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| Technik - Taktik - Training - Vorsätze und Zielerreichung Hier könnt Ihr Fragen und Tipps rund um die Themen Technik, Taktik und Training loswerden. Spieler und Trainer können hier Erfahrungen austauschen und Trainingswillige von ihren alltäglichen Problemen und Zielen berichten. |
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Themen-Optionen |
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#1
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Anti/Kurze oder Lange Noppe?
Ich bin 37 und spiele seit ca. 6 Jahren 2-3 Mal die Woche Tischtennis und stehe aktuell bei 1200 RC-Punkten (entspricht glaube ich ca. 1450 TTR-Punkten).
Zu meiner Situation: Ich bin extrem vorhanddominant und versuche, einen Großteil des Tisches mit meiner Vorhand abzudecken. Aufgrund meiner Größe von 189 cm tendiere ich immer wieder dazu, weit hinter den Tisch zu gehen, und bin im Laufe der Jahre auch in der Verteidigung immer konstanter geworden. Meine absolute Schwachstelle ist jedoch die Rückhand in allen Bereichen. Ich bin fehleranfällig bei der Annahme und in der Rally. Viele meiner Ballwechsel enden entweder mit einem Vorhand-Winner oder einem Rückhand-Error. Seit diesem Jahr spiele ich in einer höheren Liga mit clevereren Spielern, und da werden meine Schwächen leider eiskalt bestraft. Da die Saison nun vorbei ist, möchte ich mich einer neuen Herausforderung stellen und mein Spielsystem auf der Rückhand umstellen. Mein Ziel ist es, Fehler auf der Rückhand zu minimieren und es unangenehm für meine Gegner zu machen, um meine Vorhand noch besser einsetzen zu können. Aktuelles Setup: Harimoto ALC, FH: D09c (bleibt 100 %) und BH aktuell Xiom Vega Europe. Ersatzschläger: Hurricane Long 5 mit D09C und D05. Choppen liegt mir eigentlich, aber ich glaube, lange Noppen wären mir dann doch zu passiv. Welche Belagart könnte zu meinem Spielstil passen? Und ist das Harimoto ALC zu schnell dafür? Ich bin eigentlich mit der Kontrolle mehr als zufrieden und möchte noch genug Speed für meine Vorhand haben. Ich wäre sehr dankbar für Ideen und Vorschläge. |
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#2
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AW: Anti/Kurze oder Lange Noppe?
Nur mal so ein paar Gedanken, entscheiden und testen kannst Du nur selber.
Du bist ja eigentlich wie Sabine Winter, die nur ihre Vorhand besser ins Spiel bringen wollte. Insofern erster Gedanke Glanti mit maximaler Schnittumkehr, da verlieren die Gegner schnell die Lust Dich auf der Rückhand festzunageln. Allerdings hast Du auch gesagt, dass Du weiter weg vom Tisch agierst. Das ist dann ein Störspiel nicht mehr so einfach möglich, Du müsstest in die lange Abwehr gehen und das war Dir ja nicht so ganz sympathisch. Insofern könntest Du es mal mit einer kurzen Noppe probieren, die man auch von weiter hinten spielen kann - dann allerdings am Tisch weniger Störeffekt. Wenn Du nicht schießen magst mit der Rückhand bist Du dann schnell zu ungefährlich. Vielleicht muss es auch gar kein Material sein und Du probierst einfach mal einen kontrollierten und wenig schnittanfälligen Noppen-Innen Belag, irgendwas chinesisches ohne Katapult. Damit hast Du am wenigsten Umstellungsaufwand bei der Technik und kannst immer noch ein wenig offensiv spielen. |
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#3
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AW: Anti/Kurze oder Lange Noppe?
Wie viele Beläge hast Du denn auf der Rückhand schon probiert?
Schon mal die Schläger von Deinen Vereinskollegen angetestet? Ein Glanti ist schon eine Ernorme technische Umstellung. Da braucht man schon jemand der einem das beibringen kann. Kurze Noppe wäre eine Möglichkeit. Oder mal einen guten Trainer besorgen der Deine Rückhandbaustelle optimieren kann.
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TTR +-1500 BaTTV Nittaku Shake Defence 74 g, Andro Nuzn 55 Max, Pimplepark Wobbler 0,5 |
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#4
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AW: Anti/Kurze oder Lange Noppe?
Eine Auswahl an Belägen die ich auf der Rückhand probiert habe. Fastarc G1, Neottec x5-M, Hurricane 8-80, Bluefire M2, Tibhar MXP, Rakza Z.
