Der Balltreffpunkt ist hingegen wieder sehr eng definiert, ob der Schläger am Ende der Bewegung kurz vor der Nase oder etwas neben dem linken Auge ist, ist wiederum nicht entscheidend. Allgemein sind alle Schlagausführungen, die in diesem Technikkanal geschehen, gleich gut.
-Kompletter Spieler:
Im Gegenteil zu den weiter oben im Thread schon beschriebenen Spielern, die nur einen ordentlichen Aufschlag und einen durchschlagenden VHT haben, werden Spieler beim differentiellen Training möglichst komplett ausgebildet. Auch wenn bei mir schon recht schnell feststand, dass es in Richtung Angriff gehen soll, habe ich doch schon am Anfang Techniken wie Vorhandabwehr mitgelernt. Weiteres zum Ablauf des Erlernens der Techniken gibt es gleich weiter unten.
"Überforderung":
Anfänger, die in ein differentielles Training einsteigen, beginnen erst einmal mit VHT als erster Schlagtechnik. Statt diesen dann aber ein halbes Jahr zu üben bis er im Schlaf geht und sich dann erst der nächsten Technik zu zuwenden, wird schon nach zwei oder drei Balleimertrainingseinheiten mit dem Üben des VHT aufgehört. Dann geht es zur nächsten Technik über, und auch diese wird viel schneller wieder verlassen als das im klassischen Training der Fall wäre. Nach einiger Zeit kommt man dann wieder beim VHT an und es geht von neuem los, diesmal natürlich mit etwas höherem Schwierigkeitsgrad. So werden nach und nach alle Techniken erlernt.
Überforderung deshalb, weil die Kinder evtl. am Anfang noch starke Probleme mit dem VHT haben, und es (für sie zu) schnell weiter geht. Trotzdem ist zu beobachten, dass die Anfänger mit den Aufgaben wachsen und sich in dieses Modell schnell einfinden.
Viel experimentieren:
Allgemein wird bei unserem Training viel herum probiert und viele unkonventionelle Sachen werden getestet. So machen wir uns zum Beispiel von Zeit zu Zeit im Rythmus eines bestimmten Liedes warm oder spielen in diesem Rythmus am Balleimer.
Ich könnte diese Liste von Experimenten ziemlich weit fortführen, es gibt einige gute Methoden und natürlich auch ein paar Sachen, die nicht erfolgreich waren/sind.

Abschliessend ist zu sagen, dass differentielles Training sicherlich nicht der schnellste Weg zum Erfolg ist, aber man damit langfristig gesehen sehr gut fährt. Es dauert einige Zeit, bis alle erlernten Schlagtechniken zusammenlaufen und sich daraus ein erfolgreiches Spiel entwickelt.

Wer noch mehr Informationen und/oder Trainingspläne will, kann sich gerne per PN melden!

Grüße
TT-Gievenbecker

Geändert von TT-Gievenbecker (03.01.2007 um 20:06 Uhr)
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  #24  
Alt 03.01.2007, 21:03
jcd jcd ist offline
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AW: Differentielles Training

Nach diesen Prinzipien wurde bei uns schon trainiert bevor jemand einen Artikel darüber geschrieben hat. Ich denke dass das ganze vor allem dann sehr gut funktioniert wenn kein proffessionelles Trainingspensum möglich ist.
Wer wie die Chinesen als Kind mit einigen Stunden Training am Tag anfängt kann sich den Luxus leisten jede einzelne Schlagart bis zum abwinken zu trainieren.
Was die Technik angeht ist sowieso Flexibilität gefragt. Denn es gibt ein Physikalisches Optimum und das betrifft hauptsächlich den Balltreffpunkt. Was davor und danach abläuft ist in gewissen Grenzen abhängig von der Biomechanik (Arm- und Beinhebel).
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  #25  
Alt 03.01.2007, 23:38
Benutzerbild von Motion - man
Motion - man Motion - man ist offline
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AW: Differentielles Training

Zitat:
Zitat von TT-Gievenbecker
Hallo!

