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Themen-Optionen |
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#61
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Hier eine aktuelle Auswertung der Gremien, Ressorts, Ausschüsse, Rechtsinstanzen des DTTB. Ohne gezielte Frauenfördermaßnahmen wird sich an dieser erschreckenden Männerdominanz nichts verändern.
Es ist schon klar, dass das auch irgendwo der Spiegel von Landesverbands- und Vereinsstrukturen ist. Aber wie gesagt - ohne gezielte Förderung der stark unterrepräsentierten Geschlechter - wird sich das männliche Übergewicht reproduzieren. Weibliche Perspektiven würden unserer Sportart gut tun. Auch damit Frauen sich selbst vertreten können - und nicht nur sie und ihre unterschiedlichen Bedürfnisse in Stellvertretung von Männern mitgedacht werden. |
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#62
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In Fragen Freiwilligendienste, ÜL-Ausbildung, Mädchenfördermaßnahmen finde ich die DTTB-Angebote sehr hilfreich für Vereine.
Die Belebung des Freizeit-Sports ist auch richtig. Podcastangebote, Social Media und öffentliche Präsenz der Sportart sind wichtig und diesbezügliche Initiativen unterstützenswert. Hier sollten aber Content-Inhalte und in Tendenz eindimensionale Ausrichtung auf den Prüfstand. Ansonsten ist eine (zu) starke Gewichtung beim Leistungssport. Dass dieser gut dargestellt wird ist klar, aber die Verbindung zwischen Spitzen- und Freizeitsport wird zu wenig bespielt und findet sich zu wenig in Angeboten und Fokus. Hier sind die Amateurvereine, der ganz große Anteil der Mitglieder. Um diese und deren Bedürfnisse sollte es mehr gehen (nicht nur als mytt-Cashcow, um ihre eigenen zugearbeiteten Daten schlecht dargestellt wieder einzukaufen). Geändert von Mephisto (12.03.2026 um 13:44 Uhr) |
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#63
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AW: Quo Vadis DTTB?
Bei einer gemeinnützigen Organisation (ob Verein, Stiftung, ...) muss zwischen dem gemeinnützigen Zweckbetrieb und dem sogenannten wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb getrennt werden. Nehmen wir als Beispiel mal ein Museum:
Die Eintrittspreise darf man im Rahmen des gemeinnützigen Geschäfts steuerfrei vereinnahmen. Denn dies ist direkt mit der Erfüllung des Satzungszwecks verbunden - mithin Zweckbetrieb. Ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb im Museum umfasst Aktivitäten, die nicht direkt mit dem Satzungszweck zu tun haben. Dazu gehören Museumsshops mit zugekauften Waren, Cafés oder Vermietung der Räumlichkeiten für externe Events. All diese Einnahmen sind NICHT steuerfrei (oberhalb eines gewissen Freibetrags für Kleinstumsätze), d. h. hier arbeitet das Museum wie ein kommerzieller Betrieb. Mit dem einzigen Unterschied: was am Ende nach Steuern übrigbleibt ist Gewinn, der wiederum satzungsgemäß zu verwenden ist. Dementsprechend kann der DTTV durchaus kommerzielle Firmen besitzen, die dann aber nicht von der Steuerfreiheit und anderen Vorteilen der Gemeinnützigkeit profitieren. Wenn (wie hier im Faden angesprochen) der DTTV seine eigenen Räumlichkeiten einer kommerziellen Firma zur Verfügung stellt, dann sind die Einnahmen aus dieser Vermietung wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb. Diese Einnahmen werden versteuert, der übrig bleibende Gewinn wiederum wird satzungsgemäß verwendet (geht oft auch in großen Teilen in eine Rücklage ein). Sollte der DTTV hier keine Miete kassieren, weil dieselben Personen im DTTV und im Vorstand der kommerziellen Firma sitzen, dann ist das missbräuchlich und wird mit Sicherheit von der Aufsichtsbehörde beanstandet und das Finanzamt wird prüfen, ob dem DTTV die Gemeinnützigkeit entzogen werden muss. Das sind keine Pseudo-Prüfungen. Man muss sich immer vor Augen halten: dem Staat entgehen bei Gemeinnützigkeit Steuerzahlungen. Die Latte wird dafür sehr hoch gelegt. Hier ein Link (die Firma kenne ich nicht, aber die Seite ist informativ): https://www.winheller.com/gemeinnuet...etzigkeit.html |
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#64
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AW: Quo Vadis DTTB?
Zitat:
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#65
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AW: Quo Vadis DTTB?
Zitat:
Geändert von TT-NEWS Team (14.03.2026 um 16:47 Uhr) |
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#66
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AW: Quo Vadis DTTB?
Scheint so. Viel Meinung und wenig Faktentreue. Dörner ist weder Präsident noch wüsste ich, dass er FDP-Schatzmeister gewesen wäre (das würde ich eher dem VV des DOSB zuschreiben).
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#67
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AW: Quo Vadis DTTB?
Zitat:
Der aktuelle DTTB-Chef ist Dr. Wolfgang Dörner. Mit der FDP hat der nichts am Hut, der war stattdessen jahrzehntelang Partner bei der Boston Consulting Group (BCG). Eigentlich passt das aber noch besser zu deiner Argumentation im Forum: Wenn ein Top-Unternehmensberater am Ruder sitzt, ist klar, warum jetzt alles auf „Marke“ und „Business“ getrimmt wird. Das ist eben der klassische Management-Blick auf den Sport. Für die Leute ganz oben macht der Kontakt zu Typen wie Frank Thelen total Sinn, um den Laden „vermarktbar“ zu machen. Die Sorge an der Basis bleibt ja dieselbe: Dass man versucht, einen Verband wie ein Start-up zu führen und dabei vergisst, dass ein kleiner Verein eben keine Firma ist. Da prallen einfach zwei Welten aufeinander. |
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#68
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AW: Quo Vadis DTTB?
