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Umfrageergebnis anzeigen: Ernährst Du dich vegan?
Ja, weil ich nicht möchte, dass Tiere leiden. 9 18,37%
Ja, weil ich möchte auch nicht gegessen werden. 5 10,20%
Nein, weil Tiere sind unter anderem dazu da, gegessen zu werden. 16 32,65%
Nein, es ist ganz normal, Tiere zu essen. 25 51,02%
Nein, weil ich habe mir darüber noch keine großen Gedanken gemacht. 2 4,08%
Ich habe den Inhat des threads/der Umfrage nicht verstanden. 1 2,04%
Multiple-Choice-Umfrage. Teilnehmer: 49. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #3761  
Alt 11.04.2021, 00:14
Snape Snape ist offline
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Zitat:
Zitat von Stanglnator Beitrag anzeigen
Ich bin da wohl auch einfacher gestrickt. Ich schaue mir das an, dann denke ich, dass da wohl was wahres dran ist. Zahlen merke ich mir nicht, nur die Größenordnungen und Themen die angesprochen wurden.

Wenn sich das ergibt, spreche ich mit Anderen und man diskutiert möglicherweise darüber.
Das ist auch gut so. Nun kommt aber ein oberschlauer Barmer daher und will Dir weismachen, dass das nur Propaganda mit vielen Lügen sei. Schon bist Du wieder verunsichert, weil das, was er behauptet, zunächst einmal plausibel klingt.

Zitat:
Zitat von Stanglnator Beitrag anzeigen
Über das was zutrifft sagst Du zusammengefasst höchstens: "Das Problem ist ja auch real."

Du gibst den Dingen deutlich mehr Aufmerksamkeit, welche (möglicherweise) nicht zutreffen, und kommunizierst das auch sehr offensiv.

Über das was nicht zutrifft schreibst Du vergleichsweise das x-fache an Text. Dieser Stil ist auf einigen Seiten in diesem Thread, zumindest von meiner Seite aus, zu beobachten.
Gut, dass Du die Barmer-Strategie erkannt hast.

Zitat:
Zitat von Stanglnator Beitrag anzeigen
Offtopic Vergleich-
Du hast einen unglaublich messerscharfen Verstand, bist sehr mit Logik vertraut, sehr Wortgewand, textsicher, bleibst immer sehr ruhig und sachlich. Das komplette Gegenteil von Turboblock. Dennoch er macht genau das gleiche im Bayern München Thread. Zu den Erfolgen kommt fast nix, aber auf die kleinen Fehler prügelt man komplett ein, und verliert den meisten Text dazu. Ähnliche Priorisierung
Beim angesprochenen Barmer scheint das aber nicht unbedingt der Rechthaberei zu dienen wie bei Turbo, sondern es geht um Ablenkung vom Thema.

Zitat:
Zitat von Stanglnator Beitrag anzeigen
Vorhin Cowspiracy angesehen.

Von dem veganen Arzt zum Ende hin, welcher etwas zu Kuhmilch sagt:

"Denken Sie daran wozu Kuhmilch gut ist.

Kuhmilch soll ein 30 Kilo schweres Kalb so schnell es geht in eine 200Kg schwere Kuh verwandeln.

Es ist eine Wachstumsflüssigkeit für Kälber.

Alles was in dieser weissen Flüssigkeit steckt, ... Hormone, Fette, Proteine, Natrium, Wachstumsfaktoren ... Soll das Kalb zu einer großen dicken Kuh aufblasen, die es sonst nicht gäbe.
Das ist tatsächlich der Punkt, der mich vom vegetarischen zum veganen gebracht hat. Simple Logik, über die man kaum nachdenkt.
Was ist Milch, von wem für wen und wofür ist sie gut?
Die simple Antwort darauf ist entlarvend, da wir Menschen keine Kühe als Mütter haben noch Kälber sind, die möglichst schnell groß und stark werden müssen. Dessen sind sich aber die wenigsten bewusst.

