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Fitness - Ernährung - Psyche - Gesundheit - Verletzungen Keine Ausdauer? Unbeweglich? Übergewicht? Verletzt? Der Körper muss nun mal mitspielen (auch mental), daher geht es hier um Training (abseits des Tisches), Krafttraining, Workouts, Mindset, Rezepte, Tipps für Body & Seele, usw. |
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Themen-Optionen |
#21
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AW: Nerven liegen blank...
also in anderen bereichen ist das glaube ich nicht so und um erlich zu sein ruf ich nur tschaaa wenn ich einfach ts zieh und der kommt! und mentaltraining mach ich schon nur ich mach das zu unregelmäßig vllt einfach mehr mentaltraining=weniger tschaaaa und = mehr siege^^
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#22
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AW: Nerven liegen blank...
Viele Jugendliche haben das Problem, daß ihre Erwartungen an sich selbst unrealistisch hoch sind. Die meisten wollen mindestens Bezirksklasse Herren oder höher spielen, wenn sie erwachsen sind, obwohl sie wissen, daß sicherlich 90% aller TT-Spieler nur Kreisklasse spielen. Ich habe in meiner Zeit viele Jugendliche gesehen, für die in der 2.KK Feierabend war, obwohl sie Jugend Bezirksliga oder Verbandsliga gespielt hatten. Sicher gibt es Leute, die mit 14 schon reif für die Oberliga sind, aber das sind absolute Ausnahmetalente, die die entsprechende Förderung mit sehr sehr viel Training hatten. Wer in der Landesliga Herren einsteigen will, darf in der Jugend Verbandsliga oben kaum ein Spiel verloren haben. Jugend Verbandsliga unten negativ reicht normalerweise nicht mal für die Kreisliga Herren. Jugendliche sollten sich darüber klar sein, daß bei den Herren ein ganz anderer Konkurrenzkampf herrscht als im Jugendbereich. Eine gute Technik und gute Beine reichen nicht aus, um sich von der Masse deutlich abzuheben. Man braucht Erfahrung und muß in der Lage sein, sein Spiel gegen sehr viele verschiedene Spielertypen spielen zu können. Dazu braucht man in der Regel eine nochmals deutlich verbesserte Technik, um die nötige Sicherheit zu haben, mehr Kraft für Spin und ein noch besseres Stellungsspiel und sehr viel Erfahrung gegen viele verschiedene Gegnertypen. Wenn man das eines Tages vorweisen kann, dann hat man keine Probleme mehr mit unterklassigen Herren - egal welcher Couleur. Man ist dann soviel besser, daß man sie egal wie einfach schlägt - selbst an einem ganz schlechten Tag.
Jugendliche, die so denken wie Truffel, habe ich schon massenhaft gesehen. Sie merken, daß es nicht reicht und geben auf! Sie versuchen dann ihr Glück bei einer anderen Sportart und scheitern ebenso. Wenn man was erreichen will, dann muß man etwas dafür tun. Nervliche Probleme beruhen auf einer großen Unsicherheit. Diese Unsicherheit hat fast immer einen realen Grund. Man weiß, daß man schon oft versagt hat, weil man das Spiel, was man spielen will noch nicht wirklich sicher spielen kann, oder daß man noch bestimmte Schwachstellen hat, die man nicht übertünchen kann. Bis man dieses Niveau erreicht hat, ist TT zum großen Teil ein Glücksspiel. Deshalb raten Trainer in wichtigen Spielen auf Sicherheit zu setzen, also auf einem Level zu spielen, daß man so sicher beherrscht, daß man nicht nervös wird. Die Frage ist dann natürlich, ob dieses Level ausreicht, um das Spiel zu gewinnen. Wenn nein, dann heißt es eben Zocken, aber dann bitte ohne Reue, denn man hätte ohne verloren, da der andere besser war. Der sinnvollste Weg, seine Nerven in den Griff zu bekommen, ist kontinuierliche Arbeit an seinen Schwachstellen. Man soll froh sein, wenn ein Gegner eigene S chwachstellen aufdeckt, denn dann weiß man, woran man zu arbeiten hat. Diese Schwachstellen zu verdrängen (und dazu zählt z. B. auch Materialwechsel) hilft nie, nie, NIE, aber Training hilft garantiert. Meine Trainer haben mir früher immer gepredigt, daß das Gewinnen automatisch kommt, wenn man gut genug ist. Bis dahin sollte ich mir keine Gedanken über Bilanzen o. ä. machen, da sie für sich stark entwickelnde Spieler nicht repräsentativ sind. "Zeig, was du im Training gelernt hast!", "Mach dein Spiel!" oder "Gib alles!" Mehr ist realistisch gesehen nicht möglich. Sicherlich kann man sich mental und körperlich durch eine optimale Vorbereitung auf ein maximales Level pushen, so daß die Chancen, daß man deutlich über seinen Möglichkeiten spielt groß ist, aber das kann nicht immer gelingen. Normalerweise kann man nur so gut spielen, wie man das momentan kann und nicht besser. Wenn man das akzeptieren kann und Tischtennis als einen langwierigen Lernprozeß betrachtet, dann kommt der Erfolg von ganz alleine und nervliche Probleme gehören der Vergangenheit an. Nach Abschluß der Saison, schaust du dir deine Bilanz genau an und hast einen relativ objektiven Leistungsstand. 22 Spiele lügen nie. Das Ergebnis muß man dann voll als momentanen Leistungsstand akzeptieren und in den nächsten Jahren darauf kontinuierlich aufbauen. Wenn man gelernt hat, sich selbst richtig einschätzen zu können, dann hat man schon viel erreicht, denn dann hat man etwas handfeststes, worauf man konstruktiv aufbauen kann und kann sich realistische Ziele setzen, die man im Gegensatz zu Luftschlössern auch erreichen kann. Nur so kann man sinnvoll arbeiten. Geändert von Chinabomber (31.01.2007 um 16:49 Uhr) |
#23
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AW: Nerven liegen blank...
