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Stammtisch Hier könnt Ihr über "Gott und die Welt", Politik, Fernsehen, Bücher, Musik und alles was Euch sonst interessiert diskutieren. Plaudern in lockerer Atmosphäre ;-)

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  #4271  
Alt 13.12.2006, 23:48
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Rieslingrübe Rieslingrübe ist offline
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Joy Divison: ´Transmission´


André Bretons `Nadja´ oder Luis Bunuels ´Un Chien Andalou´ ? (Beide Werke aus dem Jahre 1928)



....werd mir jetzt auf WDR Roman Polanskis Ekel (1964/65) ansehen - neben Bunuels ´El´ aus dem Jahre 1952 jenes so ziemlich eindringlichste Werk der Filmgeschichte, in dem das allmähliche Abdriften eines Menschen in den Wahnsinn überzeugend geschildert wird... (mit Catherine Deneuve) .



ciao

upi
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Geändert von Rieslingrübe (14.12.2006 um 08:48 Uhr)
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  #4272  
Alt 14.12.2006, 00:17
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AW: Was moegt ihr lieber ?

Schwierig! Die Abrechnung mit dem Marxismus durch André Breton oder das mörderische Szenario Luis Bunuels mit den surrealistischen Ideen Dalís...so sehr ich auch Dalí verehre, entscheide ich mich für

Breton.

Zu Dave Ball und Joy Division: Beide gleichermaßen (fast gänzlich) vergessene Ikonen der 'Black' Wave Aera. So wie Killing Joke, Sisters of Mercy und viele Andere, die aber definitiv den guten Teil heutiger Musik weitaus maßgeblicher beeinflusst haben als manch Platin-Band, wie U2. Letztere haben zu der Zeit noch richtige Musik gemacht - "Bloody Sunday" oder "Sort of homecoming" sind elementar, doch sogar von U2 selbst nicht mehr erreichbar.

Dave Balls "Sincerity" oder auch "Rednecks" von der Strict Tempo sind einfach nur brutal pure Musik. Sincerity auf der EP (auch nur 1.000 copies...Vinyl...habe ich im Schrank - mein Dank an Guido, der hier wohl nie vorstellig werden wird...) ist völlig vollgekifft dahergesungen, aber umso grandioser!

Jane Fonda oder Brigitte Bardot? (gilt für deren jüngere Jahre... )
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"Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen." George Orwell (1903-50), eigtl. Eric Arthur Blair, engl. Schriftsteller.

Geändert von Carstens_Brüderchen (14.12.2006 um 00:26 Uhr)
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  #4273  
Alt 14.12.2006, 07:27
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AW: Was moegt ihr lieber ?

Brigitte

Yves Montand oder Jacques Brel?
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Wer denken kann, ist klar im Vorteil!

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  #4274  
Alt 14.12.2006, 08:39
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Yves Montand: ´A Paris´, ´Les Grands Boulevards´, ´Barbara´ (-Eden, nicht Valentin... )

...und natürlich in seiner Rolle als schnoddriger Inspektor im Costa Gavras Debut ´Compartiment Tueurs´(´dt. ´Mord im Fahrpreis inbegriffen´, 1965; mit seiner Lebensgefärtin Simone Signoret, Michel Piccoli, Jean Louis Trintignant....gefällt mir gar besser als das Gavras Folgewerk ´Z´) .

Ausserdem Montand in ´Lohn der Angst´ von Clouzot - sowie in Claude Sautets ´Cesar und Rosalie´ an der Seite von Romy Schneider...



Surrealismus oder Expressionismus ?

( Alternativ: : Louis Aragon oder Ernst Barlach ? )



PS: Nichts gegen Dalí - aber vom ´Orden von Toledo´ empfinde ich im Rückblick das Werk Bunuels und auch Federico Garciá Lorcas interessanter; was natürlich auch damit zu tun hat, dass mir Literatur und
Film(-kunst) näher stehen als die Malerei...
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Geändert von Rieslingrübe (14.12.2006 um 08:42 Uhr)
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  #4275  
Alt 14.12.2006, 14:56
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AW: Was moegt ihr lieber ?

Ist mal wieder schwierig. Mein Großvater war expressionistischer Maler in Berlin, und ich habe großen Respekt vor den Werken von Chagall (gleichermaßen Surrealist), van Gogh, Dix oder auch Kandinsky. Dennoch entscheide ich mich - zugegeben etwas halbherzig - für den

Surrealismus.

Hierbei sind die Vorreiter des Phantastischen Realismus, den ich durchaus zum Surrealismus zähle, für mich sehr interessant. Dabei viele der Wiener Schule, wie Ederer, Fuchs, Wunderlich oder Hausner, um nur einige zu nennen.

