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Fastest115 29.02.2016 16:11

AW: Nicht erzwungenen Fehler... Lauter Jubel / Freude
 
Tja da sind gleich 2 Probleme

1. Das kann der eine SR so entscheiden und der andere anders
2. In dem Ausgangsfall wo von 10 Jährigen die Reede ist, da nehme ich an war kein offiziell eingesetzter OSR anwesend um das zu entscheiden.

Daher wie in meine Beitrag am Anfang dazu erwähnt.
1. Zusehen dass mal ein OSR bei Spielen dieser Jungs anwesend ist (vom Kreis geschickt oder selbst beantragt)
2. Hoffen (oder dafür "sorgen") , dass der dann die Schwelle für Unsportlichkeit sehr niedirig ansetzt...

Zuni 29.02.2016 17:05

AW: Nicht erzwungenen Fehler... Lauter Jubel / Freude
 
sicher mag da auch jeder OSR seine Grenze etwas anders ziehen, aber man sollte doch schon meinen, dass sie bei Aus- oder Weiterbildungen Fallbeispiele bzw. weisungen bekommen wo bei diversen Fällen grob die Grenzen zu ziehen sind, damit es nicht all zu kunterbunt wird was die diversen entscheidungen betrifft.

Snape 29.02.2016 18:05

AW: Nicht erzwungenen Fehler... Lauter Jubel / Freude
 
Natürlich gibt es ein paar Standardvergehen, bei denen der SR aktiv werden soll. Aber keine Liste ist vollständig, und ein SR soll auch nicht nur das ahnden, was auf der Liste steht, sondern in der Lage sein, bei Situationen, die nicht "im Katalog" stehen, korrekt und fair zu entscheiden. Das kann durchaus situativ unterschiedlich ausfallen. Der eine SR zückt sofort beim ersten leisen "Schei**e" die Karte, ein anderer durchaus schon mal nicht.

Svennie 29.02.2016 22:47

AW: Nicht erzwungenen Fehler... Lauter Jubel / Freude
 
Ich möchte an dieser Stelle einmal DANKE an ALLE sagen, welche sich zu dem Thema mit Anregungen, Lösungsansätzen und Kritik beteiligt haben.

Für mich sind dabei viele hilfreiche Tipps raus gekommen und die Erkenntnis, das alles mindestens zwei Seiten hat.

:Respekt:

Ciao

Sven

dk02 15.01.2025 12:18

AW: Nicht erzwungenen Fehler... Lauter Jubel / Freude
 
Ich habe gerade eben einen Beitrag im Thema Tscho, Cho, Zoa, Tschooooo, Tschole, Tschoa und sonstige Anfeuerungsrufe und Freudenschreie geschrieben (mit interessantem Video:LINKS: dazu!) und dabei einige andere interessante Threads gefunden, die zu diesem Thema passen und die ich deshalb mit euch teilen will:

Nicht erzwungenen Fehler… Lauter Jubel / Freude

Welches Verhalten wird gewünscht?

Schreien, Brüllen nach Ballwechseln

Benehmen der Nachwuchsspieler

Teilweise fragwürdiges Bejubeln der Punkte im Tischtennis

Japanische Brüllaffen

Harimoto - was ist das für eine Entwicklung?

Vielleicht war ja für euch etwas interessantes dabei oder es gibt jemandem, der hier zu diesem Thema noch etwas beitragen möchten. :)

Chris21272 29.03.2025 17:05

AW: Nicht erzwungenen Fehler... Lauter Jubel / Freude
 
Gestern bei unserem letzten Punktspiel wurde das Thema nochmal aktuell: Bei unseren Gegnern fehlte die Nr. 3 und eine Dame aus der Mannschaft darunter hat ausgeholfen. Ich habe nicht gegen sie gespielt, kenne sie aber von Races und Turnieren. Als wir mit unserem Doppel fertig waren und dem noch laufenden anderen Doppel zusahen, gab es gerade eine Diskussion, weil unser MF ihr vorwarf, dass sie leichte Fehler unserer Mannschaft bejubeln würde und das wäre unsportlich. Das Doppel war kurz danach zu Ende. Unser MF hat danach seine Spiele abgegeben, weil eine Verletzung von letzter Woche sich wieder meldete also hat er selbst gar nicht mehr gegen sie gespielt. Das letzte Spiel hat dann mein Doppelpartner gegen sie gespielt. Er hat glatt gewonnen und sich nach dem Spiel auch bei ihr beschwert, dass sie jeden Ball kommentiert, weil ihn das in der Konzentration stören würde. Sie ist gar nicht dagegen angegangen aber ein Mitspieler ihrer Mannschaft hat sich eingemischt und gemeint, dass unsere Nr. 1 ja der lauteste in der Halle war, ohne dass sich einer beschwert hat. Da musste ich dann dazwischen grätschen und sagen, dass ich ihm gesagt habe, dass er leiser sein soll, weil er nicht alleine in der Halle ist….Das Spiel ging unentschieden aus und es ging auch für uns um nichts mehr umso ärgerlicher, dass es so unharmonisch wurde.