Also, ich versuche jetzt einmal das differentielle Training ein bisschen zusammenzufassen, auch wenn dabei sicher einige Aspekte fehlen werden...
Ich spiele in einem Verein, in dem es seit 2 Jahren eine Jugendabteilung gibt, die "differentiell" trainiert wird. Die Erfolge sind ziemlich durchschlagend, wir haben vor 2 Jahren mit nichts angefangen und haben jetzt 5 Juniorenmannschaften, wovon eine Schülermannschaft auf Bezirksebene spielt.
Ich selbst bin ein Spieler, der von Anfang an auf diese Art und Weise trainiert wurde, das klassische Training kenne ich nur aus Erfahrungen und Berichten von anderen Leuten.
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-Der schon oben beschriebene Technikkanal:
Ich versuche es mal an einem VHT zu erklären.
Der Technikkanal ist generell am Anfang eher groß, wird dann zum Balltreffpunkt hin sehr eng und wird dann im Ausschwung wieder groß.
Das heißt:
Wo der Schläger am Beginn der Schlages ist, ist nicht sehr genau festgelegt. Irgendwo auf Tischhöhe seitlich zum Körper, der Arm ist gestreckt.
Der Balltreffpunkt ist hingegen wieder sehr eng definiert, ob der Schläger am Ende der Bewegung kurz vor der Nase oder etwas neben dem linken Auge ist, ist wiederum nicht entscheidend. Allgemein sind alle Schlagausführungen, die in diesem Technikkanal geschehen, gleich gut.
-Kompletter Spieler:
Im Gegenteil zu den weiter oben im Thread schon beschriebenen Spielern, die nur einen ordentlichen Aufschlag und einen durchschlagenden VHT haben, werden Spieler beim differentiellen Training möglichst komplett ausgebildet. Auch wenn bei mir schon recht schnell feststand, dass es in Richtung Angriff gehen soll, habe ich doch schon am Anfang Techniken wie Vorhandabwehr mitgelernt. Weiteres zum Ablauf des Erlernens der Techniken gibt es gleich weiter unten.
"Überforderung":
Anfänger, die in ein differentielles Training einsteigen, beginnen erst einmal mit VHT als erster Schlagtechnik. Statt diesen dann aber ein halbes Jahr zu üben bis er im Schlaf geht und sich dann erst der nächsten Technik zu zuwenden, wird schon nach zwei oder drei Balleimertrainingseinheiten mit dem Üben des VHT aufgehört. Dann geht es zur nächsten Technik über, und auch diese wird viel schneller wieder verlassen als das im klassischen Training der Fall wäre. Nach einiger Zeit kommt man dann wieder beim VHT an und es geht von neuem los, diesmal natürlich mit etwas höherem Schwierigkeitsgrad. So werden nach und nach alle Techniken erlernt.
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Abschliessend ist zu sagen, dass differentielles Training sicherlich nicht der schnellste Weg zum Erfolg ist, aber man damit langfristig gesehen sehr gut fährt. Es dauert einige Zeit, bis alle erlernten Schlagtechniken zusammenlaufen und sich daraus ein erfolgreiches Spiel entwickelt.

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TT-Gievenbecker
Hab dieses Thema nicht komplett gelesen >> faul << .
Was Du hier beschreibst, ist zwar alles richtig und gut, erinnert mich aber stark an das Topspin- Lehrmodell nach Manfred Muster, das eigentlich momentan als das "Modernste" gilt und nach dem auch bereits seit längerem ausgebildet wird. Wenn das unter differenziellem Training zu verstehen ist, war das ja einfach
Das soll jetzt nicht klugscheißerisch rüberkommen, ich kann das auch nicht 100%ig an praktischen Beispielen erklären... aber ich denke, differenzielles Training ist das von Dir beschriebene und noch etwas mehr.
Dabei muss es irgendwie um die Förderung von "Ballgefühl" auf spielerische Weise gehen würde ich vermuten.



An den Trainingsplänen wäre ich interessiert. Wenn Du mir da was per EMail (thorsten.bamberg@t-online.de) schicken könntest, wäre das super!
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... ebenfalls interessant: TSV Klein Heidorn Tischtennis

Geändert von Motion - man (03.01.2007 um 23:42 Uhr)
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  #26  
Alt 04.01.2007, 01:27
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AW: Differentielles Training

Ich fasse jetzt mal eine Studie von Prof. Schöllhorn irgendwie sinngemäß zusammen (bzw.die wichtigsten dinge kriege ich noch zusammen).
Die ist allerdings vom Fußball. Übertragen kann man dann irgendwie (wenn auch schwierig) zum TT.

Er hatte 2 Gruppen von Spielern.
Beim ersten Test haben beiden Gruppen aus einer gewissen Distanz gleich oft dsa Tor getroffen.
Dann trainierte eine Gruppe nach methodischen Reihen (also klassisch).
Und eine Gruppe trainierte differenziell. D.h. Anlauf mal im Hopserlauf, kreisende Arme etc. Den Schuß selber mal mit gestrecktem Bein, Oberkörpervorlage, Rücklage ... etc. (Eine Technik wurde glaube ich in einer Einheit höchtens 2 mal wiederholt - Variationen gibt es da ja beliebig)
Ergebnis: Die klassische Gruppe hat sich nach einer gewissen Zeit nur wenig verbessert. Während sich die andere Gruppe nach einer Zeit signifikant verbesserte.

