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Schiedsrichter- und Regelbereich & Rechtliches Alles rund um Schiedsrichter, Regeln, rechtliches (Vereinsrecht, Gesetze). Regelfragen, strittige Situationen, zu viele Regeländerungen oder neue Ideen für TT, Erfahrungen als/mit Schiedsrichter(n), Ausbildung, usw.

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  #141  
Alt 03.03.2011, 13:41
zabel zabel ist offline
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zabel ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: 2. Präsidentenbrief vom 27.02.2011 - Absatz "Schlägerkontrollen"

Wie kann man nur so stur und ignorant sein?
Wenn ich in einen Laden gehe und mir einen Belag in max. kaufe,
muß ich darauf vertrauen können, dass der Belag, so wie er mir verkauft wurde, regelkonform ist.
In Bezug auf Dicke, Voc-Gehalt, ebenmäßigkeit.
Das gleiche gilt für den Kleber.
Wenn die Einhaltung der Zulassungskriterien von den etablierten Herstellern erwiesenermaßen nicht geleistet wird, kann man doch guten Gewissens keine Spieler für diesen Mißstand verantwortlich machen.
Und genau diesen Mißstand spricht Präsi Böhne zurecht an
und appeliert dabei an den gesunden Menschenverstand.
Bei Schlägerkontrollen soll unerlaubte Manipulation am Material aufgedeckt werden. Was kann der Spieler dafür, dass die Verbände nicht zwischen Betrügen und Unschuld unterscheiden können?
Aber Schuld und Ursache spielen überhaupt keine Rolle, die Regeln sind nunmal da und müssen eingehalten werden, Basta!
"Melde gehorsamst, betrügerisches Material aus dem Verkehr gezogen!"
Ich könnte mir so eine Schlägerkontrolle gut in einem Monty Python vorstellen.

Ein nachdenklicher Funktionär, welcher um Schadensbegrenzung bemüht ist, wird als Heuchler betitelt.
Heuchlerei ist, wenn für Profis gemachte Regeln im Profibereich gebeugt und umgangen werden, auf Amateurebene aber auf deren Einhaltung und Durchsetzung bestanden wird.
Es dürfte ja wohl allgemein bekannt sein, dass auf gehobener Profiebene kein Material von der Stange gespielt wird.
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  #142  
Alt 03.03.2011, 14:01
Hdd Hdd ist offline
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Hdd trifft öfters den Nagel auf den Kopf (Renommeepunkte mindestens +100)Hdd trifft öfters den Nagel auf den Kopf (Renommeepunkte mindestens +100)
AW: 2. Präsidentenbrief vom 27.02.2011 - Absatz "Schlägerkontrollen"

Zitat:
Zitat von Setz-It Beitrag anzeigen
hdd z.B. geht davon aus, dass ein durch Alterung unebener Schläger vor den Regeln anders behandelt werden soll, als ein durch Tunen unebener Belag.
Ich warte immer noch darauf, dass mir irgendjemand erklärt, welchen Sinn die Prüfung auf Belagebenheit - mit der Tunen aufgedeckt werden soll - bei Brettchenspielern macht? Mir ist klar, dass bei den derzeit geltenden Richtlinien mein altes Holz zu Recht beanstandet wird; aber das bedeutet für mich, dass die Richtlinien in diesem Punkt geändert werden müssen.
PS. Mein einfacher Noppengummibelag ist vollkommen eben.
Gruss Hdd

Geändert von Hdd (03.03.2011 um 14:04 Uhr)
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  #143  
Alt 03.03.2011, 15:01
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Setz-It ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: 2. Präsidentenbrief vom 27.02.2011 - Absatz "Schlägerkontrollen"

Zitat:
Zitat von zabel Beitrag anzeigen
Wie kann man nur so stur und ignorant sein?
Wenn ich in einen Laden gehe und mir einen Belag in max. kaufe,
muß ich darauf vertrauen können, dass der Belag, so wie er mir verkauft wurde, regelkonform ist.
In Bezug auf Dicke, Voc-Gehalt, ebenmäßigkeit.
Das gleiche gilt für den Kleber.
Das kannst du ja gerne machen. Und wenn Dein Vertrauen enttäuscht wird, bitte entsprechend auch an Händler und Hersteller wenden und nicht an jemand völlig anderes.

