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Eigenbau Konstruktionen und Verarbeitung, Allgemeines und Wissenswertes rund um den Holzbau Hier geht es um Aufbau und Verarbeitungstipps, Diskussionen über Furnierauswahl und -stärken, Eigenschaften, Gewicht, Verwendung, Biegefestigkeit und Härte von Holzarten, Steifigkeit, Schlägerkopfgröße, Schwingungsverhalten, Schwerpunkt usw., Leimauftrag, Trocknungszeiten, Pressen, Carbonverarbeitung, Sägen, Fräsen, Schleifen, Anfertigung von Griffschalen und sonstiges rund um den Eigenbau. |
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Themen-Optionen |
#1
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Suche Infos über eigenbau von Hölzern
Hi,
Hölzer müssen ja nicht mehr zugelassen werden, deshalb würdden mich Infos über den Eigenbau interessieren. Welche Funiere haben welche Eigenschaften? Wie baue ich ein Def, All, Off, oder Kombi Holz? Womit verbinde ich die Funiere (Laim)??? Was gibts sonst noch zu beachten?? Uli |
#2
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Über die Funiere habe ich jetzt was gefunden.
Wie baut man den Kern auf? Aus 1 oder mehreren Schichten? Welchen Kleber, Wieviele Funierschichten in welcher stärke,.... Wer hat davon Ahnung? Das was ich Über Funiere gefunden habe: Furnier : Dünne Holzschicht, die durch mehrfache Verleimung zu Sperrholz verleimt wird. Die richtige Kombination für die gewünschten Spieleigenschaften zu finden ist die Kunst der Materialentwickler. Als Auswahl ein paar Holzfurniere und Ihre Eigenschaften : · Abachi : extrem leicht, für Kernfurniere hervorragend geeignet. Wird bei langsamen Hölzern (Def bis All-) auch als Außenfurnier verwendet. · Balsa : superleicht und weich. Nur als Kernfurnier einsetzbar. Bringt aber mit geeigneten Kombinationen sehr schnelle Hölzer mit sehr geringem Gewicht. · Carbon : Kohlefaserkunststoff (ca. 3000 Fasern pro mm), der als Gewebe zur Verstärkung des Schlägerblattes zwischen die Aussenfurniere geklebt wird. Sorgt für einen größeren Sweet-Spot und eine lang gleichbleibende Holzqualität (kaum Materialermüdung !) · Föhre : Nadelholz; ähnlicher Einsatzbereich wie Abachi-Furniere. Etwas fester und steifer bei ähnlichem Gewicht. · Glasfiber : Hochwertige Kunststoffaser. Bringt größeren Sweet-Spot. · Hinoki : wächst nur an einer Bergkette in Japan, sehr weich und schnell. · Kevlar : Kunststoff mit sehr hoher Reißfestigkeit bei geringem Gewicht. Bringt größeren Sweet-Spot und - wie bei Carbon - lang gleichbleibende Holzqualität, ist aber weicher und langsamer. · Kiri : Chinesisches Hochgebirgsholz; botanisch auch als Gras-Art geführt. Superleicht, verzugsfrei. · Koto : leicht und elastisch; vorwiegend in Allroundhölzern verarbeitet. · Limba : weich und leicht, universell verwendbar; je nach Kombination von Def bis Off. · Nußbaum : Sehr hart mit hoher Dichte; nur für Offensiv-Hölzer geeignet; relativ schwer. · Pappel : Extrem weich; nur für Defensiv-Hölzer geeignet. · Sipo : Sehr hart und ziemlich zäh; nur als Sperrfurnier sinnvoll; da als Außenfurnier kaum zu kontrollieren. · Weide : Extrem weich; nur für Defensiv-Hölzer geeignet. |
#3
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Hallo,
das würde mich auch interessieren, Probleme dürfte man bei der Marerialbeschaffung, bei der Kombination der richtigen Materialien und der Verarbeitung haben... 1. Wo bekommt man Furniere in den Stärken zwischen 0,5 und 1,0mm mit den verschiedenen exotischen Holzarten ? (im Handel verbreitet sind Furniere für Möbelherstellung...) 2. Welche Materialien an welcher Stelle im Holz...? 3. Wie werden die Furniere (und Kunstfaserschichten) verarbeitet, um eine über die Fläche ,möglichst gleichmässige Eigenschaft zu erreichen ? ...und man ist nicht völlig frei im Entwurf, ich glaube der Kunsfaseranteil ist noch eingeschränkt auf 5% (oder waren es 10 % ??? ) |
#4
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.. Suchfunktion ist dein Freund ..
gugsu hiä: http://www2.tt-news.de/vb/showthread...&threadid=7285 http://www2.tt-news.de/vb/showthread...&threadid=4018 http://www2.tt-news.de/vb/showthread...&threadid=5055 http://www2.tt-news.de/vb/showthread...=&threadid=644 Grüße, Stefan PS: kannst ja bei weiteren Fragen eine PN schicken ... edit: Links gefixt. Wieso heißt es jetzt www2.tt-news.de ??? ... und sind hier evtl. 2 Threads zusammengelegt worden?
