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#581
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Interview mit Andreas Preuß am 06.03.2008 (Dr. Stephan Roscher)
Die Borussia hat bereits zwei DTTL-Spiele im Burg-Wächter Castello ausgetragen, zudem war Ihr Klub zweimal auswärts Zugpferd bei Liga-Spitzenspielen in modernen städtischen Sporthallen. Sie gelten als Befürworter einer neuen, offensiveren Vermarktung und Präsentation des Tischtennissports. Ist dies der Weg der Zukunft generell? "Wir müssen raus aus den einfachen Turnhallen in moderne Arenen mit entsprechender Infrastruktur, möglichst auch in die größeren Städte, und unseren Sport in einer ganz neuen Art präsentieren. Auch Frickenhausen und Ochsenhausen haben eindrucksvoll bewiesen, dass dies möglich ist." Muss Tischtennis stärker eventorientiert inszeniert werden? Ist die Verkürzung der Spieldauer durch Dreiermannschaften und ein neues Spielsystem ein Schritt in die richtige Richtung? "Wir sind genau auf diesem Weg. Der Sport generell und Tischtennis im speziellen werden heute eventorientierter präsentiert. Das neue Spielsystem ist ein zeitgemäßer Schritt in die richtige Richtung." Das war vor etwa 10 Jahren...
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#582
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
"1. Wir müssen die Aufschläge entschärfen und den Start in den Ballwechsel erleichtern.
Beispielsweise, indem wir die Bälle schwarz-weiß rastern und kennzeichnen. Das würde die Fehlerquote in der Aufschlag Phase reduzieren, weil die Rotation des Balles leichter erkennbar ist. Oder indem wir den Aufschlag abwechselnd diagonal in nur eine Tischhälfte platzieren lassen. Oder indem ein diagonal gespielter Aufschlagball nach der Annahme im ersten Wechsel nur in das Feld zurückgespielt werden darf, aus dem er kam. Wir müssen testen. Kreativität ist gefragt. Vorschläge sind willkommen. 2. Wir müssen darüber nachdenken, ob wir in Verbindung mit einer entschärften Aufschlagregel die Dauer eines Satzes zeitlich limitieren, die maximale Pause (z.B. 10 Sekunden) zwischen Punktgewinn/ Punktverlust und dem nächsten fälligen Aufschlag vorschreiben und damit gleichzeitig eine Verkürzung der Spieldauer, eine Verlängerung der Nettospielzeiten und eine unglaubliche Intensivierung des Wettkampfes erreichen. Das würde natürlich den Einsatz von Uhren – wie in anderen Sportarten auch – bedingen. Wer beispielsweise nach fünf Minuten führt, hat den Satz gewonnen. (...) Vielleicht können wir ja mit den Vereinen der DTTL, die aus vielerlei Gründen auf neue Impulse angewiesen ist, realitätsnahe Versuche starten, beispielsweise durch die Einführung eines einzelnen zeitlimitierten Spiels in jedem Mannschaftskampf. (...) Dass ich hier und in allen bisher erwähnten Problembereichen über die medienrelevante Präsentation unseres Sports auf der absoluten Leistungsebene rede und über Experimente, deren Tauglichkeit sich für die Breite unseres Spielbetriebs erst erweisen müsste, sollte klar sein. Aber der DTTB, der größte europäische Verband, der in diesen Dingen die volle Unterstützung der ITTF bekommen würde, sollte vorangehen, bei anderen gutorganisierten Verbänden um Kooperation bitten und alle ITTF-Verbände mit solchen Überlegungen vertraut machen. Mir ist klar, dass Revolutionen auch im Sport unbeliebt sind. Die Spieler sind verständlicherweise überwiegend zufrieden mit den Regeln, nach denen sie trainiert und sich vorbereitet haben. Eine Mehrheit von ihnen war ganz sicher auch gegen das Verbot des Frischklebens. Aber es geht auch um ihre Zukunft. Und um die Motivation unserer vielen tausend Helfer und Mitarbeiter in Vereinen und Verbänden, deren gute Arbeit für einen tollen Sport nicht Stillstand verdient, sondern Wachstum und Erfolg. Wir werden manches revolutionieren müssen, wenn wir nicht von neuen Sportarten, von neuen Sehgewohnheiten des Publikums und von den Zwängen einer neuen Medienwelt überrollt werden wollen. Tischtennis als Lifetime-Sport und -Spiel ist ein einzigartiger Wert. Wir dürfen ihn nicht durch Regeln gefährden, deren Unzulänglichkeit und Schwächen sich in der Praxis eindeutig erwiesen haben." Hans Wilhelm Gäb |
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#583
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Präsident Adham Sharara veränderte in beispielloser Art und Weise die seit 1926 bestehenden Regeln derart schnell und radikal, dass nicht nur Zeitungen von einem regerechten "Änderungswahn im Tischtennis" sprachen.