Zitat:
Zitat von Stanglnator Beitrag anzeigen
Ob Sie sie über Ihr Müsli giessen, zu Joghurt gerinnen lassen, es zu Käse fermentieren, oder zu Eiscreme gefrieren lassen, ... es bleibt Kälberwachstumsflüssigkeit.
An dieser Stelle wird man natürlich mit den Beschwichtigungen der Milchindustrie konfrontiert, die vielleicht tatsächlich Wachstumsbestandteile entfernt, um dem ganzen doch noch etwas Positives abzugewinnen und den Einwand abzuschmettern. Diese Strategie fährt jeder Bereich der Tierindustrie, siehe z.B. Tierwohllabel, Weidekühe etc. Sie können sich aber noch so sehr bemühen, es ist und bleibt unnötige Ausbeutung und Töten von Tieren. Denn eins ist klar: Es gibt keinen guten Weg, etwas Falsches, Böses zu tun.

Zitat:
Zitat von Stanglnator Beitrag anzeigen
Kuhmilch ist das Sekret einer Kuh die gerade gekalbt hat, und sie ist für Kälber.
Richtig. Und wer bekommt genau diese Muttermilch nicht? Richtig, die Kälber. Menschen stehlen also den Kälbern ihre Muttermilch. Wofür? Money money money, must be funny... Und der Kaffeetrinker träumt davon, dass für die Milch und den Milchkaffee kein Tier sterben muss, Kerrygold-Butter und Frico-Käse von glücklichen Kühen stammt, die nur draußen auf großen Weiden stehen und eines natürlichen Todes in hohem Alter sterben.

Zitat:
Zitat von Stanglnator Beitrag anzeigen
"Es ist nichts drin was Sie brauchen."

Ich glaube da steckt eine Menge (oder nur?) Wahrheit drin. Beim letzten Satz kann man Streiten. Kalzium ist schon wichtig, aber das kann man auch aus anderen Quellen beziehen.
Eben. Es gibt keinen Nährstoff, der original nur von Tieren produziert wird. Das, was an Nährstoffen in Tierprodukten enthalten ist, wanderte vorher über das Futter überhaupt erst in das Tier. Warum also den Umweg über das Tier nehmen, wenn man die Nährstoffe direkt aus den Pflanzen bekommen kann, was dazu auch noch gesünder und verträglicher ist?
Ist eine rhetorische Frage, wir alle kennen die peinliche Antwort darauf: Weil es angeblich schmeckt. Was bekanntermaßen zwei dicke Haken hat, die diese Antwort mit einem Wisch vom Tisch fegen.

Zitat:
Zitat von Stanglnator Beitrag anzeigen
Auch vielleicht zum Nachdenken geeignet
Absolut. Vielleicht beachten das ja mehr aus Deiner Feder, als wenn ich das zum hundertsten Mal schreibe.

Geändert von Snape (11.04.2021 um 00:17 Uhr)
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  #3762  
Alt 11.04.2021, 08:48
Abwehrtitan Abwehrtitan ist offline
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AW: Der Veganer-Thread

Zitat:
Zitat von Stanglnator Beitrag anzeigen

Von dem veganen Arzt zum Ende hin, welcher etwas zu Kuhmilch sagt:

"Denken Sie daran wozu Kuhmilch gut ist.

Kuhmilch soll ein 30 Kilo schweres Kalb so schnell es geht in eine 200Kg schwere Kuh verwandeln.

Es ist eine Wachstumsflüssigkeit für Kälber.

Ich wollte mich ungern hier einmischen, und was ich beitrage soll auch nicht Veganismus diskreditieren. Ich habe mir das nicht angehört und weiß auch nicht ob du dich nur verhört, oder eben hier vertippt hast.


1) eine Kuh hat je nach Rasse ein Gewicht von 500 - 800 kg. die Bullen kommen meist über ne Tonne, ein Schlachtkalb wird etwa mit 150 - 180 kg geschlachtet (wohlgemerkt Kalb)


2) Milch wird nicht zum mästen verwendet, wenn du mästen willst, Kälber also schnell schlachtreif bekommen willst dann wird Milchpulver mit einer Reihe Zusätzen versetzt, weil Milch KEIN Mastmittel ist. Dazu hat sie gar nicht genug Kalorien.