Zitat:
Wenn die Einhaltung der Zulassungskriterien von den etablierten Herstellern erwiesenermaßen nicht geleistet wird, kann man doch guten Gewissens keine Spieler für diesen Mißstand verantwortlich machen.
Macht ja auch keiner. Das Material wird aber durch die Klärung der Schuldfrage trotzdem nicht zulässig und darf nicht gespielt werden. Sonst stellt ein Hersteller einen 6 mm dicken Belag her, und es wird dann allgemein auf Kontrollen verzichtet, schließlich können da die Spieler ja nichts dafür.

Zitat:
Und genau diesen Mißstand spricht Präsi Böhne zurecht an
und appeliert dabei an den gesunden Menschenverstand.
Nach gesundem Menschenverstand würde man nun folgerichtig an ITTF, Hersteller und Händler appellieren, aber doch nicht an Verband und Schiedsrichter?

Zitat:
Bei Schlägerkontrollen soll unerlaubte Manipulation am Material aufgedeckt werden. Was kann der Spieler dafür, dass die Verbände nicht zwischen Betrügen und Unschuld unterscheiden können?
Das stimmt nicht. Die Kontrollen sollen zulässiges Spielmaterial von unzulässigem unterscheiden. Manipulation am Belag führt per Definition immer zu einem nichtzulässigem Material, das lässt sich in vielen Fällen jedoch nicht nachweisen. Das ist jedoch nicht der einzige Grund, wie hier von einigen einfach mal falsch vorausgesetzt wird. Auch falsch hergestelltes oder zusammengestelltes Material (ab Werk regelwidrig) unterliegt den Regeln.

Zitat:
Aber Schuld und Ursache spielen überhaupt keine Rolle, die Regeln sind nunmal da und müssen eingehalten werden, Basta!
"Melde gehorsamst, betrügerisches Material aus dem Verkehr gezogen!"
Ich könnte mir so eine Schlägerkontrolle gut in einem Monty Python vorstellen.
Ich finde die Regeln so wie sie sind incl. der Kontrollmechanismen verbesserbar, ich sehe bloß kaum jemanden, der das mal in Angriff nimmt, sich sachlich bei der ITTF, Herstellern und Händlern beschwert, die ITTF auf Widersprüche im Regelgefüge usw. usf. hinweist. Stattdessen macht man es sich einfach und schiebt es den Schiedsrichtern oder den Verantwortlichen im Verband in die Schuhe. Was ist denn, wenn ein jemand eine fehlerhafte Charge aktiv in den Handel bringt. Man kann zum Beispiel aktuell ausgewiesen zu dicke Imperial-Beläge im Fachhandel kaufen, das beweist doch, wie notwendig das Überprüfen der Belagdicke ist.

Zitat:
Ein nachdenklicher Funktionär, welcher um Schadensbegrenzung bemüht ist, wird als Heuchler betitelt.
Heuchlerei ist, wenn für Profis gemachte Regeln im Profibereich gebeugt und umgangen werden, auf Amateurebene aber auf deren Einhaltung und Durchsetzung bestanden wird.
Es dürfte ja wohl allgemein bekannt sein, dass auf gehobener Profiebene kein Material von der Stange gespielt wird.
Beim zweiten Punkt und dritten gebe ich dir recht. Zum ersten Punkt ist zu sagen, dass der Funktionär hier Verantwortliche und Auslöser offensichtlich irgendwie "vergessen" hat, und dafür gegen Nachbarverband und SR zetert, die weder etwas für die Regel noch für die Nichteinhaltung durch Hersteller und Handel können. Nochmal: ein Appell an Hersteller, Händler und Spieler wäre viel angemessener gewesen, da wahrscheinlich auch in dieser Reihenfolge die Verantwortung für die Problematik verteilt ist.