2000 eine Vergrößerung des Balles von 38 auf 40mm 2001 eine Verkürzung der Zählweise von 21 auf 11 Punkte - ein Satz endet bei 11 Gewinnpunkten - bei 10:10 geht ein Satz in die Verlängerung, in der zum Sieg zwei Punkte Vorsprung benötigt werden - das Aufschlagrecht wechselt nach zwei Punkten, in der Verlängerung nach einem Punkt - die maximale Anzahl der Sätze in einem Spiel muss ungerade sein - im Entscheidungssatz werden beim Erreichen des fünften Punktes die Seiten gewechselt, wobei dann auch im Doppel der Rückschläger wechselt - die Wechselmethode (Zeitspiel) tritt in Kraft, wenn ein Satz nach 10 Minuten noch nicht beendet ist, es sei denn beide Spieler haben bereits neun Punkte erreicht - nach jedem Satz werden die Seiten gewechselt, die Spieler können dabei jeweils eine Pause von bis zu einer Minute einlegen. - die Handtuchunterbrechung kann in jedem Satz nach sechs Punkten genommen werden; im Entscheidungssatz zusätzlich beim Seitenwechsel. 2002 ein Verbot der verdeckten Aufschläge FAZIT: Drei gravierende Änderungen in zwei Jahren, eine kurzfristige, überstürzte und planlose Einführung, schlechte Informationspolitik, unzureichende Tests, ein nicht für alle sofort ersichtlicher Nutzen, eine protestierende, sich benachteiligt und übergangen fühlende Basis, die vor große Probleme gestellt wird - mag die Intention auch stimmen, Reformen im Tischtennis hätten sicherlich besser in Gang gebracht werden können. 2008 Frischklebeverbot 2008 Glatte lange Noppen verboten 2015 Einführung des Plastikballs Wie soll es jetzt weitergehen? Geändert von Petar (30.06.2017 um 11:53 Uhr) |
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#584
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Hoffentlich nicht mit weiteren Regeländerungen. Denn Tischtennis ist so wie es jetzt ist, höchst attraktiv. Nur wird TT von den großen Medien stiefmütterlich behandelt. Da wäre aktuell eine bessere Lobbyarbeit vonnöten. Weitere Änderungen von Regeln schaden dem Sport eher. Sieht doch nach aussen doof aus, wenn dauernd was geändert wird. Man sollte auf lange Sicht vor allem auf moderne mediale Vermarktung über das Internet setzen, denn klassisches TV ist langfristig dem Untergang geweiht. Man ist ja auf dem richtigen Weg mit der Kooperation mit Laola TV. Nur muss man auch abwarten bis die Früchte reif sind und nicht auf Teufel komm raus was an den Regeln ändern. Bisher haben wohl einige dieser Änderung nicht einen zusätzlichen Zuschauer gebracht. Kooperationen wie zB. mit Laola TV hingegen schon.
Geändert von SpinnyTop78 (30.06.2017 um 12:11 Uhr) |
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#585
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Wohl kaum, weil es keiner merkt. Das ist ja die Krux, es wird immer wieder etwas geändert aber die bisherigen Effekte hinsichtlich Medienpräsenz und allgemeinem Interesse sind dürftig.
Ich fürchte, die einzige Regeländerung mit einer gewissen Aufmerksamkeit war das Verbot des Tunings, weil später reißerisch von "Schläger-Doping" gesprochen wurde, insbesondere als dann auch noch Timo Boll (vermutlich der einzige auch den Nichtspielern bekannte Profi) Vorwürfe in Richtung "der Chinesen" (vermutlich der einzige auch Nichtspielern als übermächtig bekannte Gegner) gemacht hat. Aber sonst? 11, 21, 24, 38, 40 - für Nichtspieler sind das bestenfalls Lottozahlen. |
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#586
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Ich weiß es nicht...
Ich habe das Gefühl, wenn man über Popularität unserer Sportart redet, dann geht es nicht darum, dass die Leute an dem Sport Spaß haben (in allen Bereichen - Profispieler, Amateure, Hobby-Spieler...), sondern um noch mehr Leute (Kunden) für dieses Sport zu gewinnen, noch mehr Schläger, Beläge, Bälle, Trikots und TT-Equipment zu verkaufen, weitere Gebühren zu kassieren > spricht grundsätzlich noch mehr Geld zu machen. Es geht nicht um Sport und um Liebhaber des Tischtennis, vielmehr um Neulinge die zahlen sollen... Rein Kommerziell. Da ist Tischtennis der erste große Verlierer! |
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#587
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Richtig, es geht um die kommerzielle Seite der Sportart. Diese ist notwendig, wenn man Spieler haben möchte, die den Sport professionell ausüben.
Kommt auf den Blickwinkel drauf an.
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#588
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Zitat:
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#589
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Bisher gab es immer Profis, auch ohne übertriebene Kommerzialisierung. Das kann also nicht das Argument sein.
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#590
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Die meisten bisherigen Reformversuche waren wegen einer fehlenden Positivliste (= eindeutige Festlegungen, die weitere Entwicklungen nur innerhalb bestimmter Toleranzen möglich machen) von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Denn die erwünschten Effekte wurden durch die Materialentwicklung ausgeglichen.
So gesehen hat es aus Außensicht keine Änderungen gegeben, von der Zählweise mal abgesehen. Bisher konnten die nationalen Ligen die Profis halbwegs gut ernähren. Wie lange noch?
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Wenn Realität und Weltbild kollidieren, gewinnt meistens das Weltbild. |
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