Schön geschrieben!
Dazu muss ich allerdings anmerken, dass Ratschläge wie "Spiel sicherer" und "Mach dein Spiel" während der Satzpause mir nicht wirklich weiterhelfen wenn ich auf der Verliererspur bin. Für diese Art von Anweisung habe ich längst eine eigene Blockade entwickelt. Vor allem wenn man sowas fast jedes Spiel zu hören bekommt. Ich bin nämlich der Auffassung, dass ich immer versuche möglichst sicher zu spielen und dem Gegner mein Spiel aufzuzwängen, nur die Gegner spielen manchmal eben nicht mit ![]() Konstruktive Vorschläge wie "Zieh den Topspin in die Tischmitte" oder "Zieh weicher und höher" (die vor allem von den erfahreren Spielern kommen) sind da eher was, was ich dann auch ausprobiere. Wenns klappt setze ich das (meistens) auch gut um und wenn nicht, habe ich es wenigstens versucht. Ansonsten bin ich vollkommen deiner Meinung Chinabomber
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Immer sicher stubbe |
#24
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AW: Nerven liegen blank...
ich muss auch sagen was chinabomber da geschrieben hat stimmt fast zu 100% ich finde dass das jedoch bei jedem unterschiedlich ist. ich z.B. würde TT nie aufgeben weil es mir einfach zu wichtig ist und ja eigentlich schon ein fester bestandteil geworden ist. und auch moe stimme ich zu so tips von ein paar spielern von uns da könnte ich echt ausrasten wenn dann solche tips kommen.
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#25
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AW: Nerven liegen blank...
Zitat:
Ich hatte dann auch einige Spiele knapp im 5ten Satz verloren und viele Chancen vergeben...! Irgendwann ist mir dann erst klar geworden, dass diese ganze Unkonzentriertheit durch die Nervosität bedingt ist. Ich hab dann eine ganze Weile gebraucht bis ich verstanden hab, dass es überhaupt keinen Grund dafür gibt, da ich nicht glaube, dass ich es nötig habe (als Bezirksligaspieler) irgendjemand etwas beweisen zu müssen. Natürlich freue ich mich wenn ich gewinne, aber ich rege mich nicht über eine Niederlage auf, wenn der Gegner besser ist als ich, hat er den Sieg verdient! Ich habe keine "Scheissegalhaltung" wie es von Chinabomber so eindrucksvoll beschrieben wurde. Ich spiele mich nur nicht auf, als sei ich Olympiasieger, wenn ich ein Match gewonnen habe und rege mich aber auch nicht auf, als hätte ich die größte Chance meines Lebens vergeben (wie es manche Spieler tun). Die Kunst ist das Spielergebnis so hinzunehmen, wie es auf dem Papier steht! Ich halte nichts von Leuten, die bei Misserfolgen sofort eine andere Sportart machen. Das ist unüberlegt und führt auf Dauer zu nichts als nur noch mehr Ärger, wie du oben beschrieben hast. Ich habe nicht vor in den nächsten Jahren mit TT aufzuhören, da mir TT Spass und ich auch keine Bedenken habe, dass es mir in den nächsten Jahren kein Spass mehr machen wird. Vielleicht sind manche Leute anderer Ansicht, aber ich spiele TT, weil es mir Spass macht und nicht weil ich meinen ganzen Ehrgeiz in TT investieren möchte, wie es viele tun. (Das sind die Leute, die nach den Spielen ausrasten und ihre Schläger zerbrechen^^, worüber jeder normale nur lachen kann). Es gibt noch andere Sachen in meinem Leben (außer TT) die mir Spass machen und bei denen ich Erfolge hab. Es mag zwar sein, dass es viele Leute mit dem oben beschriebenen Verhaltensmuster gibt (insbesondere Jugendliche), ich finde deine falschen Vermutungen allerdings ziemlich unverschämt! Auf Grund deiner bisherigen Beiträge habe ich (und sicherlich auch andere hier) gedacht du bist ein intelligenter Mensch. Ich hoffe wir können das weiterhin denken!