3) Milch ist ein reines Nahrungsmittel auf der Weide wenn die Jungtiere noch nicht grasen oder nicht ausreichend grasen und verdauen. Nur ganz am Anfang ihres Lebens, die erste Woche, danach bekommen sie Heu, speziell für Kälberaufzucht, früher hat man sie länger bei der Mutter gelassen wege der Milch, dann erst Heu, uns ein wenig späte hat man sie grasen lassen. Damit wartet man wegen der Durchfälle eine Weile, am Anfang vertragen sie das frische Gras nicht.


Das ist aber der Punkt, es ist ein großer Unterschied zwischen Nahrungsmittel und Mastmittel.


Und dem Herrn Doktor kann ich eine Ausbildung auf dem Bauernhof anbieten, dann kann er sich vor Ort überzeugen wie sowas wirklich funktioniert und er muss keine Halbwahrheiten äußern.


Ich habe mein ganzes Leben Milch getrunken und davon nicht wenig, und bis ich leider sehr krank wurde hatte ich immer 192 cm/92 kg-94 kg, war fetzengesund, und nein ich wurde nicht wegen der Milch krank, die Autoimmunerkrankung die meinen heutigen BMI mitbeeinflußt ist (Diagnose Universitätsklinik Erlangen) ursächlich durch einen DNA-Fehler ausgelöst.
Milch ist ein Nährstoff mit hohem Brennwert, und gut geeignet für Menschen die einen hohen Energiebedarf haben (Sportler, Handwerker etc), also für Leute die durch Verbrennung die Kalorien auch wieder abarbeiten. Wer das nicht leistet muss mit ner Wampe rechnen, dann ist Milch ungesund!

Früher hab ichs verbrannt, heute reiß ich mich damit zusammen und hab die Trinkmenge stark reduziert.
__________________
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Geändert von Abwehrtitan (11.04.2021 um 09:18 Uhr)
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  #3763  
Alt 11.04.2021, 10:51
Snape Snape ist offline
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AW: Der Veganer-Thread

Zitat:
Zitat von Abwehrtitan Beitrag anzeigen
1) eine Kuh hat je nach Rasse ein Gewicht von 500 - 800 kg. die Bullen kommen meist über ne Tonne, ein Schlachtkalb wird etwa mit 150 - 180 kg geschlachtet (wohlgemerkt Kalb)
Die männlichen Kälber werden soweit ich weiß im Durchschnitt nach einer Woche, allerspätestens nach einem Monat als Abfallprodukt getötet. Legen die in der kurzen Zeit dermaßen an Gewicht zu oder stimmt das Ausgangsgewicht nicht?

Zitat:
Zitat von Abwehrtitan Beitrag anzeigen
2) Milch wird nicht zum mästen verwendet
Steht da oben auch nicht, sondern nur, dass die Muttermilch ein Wachstumsmittel ist, die wie bei jedem Säugetier dafür sorgt, dass das Jungtier wächst. Das funktioniert für die Tierindustrie viel zu langsam, deshalb ist die Muttermilch als Mastmittel nicht geeignet, nicht nur bei Kühen.
Damit kommen wir direkt zu Soja, was zynischerweise ausgerechnet den Veganern oft fälschlicherweise angekreidet wird, wo doch inzwischen eigentlich weitläufig bekannt sein sollte, dass Soja hauptsächlich nicht für die bösen Veganer angebaut und dadurch der Regenwald zerstört wird, sondern für die Verwendung als Mastmittel in der Tierindustrie.