Zitat:
Zitat von Hdd Beitrag anzeigen
Ich warte immer noch darauf, dass mir irgendjemand erklärt, welchen Sinn die Prüfung auf Belagebenheit - mit der Tunen aufgedeckt werden soll - bei Brettchenspielern macht? Mir ist klar, dass bei den derzeit geltenden Richtlinien mein altes Holz zu Recht beanstandet wird; aber das bedeutet für mich, dass die Richtlinien in diesem Punkt geändert werden müssen.
PS. Mein einfacher Noppengummibelag ist vollkommen eben.
Gruss Hdd
Der Schläger mit all seinen Schichten muss eben sein, das ist eine seit Jahrzehnten bestehende Regel. Der Schläger soll nicht an bestimmten Stellen durch Unebenheit unvorhersehbare Absprungeigenschaften haben. Ich finde den Grenzwert für die Messung, unter dem du leiden musstest, als sehr niedrig angesetzt, das habe ich schon mehrfach gesagt, das ändert aber nichts am Prinzip, dass alle Schichten eines Schlägers aus verschiedenen Gründen eben sein sollen, nicht ausgeschliffen werden sollen usw. Ein gleichmäßig dicker Noppengummi-Belag auf einem Holz mit mehreren tiefen Kerben und Buckeln wird unberechenbar, daher gibt es die Regel, aber sicher nicht bei 0,1 mm. Das ist also kein allgemeines Regelproblem, sondern ein merkwürdiger Grenzwert für die Auslegung der Regel. Dieser Grenzwert ist ja nicht in Stein gemeißelt - hast du dich schon bei der ITTF über den niedrigen Wert beschwert, der durch normale Alterungsvorgänge schon locker übertroffen wird und was war die Antwort?
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  #144  
Alt 03.03.2011, 15:18
Hdd Hdd ist offline
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AW: 2. Präsidentenbrief vom 27.02.2011 - Absatz "Schlägerkontrollen"

Zitat:
Zitat von Setz-It Beitrag anzeigen

Der Schläger mit all seinen Schichten muss eben sein, das ist eine seit Jahrzehnten bestehende Regel. Der Schläger soll nicht an bestimmten Stellen durch Unebenheit unvorhersehbare Absprungeigenschaften haben. Ich finde den Grenzwert für die Messung, unter dem du leiden musstest, als sehr niedrig angesetzt, das habe ich schon mehrfach gesagt, das ändert aber nichts am Prinzip, dass alle Schichten eines Schlägers aus verschiedenen Gründen eben sein sollen, nicht ausgeschliffen werden sollen usw. Ein gleichmäßig dicker Noppengummi-Belag auf einem Holz mit mehreren tiefen Kerben und Buckeln wird unberechenbar, daher gibt es die Regel, aber sicher nicht bei 0,1 mm. Das ist also kein allgemeines Regelproblem, sondern ein merkwürdiger Grenzwert für die Auslegung der Regel. Dieser Grenzwert ist ja nicht in Stein gemeißelt - hast du dich schon bei der ITTF über den niedrigen Wert beschwert, der durch normale Alterungsvorgänge schon locker übertroffen wird und was war die Antwort?
Zur Klarstellung: die Grenzwerte sind 0,2 mm bzw. 0,5 mm, je nachdem ob die Fläche konkav oder konvex ist. Bei meinem alten Holz wurden die Werte um 0,1 mm überschritten. Ich glaube nicht, dass die ITTF sich mit der Beschwerde eines einzelnen Spielers beschäftigen wird.
Gruss Hdd
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  #145  
Alt 03.03.2011, 15:40
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AW: 2. Präsidentenbrief vom 27.02.2011 - Absatz "Schlägerkontrollen"

Schade. Aber sollte man nicht, wenn man nicht bereit ist, sich an der richtigen Stelle zu beschweren, auf die Beschwerden ganz verzichten? Was soll es denn bringen, jemand anders als ITTF, Hersteller, Händler und Spieler anzusprechen?

