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#621
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Zitat:
Viele sehen jedoch in einem Test die Einführung durch die Hintertür. Die Menschen wollen keine Veränderungen. Zumal man nicht wissen kann, wer die Gewinner und die Verlierer sein werden. Meist werden Reformen so lange verwässert bis sie unwirksam werden. Was dann als Argument gegen jegliche Veränderung herangezogen wird.
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Wenn Realität und Weltbild kollidieren, gewinnt meistens das Weltbild. |
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#622
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Wenn Petar hier über Prostitution und Zahnarztbesuche redet, hat man den Eindruck, Tischtennis wäre ein lebendes Wesen, an dem laufend irgendwelche schmerzhaften, widerwärtigen Versuche getestet werden
![]() Ne, ist leider nicht so. Tischtennis ist ein Sportspiel, das nach gewissen Grundregeln funktioniert. Zwei oder 4 Leute an einem Tisch, die sich nen (annähernd ) runden Ball mit Schlägern über ein Netz zuspielen, und zwar möglichst so, dass der andere nen Fehler macht oder nicht mehr hinkommt.Schaut man sich die Praxis an, wie Tischtennis hobbymäßig gespielt wird, läuft es meist darauf hinaus. Der Rest ist eh variabel. Jetzt ist es natürlich sinnvoll zu schauen, wie man den Spitzensport so regeln kann, dass möglichst viele Leute Spaß dran haben, es zu spielen und zuzuschauen. Wie Schrottkopf bereits sehr schön beschrieben hat, "funktioniert" Tischtennis zwar, stagniert aber aktuell, oder verliert Trendsportarten und Klassikern gegenüber an Boden. Im evolutionstheoretischen Sinne heißt es schlicht "Survival of the fittest". Nicht die stärkste Sportart setzt sich durch (früher waren das mal Ringen, Ritterturniere, Pferderennen...) sondern die, die sich am besten an die Zeit anpassen. Ich sehe die Aufgabe von uns Aktiven durchaus darin, konstruktive Kritik zu äußern, zu hinterfragen und zu zweifeln. Aber eben auch darin, selber zu testen, offen zu sein für Veränderung (und wenn es nur zum Testen ist), und uns letztendlich an Änderungen im Sinne der Mehrheit und der Zukunftsfähigkeit zu gewöhnen. Die Zeiten ändern sich. Und viel, was sich nicht anpasst, hat eben von vorneherein verloren. Früher mag man auch gesagt haben, dass Korkbälle super Eigenschaften haben, kaum vom Wind verweht werden und ein kontrollierteres Spiel ermöglichen. Und trotzdem spielen wir alle heute mit Kunststoff-Bällen. Wie viele Spieler hätten wir heute, wenn es noch immer nur Korkbälle gäbe?
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Du hoschd Rächd un I han mei Ruh |
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#623
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Zitat:
![]() Zitat:
Über 99 % der Spieler sind da nicht beteiligt und haben ganz andere Bedürfnisse und Probleme. Zitat:
Zitat:
Du kannst natürlich die Regeln beim Tischtennis so lange verändern bis daraus Snooker wird - dann kommt es auch im TV. Nur verliert man unterwegs so ziemlich alle, die eigentlich TT spielen wollen und nicht was anderes. Zitat:
Darauf hat man nach vielen Jahren TT und mehrerer solcher "Innovationen" einfach keinen Bock mehr. Was das Testen betrifft, so waren diese in der Vergangenheit wohl völlig daneben. Bei der Umstellung der Zählweise wurden Sätze bis elf nie groß getestet. Es gab eine Handvoll Turniere bei den Profis, die bei 10:10 oder 11:11 begannen. In der Breite Null. Weder 40mm-Bälle noch die anfangs katastrophalen Plastik-Bälle wurden vor der Einführung anständig getestet. Klar kann man sich an vieles gewöhnen, aber gerade weil es Hobby ist, muss man nicht stapelweise Kröten fressen. Eine zeitliche Begrenzung z.B. wäre für mich das endgültige Aus, denn dann ist die Spielidee eine komplett andere. |
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#624
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Problem ist doch, dass es keine homogene Zielgruppe gibt...bei jeder Änderung gibt es Gewinner und Verlierer.
Die meisten Änderungen werden halt (leider) nicht für die Basis gemacht, müssen aber oft dennoch von dieser umgesetzt werden. Eine Trennung wie beim FB (Videobeweis (bald), Torlinientechnik,...) ist halt selten möglich... |
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#625
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Zitat:
Zur Änderung der Abläufe: Zum Großteil ändert sich ja mit dem P-Ball nicht viel. Wenn ich nen Topspin ziehen will, schaue ich auf Gegner und Ball, erkenne aus der Schlagbewegung und Flugkurve den Schnitt, und passe dann Winkel und Balltreffpunkt daran an. Wenn Topspin auf den Ball zu schwierig ist, aktiviert sich der Schupf-, Konter- oder Flip-Ablauf. Musste man bisher genauso machen. Manche Leute spielen mehr Schnitt, andere weniger. Manche mit mehr Tempo, andere nehmen Tempo raus. Manche spielen mit langsamen Störnoppen, andere offensiv mit Anti. Dafür auch wieder andere "Trigger", die mir zu erkennen geben, wie ich meinen Schlag anpassen muss. Kein Hexenwerk. Seit letzter Woche habe ich ein neues, schnelleres Holz. Klar ist das frustrierend, wenn in der ersten Trainingseinheit haufenweise Bälle raussegeln. Aber wir alle kennen das doch, dass man sich nach etwas systematischem Training an die neuen Bedingungen gewöhnt? Oder liegt es vielleicht nur an der Bereitschaft, sich umzugewöhnen? Bei einem Materialwechsel, der selbst initiiert ist, ist man vielleicht offener für die Anpassungen, als wenn man gesagt bekommt, dass man ab dem nächsten Training nur noch mit nem Aldischläger spielen darf. Ich persönlich stimme darin mit vielen überein, dass die Einführung der Regeln katastrophal intransparent vonstatten geht. Aber kann ich sie ändern? Deshalb gebe ich mir Mühe, mich so gut wie möglich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Denn ich liebe den Sport mit Tisch, Ball und Schläger, wegen seiner Dynamik und Vielseitigkeit. Und zumindest auf meinem Spielniveau wird sich das durch Zählweise, leichte Materialänderungen oder Spielsystemwechsel nicht ändern.