Zitat:
Zitat von Abwehrtitan Beitrag anzeigen
3) Milch ist ein reines Nahrungsmittel auf der Weide wenn die Jungtiere noch nicht grasen oder nicht ausreichend grasen und verdauen. Nur ganz am Anfang ihres Lebens, die erste Woche, danach bekommen sie Heu, speziell für Kälberaufzucht, früher hat man sie länger bei der Mutter gelassen wege der Milch, dann erst Heu, uns ein wenig späte hat man sie grasen lassen. Damit wartet man wegen der Durchfälle eine Weile, am Anfang vertragen sie das frische Gras nicht.
So funktioniert die Tierindustrie. Wen interessiert das Tier, Hauptsache es wird möglichst schnell profitabel.
Krass finde ich die Geflügelindustrie. Wenn ich sehe, wie oft befreite Legehennen auf Gnadenhöfen binnen kurzer Zeit sterben aufgrund der übelst geschundenen Körper, nicht zuletzt aufgrund der Turbomast, erfasst mich die kalte Wut.

Zitat:
Zitat von Abwehrtitan Beitrag anzeigen
Und dem Herrn Doktor kann ich eine Ausbildung auf dem Bauernhof anbieten, dann kann er sich vor Ort überzeugen wie sowas wirklich funktioniert und er muss keine Halbwahrheiten äußern.
Du setzt hier voraus, dass das Zitat korrekt ist. Muss es aber nicht sein oder war vielleicht auch anders gemeint. Nein, ich kenne den Film nicht auswendig.

Zitat:
Zitat von Abwehrtitan Beitrag anzeigen
Ich habe mein ganzes Leben Milch getrunken und davon nicht wenig, und bis ich leider sehr krank wurde hatte ich immer 192 cm/92 kg-94 kg, war fetzengesund
Nette Anekdote. Ich habe vor allem als Jugendlicher ebenfalls literweise Milch getrunken und war gesund.
Ändert das irgendetwas daran, dass Milch dem Körper Calcium entzieht, den Körper übersäuert und das Wachstum oder gar die Entstehung von Krebszellen fördert?
Davon abgesehen, dass für diese Energiequelle unnötig Kühe getötet werden, für einen Nährstoff, den Menschen auch anders bekommen können.

Zitat:
Zitat von Abwehrtitan Beitrag anzeigen
Milch ist ein Nährstoff mit hohem Brennwert, und gut geeignet für Menschen die einen hohen Energiebedarf haben (Sportler, Handwerker etc), also für Leute die durch Verbrennung die Kalorien auch wieder abarbeiten.
Sie ist aus o.a. Gründen nicht wirklich gut geeignet, glänzt nur durch einen Nährstoff (Calcium) und erreicht die hohe Kaloriendichte durch - Fett. Kann man noch einfacher durch Nüsse bekommen mit noch höherer Kaloriendichte.

Zitat:
Zitat von Abwehrtitan Beitrag anzeigen
Wer das nicht leistet muss mit ner Wampe rechnen, dann ist Milch ungesund!
Nö, Milch ist prinzipiell auf Dauer ungesund. Schau Dir all die alten Leute mit Arthrose und Osteoporose an, die jahrzehntelang ihrem Körper Calcium durch Milchprodukte entzogen statt zugeführt haben, im Glauben an die seit ebenfalls Jahrzehnten eingetrichterten Werbebotschaften der Milchindustrie.

Wie lautet noch das schöne Zitat:
Die Milchindustrie hat es geschafft, der intelligentesten Spezies der Welt einzureden, den Nährstoffbedarf eines Kalbs zu haben.
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  #3764  
Alt 11.04.2021, 11:06
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AW: Der Veganer-Thread

Hab' nur abgeschrieben was übersetzt wurde. Nach bestem Wissen und Gewissen

In wie weit das jetzt so alles korrekt ist, keine Ahnung. Da vertraue ich jetzt einfach mal Deinen Worten mehr als von denen des Doktors

Aber worüber ich nachdenke: Ist das von der Natur so eingerichtet worden, dass die Milch der jeweiligen Säugetiere auch am besten für deren eigenen Nachkommen konzipiert worden ist?

Wie wäre das in freier Wildbahn? Wann bilden sich die Euter dann zurück, wenn das Kalb keine Milch mehr will / braucht? Wie lange kann man so eine Kuh melken?

In welchen Zeitabständen wird eine Kuh eigentlich "geschwängert", damit sie Milch "produzieren" darf?