Wir haben auf der Rückfahrt nochmal drüber gesprochen, weil ich die Spielerin bisher nie als unsportlich empfunden habe. Ich habe dann auch nochmal zu Bedenken gegeben, dass es nicht verboten ist, sich über jeden Punkt zu freuen und dass man manchmal ja auch leichte Fehler macht, weil man den Schnitt des Gegners falsch einschätzt usw. aber ich konnte meine älteren Kollegen nicht überzeugen.

Meine Überlegung dazu ist, dass gerade Spieler, die schon über 40 Jahre spielen in diesem Bereich ganz anders „sozialisiert“ wurden. Meine beiden Teamkollegen haben das als „NoGo“ empfunden und sich direkt provoziert gefühlt. Unsere Nr. 1 hat das auch so empfunden im Doppel, hat aber nichts gesagt. Mir ist das bisher bei ihr nie aufgefallen und ich habe sie immer als sportliche Gegnerin wahrgenommen.

In einer meiner ersten Saisons hatte ich das auch mal bei meinem Einzel, dass ein gegnerischer Zuschauer jeden Ball - auch jeden „nervösen“ Fehler von mir beklatscht hat, dem habe ich nach dem 4. Satz auch lautstark meine Meinung gesagt! Den 5. habe ich aber trotzdem verloren, obwohl er die Halle verlassen hat. Sowas bringt einen eben auch selbst raus. Heute bin ich mehr „bei mir“ und wenn ich den Eindruck habe, dass mein Gegner mich bewusst ärgern will, motiviert mich das noch mehr, ihn zu schlagen.

tb177 29.03.2025 17:28

AW: Nicht erzwungenen Fehler... Lauter Jubel / Freude
 
Du sprichst da quasi 2 Punkte an.

1. egal was wie passiert*in dem Moment, in welchem du dich rausbringen lässt (egal aus welchem Grund) ist das Spiel quasi gelaufen, außer du schaffst es wieder deine Konzentration zu finden.

2. Unerzwungene Fehler zu bejubeln (z.b. Fehlaufschlag) empfinde ich auch mit 32 Jahren als extrem unsportlich. Genauso wie der Zusatz: *Danke* den besonders ältere Mitspieler gerne mal von sich geben.

Diese älteren Spieler sind es aber oftmals, die unerzwungene Fehler nicht von erzwungenen Fehlern unterscheiden können. Wenn ich in der Abwehr bin und Spinblock spiele oder gar eine Ballonabwehr mit Spin, dann ist der *verschlagene Ball* sehr wohl von mir erzwungen, weil ich eben den Spin reingebe um es ihm schwer zu machen und eben nicht nur den Ball reinhebe. Das verstehen aber manch ältere Herrschaften nicht und sehen es einfach als *verschlagen*.

Chris21272 29.03.2025 21:22

AW: Nicht erzwungenen Fehler... Lauter Jubel / Freude
 
Zitat:

Zitat von tb177 (Beitrag 3746735)
Unerzwungene Fehler zu bejubeln (z.b. Fehlaufschlag) empfinde ich auch mit 32 Jahren als extrem unsportlich. Genauso wie der Zusatz: *Danke* den besonders ältere Mitspieler gerne mal von sich geben.

Diese älteren Spieler sind es aber oftmals, die unerzwungene Fehler nicht von erzwungenen Fehlern unterscheiden können. Wenn ich in der Abwehr bin und Spinblock spiele oder gar eine Ballonabwehr mit Spin, dann ist der *verschlagene Ball* sehr wohl von mir erzwungen, weil ich eben den Spin reingebe um es ihm schwer zu machen und eben nicht nur den Ball reinhebe. Das verstehen aber manch ältere Herrschaften nicht und sehen es einfach als *verschlagen*.

Fehlaufschlag bejubeln hab ich noch nie erlebt, kenne aber auch Senioren, wo das „Danke“ kommt. Das fand ich auch immer unsportlich - aber es war nicht so gemeint! Das haben die einfach früher so gelernt, dass man dabei Danke sagt und die denken sich gar nichts dabei!

Ich feiere nur meine stark erspielten Punkte, (erzwungene) Fehler meines Gegners nicht. Ich habe ähnlich wie du viel US im Ball (allerdings tischnah im Schupf) und oft denken die Gegner, dass ihr Topspin nicht richtig klappt - dabei bin ich mit Schuld. Wenn ich diese Punkte bejubeln würde, würde es auch meist Stress geben.

Schwieriges Thema…

HansWurst123 29.03.2025 21:24

AW: Nicht erzwungenen Fehler ... lauter Jubel / Freude
 
Unterm Strich gilt dennoch die Devise, wer sich provozieren lässt schadet sich damit am Ende selbst mehr als dem Gegner - unsportlich hin oder her.. deshalb ist das schon im eigenen Interesse da irgendwie drüberzustehen..

Chris21272 29.03.2025 21:28

AW: Nicht erzwungenen Fehler ... lauter Jubel / Freude
 
Das stimmt natürlich. Umgekehrt hab ich aber auch den Eindruck dass die Spieler, die jeden Ball kommentieren (jedenfalls die, die es nicht unbedingt absichtlich machen) sich selbst damit keinen Gefallen tun.


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