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#626
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Zitat:
Aber bei TT auf Zeit sehe ich einen ganz gravierenden Einschnitt ins Grundprinzip. Ganz davon ab, dass ich es für unpraktikablen Blödsinn halte. In jedem Fall wäre das der Zeitpunkt zudem ich, zu meinem tiefsten Bedauern TT den Rücken kehren würde.
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In vino veritas
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#627
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Ich spiele jetzt seit 38 Jahren Tischtennis.
Hab jetzt drei Umstellungen innerhalb weniger Jahre mitmachen "dürfen". Beim 40mm-Ball ging lange kein kurzer Aufschlag mehr und mir fehlte etwas der Schnitt. Die Sätze bis elf und damit verbunden nur 2 statt 5 Aufschläge erforderten eine taktisch andere Vorgehensweise, nicht mehr abklopfen und austesten, sondern möglichst überrumpeln heißt es jetzt. Variieren beim Aufschlag ist schwieriger. Hier hatte ich ein halbes jahr mit TT aufgehört, weil ich diese Einführung nicht nur für komplett falsch und undemokratisch hielt, sondern dabei gelernt habe, dass Verbände eben nicht die Interessen ihrer Mitglieder vertreten, obwohl das in der Satzung steht. Jetzt der Plastikball. Viel weniger Schnitt und Spin - kommt mir entgegen, statt Topspin gibts halt jetzt gleich den Schuss. Ich bin kein Verlierer dieser Änderungen halte sie aber für komplett sinnlos und die Art der Einführung für höflich ausgedrückt eine Frechheit. Da hier wohl auch kein Lerneffekt eintritt, dass man die Basis mitnehmen muss, traue ich den Herren "da oben" alles zu. Und da könnte ich schon vorab k ..... |
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#628
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Vielleicht ist es mal eine gute Idee und man fragt sich durch die Gemeinde und gründet eine eigene Liga!!!
38mm Bälle, Sätze bis 21 und Frischkleber erlaubt. Ich bin mir sicher, dass dort einige mitmachen würden! Regeländerungen können den Sport zerstören oder uninteresssant machen!
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Wenn ich für alles offen sein soll, dann bin ich irgendwann nicht mehr ganz dicht |
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#629
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Zitat:
Man ist bereit einen größeren Aufwand zu betreiben, wenn einem die Sache etwas wert ist. Etliche meiner ehemaligen TT-Kumpels hörten, angeblich aus Zeitgründen, mit Tischtennis auf und sind nun in anderen Sportarten aktiv. Tennis, Fußball... haben halt einen höheren Stellenwert. Und der speist sich aus dem Profisport.
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#630
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
Man spricht gerne über Statistiken. Gut, machen wir.
Schützenverband ist mit seinen etwa 1.360.000 Mitglieder und 15.000 Vereine auf dem Platz 4. in Deutschland. Sie haben aber in letzten Jahren viele Mitglieder verloren. Tennis hat auch einstecken müssen! So präsent im Fernseher, man möchte glauben, sehr populär und trotzdem in den letzten Jahren über 300.000 Mitglieder weniger?! Das Geld fällt bestimmt nicht. Große Turniere, viele Vorbildspieler und tolle Prämien... Werbung und Vermarktung scheinen auch zu funktionieren. Was ist da los? Bei der Leichtathletik sieht es noch schlimmer aus! Haben sie auch ihren Sharara? Dagegen Radfahrer und Fußbäller schreiben die schwarzen Zahlen... Was ist jetzt beim Fußball anders geworden, dass plötzlich Senioren und auch Frauen die Rekordstatistiken auf über 7.000.000 Mitglieder in Deutschland voran getrieben haben? (allein in dem Jahr 2016 knapp 75.000 mehr!) Spielen sie jetzt mit großeren Bällen, schießen sie auf dreieckige Tore im 5-Sekunden-Takt oder nur noch mit Links? Ich verstehe Baseballregeln nicht. Wegen mir müssen sie sie nicht ändern. Wenn ich wirklich Interesse an einer Sportart habe, dann werde ich versuchen sie auch zu verstehen, so wie sie ist. Aber wenn Statistiken dann bitte: erst seit letzten 15 Jahren (also seit der massive Änderung der Regeln durch Sharara), hat TT-Sport sehr viele Mitglieder verloren... Muss man es jetzt um jeden Preis so weiter treiben? 90er Jahre konnte ich Tischtennis im Fernseher noch genießen... Heute leider nicht mehr! Geändert von Petar (04.07.2017 um 15:53 Uhr) |
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