Komische Fragen die ich mir so stelle. Vermutlich lassen sich einige beantworten, wenn ich mir Dominion ansehe. Aber das wollte ich mir eigentlich ersparen. Hatte mal kurz reingezappt, ... das war nix für mein Gemüt.
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  #3765  
Alt 11.04.2021, 11:20
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AW: Der Veganer-Thread

Ein etwas nüchterner Artikel über Kuhmilch:
https://www.quarks.de/gesundheit/dar...-nicht-giftig/

Man beachte auch den Abschnitt über Wachstumsfaktoren.
__________________
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Vielen Dank und tut mir ehrlich leid ...
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  #3766  
Alt 11.04.2021, 11:41
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AW: Der Veganer-Thread

Beim Durchsuchen des Internets bezüglich der Aminosäureprofile von pflanzlichen Lebensmitteln bin ich auf ein Dokument über Schweinemast gestolpert. Dieses ist bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) einzusehen.

Aus Neugier habe ich das Dokument überfliegen wollen, habe aber dann tatsächlich genauer nachgelesen, weil da viele interessante Ernährungsphysiologische Dinge geschrieben standen. So ein wissenschaftliches und verständliches Dokument hätte ich gerne mal über Menschen gehabt

Aber insgesamt hat es mich dann doch mehr schockiert als alles Andere.

Dieses Dokument existiert ja nicht, damit es den Schweinen so gut geht, und sie viel glücklicher sind mit dem was sie "vorgesetzt" bekommen.

Es geht schlicht und ergreifend darum sie gezielt darauf vorzubereiten wie sie später auf dem Teller schmecken!
---------------------------------------------
Auszug:

Polyensäureproblematik

Definition: Polyensäuren - mehrfach ungesättigte Fettsäuren
(z.B. Linolsäure 18:2, Linolensäure 18:3)

Je mehr Polyensäuren sich im Futterfett befinden, desto weicher, öliger und verderblicher (ranziger) wird der Schweinespeck.

Bei Dauerwaren (Rohwurst, Rohschinken) bedeutet dies

* kein fester Anschnitt, weniger *Biss*;
* verringerte Haltbarkeit, Geruchs-/Geschmacksbeeinträchtigungen;
* schnellerer Verderb der fettlöslichen Vitamine A,D,E.
---------------------------------------------

PDF - Schweinemast LfL Bayern

Da denke ich für meinen Teil, dass das unfassbar perfide ist, ein Lebewesen so zu Füttern und aufwachsen zu lassen, um es mit "mehr Biss" auf den Teller zu bringen.

Jetzt weiß ich nicht, wie das auf Bauerhöfen von statten geht, wie AT sie beschreibt. Ich war immer so blauäugig und dachte, die bekommen halt Futter damit sie eben groß und schwer werden. Aber dass man das so bis ins Detail seziert war mir nicht klar.

Vor allen Dingen, ... Wie viel Zeit, Energie, Geld und Tiere musste man aufwenden, um das herauszubekommen?

Bin halt ein naiver Dummbeutel, aber das ist okay so

Auch Interessant: Die Schweine, ebenso Hühner bekommen Vitamin B12 zugesetzt. Daher ihr B12 - Gehalt bei unserer Nahrungsaufnahme
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  #3767  
Alt 11.04.2021, 12:20
Snape Snape ist offline
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AW: Der Veganer-Thread

Zitat:
Zitat von Stanglnator Beitrag anzeigen
Aber insgesamt hat es mich dann doch mehr schockiert als alles Andere.

Dieses Dokument existiert ja nicht, damit es den Schweinen so gut geht, und sie viel glücklicher sind mit dem was sie "vorgesetzt" bekommen.

Es geht schlicht und ergreifend darum sie gezielt darauf vorzubereiten wie sie später auf dem Teller schmecken!
Eigentlich nicht einmal das, eher die Konsistenz, denn der Geschmack hängt von der Zubereitung und der Würzung ab.