Dass Dalí einen Großteil meiner Entscheidungsfindung ausmacht, brauche ich sicher nicht näher zu vertiefen. Folglich fällt meine Entscheidung auch auf den Mitbegründer des Surrealismus:

Louis Aragon

- auch, wenn ich seine politische Motivation nie teilen konnte.

Jacques Brel (nur, was die Chansons angeht) oder Edith Piaf?
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  #4276  
Alt 14.12.2006, 18:06
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Daumen hoch ...ein sehr expressiver Riesling...

Jacques Brel: ´Amsterdam´

Kirchner oder Pechstein* ?



* Übrigens auch der Name des - zusammen mit dem Forster ´Kirchenstück´ - wohl besten Weinberges der Pfalz. Sehr mineralische und langlebige Rieslinge: Das (trockene) ´Grosse Gewächs 1996´ von Bürklin Wolf nähert sich gerade seinem Höhepunkt...
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  #4277  
Alt 14.12.2006, 18:49
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AW: Was moegt ihr lieber ?

Ernst Ludwig Kirchner

Mir gefällt sein eher metaphorischer Stil, bei dem er den Pinsel einfach gleiten lässt. Keine Angst vor'm Strich und vor der Farbe, was seinen Werken eine weit größere atmosphärische Dichte verleiht als bei Pechstein zu beobachten ist.

Kafka oder Brecht?
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  #4278  
Alt 14.12.2006, 19:05
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Kafkas ´Schloss´ (Dort vor allem interessant: Wein- und Folterkeller... )


Emil Nolde oder Erich Heckel ?



....Kirchner ist auch als Zeichner und Graphiker bemerkenswert; eine Auswahl dieser Werke findet sich in dem empfehlenswerten Band: ´In Momenten größten Rausches´ - Katalog zu einer Ausstellung im Staatl. Museum Kassel (Nov. '02 bis Feb. '03) ; ISBN 3-931787-22-2 , Edition Minerva
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Geändert von Rieslingrübe (14.12.2006 um 19:14 Uhr)
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Alt 15.12.2006, 01:50
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AW: Was moegt ihr lieber ?

Hm, eher Heckel.

Wobei mir beide vom Grundsatz her zunächst nicht zusagen. Nolde lässt für meine Begriffe immer wieder durchscheinen, dass er eigentlich nie richtig die "Architektur des Körpers", sprich dessen Anatomie verinnerlicht hat.

Heckel hingegen hat diese Basisarbeit eher absolviert, sich dann aber oftmals an einem zu zackigen Strich ergötzt. Die von van Gogh inspirierten Arbeiten Heckels gehen in die richtige Richtung. In seinen Aquarellen lässt er beide Stilrichtungen eigentlich erst richtig zusammenfließen.

Mein Vater hat übrigens in den letzten Jahren seines Lebens einen sehr ähnlichen Stil praktiziert - wie ich finde, teilweise äußerst sehenswert! Leider war es ihm nicht vergönnt, lange genug bei voller Gesundheit zu leben, um diese Leidenschaft weiter auszuarbeiten.

Klingt auf den ersten Blick vielleicht trivial: Uderzo oder Disney?
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  #4280  
Alt 15.12.2006, 07:28
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Walt Disney.

Weil er diese Maus erfunden hat, auf die sich später ein ganzes Imperium gründete. - Und dadurch ein Carl Barks als genialer Zeichner und Autor legendärer Donald Duck Geschichten (von 1942 bis '66) erst möglich wurde.

Die komplette Barks Library - Erstausgabe aus den 80er Jahren von Another Rainbow Publishing, Herausgeber Russ Cochran u. Bruce Hamilton - steht in meiner Hausbibliothek. Die (wenigen) gut erhaltenen uralten Original Hefte aus dem Dell Verlag sind heute natürlich ein Vermögen wert - und befinden sich alle fest in (amerikanischen) Sammlerhänden.
Konträr zu vielen Fans und Barks Anhängern unseres Landes bin ich übrigens der Meinung, dass die - zweifellos sehr guten - dt. Übersetzungen der kürzlich verstorbenen Dr. Erika Fuchs aus dem Ehapa Verlag doch des öfteren einen klitzekleinen Tick hinter den Original-Dialogen des Meisters zurück bleiben.

Weitere Verdienste von Disney: die Entdeckung und Beschäftigung anderer grosser Comic-Autoren wie Al Taliaferro, Floyd Gottfredson etc. - Auch wenn er diesen ( ähnlich wie dem guten Carl) Zeit ihres Lebens meist nur Hungerlöhne zahlte.



Félicien Rops oder Georges Rouault ?


Alternativ :

´Der Tod auf dem Ball´ ( Rops, 1865-75) oder ´Totentanz´ (Rouault, 1926 - Lithographie zur Illustration einer Sonderausgabe von Baudelaires ´Les Fleurs Du Mal´) ?
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