Kurze und Lange Noppe hab ich von Kollegen schon mal kurz probiert und vor allem bei kurzen wäre die Umstellung nicht so extrem. Hab keine Ahnung wie ich mit Glanti zurecht kommen würde und ich habe leider auch keinen Vereinskollegen der einen spielt. Wenn ich, wie des öfteren weiter hinter den Tisch wandere, dürfte der Glanti warscheinlich nicht so ideal sein. Ist das Harimoto ALC Holz zu schnell, würdet ihr mir empfehlen das neue Setup auf einem langsameren Schläger zu testen? Tendiere aktuell dazu den Victas Spectol S1 zu probieren und den Rest zu belassen. Kurze Noppe dürfte aber leider nicht nur für mich, sondern auch für meine Gegner berechenbarer sein. |
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#5
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AW: Anti/Kurze oder Lange Noppe?
Wenn du auf der Rückhand einen Anti probieren willst, ist ein Glanti vielleicht weniger die erste Wahl. Allerdings gibt es immer noch klassische Antis, die auch weiter weg vom Tisch noch etwas zu bieten haben. Ein Freund von mir hat eine ähnliche Überlegung und die Tipps hierzu waren: Nittaku Best Anti oder Yasaka Anti-Power.
Der Nittaku Best Anti entspricht von den Tipps die ich für meinen Kumpel gesammelt habe deutlich eher dem, was du wenn auf diesem Gebiet suchst. Sonst gibt es noch "Halb-Antis" wie den Friendship 729 RICT 804 oder den Spinlord Sandwind. Sonst gibt es auch noch mittellange / halblange Noppen. Da ist aber "leider" alles dabei, was die Noppenwelt zu bieten hat: Von kreuzlangsam und kontrolliert (Friendship 729 Dr. Evil), über hohen Störfaktor (Nittaku Super DO Knuckle) bis hin zu "eigentlich eher kurze Noppe". Dafür kannst du hier halt versuchen den "Sweetspot" zwischen kurz (offensive / berechenbar) und lang (unberechenbar / defensiv) zu finden. Wenn ein Kollege von dir den hat: Probier mal Keiler oder Keiler II von Spinlord. |
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#6
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AW: Anti/Kurze oder Lange Noppe?
@22Rio05,als Lösung für dein Problem empfehle ich einen klassichen Anti zu versuchen. Erste Wahl wäre der YAP in 2,0 mm. Der ist von den mir bekannten Antis für den Gegner am unangenehmsten,bei guter Kontrolle und passablen Offensivoptionen.
Auch dein aktuelles Holz sollte passen.
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Holz:Butterfly Grubba Carbon/VH:Friendship Origin Soft;1,8/RH:Bomb Talent;ox. Holz:Butterfly Grubba Carbon/VH:Friendship Origin Soft;1,8/RH:Yasaka Anti Power;2,0mm. |
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#7
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AW: Anti/Kurze oder Lange Noppe?
Danke schon mal für das erste Feedback. Ich werde mir wahrscheinlich den Spectol S1 in 1,6mm und den YAP in 2,0mm bestellen und auf meinem Hurricane Long 5 mit dem 09C auf der Vorhand testen und falls das Experiment scheitert, die Wochen vor dem Saisonstart im Oktober wieder auf meinen Harimoto ALC im Standartsetup bleiben.
Gute Idee? Hoffe das ich mich auf einem der beiden wohlfühle und vielleicht im nächsten Jahr besser in der Liga mithalten kann. Meine Vorhand ist auf dem Long 5 noch um eine paar % besser und Kontrolle sollte ja dennoch mit dem Anti und der Kurznoppe vorhanden sein. |
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#8
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AW: Anti/Kurze oder Lange Noppe?
Denke daran,was immer du auch testest,der erste Eindruck kann täuschen. Gibt nicht zu früh auf.
Viel Erfolg !
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Holz:Butterfly Grubba Carbon/VH:Friendship Origin Soft;1,8/RH:Bomb Talent;ox. Holz:Butterfly Grubba Carbon/VH:Friendship Origin Soft;1,8/RH:Yasaka Anti Power;2,0mm. |
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#9
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AW: Anti/Kurze oder Lange Noppe?
Naja du willst ja mit der RH erstmal nicht die Punkte machen, sondern Fehler vermieden.
Der Umstieg auf anti oder sogar glanti ist enorm. Es müssen neue Techniken, Spielzüge etc. gelernt werden. Die muss klar sein, dass es wahrscheinlich damit enden wird, dass du anfangs noch mehr verlierst weil die Gegner dich noch länger und mehr auf der RH halten werden. Da dir die Routine und die Automatismen fehlen wirst du automatisch Fehler machen was wieder Frust bringt. Von daher würde ich entweder gezielt den Sommer nur an der RH arbeiten oder wie schon empfohlen auf einen Schnitt unempfindlich lernen Belag j Ni oder kurze Noppe) zu wechseln. |
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#10
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AW: Anti/Kurze oder Lange Noppe?