Bezüglich verschiedenen "Könnensstufen" heißt es, dass sich die differenzen bei Anfängern eher bezüglich der Schlaggeometrie abspielen und bei Fortgeschrittenen eher bezüglich der Beschleunigung.

Das Einschleifen von Technik wird als echte Teilmenge des differenziellen Trainings betrachtet.

Beim TT sollte man dann einen Topspin nicht als das Ding betrachten, was so schön im Lehrbruch steht, sondern einfach als Ball, der Überschnitt hat.
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  #27  
Alt 04.01.2007, 13:20
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AW: Differentielles Training

Habe mir nun endlich mal die „alten“ Trainerbriefe (die bisher noch unbenutzt im Regal lagen ) geschnappt und die Artikel bezgl. Differenzielles Training im TT durchgelesen.

Ich hoffe, dass ich das richtig verstehe:
Demzufolge geht es ja eigentlich nur darum, die bisher bekannten „Mustertechniken“ statt durch sturen Drill und ewiges Wiederholen dadurch zu schulen, dass es lern- und gehirngerechter aufgenommen und verbessert werden kann.
Ich würde es damit vergleichen, dass z.B. die Form des Schullernens durch ewiges Wiederholen bis zum Können zu ersetzten wäre mit assoziativem und visualisierendem Lernen nach Vera F. Birkenbihl’s „Stroh im Kopf? –Vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer“ (falls es jemand kennt).

Ein vielleicht etwas blödes Beispiel:
Ich finde eine verunfallte Person (z.B. im Straßenverkehr), die noch bei Bewusstsein ist. Es wäre dumm von mir, an ihr „rumzubiegen“ und sie in eine meiner Meinung nach schmerzfreie Position zu bringen, da sie sich schon rein instinktiv so positioniert, wie sie es für sich selbst am Angenehmsten empfindet.

Auf Tischtennis bezogen: Ein Anfänger wird instinktiv auch das tun, was er für richtig hält, um den Ball seinen Möglichkeiten nach am Besten zurückzuspielen. Warum sollte ich also etwas daran verändern, was er für sich als richtig erachtet?

Ich sollte nun also nicht an seiner Ausführung rumbasteln, sondern seine Möglichkeiten verbessern. Das hieße z.B. koordinative Fähigkeiten auf sich ändernde Umfelder schulen, passenden Schläger empfehlen, Wissen erweitern, usw. Dann wird sich automatisch die Ausführung wegen der besseren Möglichkeiten verändern und der Spieler wird die Ausführung entsprechend anpassen und sieht im Nachhinein aufgrund eigener Erfahrung ein, dass diese Ausführung besser ist. Ebenfalls wird sie auch besser hängen bleiben (da selbst angeeignet). Das ist bei Anfängern eher nicht so das Problem, da sie eh viel probieren. Die Kunst besteht wohl eher darin, diese Form auch bei „besseren“ Spielern ins Training einfließen zu lassen, die bereits eine fertige Technik besitzen, sich weiter verbessern wollen aber sich schon zu sehr an systematisches Training gewöhnt haben.

An die Experten: Ist das so korrekt wiedergegeben?

@ TT-Gievenbecker:
Nun leuchtet mir auch ein, was Du erklären wolltest und wie es gemeint war, demzufolge eigentlich gar nicht so unrichtig am Beispiel des TS- Modells erklärt, nur eben wie Du selbst sagtest nicht ganz vollständig -wie meine Ausführung wohl auch nicht
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  #28  
Alt 04.01.2007, 13:32
Hurz67 Hurz67 ist offline
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AW: Differentielles Training

Was ich bisher überflogen habe hört sich sehr gut an, den jeder Ball und jeder Ballwechsel und jedes Spiel ist anders und diesem wird mit dieser Methode Rechnung getragen. Das Technikrepertoire und das technische Trefferfenster ist beim TT erheblich grösser als zBsp. bei einem Kugelstosser oder einer anderen technisch eingeschränkten Disziplin.

Deshhalb gibt es mE. bei allen verschiedenen Spielsituationen gemeinsame 'Metakomponenten', welche evntl. systematisch sinnvoller zu lehren sind.