Ich fand ja dein Tischler-Beispiel ganz eindrucksvoll - nicht mal jemand vom Fach hätte den Mangel sicher abstellen können oder hätte das Holz sogar verschlimmbessert. Wenn man nachweisen würde, dass 0,2 mm sich in einem Bereich befinden, in dem normales Holz arbeitet und das handwerklich gar nicht anders machbar ist, wäre das doch ein starkes Argument. Mich wundert, dass nicht viel mehr Spieler wegen von der Zeit ausgebeulter Hölzer auffallen. Ich habe auch keine großen Probleme mir vorzustellen, dass man bei manch einem Händler von Werk aus krumme Hölzer findet...
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  #146  
Alt 03.03.2011, 16:31
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AW: 2. Präsidentenbrief vom 27.02.2011 - Absatz "Schlägerkontrollen"

Zitat:
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Wie kann man nur so stur und ignorant sein?
Jau, da muss ich dir recht geben

Geändert von User 17544 (03.03.2011 um 16:36 Uhr)
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  #147  
Alt 03.03.2011, 21:06
Hdd Hdd ist offline
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Zitat:
Zitat von Setz-It Beitrag anzeigen
Schade. Aber sollte man nicht, wenn man nicht bereit ist, sich an der richtigen Stelle zu beschweren, auf die Beschwerden ganz verzichten? Was soll es denn bringen, jemand anders als ITTF, Hersteller, Händler und Spieler anzusprechen?
Ich hatte den Vorsitzenden des Schiedsrichterausschusses des WTTV angeschrieben und angefragt, ob man es erreichen könne, die Richtlinien zur Prüfung auf Belagebenheit abzuändern. Er hat darauf verwiesen, dass das über die ITTF laufen müsste und mir wenig Hoffnung gemacht. Vielleicht versuche ich aber doch mal bei der ITTF mein Glück.
PS. Da ich relativ sicher bin, dass bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Siegen dieses Gerät nicht zum Einsatz kommt, ist das Problem momentan nicht so dringend.
Gruss Hdd
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  #148  
Alt 03.03.2011, 23:32
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Zitat:
Zitat von Setz-It Beitrag anzeigen
Mich wundert, dass nicht viel mehr Spieler wegen von der Zeit ausgebeulter Hölzer auffallen.
Es könnte daran liegen, dass noch nicht sehr viele Schläger von Brettchen-Spielern und auch noch nicht sehr viele von Senioren-Spielern mit dem miniRAE light geprüft worden sind.
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  #149  
Alt 04.03.2011, 00:13
Hillegosser Hillegosser ist offline
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Zitat:
Zitat von Der springende Punkt Beitrag anzeigen
Es könnte daran liegen, dass noch nicht sehr viele Schläger von Brettchen-Spielern und auch noch nicht sehr viele von Senioren-Spielern mit dem miniRAE light geprüft worden sind.
Das miniRAE light hat ja nun weniger mit der Ebenheit zu tun und von 131 Schlägern waren es bei den WSM nur 2, die eben deswegen für unzulässig erklärt wurden.

Muss der WTTV/Schiedsrichterausschuss,... wer auch immer eigentlich die korrekten Zahlen auf Nachfrage rausgeben?

Mich würde die Zahl der Kontrollen und Beanstandungen bei den Westdeutschen Meisterschaften wirklich interessieren.
__________________
In vino veritas
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  #150  
Alt 04.03.2011, 00:59
Der springende Punkt Der springende Punkt ist offline
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Zitat:
Zitat von Hillegosser Beitrag anzeigen
Das miniRAE light hat ja nun weniger mit der Ebenheit zu tun ...
Da hast du vollkommen Recht. Ich meinte natürlich nicht das Gerät für die Messung von VOC, sondern das Gerät für die Messung der Belagebenheit.
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