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Hurra! Job läßt mir wieder keine Zeit für TT ! Frischkleben? Wozu? Mit harten Schwämmen gehen harte Bälle auch ohne Lösungsmittel-Hilfe ... Geändert von Arralen (13.11.2003 um 08:05 Uhr) |
#5
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@Arralen
Ich hatte mit der Suchfunktion gesucht, was habe ich falsch gemacht??? @ Hurz67 Ab 1mm bekommst du im Balsa im Modellbau. Mit dünnerem Material würde ich nicht arbeiten, das bricht zu schnell. Ich werde jetzt mit dem Eigenbau starten mit einem Balsakern aus dem Modellbau und Buchesperrholz als Beckschicht vom Holzhandel (mit Glück auch im Modellbau) Mit Kunstfasern werde ich nicht arbeiten. Wenn du näheres wissen willst schreib mir ne PN Uli |
#6
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Re: Suche Infos über eigenbau von Hölzern
Der Erstling ist fertig. Habe 8mm Balsakern, 0,6mm Buche in VH und 0,3mm Limba in der RH. Blattgröße ist 16,7*16,2cm und er wiegt 65g.
Schwerpunkt liegt weit im Schlägerkopf. Auf VH PF4 in 1,7 und RH Pf4-C8 in OX. VH Beim Mitspielen recht langsam, man muß aktiver in den Ball gehen wie mit meinem alten All Holz. Zieht man TS oder schießt geht aber die Post ab! Der BAll springt recht flach ab, mein Trainingspartner (Offensievspieler) konnte die Bälle trotsdem gut zurückspielen. Auf US Bälle machte er mehr Fehler als normal. RH Recht langsam und in OX fehlt mir die Offensive. Man kann zwar auch mit OX angreifen, aber mit Schwamm gehts einfach besser. Bälle sind sehr gut zu setzen, auch auf schnelle Angaben sehr kurzer Rückschlag möglich, besser als bei meiner jetzigen Kombination! Werde erst in einer Woche weiter testen (aber C8 mit Schwamm), da wir morgen ein Serienspiel haben und ich dann erst wieder mitte Nov. das nächste Spiel da bin. Werde das Blatt verkleinern, am Tisch bringt das nicht viel und den Schwerpunkt weiter zum Griff verlagern, das passt besser zu mir. Uli |
#7
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Re: Suche Infos über eigenbau von Hölzern
Erzähl doch mal, wie du das Holz gebaut hast.
Was für einen Leim? Wie viele Schichten? Gepresst? Am Ende in Form gesägt? Und weiß keiner hier, wo man exotische Furniere herbekommt? Balsa und Buche ist doch langweilig. Ein Re-Impact hab ich schon daheim ![]() |
#8
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Re: Suche Infos über eigenbau von Hölzern
3 Schichten Balsa a 2-4-2 mm mit Patex Kontaktkleber verlaimt, der zieht nicht ins Holz ein. Gepresst mit 8 Schraubzwingen zwischen 2 Küchenarbeitsplatten (Reste vom Bauhaus).
Versuchs im Holzhandel. Für den Kern würde noch Limba gehen, sonnst wird das Ganze zu schwer! |
#9
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Re: Suche Infos über eigenbau von Hölzern
So, habe mir mal ein paar Furniere aus dem Holzhandel geholt. Waren Reste (und umsonst), und da ich Bio damals in der Schule abgewählt habe, habe ich keine Ahnung, welche Holzfurniere ich besitze
![]() Jetzt sind die Furniere aber so dünn (0,5mm), daß ich irgendeinen "Füllstoff" brauche. Ich kann ja nicht 20 Furnierschichten übereinanderkleben. Gut, ich könnte schon... ![]() Da wohl Balsa leicht zu besorgen ist, werde ich mir das jetzt wohl auch mal kaufen. Aber wie baue ich das Holz auf? Außenfurnier - Balsa - Zwischenfurnier - Balsa - Zwischenfurnier - Balsa - Außenfurnier Könnte da was Spielbares rauskommen, oder liege ich völlig daneben? |
#10
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Re: Suche Infos über eigenbau von Hölzern
Hallo ihr beiden,
nettes Hobby habt ihr euch ausgesucht (meine ich ernst). Bezweifele nur den Wert für euer ernsthaftes Tischtennisspiel. 1. Fähigkeiten (handwerklich), Wissen (und damit meine ich nicht nur ne Liste mit Eigenschaften oder Katalogangaben von Herstellern zu Holzarten) und Erfahrung (1000e von Tests mit verschiedenen Hölzer in verschiedenen Dicken und Kombinationen) sind sehr aufwendig zu erlangen. Das kostet viel Zeit und Geld. Die Profis haben davon jede Menge und brauchen trotzdem sehr lange um brauchbare Hölzer zu entwickeln. 2. Wenn dann tatsächlich nen brauchbares Holz bei rauskommt, das dann so gut ist wie eins von der Stange oder nen Tick besser ist- Naja!?!? Verhältnismäßigkeit? Wahrscheinlichkeit? 3. nen Kollege wollte mal statt nem 6,5 Balsakern Holz nen 8,5 wie das von TSP haben ohne 49 Euro zu bezahlen. Ein Bekannter (pensionierter Schreinermeister mit gut an Holz und Maschinen ausgestattetem Keller+TT Spieler) hat versucht eins (nachzu-)bauen. 3 Std Arbeit (bzw für ihn Hobby) und 3 Euro Materialkosten für diesen Schläger (ohne zu testen). Mein Kollege hat dann damit gespielt. Rückgabe nach 2 Einheiten->Zu schnell, kein Gefühl, Top ohne (viel) Spin. Nur gut für schnelle gerade Bälle. Wahrscheinlich ideal mit 2 mal Kurze Noppe. Fazit: Ihr werdet viel Spaß an der Bastelei haben (hoffe ich) und habt euch auch ner wirklich interessante Aufgabe gestellt. Wenn was brauchbares rauskommt->Megarespekt.Wenn nicht->nicht enttäuscht sein. Und andere haben es schon versucht und davon auch einige, wenn auch wenige geschafft. Nochmal, viel Spaß und Erfolg wünsch ich euch!!!! |
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