Das wäre das generelle Verständnis der Physik des Balles und der Analyse der Spielsituation (Gegneraktion /der Ball an sich/ eigene Stellung).

Es muss immer wieder überprüft werden, was für eine Situation liegt vor ? und wie kann/muss ich darauf reagieren ?

Diese Aufgabe wird mit der Zeit immer Komplexer, da das eigene Repertoire und die eigenen physiologischen Fähigkeiten immmer besser werden und die Gegner langfristig sowohl technisch als auch taktisch immer besser werden.

Als weite Quelle sehe ichh auch folgende Thread:
http://www.tt-news.de/forum/showthre...ight=Schnelsen
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  #29  
Alt 04.01.2007, 14:19
Michael Knight Michael Knight ist offline
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Michael Knight ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Differentielles Training

Zitat:
Zitat von jcd Beitrag anzeigen
Nach diesen Prinzipien wurde bei uns schon trainiert bevor jemand einen Artikel darüber geschrieben hat.
Vielleicht solltest du einfach mal irgendeinen Artikel zu dem Thema lesen, dann wüsstest du, dass beim differenziellen Training nicht nach Prinzipien, Vorschriften, Regeln und Rezepten trainiert wird. Das ist doch gerade das "Neue". Variabel zu trainieren ist sicher nicht neu. Dass Schwankungen in der menschlichen Bewegung nicht zu vermeiden sind haben ja auch die Verfechter klassischer Modelle erkannt und beispielsweise mit der "Schematheorie" reagiert. Das differenzielle Training nach Schöllhorn fasst diese Schwankungen aber nicht im traditionellen Sinn als unvermeidbare Übel, sondern als Nortwendigkeit für motorisches Lernen auf.

Was TT-Gievenbecker geschrieben hat, ist insofern das Topspinmodell mit differenziellen Übungen. Ein rein differenzielles Training hat jedoch weder mit Topspinmodell, noch mit Kontermodell, Spielsystemen oder Könnenstufen zu tun Dies kann es ja per Definition nicht, da damit wieder das Wissen um das "Richtige" (Reihenfolge der Schläge, Fehlerbilder, Korrekturanweisungen etc.) impliziert würde. Es postuliert lediglich ein anderes Verständnis von "Fehlern", "Ursache und Wirkung" etc. Und wenngleich es beim Tischtennis einsichtiger ist variabel zu trainieren als beim Kugelstoßen, auch/gerade beim Kugelstoßen liegen Untersuchungen zur Wirksamkeit des differenziellen Trainings vor (Beckmann & Schöllhorn 2006, Leistungssport, 36 (4), 44-50). Es wird nämlich nicht wie bei der Schematheorie nur eine unvermeidbare Variation der Bewegungen traininiert, sondern erheblich darüber hinausgegangen (Stoßen nach untn/rechts/links, ohne Armeinsatz, in Rückenlage etc.) um an den sich ergebenden Differenzen interpolierend zu lernen.

Das Schwierige an dem ganzen Ansatz ist abschließend, dass er den Trainern keine praktischen Handreichungen oder Übungen (Vorschriften) zu geben vermag. Würde man 10 differenzielle Übungen wieder und wieder trainieren, so wäre dies nichts anderes als eine klassische methodische Übungsreihe, nur mit neuen Übungen. Und auch bei 100 Übungen wäre es dasselbe Prinzip, wenngleich dies eine eher lange methodische Übungsreihe wäre.
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  #30  
Alt 04.01.2007, 16:45
Walker Walker ist offline
P.v.D. (Poster vom Dienst)
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Zitat:
Zitat von Michael Knight Beitrag anzeigen
Das Schwierige an dem ganzen Ansatz ist abschließend, dass er den Trainern keine praktischen Handreichungen oder Übungen (Vorschriften) zu geben vermag. Würde man 10 differenzielle Übungen wieder und wieder trainieren, so wäre dies nichts anderes als eine klassische methodische Übungsreihe, nur mit neuen Übungen. Und auch bei 100 Übungen wäre es dasselbe Prinzip, wenngleich dies eine eher lange methodische Übungsreihe wäre.
Dazu fällt mir ein Zitat eines Profs über einen seiner Kollegen ein (allerdings keine Sportwissenschaften):"Das ist zwar alles überhaupt nicht praxisrelevant, aber man kann tolle Bücher darüber schreiben."
__________________
Zitat von Footsteps: "Ich halte es für absoluten Quatsch das Tuning einen Einfluß auf den ausgang eines Matches haben soll."
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