Machen wir uns nichts vor, es geht in der ganzen Lebensmittelindustrie ausschließlich um Profit.
Das bedeutet für die Tierindustrie:
- Möglichst schnelle Profitabilität = möglichst schnell möglichst viele Eier legen, möglichst früh möglichst viel Milch geben, möglichst schnell Masse aufbauen, je nach Verwendung
- Möglichst geringe Kosten bei Unterhalt, Futter, Gesundheit. Deshalb viel Schrott im Futter und möglichst wenig Platzbedarf.

Die Tiere sind nur Mittel zum Zweck, der Industrie ist es egal, ob sie glücklich sind, kranke Tiere werden azeptiert, so lange ihr Produkt verkäuflich ist, ansonsten werden sie in die Verluste eingeplant.

Noch mal:
Die Industrie will (und muss teilweise) möglichst viel Profit machen und diesen steigern. Entweder teurer verkaufen oder Kosten reduzieren, gerne auch die Verkaufsmenge steigern, was durch Appetitanreger bewerkstelligt wird.
Der Industrie ist es scheißegal, ob es den Tieren gut geht (außer es beeinträchtigt die Produktivität) und ob das Zeug für den Konsumenten = Menschen gesund ist. Darüber muss man sich einfach klar werden!

Zitat:
Zitat von Stanglnator Beitrag anzeigen
Da denke ich für meinen Teil, dass das unfassbar perfide ist, ein Lebewesen so zu Füttern und aufwachsen zu lassen, um es mit "mehr Biss" auf den Teller zu bringen.
Ja, das ist es!
Wir reden hier von einer Milliardenindustrie, in der es auf jedes Gramm und jeden Cent ankommt! Über 700 Millionen Tiere pro Jahr nur in Deutschland. Rechne dabei mal einen Cent hoch.

Zitat:
Zitat von Stanglnator Beitrag anzeigen
Jetzt weiß ich nicht, wie das auf Bauerhöfen von statten geht, wie AT sie beschreibt. Ich war immer so blauäugig und dachte, die bekommen halt Futter damit sie eben groß und schwer werden. Aber dass man das so bis ins Detail seziert war mir nicht klar.
Auf kleineren Bauernhöfen bekommen manche Tiere mehr Auslauf und mehr Platz, sie müssen trotzdem profitabel sein. Und je nachdem, wie engagiert der Bauernhof ist, gibt es auch dort nur Augenwischerei und Greenwashing, wenn sich z.B. nur nach dem EU-Biolabel gerichtet wird, Verbraucher-Verarsche par excellence. Als ob ein Huhn etwas davon hätte, wenn dessen Lebensfläche 1,25 statt 1,0 DIN A4 groß (eher: klein) ist.

Moralisch-ethisch ist es sowieso verlogen, wenn Bauern weismachen wollen, dass ihnen Tiere am Herzen liegen, sie Tiere lieben und möchten, dass es ihnen gut geht. Am Arsch, sie töten die Tiere trotzdem. Was für ein Liebesbeweis.

Noch mal:
Es geht um Geld und Profit, beinhaltet Kostenvermeidung und Zeit. Es macht einen Riesenunterschied, ob ein Schwein nach 3 oder 6 Monaten schlachtreif ist oder ein Huhn pro Jahr 30 oder 300 Eier legt. Dreimal darfst Du raten, wie das bewerkstelligt wird und welche Werte in der Natur normal sind bzw. waren.

Zitat:
Zitat von Stanglnator Beitrag anzeigen
Vor allen Dingen, ... Wie viel Zeit, Energie, Geld und Tiere musste man aufwenden, um das herauszubekommen?
Darüber möchte ich gar nicht nachdenken, dann wird mir schlecht.

Zitat:
Zitat von Stanglnator Beitrag anzeigen
Auch Interessant: Die Schweine, ebenso Hühner bekommen Vitamin B12 zugesetzt. Daher ihr B12 - Gehalt bei unserer Nahrungsaufnahme
Wurde hier im Thread schon ein paar Mal erwähnt, ging vermutlich dank der erfolgreichen Ablenkung eines bestimmten Anti-Veganers unter.