"Der Deutsche Tischtennis-Bund e. V. ist die Spitzenorganisation des deutschen Tischtennissports. In ihm sind als Mitglieder 18 deutsche Landesverbände zusammengeschlossen, sowie der Regionalverband Norddeutscher Tischtennis-Verband, denen wiederum über 9.000 Vereine und über 512.000 Mitglieder angehörten."
Man sollte sich einmal mit dem Subsidiaritätsprinzip auseinandersetzen, wer auf welcher Ebene für was zuständig ist. Geändert von Hansi Blocker (14.03.2026 um 20:52 Uhr) Grund: Vollzitat entfernt |
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#69
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AW: Quo Vadis DTTB?
Ich habe das Gefühl dass hier ganz viel Meinung unterwegs ist, auch ehrlich gute Sachen geschrieben wurden, aber eben die Details und Zahlen den meisten nicht bekannt sind.
@kritiker, kann es sein dass du auch ganz prinzipiell eine persönliche Abneigung gegen Herr Thelen hast? Das ist dein gutes Recht, aber was er so verwerfliches getan, dass ein DTTB ihn nicht "einladen" darf? hinzu kommt, dass er ja quasi zeitlich bei Klein gegen Gross war und auch dort bei einem Tischtennis Vergleich war. Interessant dass in diesem Zuge dann wieder TT-Cup genannt wird, was ja vor der Amtszeit von Herrn Dörner liegt und nach Claudia Herweg. Ich frage mich ganz ehrlich wer von euch dann noch Fan eines BL Fussball Clubs ist und diesen weiterhin in irgendeinerweise unterstützt? Kritisiert ihr das auf gleichem Weg regelmässig, denn dort wird mit ganz anderen Wettpartnern Geschäfte gemacht (ausser St. Pauli ).Und Herr Thelen hat ein aktuelles Trikot der Tischtennis Nationalmannschaft an, da ist der TT-Cup nunmal Sponsor. Natürlich darf man das kritisieren, aber macht ihr das entsprechend auch bei allen anderen, oder ist da nur der DTTB der böse Bube? Ich gehe ja mit, dass das sicher nicht der glücklichste Sponsoren Deal war, aber es gibt nunmal nicht soviele, die bereit sind, lohnenswerte Summen ins TT in Deutschland zu investieren. Und nur von Staatsgeldern/steuern leben Sportverbände in DE nicht, da sind wir in einem anderen System als zum Beispiel in Frankreich. Und nur mal so aus meiner Erfahrung, bisher ist es so dass der DTTB die dicksten roten Zahlen schreibt, dann kommen Landesverbände (die in meinem Fall eine schwarze Null meistens aufweisen), dann kommen Vereine, die nach meiner Erfahrung am deutlich besten dastehen. Wo fehlt also das Geld? Der DTTB hat eine finanzielle Lücke, und das werdet ihr alle ab nächster Saison auch bezahlen. Beim Bundestag im November 25 wurden die entsprechenden Anträge angenommen, und die Umlage erfolgt jetzt über die Landesverbände und somit auch an die Vereine. Wenn man kein zusätzliches Sponsoring an Land zieht, fallen eure erhöhte Beiträge zur kommenden Saison einfach doppelt so hoch aus, kann sich jeder für sich und seinen Verein ausrechnen, was das bedeutet. Auch interessant finde ich immer die Anmerkung der Leistungssport ist zu stark gewichtet. Ok, kann man so sehen, aber wenn die Spieler, die für DE antreten, in der ersten Runde rausgehen, ist es auch nicht recht. Eigentlich investiert der DTTB gar nicht soviel in seinen Leistungssportbereich, wenn wir das mal vergleichen. Ist eure Ansatz, die das so anmerken, dass sich jeder Spieler bitte selbst finanziert, auch jeder Jugendspieler? Somit kein Nationalkader mehr, keine Lehrgänge für diese Spieler, keine Trainer? Ihr wisst schon dass die Fördergelder des DOSB auch davon abhängen? Sowohl der DTTB wie auch seine Landesverbände müssen immer abwägen zwischen Leistungssport und Breitensport, beide Felder werden von Ihnen bearbeitet. Das ist keine reine Breitensportveranstaltung, das ist euch schon bewusst? Geändert von masl83 (16.03.2026 um 18:14 Uhr) |
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#70
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AW: Quo Vadis DTTB?
Natürlich geht es einem Wolfgang Dörner nur ums Geld - muss es ja, sonst ist der DTTB pleite. Die finanzielle Abhängigkeit rund um die Millionengräber click-TT und myTT ist ja essentiell, um den DTTB am Leben zu halten. Hätte man stattdessen in der Vergangenheit auf TT-Info oder TTLive gesetzt, hätte man zwar den Vereinen Millionen an Kosten erspart, mit denen man die Sportart auf ein neues Level hätte bringen können, wäre als Verband aber Konkurs. Jahrzehntelange Misswirtschaft hat den DTTB und einige Landesverbände in eine Situation geführt, in der man entscheiden muss, ob man das beste für die Sportart tun möchte oder das beste für sich selbst - beides gleichzeitig ist mittlerweile unmöglich.
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) und BCG-Berater eine sehr klare wirtschaftsliberale Agenda fährt. Jetzt wird Frank Thelen, bekennender FDP-Großspender,
).