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Einstein ist tot, Newton ist tot, mir ist auch schon ganz schlecht!
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#26
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AW: Nerven liegen blank...
Zitat:
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#27
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AW: Nerven liegen blank...
Zitat:
Meiner Meinung nach steckt mehr als nur Frust dahinter, wenn man ausrastet und seinen Frust in Gewalt umsetzt. Ich denke, jeder Spieler hat Frust, wenn er ein Spiel verliert, ob ehrgeizig oder nicht ehrgeizig. Es kommt nur darauf an, wie er/sie mit dem Frust umgeht. Das Hirn in die Faust rutschen zu lassen ist jedenfalls keine gute Lösung...
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Einstein ist tot, Newton ist tot, mir ist auch schon ganz schlecht!
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#28
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AW: Nerven liegen blank...
@DestoF1
Mach Dir nicht soviel Druck. Ein Mannschaftsspiel wird niemals nur von einem Spieler gewonnen oder verloren. Ich weiß wovon ich spreche, da sich meine Mannschaft in einer ähnlichen Lage wie Deine befindet und ich auch neu dazu gestoßen bin (von der Kreisklasse B in die Bezirksliga, liegen nur läppische 2 Klassen dazwischen). Spiele jetzt in der RR im Vorderen Paarkreuz und habe meine beiden ersten Einzel aus verschiedenen Gründen -kurzfristiger Materialwechsel und zurück, Megastress durch vorangegangene Fortbildung, gesundheitlich angeschlagen- völlig versiebt. Neben den genannten Gründen war m.E. jedoch genau diese Haltung "ich muss unbedingt gewinnen, sonst verliert die Mannschaft" der Hauptgrund für meine schlechte Leistung (davon einmal abgesehen, dass die beiden gegnerischen Jungs einfach megagut drauf waren). War dann auch zwei Tage total niedergeschlagen und habe etwas Zeit gebraucht, um dieses für mich gar peinliche Erlebnis zu reflektieren. Erst da ist mir dann aufgegangen, dass nicht nur unsere Nummer 1 ähnlich schlecht gegen meine Gegner abgeschnitten hatte, sondern kein einziger Spieler der Stammmannschaft auch nur ein Einzel bei dem Spiel gewinnen konnte. Nebenbei vielen mir dann auch die anderen Gründe in der Vorbereitungsphase überhaupt wieder ein, die objektiv betrachtet, einen Erfolg in den beiden Einzeln zu einer kleinen Sensation gemacht hätten. Nicht dass ich mich entschuldigen möchte, ich möchte mit meiner Schilderung nur aufzeigen wie leicht man sich grundlos unter Druck setzen kann, wenn man die reellen Voraussetzungen und den eigenen Anteil an einem Erfolg oder einer Niederlage falsch bewertet und sich womöglich durch Selbstvorwürfe oder Resignation den objektiven Blick auf die Gegebenheiten verstellt. Inzwischen habe ich mich von den beiden Spielen frei gemacht und gestern im Training meine gewohnte Leistung wieder abrufen können, ja sogar deutlich gesteigert, indem ich die gemachten Erfahrungen aus den beiden Spielen konsequent darauf verwendete, die dort gemachten Fehler auf keinen Fall zu wiederholen. Morgen und übermorgen folgen die nächsten Spiele gegen vermeintlich übermächtige Gegner (der eine ist VR-Erster mit nur einem verlorenen Spiel, übrigens gleich mein erster Gegner). Ich werde kämpfen wie ein Löwe in der Hoffnung, dass es reicht. Mehr kann keiner von mir verlangen, auch ich selbst nicht. Good Luck und locker bleiben. ![]() P.S.: Wen Du mal auf mein Alter schaust, wird Dir vielleicht bewusst, wieviel Zeit Du in Deinen jungen Jahren noch hast, dorthin zu gelangen, wo Du in unserem Sport noch hinwillst. ![]()
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