Wenn Du noch mehr vernünftige Antworten auf die üblichen Anti-Veganer-Klischees wie eben B12, schon immer gegessen, ohne Fleisch hätte sich der Mensch nicht so entwickelt etc. pp. haben möchtest, begib Dich auf youtube und dort zu den Kanälen von "Der Artgenosse" und Niko Rittenau. Insbesondere letzterer referiert ausführlichst über Nährstoffe, während Der Artgenosse die Mythen und Klischees debunkt. Bei den englischsprachigen Videos empfehle ich "Earthling Ed" alias Ed Winters, Joey Carbstrong und Paul Bashir.
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  #3768  
Alt 11.04.2021, 12:30
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Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Die Milchindustrie hat es geschafft, der intelligentesten Spezies der Welt einzureden, den Nährstoffbedarf eines Kalbs zu haben.

Ist mir durchaus bewusst, aber, für mich, und ich spreche nur für mich, ist Milch ein Genussmittel erster Klasse, das hat damit zu tun das ich jeden Tag Kaba trinke (0,5), da ist mehr Kaba drin als als Milch, eiskalt aus dem Kühlschrank, es gibt., wie gesagt nur für mich, kaum ein besseres Getränk.

Wobei ich die Hauptzufuhr an Flüssigkeit, etwa weitere 2 Liter (mehr ist übrigens auch nicht gesund!! ... Außer man hätte durch Krankheiten die Flüssigkeiten entziehen, oder andere Verluste wie schwere körperlich Arbeit oder Leistungssport höheren Aufwand) durch stilles Wasser decke, oder im Winter sehr viel Tees, hauptsächlich Salbei im Sommer auch Tee, eiskalter Pfefferminztee aus dem Garten mit Zitrone (Bio weil ich es mit der Schale in die Kanne schmeiße).


Vegetarisch könnte ich ohne Probleme, vegan wegen Milch/Käse/Joghurt nicht. Käse ist schon ein Geschenk der Götter! Und ich hab schon ersatzprodukte versucht (das schleppt meine Tochter immer an und ich versuch auch alles was sie vorschlägt), aber es ist nix dabei was einen guten!!! Käse ersetzen kann, ich rede nicht von dem Supermarktmist 100 g zu 1,49, das ist nicht essbar. Ich rede von gereiftem Käse vom Rad, 4 - 6 € 100 g. - geht durchaus auch teuerer, eine Frage der Reifezeit. Nee, kann ich nicht weg von. Das einhzige Produkt, ich weiß nicht m ehgr wie es heißt ist Ersatz für Ziegenkäse den ich mitunter gerne mal esse, das war erstaunlich gut, würde ich jederzeit wieder essen.


Und in Naturjoghurt mit Erdbeeren aus dem eigenen Feld, ich bitte dich, was oll es da besseres geben?


Ich bin wieder raus, weil Veganer bin ich nicht, werde ich auch nicht mehr, bei aller Rücksicht sonst. Wie gesagt Fleisch kann weg, aber Zaziki selbst gemacht aus nem guten 40 % Sahnequark, Spargel und neue Kartoffeln, hmmm ... kann ich ein Kilo Spargel mit links wegdrücken. Veganen Ersatz habe ich auch hier versucht, reicht von geht so bis völlig neben dem was ich gerne schmecken würde. Bei Edeka gibt es was mit Soja.Joghurt das = geht so, da fehlt einfach der Sahnequark (Fett!), alles andere ist eine Gemeinheit für die Geschmacksnerven.


just my two cents ... nice day
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  #3769  
Alt 11.04.2021, 12:35
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Zitat:
Zitat von Stanglnator Beitrag anzeigen

Jetzt weiß ich nicht, wie das auf Bauerhöfen von statten geht, wie AT sie beschreibt.