Hi,
mein Spielstil ist ca. ähnlich zu deinem (sehr stark Vorhand orientiert; aber ich spiele eher näher am Tisch) und ich habe bei ca. 1300 RC Punkten auf eine Noppe gewechselt, ich hoffe, meine Tipps helfen daher. 1) Wie schon andere erwähnt haben: Ich glaube das wichtigste wäre die Technik der Rückhand zu verbessern mit einem Trainer (egal welchen Belag du spielst, wird dir das am meisten helfen). Die wichtigsten Punkte die mir geholfen haben: -) der Ellbogen ist stabil und bewegt sich nicht und ist der Drehpunkt / Angelpunkt der Bewegung -) Die Bewegung (mit glattem Belag) ist eine Dreh/Rotier-Bewegung um den Ellbogen und keine Andrücken-Bewegung (wobei du mit Noppe auch drücken kannst) -) Der Daumen liegt am Schläger auf und macht einen leichten Druck, was dir Stabilität gibt. bzw. kannst du auch versuchen einen leichten Rückhand-orientierten Griff zu verwenden, damit die Rückhand sicherer wird. Und -) Balltreffpunkt ist vor dem Körper/Bauchnabel im goldenen Dreieck bzw. leicht links davon; Und dafür brauchst du gute Beinarbeit damit du immer richtig stehst. 2) Ich habe auf eine kurz bzw. mittellange Noppe gewechselt: Killer in maximaler Schwammstärke, was glaube ich eher untypisch ist. Ich spiele den normalen / klassischen Killer Belag und nicht z.B.: die Extreme Variante, da diese einen viel stärkeren Störeffekt hat und ich selbst damit viel zu viele Fehler mache; Ich finde die klassische Variante in max ist für mich die beste Kombination aus Störeffekt/Sicherheit/Geschwindigkeit/Spielstil. Die meisten Spieler spielen die Noppe eher in dünneren Belägen um mehr Störeffekt zu haben, aber den Störeffekt merkst du eben selbst auch indem du mehr Fehler machst. In max spielt sich der Belag eigentlich nahezu wie ein ganz normaler Belag und daher war der Umstieg relativ einfach für mich. Nur der Schlägerwinkel muss deutlich offener sein, aber von den Bewegungen her klappt sowohl die Bewegung wie bei einem Topspin mit glattem Belag als auch die Noppen-Technik zum Andrücken des Balles; auch kann ich ganz normal Unterschnitt aufziehen oder kurze Bälle flippen. Eine Stärke ist, dass ich durch den Belag viel mehr Variation bekomme. D.h. meine Vorhand Topspins sind sehr spinlastig, die Rückhand Topspins schauen nach starken Spin aus aber kommen dann leer. Genauso kommt Vorhand sehr schnell, aber Rückhand-Blocks nehmen das ganze Tempo heraus und der Tempo-Wechsel ist für Gegner extrem unangenehm. Das Blocken mit dem Noppen Belag ist sehr, sehr viel sicherer - ich muss oft quasi einfach nur irgendwie den Schläger hinhalten und der Ball kommt extrem unangenehm für den Gegner zurück (in einer sehr untypischen Flugkurve und Tempo). Jetzt zu den Nachteilen: Du kannst mit dem Belag keinen Schnitt machen, d.h. wenn du Rückhand schupfst, dann ist nichts drinnen. Bei schwächeren Gegnern kann das noch ein Vorteil sein, da diese den Ball zurück schupfen versuchen und ihn dann hoch auflegen (welche man dann mit Vorhand leicht abziehen kann), aber ab einem gewissen Spielniveau (ca. 1300 RC Punkte) fallen die Gegner nicht mehr darauf rein. Dann greifen diese sofort solche Noppen-Schupfbälle an, da die Bälle immer leer sind. D.h. da kann man nicht mehr schupfen sondern muss ausnahmslos die Bälle auch mit Rückhand vorher angreifen (das ist aber deutlich leichter für mich mit der Noppe, da ich viel mehr Kontrolle habe und die Noppe mehr "verzeiht"). Ein anderer Nachteil, der für dich vermutlich wichtig ist, ist, dass mit der Noppe (zumindest Killer in max) das Spielen aus der Halbdistanz relativ schwierig ist. Theoretisch funktioniert es, aber es ist gefühlt viel fehleranfälliger, da man viel stärker andrücken muss, da sonst der Ball "verhungert". D.h. wenn du lieber aus der Halbdistanz spielst anstatt nahe am Tisch, dann ist eine kurze Noppe wie Killer eher nichts für dich. Verteidigen geht mit der Noppe auch nur eher sehr schwer. Ein weiterer Nachteil wäre für mich noch das kurz-kurz Spiel. Bälle mit der Noppe kurz (und niedrig!) zu returnen ist extrem schwer, da der Belag keinen Grip hat. D.h. ich flippe ausnahmslos alle kurzen Bälle (was Variation wegnimmt, da der Gegner weiß, dass er nie kurze Bälle zurück bekommt; außer ich drehe den Schläger). Außerdem ist das Holz wichtig, da dieses mit der Noppe harmonieren muss (ich spiele z.B.: Innerforce ZLF) |
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