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Offener Brief an den TTBW – Ehrenamt ist kein Selbstbedienungsladen!
Liebe Sportkameraden,
ich habe heute einen offiziellen Protest an das TTBW-Präsidium geschickt. Wir investieren unsere Freizeit in den Hallen, während der Sport von oben herab kommerzialisiert wird. Besonders bitter: Während wir uns mit einer mangelhaften neuen Software (myTT-Relaunch) herumschlagen, hält der TTBW die Hand auf und kassiert bei kleinsten Fehlern über einen extremen Strafenkatalog ab. Dazu kommt die Turnierlizenz, die unseren Sport für Gelegenheitsspieler faktisch verteuert. Frage an euch: Wie viele Strafen musste euer Verein diese Saison schon zahlen, weil die Technik gestreikt hat oder Formalien wichtiger waren als der Sport? Sehr geehrte Damen und Herren des TTBW-Präsidiums, sehr geehrte Damen und Herren der Geschäftsführung, ich schreibe Ihnen heute als aktives Mitglied an der Basis, um meinem massiven Unmut über die aktuelle Entwicklung in unserem Sport Luft zu machen. Was sich derzeit zwischen den Landesverbänden und der myTischtennis GmbH abspielt, hat mit der Förderung des Breitensports nichts mehr zu tun. Folgende Punkte sind für uns an der Basis nicht länger hinnehmbar: Das technische Fiasko des Relaunchs: Seit der Umstellung des Frontends ist die Bedienung auf Mobilgeräten in der Halle eine Zumutung. Unübersichtliche Tabellen und Performance-Probleme behindern den Spielbetrieb massiv. Die fragwürdige Doppelrolle des TTBW: Als Gesellschafter der myTischtennis GmbH sind Sie Miteigentümer der Plattform, für deren Nutzung Sie uns gleichzeitig zur Kasse bitten. Es entsteht der Eindruck eines geschlossenen Systems, in dem die Basis für mangelhafte Software bezahlen muss, während der Verband als Kontrollorgan versagt. Absurder Strafenkatalog als Haushaltsmittel: Der TTBW-Strafenkatalog hat Dimensionen angenommen, die das Ehrenamt kriminalisieren. Dass Vereine für kleinste formale Fehler in einer fehleranfälligen Software (wie der Live-Eingabe) mit teils dreistelligen Beträgen zur Kasse gebeten werden, ist skandalös. Es entsteht das Gefühl, dass Ordnungsgelder beim TTBW eine fest eingeplante Einnahmequelle zur Deckung von Haushaltslöchern sind, statt ein Erziehungsmittel. Zutrittssteuer „Turnierlizenz“: Dass ein Spieler, der bereits Vereinsbeiträge und Verbandsabgaben leistet, zusätzlich bezahlen soll, um überhaupt an einem Turnier teilnehmen zu dürfen, ist eine Frechheit und schadet dem Turnierbetrieb im TTBW massiv. Entfremdung von der Basis: Wir erzeugen im Ehrenamt die Daten, mit denen die myTischtennis GmbH Geld verdient. Dass wir für den Zugriff auf Statistiken nun tiefer in die Tasche greifen sollen (Premium-Wall), ist moralisch nicht vertretbar. Forderung nach finanzieller Transparenz bei Ordnungsgeldern: „Zusätzlich fordere ich hiermit eine lückenlose Offenlegung der Einnahmen aus Ordnungsgeldern und Strafen innerhalb des TTBW für die vergangenen zwei Spielzeiten. Es muss für uns Mitglieder nachvollziehbar sein, welcher Prozentsatz des Verbandshaushalts durch Sanktionen gegen Vereine und Ehrenamtliche gedeckt wird. Solange diese Zahlen nicht transparent vorliegen, bleibt der bittere Beigeschmack, dass hier ein System geschaffen wurde, das Fehler der Basis (oft bedingt durch die Komplexität der myTischtennis-Software) bewusst monetarisiert. Ich fordere den Verband auf, darzulegen, wie viel dieser 'Straf-Einnahmen' direkt in die Förderung der Vereine zurückfließen und wie viel lediglich in der Verwaltung versickert.“ Ich erwarte von meinem Verband, dass er seine Rolle als Gesellschafter nutzt, um kostenlose, funktionierende und werbefreie Grundfunktionen für alle Mitglieder sicherzustellen und das System der finanziellen Bestrafung von Ehrenamtlichen umgehend zu überdenken. „Ich erwarte zu den oben genannten Punkten eine detaillierte Stellungnahme des Präsidiums bis zum 6.3.2026. Als zahlendes Mitglied und ehrenamtlicher Unterstützer dieses Sports habe ich ein Anrecht darauf zu erfahren, ob mein Verband noch meine Interessen vertritt oder sich bereits vollständig zum Verwalter eines kommerziellen Lizenzmodells gewandelt hat.“ #TTBW #Tischtennis #Abzocke #Ehrenamt #Breitensport #Protest #myTischtennis „Wusstet ihr eigentlich, wie viel Geld der TTBW jedes Jahr durch unsere 'Fehler' einnimmt? Ich habe den Verband zur Offenlegung dieser Summen aufgefordert. Es kann nicht sein, dass das Ehrenamt das finanzielle Risiko für eine komplizierte Software trägt, während die GmbH und der Verband die Gewinne und Gebühren einstreichen.“ |
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AW: Offener Brief an den TTBW – Ehrenamt ist kein Selbstbedienungsladen!
- guter brief. aber ist leider überall so (in anderen sportarten). kumpels von mir spielen beach volleyball, da wird in a cup ausgerichtet und die hälfte der einnahmen bekommt der verband ohne das da ein einziger offizieller vor ort ist.. ist halt typisch deutsch...
- bei uns gibt es im verband auch ganz tolle leute die ihre zeit opfern...ttvn / BS - die breite masse finanziert die da oben , ist doch auch beim marathon so... - musst so schmuzeln als ich handball EM geguckt habe und die gesagt haben in island ist jede halle offen und man muss nichts bezahlen... - hat aber kein sinn sich darüber aufzuregen... meine erfahrung... - am ende des tages muss man für sich entscheiden, ob man das will..oder auch nicht |
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AW: Offener Brief an den TTBW – Ehrenamt ist kein Selbstbedienungsladen!
Zitat:
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AW: Offener Brief an den TTBW – Ehrenamt ist kein Selbstbedienungsladen!
Es ist seit Jahren so, dass die Verbände unterfinanziert sind. Die ganzen Lehrgänge für Junge Spieler und Trainer verschlingen Unsummen. Die Schiedsrichterausfallgebühr pro Verein von mindestens 200€ aufwärts sind fest eingeplante Einnahmen. Die Mannschaftsmeldegebühren sind meiner Meinung nach aber überschaubar. Die Vereine nehmen als Jahresbeitrag viel zu wenig ein, trauen sich aber nicht Beiträge über 100€ zu veranschlagen. Da viele Vereine noch Hallenmieten zahlen müssen, ist da einfach der Wurm drin.
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