Auf dem Bauernhof fressen sie sehr viel Küchenabfälle zugefüttert wird aber auch durchaus Ähnliches wie du es beschreibst, nicht ganz so krass, aber trotzdem. Man hält sie auch auf dem Hof den ich kenne weitgehend ohne Medikamente/hauptsächlich Antibiotika, wenn ein Tier (und das wird tgl. sehr genau kontrolliert) was hat was nach Krankheit aussieht , wird das Tier von der Horde getrennt und isoliert. Wenns stirbt kommt es es in die Dose (kommt aber ein bisschen auf die Krnakheit an die es hatte - passiert aber recht selten), wenn es lebt und wieder gesund ist darfs wieder zur Gruppe.
__________________
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  #3770  
Alt 11.04.2021, 13:49
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Das die Tiere so groß und Produktiv wie möglich sein sollen, war mir schon klar. Aber die Tiere dann anschliessend "bissfester" hinzubekommen war mir neu, und ist schon etwas krank.

Mal brutalst aus dem Kontext gerissen:

Zitat:
Zitat von Abwehrtitan Beitrag anzeigen
[...] hmmm ... kann ich ein Kilo Spargel mit links wegdrücken. Veganen Ersatz habe ich auch hier versucht, reicht von geht so bis völlig neben dem was ich gerne schmecken würde. [...]
Veganer Spargelersatz, noch nie gesehen

Mir scheint es so, dass sich immer mehr Leute sich bewusst darüber werden was denn so in der Massentierhaltung abgeht. Es gibt immer mehr (gute) Alternativen, und Tierprodukte werden immer öfter gemieden.

Jetzt stelle ich aber fest, dass hier vieles mit Geld gesteuert wird. Ob jetzt als Input vom Staat, wenn es um Arbeitsplätze geht, oder um Konzerngewinne.

Ist man nicht auch hier davon abhängig, in wie weit sich die großen Unternehmen dazu "bereit erklären" das alles umzumodeln, um das ganze in eine andere Richtung zu lenken? Scheint ja schrittweise zu passieren, sonst gäbe es diese Veganen-Ersatzprodukte nicht.

Was hat er Staat damit zu tun, damit diese "Maschinerie" am Leben gehalten wird? Wollte man sich eigentlich nicht auch ums Kükentöten kümmern? Hab' ich schon wieder vergessen. Mit Subventionen habe ich mich noch nicht auseinander gesetzt.

Naja, wie auch immer. Ursprünglich hatte ich den Plan, im Laufe der Zeit immer mehr Tierische Produkte aus meinem Leben zu verbannen, nicht wegen dem Tierwohl entworfen. Mir ging es um meine Gesundheit, speziell Schuppenflechte, welcher ich mal mit "Nahrungsanpassung" zum besseren wenden wollte.

Der Nebeneffekt, dass dadurch etwas "Tierleid" verhindert wird, war zwar schön, aber noch lange nicht ausschlaggebend.

Wenn ich mir den ganzen Krempel aber mal reinziehe, und mir das genauer ansehe, muss ich feststellen, dass dieser Nebeneffekt doch schon stark an Bedeutung gewonnen hat. So ein Stück Fleisch, oder ein Hähnchenflügel, Milch, Fischstäbchen, oder was auch immer sehe ich doch dann schon etwas anders. Mittlerweile habe ich dann immer die Herkunft im Hinterkopf.

Schön ist das für mich leider nicht, wenn ich dann allerdings überlege, für die die jetzt im Kühlregal "hausen" war es wohl weniger toll.

Aber da geht es dann wieder um die philosophische Komponente, ... musste das Tier leiden wenn es doch glücklich aufgezogen wurde und (im Idealfall) schmerzlos (und frühzeitig) getötet wurde?

Diese kontroverse Diskussion habe ich ja mitbekommen. Wenn ich vor der Fleischtheke stehe und da so ein seziertes Tier rumliegen sehe, dann kommt der Gedanke "armes Schwein". Also habe ich für mich wohl entschieden, dass es insgesamt nicht so toll ist.

Als nächsten Schritt werde ich versuchen mein Eiweiß-Brot vegan werden zu lassen. Muss irgendwie den mageren Speisequark ersetzen, das Eiweiss dann wohl weglassen. Den Quark bekommt man wohl auch hin, wenn man Sojajoghurt mal über Nacht in einen Kaffeefilter legt und dann abtropfen lässt. Aber der vegane Joghurt ist 3x so teuer.

Aber ausprobieren schadet ja nicht
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